- EINE KLEINE HILFESTELLUNG FÜR JÄGER UND GEJAGTE -
Eigenarten, Erkennungsmerkmale und Vernichtungsmöglichkeiten

DOCH VORSICHT! Bevor Du versuchst einen Vampir zu töten, solltest Du Dir verdammt sicher sein, dass es auch einer ist!

Auch Deine beste Freundin und Dein bester Freund dürften die meisten Tests nicht überleben, selbst wenn sie keine Vampire sind!
(... und wenn doch, wird eure Freundschaft auf eine sehr harte Probe gestellt.)

Zu allererst    Der Vampir oder auch Vampyr und alle verwandten Arten ist meist unsterblich - jedoch fast immer irgendwie zu töten. Nur über die richtige Methode gibt es unterschiedliche Meinungen. Unabhängig davon gibt es jedoch einige Möglichkeiten einen Vampir wenigstens fast sicher zu identifizieren - aber auch hier entbrennt über das wie gern ein Streit.

Blut    Ein Vampir braucht Blut zu überleben. Menschenblut steht dabei ganz hoch im Kurs. Das Blut von Tieren (und dabei nicht zwangsläufig ausschließlich das von Säugetieren) sichert jedoch ebenso das Überleben. Übereinstimmende Berichte geben davon Auskunft, dass dies wahrlich nur das Über-Leben sichert und dementsprechend nur als Notlösung anzuraten sei. Trotz wissenschaftlicher Untersuchungen ist nicht abschließend geklärt, warum der Vampir das Blut braucht: auf Grund der Zusammensetzung des Blutes allein, kann der Vampir rein biologisch nicht überleben. Die These, dass beim Tötungsprozess die Seele des Opfers die Kraft des Vampirs verstärkt, bleibt insofern unschlüssig, da auch vom "Kleinen Trunk" (dem Aussaugen ohne Tod des Opfers) berichtet wird.
Es wird neuerdings - insbesondere durch die Filmkultur - behauptet, dass der Hals das Ziel eines Vampirs sei. Nun, jedes andere Körperteil eignet sich zum Blutsaugen genauso gut! Noch vor 200 Jahren war übrigens die Lieblings-Saug-Stelle die Brust, was zumindest beweißt, das ein Rollkragen alleine nicht schützt. Und über einige römische Vampire wird berichtet, dass sie ihr Überleben durch das Abbeißen von Nasen sicherten. Ganz frühe Vertreter der Vampire saugten die Lebenskraft sogar ohne persönlichen hautengen Kontakt direkt aus ihrem Grab heraus.

Entzug    Folter! Wird der Blutentzug lange genug durchgehalten, vertrocknet der Vampir oder versteinert. Doch das dauert Jahrtausende. Auf Entzug wird selbst der gutmütigste Vampir zum bestialischen Monster.

totes Blut    Wird das Blut von bereits Gestorbenen getrunken, hat dies sehr unangenehme Auswirkungen. Bauchschmerzen und Krämpfe machen sich schnell bemerkbar. Ob es tatsächlich funktioniert, einen Vampir damit auch zu töten? Das Gerücht hält sich hartnäckig, aber es behauptet niemand, diesem vernichtenden Vorgang bereits beigewohnt zu haben.

schlechtes Blut    Auch wenn in der überwiegenden Mehrheit berichtet wird, dass Vampire bei durch Blut übertragenen Giften und Krankheiten Resistenz zeigen, gibt es aber auch vereinzelte Berichte, dass "schlechtes" Blut tödliche Auswirkungen hat.

Verwandtschaftliches Blut    Für einige Vampire ist das Blut ihrer direkten Verwandtschaft und ebenso das Blut der Nachkommen ein besonderer Leckerbissen: Duft und Geschmack werden als "golden" beschrieben. Dieses Blut hat teilweise noch eine weitere besondere Bedeutung: Erst wenn sie von diesem "goldenen" Blut getrunken haben, stoppt auch ihr Alterungsprozess. Je länger sie sich diesem verweigern, desto älter erscheinen sie den Menschen und sind dann kaum noch gefährlich, da viel zu langsam und sofort zu erkennen. Sollten Vampire sich dem "goldenen" Genuss zu lange verwehrt haben, gibt es für sie noch die Möglichkeit, ihren Schöpfer leer zu saugen. Dies hat dann den zusätzlichen Effekt, wieder jung - wie am Tag ihrer Verwandlung - zu scheinen.

Vampirblut    Unter einigen Clans besteht die Regel, dass Vampirblut niemals getrunken werden darf. Die Auswirkungen sind unterschiedlich - den meisten ist gemein, dass der trinkende Vampir die höchste Ekstase erlebt. In jedem Fall kann ein Vampir mit seinem Blut Wunden auch von Nicht-Vampiren heilen.

Werwolfblut    Selbst wenn die Aufnahme dieses Blutes nicht tödlich endet, sind sich aber fast alle einig, dass Werwolfblut in die Kategorie "extrem ungenießbar" gehört.

Jungfrauenblut    Um ihre Jugend zu erhalten benötigen einige Vampire jährlich einmal das Blut einer Jungfrau. Obwohl dies als Aberglaube gelten kann - der Genuss des Blutes ist wohl eher nicht für das scheinbar gleichbleibende Alter verantwortlich - halten sich noch immer einige Vampire daran und sehen ohne ihre jährliche Dosis Jungfrau auch tatsächlich recht alt aus.

blutige Tränen    Da dies ein fast sicheres Erkennungsmerkmal ist, vermeiden die meisten Vampire in der Öffentlichkeit zu weinen.

Feuer    Schmerzvoll und absolut tödlich. Wird die Asche danach auch noch im Wind verstreut, gibt es keine Rettung und auch durch Versehen oder Plan keine Chance auf Wiederauferstehung. In dieser Kombination das einzige Mittel, das bei wirklich allen Vampiren wirkt (soweit die Legenden).

Pfählen
Pflock ins Herz   
Der Klassiker! Zunehmend wird auch davon berichtet, dass der Pflock nicht notwendiger Weise aus Holz - vorzugsweise (am allerbesten weiße) Esche oder Eiche - sein muss. Ein gut gezieltes Schwert im Herzen sei genauso tödlich. Auch wenn der Einsatz des Pflocks den einen oder anderen Vampir zu Staub zerfallen ließ, wird auch berichtet, dass der Pflock allein nur die Aufgabe hat, den Vampir "ruhig zu stellen". In diesem Fall erhebt sich der Vampir wieder, wenn der Pflock entfernt wird.
Pflock in den Bauchnabel    Diese eher unbekannte Methode wird von einigen Vampirjägern für die einzig richtige gehalten.

Kopf ab    Bei lebenden Vampiren eine Riesenschweinerei, jedoch in den meisten Fällen absolut tödlich. Die Berichte darüber, dass ein Vampir eine solche Tat überlebt hätte, sind sehr rar gesät, wenn auch gelegentlich überzeugend dargeboten.

Herz raus    Eine sehr effektive Methode ist es, dem Vampir das Herz herauszureißen. Wurde bereits mehrfach mit vollem Erfolg angewandt. Diese Sache hat jedoch, wie so vieles andere auch, einen kleinen Haken: es soll Vampire geben, die zwei Herzen haben.

Sonnenlicht    Klappt fast immer bei jüngeren Vampiren. Sie sind halt Geschöpfe der Nacht. In den seltenen Fällen, wo das Sonnenlicht, insbesondere die UV-Strahlung, nicht sofort tödlich ist, bereitet es jedoch zumindest starke Schmerzen. Ältere Vampire haben dagegen weitestgehend keine tödlichen Probleme mehr mit der Sonne, vermeiden sie aber dennoch, da sie oft noch Verbrennungen erleiden oder zumindest auf ihre unmenschlichen Kräfte und Fähigkeiten nur sehr eingeschränkt (wenn überhaupt) zurückgreifen können. Allerdings muss auch gesagt werden, dass es Berichte gibt, nach denen auch ältere und sogar uralte Vampire sofort in hellen Flammen brannten und zu Staub zerfielen, als das Licht sie traf. Andererseits gibt es aber auch Vampire, die das Sonnenlicht nur blendet, maximal noch schwächt, aber nicht umbringt. Vorsicht bleibt also geboten. Halbvampire hingegen sind gegen Sonnenlicht völlig immun. Kleiner Schönheitsfehler: In den ersten Berichten, genau wie in den ersten literarischen Bearbeitungen der Vampire, wird nichts von einer tödlichen "Sonnenallergie" erzählt - nur das sie meist nachtaktiv sind. In den neuesten Legenden wird auch von im Sonnenlicht glitzernden Vampiren erzählt - aber noch gibt es dafür keine weiteren stichhaltigen Überlieferungen, so dass hier von dichterischer Freiheit ausgegangen werden kann.

Mondlicht    Es gibt Vampire, die tödlich verwundet dem (Voll-)Mondlicht ausgesetzt, auf magische Weise heilen und wiederauferstehen. Die Mehrzahl der Vampire hingegen bleibt tot, wenn die Jäger sie erwischt haben.

Heimaterde    Einige Vampire können sich nur dort zum Tagesschlaf niederlegen, wo ihre Heimaterde ist. Dabei reicht schon eine Handvoll für einen erholsamen Schlaf aus. Andere Vampire fallen - um es salopp zu sagen - da um, wo sie zu Sonnenaufgang stehen. Aber gleichgültig ob an der Legende von der Heimaterde was dran ist oder nicht: Es gab Vampire, die ohne ihre Heimaterde keinen Ruheplatz fanden und so getötet und von der Sonne verbrannt wurden.

Sarg   Einige Vampire können es nicht lassen: Sie schlafen nur in ihrem eigenen Sarg. Andere fassen es schon ein bisschen offener - sie schlafen in einem Sarg. Und wieder anderen ist völlig egal wo sie schlafen - solange sie geschützt und sicher unterkommen können.

Heilige Symbole (Kreuze, Weihwasser, Hostie, ...)    Übereinstimmenden Augenzeugenberichten nach, muss der Angreifer schon mindestens selbst an die Wirkung der Heiligen Kraft eines Gottes (wie auch immer dieses Wesen genannt wird: Gott, Allah, Jehova, Manitu ...) glauben. In anderen als der christlichen Religion treten deren Symbole in den Vordergrund und die christliche Mythologie verpufft wirkungslos. Alles in allem - religionsübergreifend - also sehr unsicher.
Christliche Vampire - lassen sich mit einem Kreuz bannen. Ein Hostie verbrennt die Berührungsstelle. Weihwasser fügt zumindest Schmerzen zu.
Buddhistische Vampire - Sie können am wirkungsvollsten bekämpft werden, in dem ihnen ein Zettel mit einem handgeschriebenen Gebet an Buddha an die Stirn geheftet wird und sie anschließend mit einem gesegneten, blutgetränktem Draht in Stücke geschnitten werden.

Heilige Stätten    Diese können von einigen Vampiren selbst bei der allerfeundlichsten Einladung nicht betreten werden. Andere genießen geradezu die Atmosphäre, die sie in Kirchen und an anderen geweihten Stätten finden.

Silber    Das beste Mittel gegen Werwölfe kann oft auch Vampiren ernsthaften Schaden zufügen. Die abgeschossene Silberkugel wirkt in vielen Fällen. Allerdings wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das Silber geweiht sein muss und dann gilt, was bei Heiligen Symbolen steht ... Als Erklärung für die Abneigung gegen Silber werden auch die Silbermünzen, die Judas für seinen Verrat an Jesus erhielt, herangezogen. Zunehmend wird jedoch auch über Vampire berichtet, die sich mit Silber schmücken oder es zumindest sehr gern ansehen ohne schädliche Wirkungen befürchten zu müssen.

Eisen    Es gibt Berichte, dass Vampire vor Eisen zurückschrecken, da Waffen und Geräte aus diesem Material ihnen Schmerzen bis zum Tode bringen können.

Quecksilber    Als geruchloses Gas scheint es nicht nur den Menschen gefährlich zu werden, sondern auch den Verfall von Vampiren voranzutreiben.

Spiegel    Das Spiegelbild ist das Abbild der Seele. Angeblich sind Vampire Seelenlos und sollen daher kein Spiegelbild haben. Darauf kann sich aber nicht immer verlassen werden - da auch die Spiegelung von Vampiren bereits beobachtet wurde. Dies kann jedoch auch dadurch begründet werden, dass die Rückwände von Spiegeln in früherer Zeit aus Silber bestanden, was heute immer weniger der Fall ist. In anderen Fällen wird berichtet, dass die Spiegel den Körper immer so zeigen, wie er ohne vampirische Wandlung aussehen müsste, also im Zustand fortgeschrittener Verwesung oder auch nur noch als Staub.

Seele    Bei der Mehrzahl der Vampiren wird davon ausgegangen, dass bei ihrem Tod ihre Seele den Körper verließ und sie nun seelenlos umhergehen. Einer anderen Sichtweise nach ist ein Vampir daran zu erkennen, dass er häufig Selbstgespräche führt - seine beiden Seelen reden dann miteinander. Die Seele weniger bluttrinkender Toten kann mittels einer Flasche die vom Kopf- zum Fußende des Heimgesuchten geführt wird, gefangen werden. Anschließend wird empfohlen, die Falsche ins Feuer (manchmal auch ins Wasser) zu werfen, um damit dem Nachtmahr ein Ende zu setzen.

Erschießen    In Einzelfällen scheint es funktioniert zu haben. Allerdings hatten die Schützen entweder das Gehirn des Vampirs durch eine Salve großflächig verteilt, oder sie nutzten Silberkugeln, was den Vampir soweit lähmte, dass durch weitere Mittel der Tod herbeigeführt werden konnte. Eine einfache Schussverletzung ist nicht mehr als eine vorübergehende Belästigung, vergleichbar mit einem Mückenstich beim Menschen.

Seuchen    Vampire wurden immer mal wieder für das Massensterben verantwortlich gemacht, welches durch unerkannte Seuchen ausbrach, z.B. Pest, Tuberkulose, Syphilis und in neuerer Zeit auch AIDS.

Lepra    Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass Lepra eine Erkrankung ist, die auch Vampire befällt und der sie machtlos gegenüberstehen. Während alle anderen menschlichen Erkrankungen kaum mehr als ein leichtes und vorübergehendes Unwohlsein hervorrufen, verläuft die Lepra genau wie beim Menschen. Durch den ständigen, wenn auch erfolglosen, Selbstheilungsversuch verlängert sich das Siechtum jedoch zeitlich deutlich.

AIDS    Hier unterscheiden sich die Darstellungen erheblich. Einerseits wird berichtet, dass der Vampir gegen den HIV immun ist und dieser damit keine Gefahr darstellt. In anderen Darstellungen wird berichtet, dass die Auswirkungen des HIV die gleichen wie beim Menschen seien. Dann siecht der Vampir unsterblich dahin und kann sich mit gesundem Blut kurzzeitig Linderung verschaffen.

Nagel    Um einen Vampir in seinem Grab festzuhalten, meinen einige, sei es eine sehr gute Idee ihn im Sarg festzunageln. Andere meinen, ein Vampir sei viel zu stark, dass dies helfen könne. Diese legen die Untoten lieber auf den Bauch - in der Annahme, sie würden sich dann in die falsche Richtung durchgraben. Wie dem auch sei: von Vampiren wird verbreitet, sie müssen mit einem Nagel in den Schläfen endgültig sterben. Andererseits ist zu beachten, dass es einigen Vampiren gelingt, die Gestalt eines Nagels anzunehmen.

Fischernetz    Einigen Toten wird, besonders wenn bereits befürchtet werden muss, dass sie nicht im Grabe bleiben, direkt ein Fischernetz mit in den Sarg gelegt. Sollten sie wirklich als Vampire erwachen, müssen sie erst jeweils zu Vollmond einen Knoten öffnen und so das gesamte Netzt aufknüpfen, bevor sie sich aus dem Grab erheben können. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Vampir in der Zeit, die er dazu braucht, verdurstet oder verrottet ist - je nachdem, was zuerst eintrifft.

Einladung    Einige Vampire können Wohnungen nur betreten, wenn sie dazu ausdrücklich eingeladen wurden. Draußen bleiben ist in diesem Fall für den Vampir zwar nicht tödlich, verschafft den Jägern oder Verfolgten jedoch eine Verschnaufpause. In letzter Zeit, also ungefähr seit das mit der Gastfreundschaft nicht mehr so exzessiv betrieben wird, brauchen allerdings immer weniger Vampire eine Einladung um Dich im Schlafzimmer zu überraschen.

Schatten    Immer wieder wird behauptet: Vampire haben keinen Schatten. Diese Erfindung Bram Stoker's basiert auf einem kleinen Fehler: Wer sich lieber im Schatten rumdrückt, dessen Schatten ist für die meisten nicht sichtbar. Nur manchmal ist ein Schatten selbst bei hellstem Vollmondlicht einfach nicht zu finden ...

Schlaf    Einige Vampire können nur in ihrem eigenen Grab, manche nur in Heimaterde oder in einem Sarg schlafen. Dabei ist Schlaf ein sehr weit dehnbarer Begriff - es ist eher eine totengleiche Ruhe, meist während der Sonnenstunden. Träume werden dabei nur selten beschrieben. Sehr selten brauchen Vampire gar keinen Schlaf oder müssen sich dazu in Dimensionen außerhalb der menschlichen Vorstellungskraft zurückziehen. Nur den wenigsten Vampiren wird nachgesagt, dass sie ebenso traumreich und erholsam schlafen wie Menschen. 

Speisen / Nahrung    Ok, der klassische Vampir an sich vermeidet Speisen fast immer. Doch tatsächlich ist die Bandbreite von "völlig ungenießbar", über "kleine Bissen" oder "ausgesuchte Getränke", bis zum "kann alles essen" überliefert. Ja, sogar von Vegetariern mit einem Hang zu Blutorangen oder Tomatensaft wird berichtet.

Knoblauch    Stinkt! Sehr, sehr selten tödlich, doch für dermaßen empfindliche Nasen klare Folter.

Körner, Reis ...    Einige Vampire haben einen unbändigen Zählzwang. Alles was sie sehen, müssen sie zählen, bevor sie weitergehen können. Ausreichend Reis vor der Tür kann also dazu führen, dass der Vampir zählt, bis die Sonne aufgeht und er dadurch vernichtet wird. Besonders beim Einsatz von Körnern ist jedoch die Gefahr nicht zu unterschätzen, die von hungrigen Vögeln ausgeht und alle Mühen vergeblich machen kann ...

Petersilie    Eine erlesene und sehr sehr sehr kleine Gemeinschaft ist der Meinung, dass Vampire eine Abneigung gegen Petersilie haben. Die Anzahl der Befürworter dieser Theorie ist so gering und wie die Beispiele einer erfolgreichen Bannung. An dieser Stelle müssen wir also fairer Weise allen experimentierfreudigen Vampirjägern das folgende wünschen: Viel Glück!

Salz    Einige Vampire reagieren sehr empfindlich, wenn Salz ihre Haut trifft, die dort brennende Schmerzen verursacht. Auf das Grab eines mutmaßlichen Vampirs gestreut, ist am nächsten Morgen durch die eventuellen Fußspuren festzustellen, ob der innewohnende Vampir sein Grab verlassen hat.

Zwiebel    Wenige, sehr wenige - aber immerhin - halten den Geruch der Zwiebel und Zwiebelsaft für sehr gute Mittel, um Vampire auf Abstand zu halten.

Alkohol    Im Blut zu sich genommen, zeigen einige Vampire deutliche Anzeichen von Trunkenheit. Anderen ist der Alkoholgehalt egal. Ihre Rauschzustände holen sie sich über die Menge des Blutes, die sie zu sich nehmen. Aus Russland wird berichtet, dass Alkohol für Vampire schmerzhaft, sogar tödlich ist und damit als Schutz und Waffe eingesetzt werden kann (Lang lebe der Wodka!).

Wein und Öl    In Bulgarien werden Tote gern mal mit Wein und Öl eingerieben oder ein Becher dieser Flüssigkeiten in den Sarg gegossen, um vampirisches Treiben nach der Beerdigung zu vermeiden.

Laudanum    Die Opiumtinktur bestand ursprünglich zu 90% aus Wein und zu 10% aus Opium (Schlafmohn) und war auch unter den Namen "Stein der Unsterblichkeit" bekannt. Die bei Menschen vom 16. bis ins 19. Jh. gern als Beruhigungsmittel eingesetzte Droge soll auch auf Vampire eine betäubende Wirkung ausüben.

Essig    Einige Vampirjäger schwören darauf, dass ein Untoter nur endgültig vernichtet werden kann, wenn sein Herz in Essig zerkocht und sein Lager (Sarg, Grab) mit Essig ausgewaschen wird.

Wasser    Es wird behauptet, dass Vampire nur zur bestimmten Zeiten einen Fluss überqueren können und fließendes Wasser ganz allgemein sie lähmen soll. Nun, es gibt allerdings auch glaubwürdige Zeugenaussagen über duschende Vampire und solche, die ohne Probleme jederzeit jedes Gewässer überqueren. Berichtet wird auch darüber, dass Vampire im Meer versenkt werden. Die Hoffnung, dass sie dabei ertrinken, wird jedoch nur relativ erfüllt. Solange er im oder unter Wasser treibt, ertrinkt der Vampir tatsächlich immer wieder - wird er jedoch nach einiger Zeit an Land gespült, nimmt er sein untotes Leben wieder auf. Fatal dabei ist, dass es auch Berichte gibt, nach denen das Wasser die Vampire schnellstmöglich wieder los werden will und die Untoten an den Strand spült.

Regen    Für einige Vampire ist fließendes Wasser so gefährlich, dass selbst Regentropfen ihnen gefährlich werden können. Ein ungeschützter Spaziergang im Regen würde für sie unweigerlich tödlich enden. Wahrscheinlich führte das zur Erfindung dieser riesigen Regenschirme, unter denen Du alle Deine Freunde unterbringen kannst.

Baum    Zum einen halten die Wurzeln des Baumes die Toten in ihren Gräbern fest. Zum anderen ist ein auf das Grab gepflanzter Baum, bei normalem Wachstum, ein Zeichen dafür, dass auch im Grabe alles in Ordnung ist. Wächst der Baum jedoch nicht wie sonst üblich, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass auch innerhalb des Grabes nicht alles normal ist und sich hier ein Vampir befindet.

Ahorn (Acer)   Auch das Holz dieses Baumes kann als Pfahl genutzt werden. In der südlichen Ostseeküste wird der Ahorn allerdings eher als probates Mittel gegen Hexen angesehen. Zusätzlich sollen am Johannistag (24. Juni) gepflückte Ahornblätter bei allen Arten von Wunden sehr heilsam sein.

Eiche (Quercus)   Besonders im nordeuropäischen Raum wird ein Pfahl aus Eiche empfohlen. In der Mythologie steht die Eiche für Ewigkeit und wird sehr häufig mit Göttern und Gerechtigkeit in Verbindung gebracht.

Esche (Fraxiuns)   Ein Pfahl aus weißem Eschenholz, kann einem Vampirjäger sehr nützlich sein. Dunkles Eschenholz geht aber auch. Insegsamt wird den unterschiedlcihesten Teilen des Eschenbaumes von der Rinde bis zum Blatt heilsame Wirkung nachgesagt. Lanzen aus Esche nutzt laut Hesiod (7. Jh v.u.Z.) das "dritte Menschengeschlecht" im "bronzenen Zeitalter", das eine sehr kriegerische Zeit sein sollte. In der nordischen Mythologie ist eine Esche der Weltenbaum.

Espe, Zitterpappel (Populus tremula)    Auch ein aus der Espe geschnitzter Phal scheint bei gezielter Nutzung seine Wirkung auf Vampire nicht zu verfehlen. Rinde, Blätter und Triebe sollen bei richtiger Zubereitung und Anwendung schmerzlindernde, entzündingshemmende und fiebersenkende Wirkung haben. Häufig wird er Baum jedoch als "ängstlich" beschrieben.

Rosen    sehr gern wilde Rosen - nach einigen Überlieferungen nur rote, nach anderen weiße - bannen den Vampir angeblich in seinem Grab. Meist soll dafür schon ein Zweig reichen. Insgesamt wehren Rosenzeige alle Arten von Dämonen ab oder vermindern zumindest die Wirkung ihrer Kräfte.

Schlehdorn / Schwarzdorn (Prunus spinosa)    Während in einigen Gegenden Dämonen und Geister in dem Rosengewächs wohnen, halten in anderen Gegenden die Dornen des Strauches das Unheil fern.

Weißdorn / Hagedorn (Crataegus)    Das Holz dieses Rosengewächses soll sich besonders gut für Pfähle eignen. Ein im Fenster plazierter Zweig des Weißdorns schützt besonders Kinder vor dem nächtlichen Besuch einer Strigae.

Eisenkraut (verbena officinalis)    Diese Heilpflanze soll vor fremder Beeinflussung schützen - soll heißen: der Vampir kann Dir nicht seinen Willen aufzwingen. Hilft angeblich auch, wenn Knoblauch versagt. Ein frischer(!) Stängel oder eine frische Blüte in der Hosentasche soll schon reichen. Seit allerneustem geht die Legende, dass mit Eisenkraut Vampire zu vernichten seien und zwar nur mit Eisenkraut.

Eisenhut (Aconitum)    Giftpflanze, ursprünglich aus Sibirien. Die meisten Arten kommen in China vor. Soll auch ein Abwehrmittel gegen Vampire sein.

Flieder (Syringa vulgaris)    Der Gewöhnliche Flieder (in England auch Französischer Flieder genannt) stammt vom Balkan und vertreibt die Kreaturen der Nacht.

Nachtschatten (Solanum)    Aus dieser Gattung kann ein für einige Vampire lähmendes Gift hergestellt werden. Der Fairness halber sei aber hinzugefügt, das die Berichte dazu recht überschaubar sind. Tomate, Kartoffel und Aubergine sind bekannte Nutzpflanzen dieser Gattung und nicht unbedingt als zuverlässiges Mittel gegen Vampire bekannt.

Wacholder (Juniperus)    Der Rauch des verbrannten Wacholders scheint gut gegen alle möglichen Geister und nächtlichen (Spuk-)Gestalten zu sein. Beliebt ist der Wacholder als Zierpflanze auf Friedhöfen. Besonders die Beeren sind in der Küche und bei der Alkoholherstellung häufig zu finden. Gegen Rheuma- und Gichtanfälle soll ebenfalls Wacholder helfen. Belegt ist zudem eine Gefährdung der Nierentätigkeit bei Überdosierung.

Wolfsmilch    Eine kleine Pflanze, die gelegentlich auch Sträucher und sogar Bäume bildet. Diese Pflanze soll ein gutes Abwehrmittel gegen Vampire sein.

Kleidung    Auch wenn die berühmteste Kleidung das außen schwarze und innen blutrote Cape ist - auf dieses Erkennungszeichen ist absolut kein Verlass. Zum einen verkleiden sich die Menschen gern und zum anderen haben auch Vampire meist so etwas wie Modebewusstsein. Eine Bekleidung, die Vampire tötet ist nicht bekannt, allerdings ist überliefert, dass daran experimentiert wird. So wird bereits berichtet, dass es erste Erfolge mit dem Diebstahl der linken Socke, die in der Flussmitte versenkt wurde, gegeben haben soll.

Geruch    Einen tatsächlichen Eigengeruch haben Vampire nicht. Schweißperlen treten bei ihnen ebenfalls nicht auf. Über einige Vampire wird jedoch berichtet, dass sie nach Verwesung riechen sollen. Auch Mundgeruch ist für einige Vampire ein Thema - sie sollen ganz deutlich nach altem Blut stinken.

Haut    Muss der Vampir seine Haut ablegen, um sich auf Beutezug zu begeben, wird empfohlen, die abgelegte Haut zu zerstören, um ihn zu vernichten.

Ohren    Immer wieder wird behauptet, dass Vampire längliche, teils spitze Ohren haben (ähnlich denen von Wölfen oder Elfen). Allerdings gilt dies nicht für alle Vampire.

Nasen    Einige römische Vampire haben sich durch das Abbeißen von Nasen einen Namen gemacht. Ihren Opfern fehlten die unscheinbaren Bisswunden ... aber dafür die Nasen. Doch offensichtlich hat sich mit der Zeit das weniger offensichtliche durchgesetzt.

Mund    Die Lippenspalte ("Hasenscharte") wird von einigen als eindeutiges Zeichen eines Vampirs erkannt. Zwei spitze Zähne sind aber auf jeden Fall kein gutes Zeichen. Heute wird der Vampir oft mit spitzen Eckezähnen dargestellt. Es gab allerdings auch Zeiten, da fanden sich die deutlichen Beißwerkzeuge in der Mitte und erinnerten damit eher an ein Hasengebiss.

Augen    Es wird über einige Vampire berichtet, dass ihre Augen im Laufe der Jahre immer blasser werden, bis sie schließlich auf Kontaktlinsen zurückgreifen müssen, um unerkannt zu bleiben. In anderen Berichten wird erklärt, dass alle Vampire bei ihrer Verwandlung schwarzäugig werden. Sie verfügen dann jedoch über die Fähigkeit ihre Augenfarbe zu verändern. Wieder andere Vampire sind daran zu erkennen, dass sie zwei verschiedenfarbige Augen haben. Blutrote Augen sind oft ein Merkmal für rasenden Durst des Vampirs.

Augenbrauen    Zusammengewachsene Augenbrauen sind in manchen Region ein deutlicher Hinweis auf Vampirartige.

Haare    In manchen Gegenden wird davon ausgegangen, dass Vampire rote Haare haben (in anderen ist dies allerdings ein Erkennungsmerkmal einer Hexe). Vereinzelt gibt es Berichte, dass Vampire wenige lange Haare haben sollen. Ihnen fehlt - als männlichem Vertreter - oft ein Bartwuchs. In der überwiegenden Anzahl hat die Auferstehung als Vampir allerdings keinen Einfluss auf die zum Todeszeitpunkt mehr oder weniger vorhandene Körperbehaarung.

Muttermal    Gerade in Südosteuropa wird ein Muttermal als Zeichen des Vampirismus oder anderer Ungeheuer gedeutet.

Urin    Es wird berichtet, dass ein in der Zeit der Raunächte geborenes Samstagskind (manchmal aber auch ein Sonntagskind) mittels des eigenen Urin einen Vampir für immer unschädlich machen kann.

Körperflüssigkeiten    Dass Blut zur Leibspeise der Vampire gehört wurde bereits weiter oben beschrieben. Wie Urin als Mittel zur Vernichtung von Vampiren eingesetzt werden kann ebenfalls. In Einzelfällen wird davon berichtet, dass sich Vampire aber auch am weiblichen Ejakulat laben. Dass ein Vampir vom Ejakulat eines Mannes satt wird, ist hingegen nicht überliefert.

Pferd    Es wird behauptet, dass Schimmel (bei den Slawen sind es schwarze Pferde) den Aufenthaltsort eines Vampirs erkennen können. Somit ist das Pferd zwar nicht direkt tödlich, aber am Zügel eines geübten Vampirjägers ...

Hahn    Ein schwarzer Hahn wird sich Nachts auf dem Friedhof auf dem Grab eines Vampirs niederlassen und dort einschlafen oder aber zumindest in dessen Nähe krähen.

Hund    die meisten Hunde spielen völlig verrückt, wenn sie einen Vampir in unmittelbarer Nähe wittern.
schwarzer Hund
    Sehr selten wird ein völlig schwarzfelliger Hund empfohlen, um Vampire abzuwehren. Damit dies auch erfolgreich geschieht, müssen mit weißer Farbe zwei zusätzliche Augen aufgemalt werden. Ohne diesem Zusatz wollen beide, Vampir und Hund, sonst wohl "nur spielen" (... vielleicht mit Dir?)

Werwolf    Werwölfe sind die größten Feinde der Vampire und damit die besten Freunde der Vampirjäger (zumindest theoretisch) - wenn sie nicht gerade die besten Freunde der Vampire sind oder sie noch nie einen Vampir gesehen haben oder ihnen das alles egal ist.

Ei    Weiß der Geier warum, aber es wird davon berichtet, dass ein junger Vampir zuerst die Eier im Hühnerstall aussaugt, bevor er sich am Blut labt. Gelegentlich wird das Hühnerei-Aussaugen auch während Nahrungsknappheit genutzt.
Apropos, Ei: Einige Vampirarten vermehren sich unter anderem dadurch, dass sie ihr Ei weitergeben und damit ihr Opfer vampirisieren.

Sex    In historischen Quellen wird immer wieder durch einfallsreiche Umschreibungen auf ein hohes Interesse des meist männlichen Untoten am (gewalttätigen) sexuellen Umgang mit der eigenen Witwe hingewiesen. In der erzählenden Literatur ist das Bild deutlich weiter gefächert: Die meisten Vampire sind impotent, weder zeugungs- noch geschlechtsverkehrsfähig. Der Rest ist geschlechtsverkehrsfähig und die Partner und Partnerinnen berichten dann vom besten Sex ihres Lebens. Dabei können nur sehr wenige auch natürliche Nachkommen zeugen. Die Vampire dieser Gruppe sind jedoch überwiegend der Meinung, dass nichts über den Sex mit einem anderen Vampir / einer anderen Vampirin geht ... am allerbesten gemischt mit der gegenseitigen Blutabnahme.

Kinder des Vampirs    Es geht die Mär, dass alle von einem Vampir geschaffenen "Kinder" bei dessen Vernichtung ebenfalls sterben. Tatsächlich überwiegen aber die Gegenbeispiele.

Namen    Nennst Du einen Vampir beim Namen, soll er sich aus dem Grab erheben.

Reisen    Wenngleich für einige Vampire Reisen mit erheblich Schwierigkeiten verbunden sind (z.B. Wasser queren, Sarg dabeihaben, ...), sind nur die allerwenigsten Vampire an einen einzigen Ort gebunden. Bei der bestehenden Lebenserwartung auch nicht ganz überraschend. Besondere Formen der Reise sind das Fliegen und die Zeitreise (siehe jeweils dort). Einige Vampire verfügen über die Fähigkeit sich in wenigen Augenblicken an einen anderen Ort zu "teleportieren".

Fliegen    Ob, wie und warum ein Vampir fliegen kann, ist nicht ganz klar. Während einige Vampire das Fliegen nie erlernen, können es andere sofort und wieder andere erlernen es erst im Lauf der Zeit. Es wird über Vampire berichtet, die sich dazu in einen fast unsichtbaren Zustand begeben, um im Wind zu treiben, oder sie müssen sich als Geister von ihrem Körper lösen. Andere wiederum behalten ihre tatsächliche Erscheinungsform, erheben sich in die Lüfte und fliegen weg. Noch andere Vampire müssen sich in flugfähige Tiere verwandeln, um zu fliegen (das bekannteste Beispiel dafür ist die Verwandlung in eine Fledermaus). Unter zu Hilfename eines Capes - teilweise mit Flugpulver bestreut - legen wiederum andere Vampire größere Strecken zurück.

Zeitreisen    sind für Vampire ohne Hilfe eigentlich nicht möglich. Jedoch gibt es auch eine kleine Gruppe, die diesbezügliche Möglichkeiten haben soll. Sie scheinen sich in Luft aufzulösen und materialisieren sich in der Vergangenheit. Dabei scheint es, dass sie ohne die Hilfe von Magiern nicht in die Zukunft reisen können. Ihnen steht jedoch der gesamte Zeitraum vom Jetzt bis zu ihrer Verwandlung zur Verfügung. Einigen soll es auch gelungen sein, deutlich weiter in die Vergangenheit zu reisen.

Gestaltwandel    Viele Vampire sind dazu nicht in der Lage. Wenn aber doch, dann beherrschen sie oft die ganze Palette: von den Klassikern Wolf, Nebel und Fledermaus bis hin zu unscheinbaren Tierchen wie eine Schnecke oder ein kleiner, harmloser Schmetterling. Für russische Meister der Gestaltwandlung ist selbst ein Heuschober kein Problem. Eine umfangreichere Sammlung der gestaltwandlerischen Möglichkeiten findet sich hier.

Vampirjäger    Wenn Du selbst nicht auf Vampirjagd gehen willst, dann suche Dir doch professionelle Hilfe bei einem Vampirjäger. Sie oder er erledigt dann die Drecksarbeit für Dich. Manche jedoch (der bekannteste war Dr. van Helsing; inzwischen verstorben oder selbst ein Vampir) stehen Dir "nur" mit Rat und Tat zur Seite - bei denen musst Du auch selbst mit ran. Recht skurril erscheinen im ersten Moment organisierte Gruppen von Vampirjägern, z.B. die niederländischen FVT (Furchtlose Vampirtöter) - eine Gruppe von Ex-Vampiren, die sich das Bluttrinken abgewöhnt und zur Sicherheit auch noch gleich alle Zähne ziehen lassen haben. An einem Samstag (anderen Quellen nach: Sonntag) in der Zeit der Raunächte zwischen Weihnachten und Dreikönigstag Geborene, werden meist sehr gute Vampir- und Dämonenjäger.

Vermeidung der Heimsuchung    Die Rückkehr eines Verstorbenen kann u. U. vermieden werden. Ein klassisches Beispiel dafür ist, dass er/sie/es nach dem Tode mit dem Kopfende zuerst aus dem Haus getragen wird. In einigen Gegenden wird auch dringend empfohlen, vor dem Abtransport die Türschwelle zu entfernen. Ein Messer über der Tür angebracht, soll nicht nur Diebe schrecken, sondern auch Vampiren den Zutritt verwehren. In einigen Gegenden findet sich im Schlafgemach ein Besen mit den Borsten nach oben, der Vampire abhält, die Schlafen zu besuchen.
Es scheint dringend anzuraten, die üblichen Begräbniszeremonien auf jeden Fall vollständig durchzuführen. Andernfalls fehlt auch dieser Schutz. In manchen Gegenden wird den Verstorbenen zusätzlich eine Münze oder ein Stein auf, manchmal unter, die Zuge gelegt. Dies soll einer nächtlichen Auferstehung entgegenwirken. Ähnliches gilt für andere Grabbeigaben, wie Fischernetz, Grasnaben oder das Annageln des Verstorbenen am Sarg. Mit der Hoffnung sich gegebenenfalls in die falsche Richtung durchzugraben, wurde mancher auch schon auf dem Bauch liegend begraben.
Nach einigen Berichten kann dem Einfluss eines Vampires ein Ende gesetzt werden, in dem das Opfer vom Blut des Vampirs zu sich nimmt (mal unverdünnt, mal in einen Teig verbacken etc.). Dieser Tipp ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da die vampirische Blutzunahme auch als Mittel zur Verwandlung gilt und überhaupt musst du erst einmal unbeschadet an das Blut des Vampirs kommen.
Ebenso kann die Wiederkehr eines Gestorbenen und das Treiben von Vampiren durch magische Rituale verhindert werden. Exemplarisch sei hier von einem Rezept berichtet, zu dessen Bestandteilen neben verschiedenen Kräutern und Harzen auch der frische Kot von Feuersalamandern, der Giftzahn einer Viper, einige Tropfen Hasenmilch und der Speichel eines brünstigen Hirsches gehören.

Zu allerletzt   Für alle nun demotivierten Vampirjäger und Vampirjägerinnen hier noch ein kleiner Trost zum Schluss: Es halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass Vampire gar nicht unsterblich, sondern nur extrem langlebig seien. Sollte dies stimmen, sterben wir alle ... irgendwann!

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