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VON DENEN VAMPIREN ODER MENSCHENSAUGERN
- Dichtungen und Dokumente -

Hrsg: Dieter Sturm, Klaus Völker - 1968

  Erstausgabe: München: Hanser, 1968
weitere: Frankfurt aM: Ullstein, 1975 / Erftstadt: Area, 1982 - ISBN: 3-89996-504-3 / Berlin: Suhrkamp, 1994 - ISBN: 3-51838-781-2 / Augsburg: Bechtermünz, 1997 - ISBN: 3-86047-8

Bechtermünz-Verlag: Wappnen Sie sich, denn dieses Buch ist bevölkert von nachtschwarzen Blutsaugern: Vampiren, Werwölfen und lebenden Toten! Gesammelt sind hier nicht nur bluttriefende Vampirgeschichten, sondern auch furchterregende alte Dokumente über den Vampirismus.
Das Gelichter der Vampire und Werwölfe, der Gorgonen und lebenden Toten taucht in der Menschheitsgeschichte bei allen Völkern der Erde auf. Von den frühesten Anfängen bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts haben die Schriftsteller das größte Interesse an den nachtschwarzen Blutsaugern bezeugt, und noch die moderne Dichtung zeigt sich von ihnen fasziniert. Dieter Sturm und Klaus Völker haben dem Phänomen der Blutsaugerei diese ungewöhnliche Anthologie gewidmet, deren Hauptteil eine umfangreiche Sammlung vampirischer Dichtung bildet. Neben bekannten Arbeiten von Goethe, Novails und Heine bis zu Stefan George und Johannes Bobrowski stehen in Deutschland bislang unbekannte Texte wie etwa LeFanus Carmilla und Polidoris Der Vampir. Im zweiten Teil sind die wichtigsten Dokumente über Vampirismus versammelt: von Martin Luthers Tischrede, Voltaires Traktat über die wahren Vampire bis zu Joseph Görres Über Vampyren und Vampyrisierte. Diese Belege für "vitale Menschenleichen" und "aufhockende Tote" zeigen, wie nachhaltig der Vampirismus zumal die Kirche und die Wissenschaft beschäftigt hat. Ein literarischer und ein historischer Essay der Herausgeber leiten den dritten Teil ein, der mit einer ausführlichen Bibliographie sowie einer Filmographie dieses einmalige und originelle Handbuch des Vampirismus abschließt.
(1968)

bibliothèque: Das Werk ist in drei Teile unterteilt und vereint damit Literatur und Hintergrund. Der Sammlung klassischer und moderner Vampirlitertaur von Phlegon (2. Jh.) bis Johannes Bobrowski (20. Jh.) steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Vampirmythos anhand historischer Dokumente gegenüber. Abgerundet wird es im dritten Teil durch einen historischen und einen literarischen Bericht der Herausgeber, sowie jeweils eine umfangreiche Biblio- bzw. Filmographie. "Von denen Vampiren oder Menschensaugern" galt lange als DAS deutsche Standardwerk zur Vampirliteratur und ist auch heute noch gleichermaßen unterhaltsam und lehrreich. (2007)

Wolfgang Kühn: ... In komprimierter Form werden zunächst [in Teil 2] kurze historische Dokumente über den Vampirismus und benachbarter Gebiete [...] geboten, die insgesamt ergötzlich, aber stellenweise schwer lesbar sind. In chronologischer Anordnung reicht die Auswahl von Luther bis ins Jahr 1840, wobei gläubige, sehr kritische aber auch ablehnende Stimmen zum Thema zu Wort kommen. Beachtlich scheint vor allem der Abschnitt von Voltaire, verzichtbar wegen seiner unausgewogenen Konfusität für Laien der von v. Görres. Mehr als die Hälfte des Gesamttextes nehmen »redaktionelle« Beiträge der Herausgeber ein. Der »historische Bericht« von K. Völker ist sehr umfassend und ausführlich und bringt eine summarische Interpretation der Dokumente. Völker streift auch Phänomene wie Hämatophilie und -dipsie und drückt sich bisweilen recht drastisch und makaber aus [...] Der »literarische Bericht« von D. Sturm dagegen geriet m. E. stellenweise zu philosophisch und fließt über von exaltierten Ausdrücken. Es ist mehr eine »Kultur-« als eine Literaturgeschichte des Vampirismus; Wert wird weniger auf einen literarischen Überblick als vielmehr auf Deutung und Bedeutung des Explicandums gelegt. Besonders ausführlich und bemerkenswert fielen hingegen die Anmerkungen über LeFanu's Carmilla und über Stoker's Dracula aus. Beide enthalten brillante Verdeutlichungen der spezifischen Stoffproblematik. Abgerundet wird das Taschenbuch durch ein brauchbares, sehr ausführliches Literaturverzeichnis sowie durch eine ebenfalls akzeptable Filmographie, die Filme des Zeitraums 1913 - 1968 (leider mit einigen Lücken und Auslassungen) anführt. Alles in allem eine »Pflichtlektüre« für alle Freizeit-Vampire, die auf angenehme Art noch unbekannte Details vermittelt! (1975)

Suhrkamp Von den frühen Anfängen bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts haben die Schriftsteller das größte Interesse an den nachtschwarzen Blutsaugern bezeugt, und noch die moderne Dichtung zeigt sich von ihnen fasziniert. Das originelle und einmalige Handbuch des Vampirismus enthält Texte von Goethe, Novalis, Heinrich Heine, Stefan George, Gertrud Kolmar und Ingeborg Bachmann; Lord Byron, Charles Baudelaire, Nikolai Gogol, Iwan Turgenjew, Lawrence Durell und vielen anderen. (1994)


Titelverzeichnis

1 - Teil 1 - Dichtungen:
1.1 - Die Braut von Amphipolis - Phlegon - um 130
1.2 - Die Empuse (Empusa) - Philostratos - 217 bis 238
1.3 - Mein liebes Mägdchen glaubet - Heinrich August Ossenfelder - 1748
1.4 - Die Braut von Korinth - Johann Wolfgang von Goethe - 1797
1.5 - Hinüber wall ich - Novalis - 1797
1.6 - Cyprians Erzählung - E.T.A. Hoffmann - 1819 bis 1821
1.7 - Helena - Heinrich Heine - 1852
1.8 - Die Beschwörung - Heinrich Heine - 1844
1.9 - Doch du, Ungäub'ger - Lord Byron - 1813
1.10 - Ein Fragment (Fragment of a Novel) - Lord Byron - 1819
1.11 - Der Vampyr (The Vampyre) - John William Polidori - 1816
1.12 - Gussle oder Ausgewählte illyrische Dichtungen (La Guzla) - Prosper Mérimée - 1827 - Auszüge, darin:
 - Über den Vampirismus (Sur le Vampirisme)
 - Die schöne Sophie (La belle Sophie)
 - Konstantin Jakubowitsch (Consantin Yacoubovich)
 - Der Vampir (Le Vampire)
 - Kara-Ali, der Vampir (Cara-Ali, le Vampire)
1.13 - Die liebende Tote (La morte amoureuse) - Théophile Gautier - 1836
1.14 - Der Vampir (Le Vampire) - Charles Baudelaire - 1857
1.15 - Die Verwandlung des Vampirs (Les Metamorphoses Du Vampire) - Charles Baudelaire - 1857
1.16 - Aus dem ersten Gesang Maldorors - Comte de Lautréamont - 1868
1.17 - Die Vampire (Les Striges) - Marcel Schwob - 1891
1.18 - Der Wij (Вий; Wij) - Nikolai Gogol - 1835
1.19 - Der Vampir (Упырь, Oupyr) - Graf Alexej K. Tolstoi - 1841
1.20 - Gespenster. Eine Phantasie (Призраки (Фантазия); Prizraki (Fantaziya)) - Iwan Turgenjew - 1863
1.21 - Satia Te Sanguine - Algeron Charles Swinburn - 1866
1.22 - Carmilla - Sheridan LeFanu - 1872
1.23 - Draculas Gast (Dracula's Guest) - Bram Stoker - um 1896
1.24 - Pursewardens Erzählung - Lawrence Durell - 1958
1.25 - Darfst du bei nacht und bei tag - Stefan George - 1907
1.26 - Heimweg - Ingeborg Bachmann - 1956
1.27 - Im leeren Spiegel - Johannes Bobrowski - 1963

2 - Teil 2 - Dokumente:
2.1 - Wunderbarliche Historie vom Teufel, der die Leut betrug und würgte - Martin Luther - um 1565
2.2 - Vom Schmätzen im Grabe - Martin Böhm - 1601
2.3 - De Masticatione Mortuorum - Philippus Rohr - 1679
2.4 - Die Gespenster von Freudenthal - 1698 - aus: Curiöser Geschichtskalender des Herzotums Schlesien
2.5 - Der polnische Upier - P. Gabriel Rzaczynski - 1721
2.6 - Die aufhockenden Toten von Hozeploz - Tharsander - 1736
2.7 - Das Sterben zu Gross Mochbar - Hrsg: C.E.F. - 1736
2.8 - Die Geschichte von Asvitus und Asmundus - Otto zum Stein - 1730
2.9 - Dialog über das Schmatzen der Todten - Otto zum Stein - 1730
2.10 - Visum et Repertum - Johannes Fluchinger - 1732
2.11 - Gutachten - Hrsg: Königliche Preußische Societät derer Wissenschafften - 1732
2.12 - Verschiedene Standpunkte zum Phänomen des Vampirismus - darin (Auszüge):
 - Vogt - aus: Kurtzes Bedencken von denen Acten-mäßigen Relationen wegen derer Vampiren , oder Menschen- und Vieh-Aussagern - Gottlob Heinrich Vogt - 1732
 - Putoneus -  aus: Besondere Nachricht von denen Vampyren oder so genannten Blut = Saugern - Putoneus - 1732
 - Der weimarische Medicus - aus: Eines weimarischen Medici muthmaßliche Gedancken von denen Vampyren - Johann Christian Fritsch - 1732
 - Johann Christoph Harenberg - aus: Vernünftige und Christliche Gedancken - Johann Christoph Harenberg - 1733
 - Pohl: Conclusio - aus: Disseratio de hominibus post mortem sanguisugis - M. J. Christopherus Pohlius - 1732
 - Ranft - aus: Traktat von dem Kauen und Schmatzen der Toten in Gräbern - Michael Ranft - 1734
2.13 - Aaron Monceca, an Isaak Onis, einen Caraiten, und ehemaligen Rabbi von Constantinopel - Marquis d'Argens - 1738
2.14 - Vom Erscheinen der Geister und denen Vampyren - Augustin Calmet - 1746
2.15 - Weitenkamps Meinung über die serbischen Vampyrs - Johann Friederich Weitenkamp - 1754
2.16 - Vampire (Vampires) - Voltaire - 1785
2.17 - So groß ist unsere Torheit - Carl von Knoblauch zu Hatzbach - 1791
2.18 - Vampirismus und literarische Gattung - Charles Nodier - 1820
2.19 - Über Vampyre und Vamyrisirte - Josef von Görres - 1840

3 - Teil 3 - Historischer und literarischer Bericht
3.1 - Historischer Bericht  - Klaus Völker - 1968
3.2 - Literarischer Bericht  - Dieter Sturm - 1968
3.3 - Bibliographie
3.4 - Filmographie
3.5 - Anmerkungen der Herausgeber


Einzeltitel
1 - Teil 1 - Dichtungen:
1.1 - Die Braut von Amphipolis - Phlegon - um 130 - aus: Über wundersame Dinge (Opuscula de rebus mirabilibus)
bibliothèque: Machates ist zu Gast bei einer befreundeten Familie, deren Tochter Philinnion nach ihrer Hochzeit mit einem ungeliebten Bräutigam vor Kurzem verstarb. Das Mädchen war heimlich in Machates verliebt und kommt in nun des Nachts leidenschaftlich besuchen.
"Die Braut von Amphipolis" gehört zu den ältesten erhaltenen Texten, die von der Wiederkehr einer Begrabenen berichten. Auch finden sich hier Hinweise auf die nötige Einhaltung religiöser Zeremonien und das Verbrennen der Untoten ebenso, wie auch ein sexueller Aspekt. Auch wenn der Besuchte sich nach dem Erlebnis das Leben nahm, ist jedoch noch nicht der später im Zusammenhang mit südosteuropäischen Widergänger und Vampiren eng verwobene zerstörerische Aspekt postuliert. Heute greifen fast alle Subgenres des Horrors und des Unheimlichen, in denen auf Untote eingegangen wird (Widergänger, liebende Leichname, Zombies, Vampire, Spuk, Geister etc) auf die Erzählung zurück und reklamieren, nicht gänzlich zu Unrecht, Zugehörigkeitsansprüche.
Diese Passage griechischer Geschichte(n) inspirierte etwa 1.600 Jahre später den Dichterfürsten Goethe zu seiner "Braut von Korinth" (in diesem Band weiter unten). Das "Buch der Wunder", wie die gesamte Sammlung ebenfalls genannt wird, ist ein von nur zwei erhaltenen Werken des Autors. Die paradoxographische Sammlung (listenartige Sammlung wundersamer Tatsachenberichte) ist heute vor allem wegen ihrer Geistergeschichten und Weissagungen bekannt. Dementsprechend hätte aus Phlegons Sicht diese Geschichte eher dem zweiten Teil "Dokumente" zugeordnet werden müssen, auch wenn heute die Erzählung üblicherweise zu den "Dichtungen" gerechnet wird.
(2007)
1.2 - Die Empuse (Empusa) - Philostratos - 217 bis 238 - aus: Leben des Apollonios von Tyana (Vita Apollonii)
bibliothèque: Appolonios entlarvt eine Empuse, die einen seiner Schüler, den 25jährigen Menippos, hinlänglich begabt und mit wohlgeformten und athletischen Körper, umgarnt. (2007)
1.3 - Mein liebes Mägdchen glaubet - Heinrich August Ossenfelder - 1748
Nicolaus Equiamicus: Ossenfelder nahm sich im Jahre 1748 als erster die Figur des historischen, volkskundlichen Vampirs zum Thema eines seiner Gedichte. Es erschien zusammen mit einem Artikel über Vampirismus in der Gelehrtenzeitschrift „Der Naturforscher.“ 48. St., Leipzig 25. Mai 1748. S. 380 f. (2013)
1.4 - Die Braut von Korinth - Johann Wolfgang von Goethe - 1797
bibliothèque: 1797 erschienen, stieß es zuerst auf deutliche Ablehnung, da hier nach dem Tode die „alten Götter“ über die Zwänge des Christentums triumphieren. Angelehnt ist das Werk an das Phlegon's: "Die Braut von Amphipolis". (2007)
1.5 - Hinüber wall ich - Novalis - 1797 - aus: Hymnen an die Nacht
bibliothèque: Ein Flehen um Liebe, Wollust, unendliches Leben. (2007)
1.6 - Cyprians Erzählung - E.T.A. Hoffmann - 1819 bis 1821 - aus: Die Serapionsbrüder
bibliothèque: In der Sammlung "Die Serapionsbrüder" hat Hoffmann seinen realen Freundeskreis, dem u.a. auch Adelbert von Camisso (in der Sammlung als 'Cyprian') angehörte, porträtiert. Da im Original die Zweite Geschichte des 8. Abschnitts keinen eigenen Titel hat, erschien sie in Anthologien unter den verschiedensten Namen, so beispielsweise "Cyprians Erzählung", "Hyänen", "Der Vampir", "Die Vampirin" oder auch "Vampyrismus". (2007)
1.7 - Helena - Heinrich Heine - 1852
bibliothèque: Während in den ersten beiden Auflagen der "Neue(n) Gedichte" (beide 1844) und eines von Heines bekanntesten Werken "Deutschland. Ein Wintermärchen" Premiere feierte, entfernte Heine das "Wintermärchen" in der dritten Auflage (1852) und füllte den entstandenen Platz u.a. mit "Helena" aus dem Zyklus "Zur Ollea". Wann das Gedicht verfasst wurde, ist nicht überliefert. Heute gehören die Verse zu den bekanntesten Dichtungen des Morbiden aus dem 19. Jahrhundert. (2007)
1.8 - Die Beschwörung - Heinrich Heine - 1844
bibliothèque: Auch wenn hier nicht eindeutig von Vampiren die Rede ist, so kann diese Totenbelebung doch durchaus in der Nähe der Vampirliteratur verbleiben. Nicht wenig nachfolgende Autoren bedienten sich des hier skizzierten Bildes und bauten es in ihren Vampirmythen aus. (2006)
1.9 - Doch du, Ungäub'ger - Lord Byron - 1813 - aus: Der Giaur (The Giaour)
bibliothèque: Byrons "Giaour" gilt als die erste der Orientalischen Romanzen aus seiner Feder. Trotz einiger Erweiterungen ist die Geschichte jedoch bis zuletzt Fragment geblieben. Byron begann wahrscheinlich um 1810 mit der Arbeit an dem Gedicht, während seiner "Grand Tour", einer beim englischen Adel beliebten umfassenden Europa-Reise. Passend zum Buch wird hier eine Passage zum Vampirthema zitiert. (2007)
1.10 - Ein Fragment (Fragment of a Novel) - Lord Byron - 1819
bibliothèque: Diese unvollendete Erzählung vom Tod des Augustus Darvell ist das Byronsche Ergebnis einer legendären Nacht (17. Juni 1816) am Genfer See, die auch Mary Shellys "Frankenstein" hervorbrachte. Nach Bekunden von John William Polidori soll Byron geplant haben, Darvell als Vampir wieder auferstehen zu lassen. Das Fragment soll Vorlage für John William Polidoris Erzählung "Der Vampyr" gewesen sein, die zuerst Byron zugeschrieben wurde. (2007)
1.11 - Der Vampyr (The Vampyre) - John William Polidori - 1816
bibliothèque: Lord Ruthven nimmt dem jungen Aubrey ein Versprechen ab, das dieser noch vor Jahresfrist bitterlich bereut.
"Jeder von uns soll eine Geschichte schreiben" war der Vorschlag Lord Byrons im Sommer 1816 in der Schweiz, in dessen Folge nicht nur Mary Shelleys Roman "Frankenstein" entstand. Die Novelle "Der Vampir" greift auf ein byron'sches Fragment dieser Nacht zurück und wurde von Polidori zu einer der bekanntesten Vampirgeschichten umgeschrieben. Zuerst wurde diese Geschichte aufgrund der Angaben im Vorwort der Erstveröffentlichung (1819) Lord Byron zugerechnet, dessen Leibarzt und Reisegefährte Polidori eine Zeit lang war, und selbst heute erschient die Geschichte gelegentlich noch unter der Doppelbezeichnung Byron/Polidori.
(2007)
1.12 - Gussle oder Ausgewählte illyrische Dichtungen (La Guzla, ou Choix de poesies illyriques, recueillies dans la Dalmatie, la Bosnie, La Croatie et l'Hertzegowine) - Prosper Mérimée - 1827 - Auszüge
bibliothèque: Die Sammlung wurde von Mérimée unter dem Vorwand herausgegeben, es handele sich dabei um illyrische Dichtungen, die ins Französische übersetzt worden seien. Eine Lüge, wie sich später herausstellte und die Autorenschaft Mérimées bewies. (2007)
 - Über den Vampirismus (Sur le Vampirisme)
bibliothèque: Ein reisender Maler muss miterleben, wie Khawa, nachdem sie von einem Vampir angefallen wurde, langsam diesem trotz aller Pflege und Kniffe in den Tod folgt. (2007)
 - Die schöne Sophie (La belle Sophie)
bibliothèque: Der reiche Bei von Moino heirate die schöne Sophie, die in der Hochzeitsancht ihr Blut geben muss. (2007)
 - Jeannot
bibliothèque: Verstrickt in seinen Aberglauben, wird ein Feigling von einem Hund gebissen. (2007)
 - Konstantin Jakubowitsch (Consantin Yacoubovich)
bibliothèque: Ein Fremder kommt ins Dorf und verstirbt. Von seinem Grab aus sucht er den Sohn von Konstantin heim. Als der Vater den Vampir pfählen will, flieht dieser in den Wald. Noch dreimal erschient der Vampir bei Konstantin, bis es einem Eremiten gelingt, den Untoten zu vertreiben. (2007)
 - Der Vampir (Le Vampire) - Fragment
bibliothèque: Ein Venezianer verführt Marie, bevor er von Kugel und Säbel niedergetsreckt wurde.
In diesem Fragment wird der Vampirmythos ebenso wie die regionale Unzufriedenheit mit der venezianischen Macht und Vorherrschaft angedeutet.
(2007)
 - Kara-Ali, der Vampir (Cara-Ali, le Vampire)
bibliothèque: Djumeli betrügt ihren Ehemann mit dem reichen Kara-Ali. Als die beiden Durchbrennen, wird Kara-Ali vom betrogenen Ehemann erschossen. Mit letzter Kraft gibt er ein unheiliges Buch weiter, das auf Seite 66 Macht und alle Erd- und Wassergeister versprechen soll. Der Ehemann, von der Aussicht auf Reichtum und Macht verblendet, schlägt die Seite auf und ruft damit Kara-Ali, der ihm dann das Blut aussaugt. (2007)
1.13 - Die liebende Tote (La morte amoureuse) - Théophile Gautier - 1836 - aka: Die tote Geliebte
bibliothèque: Der alte Priester Romuald gibt hier seine ganz und gar unheilige Lebensbeichte ab. Nur dem entschiedenen Durchgreifen seines Beichtvaters, Bruder Serapion, kann er es verdanken, dazu noch in der Lage zu sein: Der 66jährige Landpfarrer erzählt aus seiner Jugend uns allen zur Warnung: Am Tag seiner Priesterweihe erblickt Romuald die schöne Kurtisane Clarimonda zum ersten Mal und verliebt sich sogleich in sie. Doch erst nach einem Jahr trifft er sie erneut ... an ihrem Totenbett. (2007)
1.14 - Der Vampir (Le Vampire) - Charles Baudelaire - 1857 - aus: Die Blume des Bösen (Les Fleurs du Mal)
bibliothèque: Dem Zyklus "Fleurs du Mal" sind hier die dem Thema entsprechenden Liebesgedichte entnommen. (2007)
1.15 - Die Verwandlung des Vampirs (Les Metamorphoses Du Vampire) - Charles Baudelaire - 1857 - aus: Die Blume des Bösen (Les Fleurs du Mal)
bibliothèque: Dem Zyklus "Fleurs du Mal" sind hier die dem Thema entsprechenden Liebesgedichte entnommen. (2007)
1.16 - Aus dem ersten Gesang Maldorors - Comte de Lautréamont - 1868 - aus: Die Gesänge des Maldoror (Les Chants de Maldoror)
bibliothèque: Im ersten Gesang trägt der Ich-Erzähler Maldoror, Held und Inkarnation des Bösen wider Gott und den Menschen, den Beinamen 'Vampir' und schildert haarklein die Folter eines Kindes. - Horror und Surealismus in seiner reinsten Form. (2007)
1.17 - Die Vampire (Les Striges) - Marcel Schwob - 1891
bibliothèque: Nach dem Essen versinkt der Gastgeber in Melancholie und berichtet von seinem Erlebnis mit den singenden Vampiren. (2007)
1.18 - Der Wij (Вий, Wij) - Nikolai Gogol - 1835
bibliothèque: Ferien - die Reisezeit der Kiewer Seminaristen. Doch dieses Mal trifft der Philosoph Coma Brut dabei auf eine Hexe und Vampirin, deren vorzeitiges Ende die Hölle mit allen Mitteln zu rächen versucht. (2007)
1.19 - Der Vampir (Упырь; Oupyr) - Graf Alexej K. Tolstoi - 1841
bibliothèque: Verflucht wird Martha für den Verrat an ihrem Gatten. (2007)
1.20 - Gespenster. Eine Phantasie (Призраки (Фантазия); Prizraki (Fantaziya)) - Iwan Turgenjew - 1863
bibliothèque: Eine Phantasie, die die Grenzen innerhalb des Genres des Unheimlichen einreißt: Ellis - Phantom, arme Seele, unheimlicher Geist, Sylphe oder Vampyr - reist mit einem russischen Adligen durch Europa. Dass Ellis eine Vampyrin sein könnte, stützt neben dem Offensichtlichen (nur Nachts, geschwächtes und blutarmes Opfer) die russische Überlieferung, dass Vampyre aus Sternen entstehen, die zur Erde gefallen sind. (2007)
1.21 - Satia Te Sanguine - Algeron Charles Swinburn - 1866
bibliothèque: Trotz aller Bemühungen will die Verfluchte, die Geliebte nicht sterben. (2007)
1.22 - Carmilla - Sheridan LeFanu - 1872
bibliothèque: Die seit 150 Jahren untote Gräfin Carmilla (alias Millarca und Mircalla) von Karnstein hat es wieder auf ein Opfer abgesehen. Die junge, unschuldige Laura wird in einem erotisch-zärtlich-raffinierten Spiel umgarnt und entgeht dem Verderben nur mit knapper Not.
Carmilla gilt heute als der lesbische Vampirklassiker schlechthin und ist auch als Theater- und Tanzadaptionen noch immer auf den Bühnen erfolgreich. Die Geschichte lieferte die Vorlage unzähliger Verfilmungen und Hörspielbearbeitungen.
(2007)
1.23 - Draculas Gast (Dracula's Guest) - Bram Stoker - um 1896
bibliothèque: Jonathan Harker, auf dem Weg zum Grafen Dracula, erkundet die nähere Umgebung von München zu Walpurgisnacht. Dabei wird er von einem Schneesturm überrascht und sucht Zuflucht auf einem verlassenen Friedhof. (2012)
1.24 - Pursewardens Erzählung - Lawrence Durell - 1958 - aus: Balthazar, aka: Alexandra-Quartett 2 (Alexandria Quartet 2)
bibliothèque: Eine Geschichte vom Karneval in Venedig, von Liebe, Schmerz, Sehnsucht, Tod und vielleicht sogar Rache, wenn sie zu Ende erdacht worden wäre. (2007)
1.25 - Darfst du bei nacht und bei tag - Stefan George - 1907
bibliothèque: Lyrische Fragen an einen Vampir. (2007)
1.26 - Heimweg - Ingeborg Bachmann - 1956
bibliothèque: Verfolgt von einem Vampir ... (2007)
1.27 - Im leeren Spiegel - Johannes Bobrowski - 1963
Johannes Bobrowski: Und das ist alles, was mir zum Thema eingefallen ist. Gar nicht zu merken, dass es sich um ein so blutiges Geschäft handelt. Eher ein Mückenstich. ich kann aber nicht besser. (aus dem Briefwechsel zwischen Johannes Dobrowski und Klaus Völker, 1963)
bibliothèque:
Das Gedicht entstand auf Bitten für dieses Buch. In der ersten Korrespondenz hatte es noch den Titel "Im Spiegel"; da dieser jedoch für ein Vampirbuch verwirrend erschien, wurde daraus 1964 "Im leeren Spiegel".  (2007)

2 - Teil 2 - Dokumente:
2.1 - Wunderbarliche Historie vom Teufel, der die Leut betrug und würgte - Martin Luther - um 1565 - Tischrede 6823
bibliothèque: Diese Tischrede Luthers entstand auf Nachfrage Pfarrer Röders, was Luther vom Phänomen der Nachzehrer halte und wurde 1566 als Tischrede Nr. 6823 von J. Aurifaber veröffentlicht. Luther verneint hierin die Existenz von Nachzehrern und sieht des Teufels Treiben als Ursache auf dessen Wirken die Menschen leichtgläubig hereinfielen. (2007)
2.2 - Vom Schmätzen im Grabe - Martin Böhm - 1601 - aus: Die drei grossen Landtplagen, 23 Predigten
bibliothèque: Wenn die Toten Schmatzen, steigt die Zahl der Pestopfer. (2007)
2.3 - De Masticatione Mortuorum - Philippus Rohr - 1679 - aus: Dissertatio Historico-Philosophica de Masticatione Mortuorum
bibliothèque: Von den Toten, die das Totentuch, den Schleier und sich selbst fressen. (2007)
2.4 - Die Gespenster von Freudenthal - 1698 - aus: Curiöser Geschichtskalender des Herzotums Schlesien
bibliothèque: Nach nächtlichem Gespenstertreiben wird einem Toten der Kopf abgeschnitten, was die Leute aber auch nicht wirklich beruhigt. (2007)
2.5 - Der polnische Upier - P. Gabriel Rzaczynski - 1721 - aus: Naturgeschichte des Königreichs Polen (Historia naturalis curiosa Regni Poloniae)
bibliothèque: Definition eins Upiers bzw einer Upierzyca. (2007)
2.6 - Die aufhockenden Toten von Hozeploz - Tharsander - 1736 - aus: Schau-platz vieler ungereimter Meinungen und Erzehlungen
bibliothèque: Im Dorf Hozeploz sind zurückkommende Tote nichts Ungewöhnliches. (2007)
2.7 - Das Sterben zu Gross Mochbar - Hrsg: C.E.F. - 1736 - in: Neue Sammlung merckwürdiger Geschichte von unterirrdischen Schätzen, Höhlen und Gängen, wie auch Einigen besondern Begebenheiten von wahrhaften und betrüglichen Erscheinungen der Giester, sonderbaren Träumen, Vorbedeutungen, auch Zaubereyen
bibliothèque: Ein Schäfer frisst im Grab seine Kleidung und holt so ca. 2.000 Leute nach. (2007)
2.8 - Die Geschichte von Asvitus und Asmundus - Otto zum Stein - 1730 - aus: Unterredungen von dem Reiche der Geister
bibliothèque: Ein Freundschaftsdienst wird für Asmundus zum Grauen. Berichte über Leichenzehrer, die aus ihren Gräbern steigen und sich an den Sterblichen laben. (2007)
2.9 - Dialog über das Schmatzen der Todten - Otto zum Stein - 1730 - aus: Unterredungen von dem Reiche der Geister
bibliothèque: "Ins Gras beißen" - diese Redewendung wird hier erklärt und begründet, sowie die Ursache für die Schmatzlaute unter den Toten durch Für und Wider untermauert. (2007)
2.10 - Visum et Repertum. Über die so geannten Vampirs. oder Blut-Aussaugern, so zu Medvegia in Servien, an der Türckischen Granitz, den 7. Januarii 1732 gesehen - Johannes Fluchinger - 1732
bibliothèque: Bericht über die Untersuchungen zum Vampir Arnod Paole. (2007)
2.11 - Gutachten Der Königlichen Preußischen Societät derer Wissenschafften von denen Vampyren oder Blut-Aussaugern - Hrsg: Königliche Preußische Societät derer Wissenschafften - 1732
bibliothèque: Urheber dieses im königlichen Auftrag durchgeführten Gutachtens durften neben anderen auch Otto vom Graben zum Stein (ohne Namensnennung als Vizepäsident der Akademie der Wissenschaften) gewesen sein. Häufig wird es in Verbindung mit "Eines weimarischen Medici muthmaßliche Gedancken ..." von Johann Christian Fritsch veröffentlicht, da sich Fritsch direkt auf das Gutachten bezieht. (2007)
2.12 - Verschiedene Standpunkte zum Phänomen des Vampirismus - darin (Auszüge):
 - Vogt - aus: Kurtzes Bedencken von denen Acten-mäßigen Relationen wegen derer Vampiren , oder Menschen- und Vieh-Aussagern - Gottlob Heinrich Vogt - 1732
bibliothèque: Zur Unverweslichkeit bei den Toten, die Vampire sind. (2007)
 - Putoneus -  aus: Besondere Nachricht von denen Vampyren oder so genannten Blut = Saugern, wobey zugleich die Frage, ob es möglich, dass verstorbene Menschen wiederkommen, denen Lebendigen durch Aussaugung des Bluts den Tod zuwege bringen und dadurch gantze Dörffer an Menschen und Vieh ruinieren können? - Putoneus - 1732
bibliothèque: Als Urheber der Schrift wird Putoneus, Putoneo oder seltener Putoneos angeben. Dabei handelt es sich jeweils um ein Pseudonym für J.C. Meinig. (2007)
 - Der weimarische Medicus - aus: Eines weimarischen Medici muthmaßliche Gedancken von denen Vampyren, oder sogenannten Blut-Saugern, welchen zuletzt das Gutachten der Königl. Preußischen Societät derer Wissenschaften, von Gedachten Vampyren, mit beigefüget ist - Johann Christian Fritsch - 1732
bibliothèque: Der fürstl. sächs. weimarische Hofarzt J.C. Fritsch(e) schuf mit diesem Artikel einen Beitrag zur "Vampirdebatte" seiner Zeit. Darin widerspricht er aus medizinischer Sicht dem Vampirglauben seiner Zeit. (2007)
 - Johann Christoph Harenberg - aus: Vernünftige und Christliche Gedancken Über die Vampirs oder Blutsaugende Todten - Johann Christoph Harenberg - 1733
bibliothèque: An dieser Stelle wird der Inhalt der Ausführungen zitiert. (2007)
 - Pohl: Conclusio - aus: Disseratio de hominibus post mortem sanguisugis, vulgo sic dictis vampyren - M. J. Christopherus Pohlius - 1732
bibliothèque: Der Text wurde im lateinischen Original abgedruckt. (2007)
 - Ranft - aus: Traktat von dem Kauen und Schmatzen der Toten in Gräbern - Michael Ranft - 1734
bibliothèque: Auszüge aus seinem weitreichenden Traktat, wobei die Kritiken an seine Kollegen im Rahmen der 'Leipziger Vampirdebatte' überwiegen. (2007)
2.13 - Aaron Monceca, an Isaak Onis, einen Caraiten, und ehemaligen Rabbi von Constantinopel - Marquis d'Argens - 1738 - aus: Jüdische Briefe oder phil., hist. und critischer Briefwechsel zwischen einem Juden, der durch verschiedene Länder von Europa reiset, und seinen Correspondenten an anderen Orten
bibliothèque: Es wird dargelegt, dass die Vampirerscheinungen nicht wahr sein können und dafür Argumente von natürlichen Ursachen über Einbildung bis zur reinen Unmöglichkeit vorgebracht. (2007)
2.14 - Vom Erscheinen der Geister und denen Vampyren - Augustin Calmet - 1746 - aus: Gelehrte Verhandlung der Materi, von Erscheiungen der Geistern, und denen Vampiren in Ungarn, Mähren etc. (Dissertations sur les apparitions des anges, des démons et des esprits. Et sur les revenans et vampires de Hongrie, de Boheme, de Moravie et de Silerie aus deren Anlass auch darin von Zaubereyen und Hexereyen, von Besessenen und Bezauberten, von denen alten heydnischen Draculis, oder Götzen-Bescheiden, vom Wahrsagen und Offenbaren verborgener oder künftigen Dingen, von Wirkungen und Blendungen des Stans, von Erscheinungen so wohl Verstorbener, als auch noch Lebender, die anderen weit entfernten Menschen geschehen seynd etc. gehandelt wird.)
bibliothèque: Auszug aus einer theologische Studie über die Abgründe der Menschlichkeit und Ketzerei wider der wahren (katholischen) Lehre. (2006)
2.15 - Weitenkamps Meinung über die serbischen Vampyrs - Johann Friederich Weitenkamp - 1754 - aus: Gedanken über wichtige Wahrheiten aus der Vernunft und Religion ...
bibliothèque: Der Fall des Arnold Paole und sechs Gründe, warum es sich dabei um eine ansteckende Krankheit gehandelt haben müsse. (2007)
2.16 - Vampire (Vampires) - Voltaire - 1785
bibliothèque: Voltaire hält die Vampirdebatte für übertrieben, unsinnig und sieht sie als eine Modeerscheinung. (2007)
2.17 - So groß ist unsere Torheit - Carl von Knoblauch zu Hatzbach - 1791 - aus: Taschenbuch für Aufklärer und nichtaufklärer auf das Jahr 1791
bibliothèque: Hier wird festgestellt, dass der Glaube an Vampire, trotz aller Untersuchungen, reiner Aberglaube ist. (2007)
2.18 - Vampirismus und literarische Gattung - Charles Nodier - 1820 - aus: Mélanges de littérature et de critique
bibliothèque: Vampire sind Sagen und Aberglaube. Die düstere, romantische Dichtung sieht er als logische Entwicklung und aktuelle Mode der Literatur. (2007)
2.19 - Über Vampyre und Vamyrisirte - Josef von Görres - 1840 - aus: Christliche Mystik
bibliothèque: Vegetabiles Leben und Zoophyten wirken ohne Bewusstsein im Körper der Toten nach, was die Veränderungen im Grab erkläre. Gifte und Süchte seinen verantwortlich für die Verbreitung der "Vampire". (2007)

3 - Teil 3 - Historischer und literarischer Bericht, Anhang
3.3.1 - Historischer Bericht  - Klaus Völker - 1968
bibliothèque: Im 'historischen Bericht' wird die Entwicklung von Lamia / Empuse zum Vampirbild zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachgezeichnet. Ebenso werden Sagen und Märchen als Quellen herangezogen. Ein Exkurs in den Blutfetischismus ist dem beigefügt. (2007)
3.3.2 - Literarischer Bericht  - Dieter Sturm - 1968

bibliothèque: Von frühen Mythen zu Romantik, Schauerroman und gothic novel bis zu zur Zeit des I. Weltkriegs; vom Schreckgespenst zum verklärten (Anti-)Helden, das Frauenbild von Lilith über Hexe, femme fatale und belle dame sans merci bis zum Racheengel, als Metapher für Sexualität und Spiegelbild moralischer, religiöser und gesellschaftlicher Veränderungen - das sich ändernde und anpassende Vampirbild begleitet in der Literatur den Lauf der Zeit, wie D. Sturm trotz des notwendiger Weise beschränkten Umfangs eindrucksvoll belegt. (2007)
3.3.3 - Bibliographie
und Quellennachweis

3.3.4 - Filmographie
von 1913 bis (in den letzten Ausgaben) bis 1970 - unvollständig und doch umfangreich
3.3.5 - Anmerkungen der Herausgeber


Autor

Ingeborg Bachmann - * 1926 (Deutschland), † 1973 (Italien) - Deutschland / Italien

Charles-Pierre Baudelaire - * 1821, † 1876. Baudelaire gilt heute als einer der größten Dichter Frankreichs. Er führte ein unstetes, zügelloses Leben, erkrankte an Syphilis und erlitt wahrscheinlich ausgelöst durch seine Drogenexzesse im März 1866 einen Schlaganfall von dem er sich nicht mehr erholte. Sein Tod erfolgte im Jahr darauf. Er übersetzte als Erster Edgar Allan Poe in das Französische. - Frankreich

Johannes Bobrowski - * 1917, † 1965. Lyriker und Erzähler. Erste Gedichte erschienen 1944. Von 1945 bis 1949 war er in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Anschließend lebte er bis zu seinem Tod in der DDR . Er vermied eine Mitgliedschaft in der NSDAP und trat erst 1963 dem DDR-Schriftstellerverband bei. Er gehört zu den wenigen Schriftstellern, die in der DDR und der BRD gleichmaßen bekannt und geachtet waren. - Deutschland / DDR

Martin Böhm - * 1557, † 1622 evangelischer Pastor in Lauban (Oberlausitz, heute: Luban, Polen) - Schlesien

C.E.F. - Herausgeber

Lord George Gorgon Byron - * 1788 (UK), † 1824 (Griechenland). Um das ausschweifende und teilweise mysteriöse Leben des Lord Byron ranken sich Legenden und bildeten die Vorlage für einige Horror- und Vampirgeschichten. Er selbst trug zur Vampirliteratur zwei Fragmente bei. Nicht zuletzt der Streit um die Urheberschaft der Geschichte "Der Vampir" zwischen Polidori und Byron machte diese bis heute bekannt. - UK

Augustin(us) Calmet - 1672 - 1757. französischer Mönch und Abt aus Lothringen. Veröffentlichte mehrere theologische Werke.

Jeans-Baptiste de Boyer, Marquis d'Argens - * 1703, † 1771. Schriftsteller und Philosoph, der u.a. mehr als zwei Jahrzehnte am Hof des preußischen Königs Friedrich II. auch als Kammerherr und  in der Akademie der Wissenschaften arbeitete. Seine fiktiven "Jüdischen Briefe" wurden, wie fast alle seine Werke, noch zu seinen Lebzeiten ins Deutsche übersetzt. - Frankreich

Lawrence Durell - * 1912 (Indien), † 1990 (Frankreich); britisch-indischer Schriftsteller - Indien / UK / Frankreich

Johannes Fluchinger - Regiments Feldscherer, Löbl. B. Fürstenbuschl. Regiments zu Fuß (Militärarzt).

Johann Christian Fritsch - * 1676, † 1735. In C.G. Jöchers "Allgemeines Gelehrten-Lexikon" (1787) wird der Name mit Johann Christian Fritsche angegeben. Der Mediziner studierte in Jena und Halle, um in Weimar und Eisenach als fürstlich sächsisch weimarischer Hof- und Leibarzt zu paktizieren.

Théophile Gautier - * 1811; † 1872. Dichter und Kunstkritiker. - Frankreich

Johann Wolfgang von Goethe - * 1749, † 1832. Der deutsche Ausnahmedichter ist weltweit ein Begriff und konnte sich auch dem Unheimlichen nicht verschließen.

Nikolaj Wassiljewitsch Gogol - * 1809, † 1852. Manchmal auch mit Nicolai übersetzt. Gilt als »Vater der russischen Prosa« und »Bahnbrecher des Realismus«. - Russland

Johann Josef von Görres - * 1776, † 1848, Lehrer und Autor. 1839 geadelt. - Deutschland

Stefan Anton George - * 1868, † 1933; deutscher Lyriker. - Deutschland

Otto vom Graben zum Stein - aka: Graf zum Stein, Otto zum Stein - * 1690, † 1756; Schriftsteller und Sagensammler, am preußischen Hof, Zeremonienmeister, Kammerherr und "Hofnarr", 1732 bis 1740 Vizepräsident der Preußischen Akademie der Wissenschaften. 1731 erhielt er, nicht zuletzt wegen seiner "Unterredungen mit dem Reich der Geister", ein zehnjähriges Publikationsverbot. An der Leipziger Vampirdebatte wollte er sich mit der Schrift "Otto, Grafens zum Stein unverlohrnes Licht und Recht derer Todten unter den Lebendigen, oder gründlicher Beweis der Erscheinung der Todten unter den Lebendigen, und was jene vor ein Recht in der obern Welt über diese noch haben können, untersucht in Ereignung der vorfallenden Vampyren, oder so genannten Blut = Saugern im Königreich Servien und andern Orten in diesen und vorigen Zeiten." beteiligen. Diese ist heute nicht mehr aufzufinden, wurde aufgrund des Publikationsverbotes vermutlich sogar nie gedruckt. In den "Unterredungen mit dem Reich der Geister" publizierte er erstmals die Sage vom "Freischütz". - Heiliges Römisches Reich (deutscher Nationen)

Johann Christoph Harenberg - * 1696, † 1774. Theologe, Historiker. Er publizierte auch unter dem Pseudonym Johann Friedrich Weitenkamp(f). - Deutschland

Heinrich Heine - * 1797, † 1856. Deutscher Dichter und einer der größten und berühmtesten Vertreter der deutschen Romantik, beschäftigte sich thematisch darüber hinaus von Regimekritik über zeitgenössische Satire bis zu tiefer Religiosität. Verließ 1831 Deutschland, der Zensur überdrüssig, nach Frankreich. Dort starb er (vermutlich) an Bleivergiftung. - Deutschland

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann - bekannt unter E.T.A. Hoffmann - * 1776, † 1822. Dichter, Maler, Komponist. Einer der bedeutendsten deutschen Romantiker und Vertreter der Gothic-Story. Das Unheimlich-Gespensterhafte war ihm genauso vertraut wie das Lächerlich-Groteske. - Deutschland

Karl von Knoblauch zu Hatzbach - auch Carl von Knoblauch - * 1756, † 1794. Jurist, Bergrat und Autor philosophischer Betrachtungen. - Heiliges Römisches Reich deutscher Nationen

Comte de Lautéamont - Pseudonym von Isidore Lucien Ducasse. - *1846 in Uruguay, † 1870 in Frankreich. Dichter. - Frankreich

Joseph Sheridan LeFanu - * 1814, † 1873. Der Pfarrerssohn studierte Jura. Seine erste Veröffentlichung erschien 1851 noch anonym. - Irland

Martin Luther - * 1483, † 1546. Deutscher Bibel-Übersetzer und Kirchenreformator, in dessen Folge es zur Abspaltung der evangelischen von der katholischen Kirche und zum Bauernkrieg kam. Gilt als "Urheber" einer allgemeinen deutschen Sprache. Nebenbei war er aber auch ein Verfechter des Scheiterhaufens für alle Hexen und anderen Teufelsgestalten. - Deutschland

Charles Robert Maturin - 1782, † 1824. Der Geistliche (Protestant) verfasste einige Schauerromane und unheimliche Schauspiele. Er war ein Großonkel des Schriftstellers Oscar Wilde. - Irland

Prosper Mérimée - * 1803, † 1870. Ab 1853 Senator und Berater Napoleon III. Übersetzte als einer der Ersten Turgenjew, Puschkin und Gogol ins Französische. - Frankreich

Charles Nodier - * 1780, † 1844. Mit seinen düsteren Novellen führte er die "schwarze Romantik" in die französische Literatur ein. - Frankreich.

Novalis - * 1772, † 1801; eigentlich Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg. Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn war die Funktion eines Amtshauptmann in Thüringen. - Deutschland

Heinrich August Ossenfelder - * 1725, † 1801. Schriftsteller und Dichter. - Deutschland

Flavius Philostratos - auch Philostratos der Ältere. * ca. 165/170, † zwischen 244 und 249; Er lebte in Athen und Rom und war als Lehrer und Redner tätig. - Römisches Reich / Griechenland

Phlegon von Tralleis - Lebte im 2. Jahrhundert († nach 137). Als ehemaliger Sklave und Hofbeamter des römischen Kaisers war er ein Dichter und Chronist der Antike. - Griechenland

M. J. Christopherus Pohlius - 18. Jh.

John William Polidori - * 1795, † 1821; Leibarzt und dadurch Reisegefährte von Lord Byron. Im Alter von 26 Jahren beging Polidori 1821 Selbstmord. Zuerst wurde seine Vampirgeschichte Lord Byron zugerechnet und noch heute erschient die Geschichte oft unter der Doppelbezeichnung Byron/Polidori. - UK

Putoneus - d. i.: Johann Christoph Meinig - Unter den Pseudonymen Putoneus, Putoneo oder seltener Putoneos veröffentlichte er im 18 Jh. mehrere Texte und Bücher in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik. - Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation

Michael Ranft - auch Ranfft geschrieben. - * 1700, † 1774. - Der Pfarrer veröffentlichte mehrere Werke. - Deutschland

Philippus Rohr - Theologe.

P. Gabriel Rzączyński - * 1664, † 1737. Naurforscher und Autor. - Polen

Marcel Schwob - * 1867, † 1905, Schriftsteller und Übersetzer. Frankreich

Abraham "Bram" Stoker  - * 1847, † 1912. In Clontarf bei Dublin (Irland) geboren, verbrachte er die ersten sieben Jahre seines Lebens krank im Bett - ein Trauma, dass wohl auch mit seinem Vampirroman bearbeitet wurde. Bereits an der Universität zu Dublin entwickelte er geistige und körperliche Talente: der Student der Mathematik war Präsident einer philosophischen und einer historischen Gesellschaft und Star einer Fußballmannschaft, betrieb Leichtathletik und ruderte. Nach dem Studium wurde er Theaterkritiker und Zeitschriftenherausgeber, bis er 1878 Manager des berühmten Shakespeare-Darstellers Henry Irving wurde. In seiner Freizeit veröffentlichte Stoker 10 Bücher, von denen zunächst nur 'Dracula' international Ruhm erntete. Die anderen unheimlichen Romane präsentieren oft weibliche Widergänger als Helden. 1912 starb Stoker an "Erschöpfung", wie es offiziell hieß - Syphilis wurde erst später und unbewiesen als Todesursache vermutet. Heute gelten fast alle seine Werke als Vorlage für Filmadaptionen. - Irland / UK

Dieter Sturm - * 1936; Dramaturg, Theaterwissenschaftler - BRD

Algernon Charles Swinburne - * 1837, †  1909. - UK

Tharsander - Pseudonym des evangelischen Pfarrers Georg Wilhelm Wegner * 1692, † 1765. - Deutschland (Preussen)

Graf Alexej K. Tolstoi - * 1817, † 1875. Russischer Schriftsteller und Dichter, der offiziell auch Diplomat und höherer Beamter der Armee war. Der Cousin von Leo Tolstoi wuchs im Umfeld des späteren Zaren auf und lernte früh auch Goethe kennen. - Russland

Iwan Sergejewitsch Turgenew - nach älterer Transkription: Turgenjew - * 1818 (Russland), † 1883 (Frankreich). Geboren in Russland lebte er ab 1855 im Ausland, vor allem in Deutschland und Frankreich. - Russland

Gottlob Heinrich Vogt - Arzt, 18. Jh.

Klaus Völker - * 1938. Neben seinen Publikationen arbeitet er als Dramaturg und Historiker. - BRD

Voltaire - *1694, † 1778, eigentlich: François Marie Arouet. Wegbereiter der französischen Aufklärung. - Frankreich

Johann Friedrich Weitenkamp - auch: Weitenkampf, d.i. Johann Christoph Harenberg - * 1696, † 1774. Theologe, Historiker. - Deutschland

Übersetzung: Gertud Baruch (1.22), Gabrielle Betz (1.13), Adolf Böttger (1.9, 1.11), Maria Carlson (1.24), Alexander Eliasberg (1.18), Carl Fischer (1.14, 1.15), Horst Gasse (1.1, 1.2), Johannes von Guenther (1.20), Bernd von Gusek (1.10), Otto Hauser (1.21), Jacob Hegner (1.17), Friedrich Jacobs (1.2), Michael Krüger (1.23), Arthur Luther (1.19), Ré Soupalt (1.16), Gerda von Uslar (1.24), Klaus Völker (1.12, 2.16)


Titelgalerie


weiterführende Links

Die Beschwörung - Heinrich Heine - 1844 - Volltext.

Besondere Nachricht - Putoneus - 1732 - Volltext.

Die Braut von Korinth - Johann Wolfgang von Goethe - 1797 - Volltext.

Carmilla - Sheridan LeFanu - 1872 - Volltext.

Cyprians Erzählung - E.T.A. Hoffmann - 1819-1821 - Volltext.

Doch du, Ungläub'ger - Lord Byron - 1813 - Auszug aus: Der Giuar - Volltext.

Dracula - Bram Stoker - 1897 - Volltext (engl.).

Draculas Gast (Dracula's Guest) - Bram Stoker - um 1896 - Volltext (engl.).

Eines weimarischen Medici muthmaßliche Gedancken von denen Vampyren, oder sogenannten Blut-Saugern - Johann Christian Fritsch - 1732 - Volltext.

Gelehrte Verandlung der Materi, von Erscheinungen der Geistern, und denen Vampiren un Ungarn, Mähren etc. - Augustin Calmet - 1746

Gespenster. Eine Phantasie (Призраки (Фантазия) - Prizraki (Fantaziya)) - Iwan Turgenjew - 1863 - Volltext.

Die Gespenster von Freudenthal 1651 - Quellentexte zum Vorfall - 1687/1689.

Gutachten der Könglichen Preußischen Societät derer Wissenschafften von denen Vampyren oder Blut-Aussaugern - 1732 - Volltext.

Heimweg - Ingeborg Bachmann - 1956.

Helena - Heinrich Heine - 1844 - Volltext.

Hinüber wall ich - Novalis - 1797 - Volltext.

Die liebende Tote (La morte amoureuse) - Théophile Gautier - 1836 - Volltext (franz.).

Mein liebes Mägdchen glaubet - Heinrich August Ossenfelder - 1748 - Volltext.

Traktat von dem Kauen und Schmatzen der Toten in Gräbern (Tractat von dem Kauen und Schmatzen der Todten in Gräbern ...) - Michael Ranft - 1734.

Der Vampir (Le Vampire) - Charles Baudelaire - 1857 - Volltext.

Der Vampir (Упырь, Oupyr) - Graf Alexej K. Tolstoi - 1841

Die Vampire (Les Striges) - Marcel Schwob - 1891

Der Vampyr (The Vampyre) - John William Polidori - 1816 - Volltext.

Die Verwandlung des Vampirs (Les Metamorphoses Du Vampire) - Charles Baudelaire - 1857 - Volltext.

Von denen Vampiren oder Menschensaugern - Hrsg: Dieter Sturm, Klaus Völker - 1968.

Der Wij (Вий, Wij) - Nikolai Gogol - 1835

Wunderbarliche Historie vom Teufel, der die Leut betrug und würgte - Martin Luther - um 1565 - Volltext.

mehr von Abraham Stoker : Dracula - 1897
Draculas Gast (Dracula's Guest) - Abraham Stoker - 1968 - Anthologie
Im Haus des Grafen Dracula - Bram Stoker - Zusammenstellung: Michael Krüger - 1974.
Im Schatten der Vampire - 1985 - Anthologie

mehr von Johann Wolfgang von Goethe : Der Totentanz - 1813.

mehr von Prosper Mérimée : Lokis - 1869.

mehr von Nikolai Gogol : Johannisnacht (Вечер накануне Ивана Купала, Wetscher nakanune Iwana Kupala) - 1830.

mehr von Alexej K. Tolstoi : Die Famile des Wurdalak (La Famille du Vourdalak) - ca. 1840.

erschienen auch in der Sammlung: bibliotheca dracula - aka: bibliothec' dracula - Hrsg: Michael Krüger, Dieter Sturm - 1969 bis 1974


Handlungsorte

Die Braut von Amphipolis
Amphipolis (Griechenland)

Der Vampyr
Athen (Griechenland), Brüssel (Belgien), London (UK), Paris (Frankreich), Rom (Italien)

Gussle : Über den Vampirsmus
Warboska (würde vermutlich im heutigen Kroatien liegen)

Gussle : Die schöne Sophie
Wradschina (Dorf in Illyrien, Provinz, Königreich im Westbalkan entlang der östl. Adria, das heute überwiegend in den Staaten Slowenien, Kroatien, Bosnien, Montenegro, Serbien bis Albanien aufgegangen ist)

Draculas Gast
in der Nähe von München (Deutschland)

Die Gespenster von Freudenthal
Das seinerzeit schlesische Freudenthal ist das heutige, in Tschechien liegende, Bruntál.


Vampire

Die Braut von Amphipolis
Philinnion - Die Tochter von Demostratos und Charito starb kurze Zeit nach ihrer Heirat mit dem von ihr nicht geliebten Krateros. Als der von ihr geliebte Machatos etwa ein halbes Jahr nach ihrem Tod Gast im Haus ihrer Eltern ist, besucht sie ihn in drei Nächten. In der letzten Nacht muss sie sich ihren Eltern stellen und verstirbt dauraufhin erneut. Dieser Vorfall zog eine öffentliche Untersuchung und Grabschau nach sich, bei der man das Grab der jungen Frau leer vorfand.

Der Vampyr
Ruthven, Lord - als Mensch Lord Byron. Er zeigt sich übelsten Subjekten gegenüber sehr freigiebig, was diesen jedoch nur sehr kurzfristig bekommt. In der Londoner Gesellschaft gilt er als geheimnisvoll, emotionslos und oft abweisend. Nimmt Ruthven an einem Glücksspiel teil, genießt er es, den Ruin seiner Mitspieler zu erleben. Tritt auch unter dem Pseudonym Earl of Marsden auf.

Gussle : Über den Vampirsmus
Wjeschnjani - 14 Tage nach seinem Tod sucht er die junge Khawa heim. Am nächsten Morgen wird sein ausgerabener Leichnam von Dorfmob verstümmelt und verbrannt.

Gussle : Kara-Ali, der Vampir
Kara-Ali - gibt sich in Illyrien als Moslem aus. Als er mit einer Frau durchbrennen will, wird er von dem betrogenen Ehemann erschossen. Vor seinem Tod gelingt es ihm, ein als Koran getarntes Büchlein weiterzugeben, das Reichtum und Macht verspricht. An der entsprechenden Stelle (seite 66) aufgeschlagen, erscheint jedoch Kara-Ali.

Die liebende Tote
Clarimonda - Die Kurtisane verliebt sich am Tag seiner Priesterweihe in den jungen Romuald und verbringt die Nächte einiger Jahre mit ihm. Schließlich öffnet Abbé Serapion das Grab der Untoten und besprüht sie mit Weihwasser.

Gespenster. Eine Fantasie
Ellis - Phantom, arme Seele, unheimlicher Geist, Sylphe oder Vampyr: ganz klar wird das nicht. Auf jeden Fall fühlt sich der russische Adlige nach seinen nächtlichen Ausflügen quer durch Europa mit Ellis recht matt und blutleer. Ellis wird vom Tod verfolgt und vernichtet.

Carmilla
Carmilla - eigentlich: Mircalla von Karnstein. auch: Millarca. Nach 150 Jahren als Vampirin wird sie in der Steiermark den Vorschriften entsprechend vernichtet.

Draculas Gast
Gräfin Dorlingen von Graz Steiermark - gestorben 1801, wird sie von einem Blitz vernichtet.