"ECHTE" VAMPIRE AUF ERDEN

menschlich

tierisch

 

Menschen
historische Berichte, auf Tatsachen beruhende Legenden und gelebter Aberglaube vom 14. bis ins 21. Jahrhundert (unvollständig)
Bewusst wurden Real Vampyres ("Subkultur") ausgeblendet.

Mertino A. - Er kam infolge des Kosovo-Krieges (1998/99) als Kind nach Deutschland. Dort lebte er als Jugendlicher in einem Berliner Heim, wo er 2007 versuchte, einer Pädagogin in den Hals zu beißen. Kurz darauf verletzte er einen Pädagogen mit einer Schere und trank dessen Blut. Von einem Gericht wurde er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Für diese Taten erhielt er in der Boulevard-Presse den Namen "Vampir von Berlin" bzw. "Vampir von Karow".

Marcelo Costa deAndrade - Geboren 1967 in ärmlichen Verhältnissen, wurde er in seiner Kindheit verprügelt und sexuell missbraucht und ging als Jugendlicher anschaffen. Im April 1991 begann er Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren zu vergewaltigen und zu ermorden. Die Altersgrenze zog er aus religiösen Gründen. Insgesamt tötete er bis Dezember 1991 vierzehn Jungen aus den Slums der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro. Sein letztes Opfer entkam ihm, so dass er 1992 festgenommen werden konnte. Von mindestens zwei seiner Opfer trank er Blut. Dies brachte ihm den Namen "Vampir von Rio" bzw. "Vampir von Niterói" ein. Er gilt als Brasiliens "bekanntester" Serienmörder.

Victor Ardisson - der „Vampir von Muy“ (geb. 1872) grub auf Friedhöfen Frauenleichen aus und verging sich an ihnen bis 1901, als er durch ein Gericht für unzurechnungsfähig und geisteskrank erklärt sowie weggeschlossen wurde.

Anna Arndt - Der 19-jährige Untermieter der Rentnerin, Raimund Kößling, behauptete, die von ihm 1964 in Berlin ermordete sei ein Vampir und habe ihn beherrscht, weshalb der Mord eine "Befreiungstat" gewesen sei.

Elisabeth Báthory - (auch: Erzsebet) - die "Blutgräfin" wurde 1560 geboren. Sie entstammt dem ungarischen Hochadel und war weitläufig vielleicht mit Vlad Tepes, genannt Dracula, verwandt. Zumindest war einer der Vorfahren Elisabeths ein Freund des berühmt berüchtigten Wojwoden. Mit 11 Jahren wurde sie mit Ferenc Nádasdy verlobt, den sie mit 15 heiratete. In der Umgebung ihres Wohnsitzes erhielt sie zuerst unter dem einfachen Volk unter der Bezeichnung "Werwolf" bekannt. 1604 wurde sie Witwe und doch frönte sie auch schon vorher ihrer Leidenschaft Mädchen und junge Frauen zu strafen, quälen, foltern, morden. Vermutlich fielen ihr auf Schloss Cachtice über hundert Mädchen zum Opfer. Da sich aber ihre Mordlust später nicht nur auf das einfache Volk beschränkte, konnte der Adel dies nicht länger ignorieren und musste 1610 eingreifen. Dass dabei auch politische Motive eine Rolle spielten, darf unterstellt werden. 1611 wurde sie verurteilt und lebte bis zu ihrem Ende 1614 unter Hausarrest. Ob sie dabei tatsächlich bei zugemauerten Fenstern in ihrem Schlafzimmer eingesperrt war oder etwas mehr Bewegungsfreiheit hatte, ist auch unter Wissenschaftlern heute strittig. Ihre Helfer wurde auf grausame Art sofort getötet.
Der Mythos besagt, sie solle in Jungfrauenblut gebadet haben, um jung zu bleiben. Dies soll mindestens 650 Jungfrauen das Leben gekostet haben. Bewiesen konnte diese Anschuldigung nie werden. Die Opferzahl an sich könnte aber durchaus der Realität entsprechen und macht sie laut Guinness-Buch der Rekorde zur größten Serienmörderin aller Zeiten. Weitere Beinamen die ihr "verliehen" wurden sind u.a. "
Gräfin Dracula" und "The World Champion Lady Vampyr of All Time".
Gerald Axelrod: Elisabeth Báthory entstammte einer der mächtigsten ungarischen Adelsfamilien. Ihr Onkel war König von Polen, ihr Bruder der Fürst von Transsylvanien. Als sie elf Jahre alt war, arrangierten ihre Eltern die Verlobung mit Franz Nádasdy, vier Jahre später folgte die Heirat. Doch Elisabeths starker und selbstbewusster Charakter passte so gar nicht ins Rollenklischee des 16. Jahrhunderts. Anstatt ihre Zeit mit Nähen und Sticken totzuschlagen, wie es sich für eine adelige Dame geziemt hätte, übernahm sie die Verwaltung der riesigen Ländereien, während ihr Mann gegen die Türken kämpfte.
Im Alter von 25 Jahren fing sie an, ihre Dienstmädchen wegen der kleinsten Vergehen drakonisch zu bestrafen. Mit 30 beging sie ihre ersten Morde. Nach dem Tod ihres Mannes, als ihr niemand mehr Einhalt gebieten konnte, eskalierte die Situation und sie veranstaltete regelrechte Blutorgien. Dabei biss sie ihre Opfer auch und riss ihnen Fleisch aus dem Gesicht. War die Blutgräfin gar ein Vampir? Als die ersten Berichte über blutsaugende Untote ab 1732 an die Öffentlichkeit drangen, hielt man Elisabeth Báthory jedenfalls für eine Vampirin.
Zwei Jahrzehnte lang konnte sie ungestraft ihr Unwesen treiben, bis der Lauf der Gerechtigkeit sie schließlich ereilte. Vor und nach ihrer Verhaftung wurden 306 Zeugen befragt. Die Verhörprotokolle sind bis zum heutigen Tage erhalten geblieben und enthüllen die schaurige Wahrheit über die größte Serienmörderin aller Zeiten.

Catharina Bartolomei - gest. 13. September 1662 in Maywald (bei Karslberg, Mähren) im Alter von 80 Jahren. Scheinbar war die Frau zu diesem Zeitpunkt jedoch erst Scheintod. Volltext zum Vorfall

Anna Berge - gest. 28. Februar 1725 in Bärn, Mähen im Alter von 48 Jahren. Offensichtlich hat sie in der Erde keine Ruhe gefunden und wurde schließlich verbrannt. Volltext zum Vorfall

Francois Bertrand - der "Vampir von Paris". Ab 1847 grub der Soldat der fanzösischen Armee überwiegend weiblichen Leichen aus, die grausam zerstückelte. Nach seiner Verhaftung im März 1849 gab er zu Protokoll in manchen Nächten bis zu 15 Leichen ausgegraben zu haben, um eine weibliche Leiche zu finden. Das Pariser Kriegsgericht verurteilte ihn zu einem Jahr Festungshaft. Wie viele Leichenschändungen er beging, ist nicht bekannt. Volltext zum Vorfall

Vampir von Birmingham - In 2004 soll ein etwa 30-jähriger Mann schwarzer Hautfarbe in Birmingham Passanten und zu Hilfe Eilende angegriffen und gebissen haben. Die Polizei sagt dazu, dass sie noch kein tatsächlich gebissenes Opfer als Zeugen haben und daher ein Täter nicht zu ermitteln war. Zur Zeit wird der Fall als "Großstadtmärchen" behandelt.

Wayne Clifford Boden - (ca. 1948 - 2006) als kanadischer "Vampire Rapist" bzw. "Vampir von Montreal" in die Kriminalchroniken der Serienmörder eingegangen. Er vergewaltigte und ermordete in Montreal und Calgary zwischen 1968 und 1971 fünf Frauen, denen er u.a. in die Brüste biss.

Michael Casparek - Nach seinem Tode soll er um 1718 seiner Ehefrau und anderen Frauen noch mehrmals ehelich beigewohnt haben. Er stammte aus dem damaligen polnischen Lublau, heute Stará L'ubovna - Ólubló(Slowakei).

Nicolae Ceausescu - der rumänische Diktator wurde vom Volk „Draculescu“ und der „rote Vampir“ genannt. Mindestens fünf Jahre lang nahm er monatlich Babyblut zu sich, um länger zu leben und jünger auszusehen. 1989 wurde er mit seiner Frau erschossen. Dabei sah er ziemlich alt aus. Als soziologischer Vampir saugte er während seiner Diktatur das rumänische Volk leer.

Chamber - Anführer der "Söhne des Rod", dessen wirklicher Name wohl nur den Mitgliedern dieses Vampirclans bekannt ist. Er erklärt, der Bruder des "Vesago" (Rod Ferrell) zu sein und will "Arcaine" heißen. Zu den Zielen des Clans gehört die Rache für die "Leiden" des Rod Ferrell.

Richard Trenton Chase - Der "Vampir von Sacramento" tötete in den 1970er mehrere Menschen, darunter Frauen, Säuglinge und ganze Familien, und trank deren Blut. Nach seiner Ergreifung trank er in einer geschlossenen Anstalt das Blut von Hasen, Hunden und Katzen. Er wurde wegen sechsfachen Mordes zum Tode verurteilt, starb aber 1980 noch vor der Hinrichtung in seiner Zelle an einer Überdosis Antidepressiva.

John Halliday Reginald Christie - Geboren 1898 in Yorkshire. Nach dem II. Weltkrieg zog er nach London, wo er bis 1953 wohnte. In seinem Umfeld gab es wohl Gerüchte über einen Vampir - mit ihm konnte das Verschwinden der Frauen, einschließlich seiner eigenen, allerdings erst nach seinem Auszug in Verbindung gebracht werden: Bei den Renovierungsarbeiten fielen eingemauerte Frauenleichen auf.

Johannes Cuntius - (auch J. Cuntze) - Am 08. Februar 1592 soll der Pole aus Pecz (früher Pentsch) von einem Pferd gefallen und so zu Tode gekommen sein. Nach einer Legende soll er durch das Zerkratzen seines Gesichtes durch eine schwarze Katze zu einem Vampir geworden sein. Er selbst erschien zahlreichen Bewohnern des Ortes, darunter auch seiner Frau, die ihn zweifelsfrei erkannt haben wollte. Hauptsächlich soll er sich von Kühen ernährt haben. In seiner Grabstätte fanden sich mehrere Löcher, die bis zu seinem Grabe führten. Wurde diese zugeschüttet, waren sie am nächsten Morgen wieder offen. Sechs Monate nach seinem Tode wurde sein Grab geöffnet und es fanden sich deutliche Zeichen eines vampirischen Treibens. Daraufhin soll er zerstückelt und anschließend verbrannt worden sein.

Drzewitzki - Der Gutsbesitzer soll seiner Frau als Vampir an Leben gezehrt haben. Der Sohn des Gutsbesitzers schlug dem Leichnam seines Vaters daraufhin den Kopf, wofür ihm im Jahr 1870 der Prozess gemacht wurde.

Martin Dummolard - Das "Monster von Montluel" soll im Umland von Lyon mehr als 80 Mädchen und Frauen ermordet und von deren Blut getrunken haben. Das Fleisch der getöteten brachte er seiner nekrophil veranlagten Freundin Justine Lafayette mit, die davon gerne aß. 1888 wurden die beiden gefangen und während Justine Lafayette unter der Guillotine ihren Kopf verlor, starb Martin Dummolard Jahre später als Insasse einer Irrenanstalt.

Roderick Ferrell - (auch Rod) - der 1980 geborene hält sich selbst für einen Vampir namens "Vesago", sei über 500 Jahre alt und war in den 1990ern der Anführer eines okkultistischen Vampir-Clans in Murray, Kentucky (USA). Er wurde wegen der im November 1996 an den Eltern einer Freundin begangener Morde zu lebenslanger Haft verurteilt (vor seiner Begnadigung war es ein Todesurteil). Dabei steht die Tat nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang zu seinem Vampirglauben, der stark vom Rollenspiel "Vampire: The Masquerade" beeinflusst ist, sondern ist eher als Beziehungstat zu werten.

Urban Filler - Im 18. Jahrhundert beging er Selbstmord im tschechischen Ort Krumlov (Krumau). Vermutlich wurde er auf Grund seines Selbstmordes mit den Ritualen zur Vampirabwehr begraben.

Giure Grando - (auch Georg Grando, Jure Grando) - Der Bauer verstarb 1652. Ab 1672 soll er im slowenischen Krinck / Kringa nach seinem Tod seine Witwe tyrannisiert und ihr Blut im Schlaf gesaugt haben. Auch andere Dorfbewohner besuchte er. Schließlich beschlossen die Dorfältesten den Vampir zu vernichten. Doch als sie das Grab öffneten grinste er sie an, dass sie flohen. Letztlich gelang es ihn zu enthaupten. Volltext zum Vorfall

Fritz Haarmann - der „Werwolf von Hannover“ wurde 1879 geboren und starb am 15. April 1925 durch Enthauptung, nachdem ihm mindestens 24 Opfer nachgewiesen wurden. Den Titel „Werwolf“ erwarb er, da er vermutlich vom Fleisch seiner Opfer aß. Sicher dagegen ist, dass er vom Blut der Opfer trank und nach seiner Enthauptung tot war. Die sicheren Fakten sprechen also für einen „Vampir“. Nach der Obduktion seiner Leiche wurde festgestellt, dass seine Schädelhaut mit seinem Hirn verwachsen war. Vermutlich war dies eine Folge einer Hirnhautentzündung, die nachgewiesener Maßen zu Wesensveränderungen führen kann.

Paul Haas - Im 18. Jahrhundert beging er Selbstmord im tschechischen Ort Krumlov (Krumau). Vermutlich wurde er auf Grund seines Selbstmordes mit den Ritualen zur Vampirabwehr begraben.

John George Haigh - Geboren 1909, wurde nach dem Ende des II. Weltkrieges Organist und tötete mindestens 8 Menschen, um deren Blut zu trinken. Er wurde 1949 als „Vampir von London“ hingerichtet.

Matthew Hardman - In der Hoffnung durch das Trinken von Blut Unsterblichkeit zu erlangen, ermordete der 17 Jahre alte Kunststudent im November 2001 im walisischen Llanfairpwll eine 90-jährige Frau.

Anna Heintzin - gest. 21. Februar 1689 in Bärn, Mähren im Alter von 82 Jahren. Sie wurde Tage nach ihrer Beerdigung gesehen und soll dabei "über die Maßen sehr gehaust" haben. Volltext zum Vorfall

Friderikus Helfert - (auch: Friedrich Helfert) - gest. 08. Januar 1738 in Dittersdorf (bei Bärn, Mähren). Er zeigte sich mit dem ebenfalls verstorbenen und begrabenen Christian Philip und wurde mit diesem am 15. Januar 1738 verbrannt. Während seiner untoten Wanderungen soll er deutlich fülliger, als zu Lebzeiten erschienen sein. Volltext zum Vorfall

Vampirin von Hermsdorf - 1752 wurde die Frau begraben. Sie hatte zu Lebzeiten den Ruf einer Hexe. Noch zweieinhalb Jahre nach ihrem Tode soll sie als Vampirin gewirkt haben. Eine Untersuchung auf den Friedhof fand 20 ihrer Opfer, die mit den üblichen Mitteln gebannt wurden.

Highgate-Vampir - 1970 sind auf dem Londoner Friedhof Highgate mehre Personen von einem 2 Meter großen Vampir angefallen worden. Unter der Leitung des Forschers paranormaler Phänomene David Farrant sollte dieser gestellt werden. Die gesamte Gruppe wurde jedoch von der Polizei verhaftet. Später behauptete Farrant, dass es sich vermutlich um einen Geist, aber nicht um einen Vampir handelte. 1973 hat dann Sean Manchester den Vampir auf dem Friedhof gestellt und getötet. Manchester wurde Bischof der Altkatholischen Kirche Englands. Als Folge dieser Vorfälle gründete sich die Vampire Research Society (New York).

Kuno Hofmann - Der "zweite Vampir" in der deutschen Kriminalgeschichte. Der am 10. Mai 1972 verhaftete 39jährige gehörlose Kuno Hofmann gestand 35 Friedhofseinbrüche im gesamten (alten) Bundesgebiet. Dabei suchte er zuerst in den Totenhallen nach frisch Verstorbenen. Fand er diese nicht, grub er frische Gräber aus und trank dort von dem Blut der Leichen. Unbemerkt blieb er, da er immer die Särge und Gräber auch wieder verschloss. Am 5. Mai 1972 wurde er vom Leichenwärter Georg Warmuth in Nürnberg beobachtet. Als dieser ihn stellen wollte, schoss Hofman ihn nieder. Am Folgetag ermordete er Ruth Lissy und Markus Adler in der Nähe Nürnbergs und trank deren Blut. Auch wenn Verteidigung und Kriminologen Unzurechnungsfähigkeit vermuteten, konnten Staatsanwaltschaft und Gerichtsmedizin dem nicht folgen. Die Richter schlossen sich der Meinung von Gerichtsmedizin und Staatsanwaltschaft an.

Stephanus Hübner - 1567 kehrte der aus Trautenau (Trutnor, Tschechien) aus seinem Grab zurück und wurde als Gegenmaßnahme verbrannt.

Jack the Ripper - Der, die, das Londoner Frauenmörder des 19. Jahrhunderts konnte nie identifiziert oder gar gefasst werden. Daher ranken sich etliche Mythen um diese Gestalt. In einer davon - wen wundert es wirklich - soll er/sie/es ein Vampir gewesen sein.

Joachim - Eines Heiducken Sohn im serbischen Medvedia. Der 17jährig nach kurzer Krankheit Verstorbene wurde nach 36 Tagen im Grab ohne Anzeichen einer Verwesung 1732 aufgefunden. Darauf wurde ihm der Kopf abgeschlagen und seine Leiche verbrannt.

Justina Juschkowa - 1848 im damals im russischen Gouverment Minsk gelegenen Nowgorod. Als erste an Cholera verstorben, soll sie als Vampir Ursache der Seuche gewesen sein. Tatsächlich wurde in ihrem Grab auch, wie von den Bewohnern vermutet, ein Neugeborenes entdeckt. Justina wurde gepfählt und die Cholera-Epidemie für beendet erklärt.

Marinko Kálárit - Nach seinem Tod behelligte er die Einwohner des Ortes Kubin (heute: Kovin, Serbien). Er wurde am 26.02.1751 verbrannt.

Kaszparek - Der Kaufmann übervorteilte zu Lebzeiten seine Kundschaft im Lubló (im ungarisch-polnischen Grenzgebiet). 1718 starb er, bliebt jedoch nicht in seinem Grab. Er besuchte nachts seine Frau und jagte auch anderen Einwohnern Angst ein. Die örtlichen Behörden ermittelten und ordneten die Verbrennung des Vampirs an.

Peter Kürten - der „Vampir von Düsseldorf“. 1883 - 1931. In Düsseldorf beging er zwischen Februar und November 1929 eine Serie von Sexualmorden. 1931 wurde er für neunfachen Mord verurteilt und durch das Fallbeil hingerichtet.

Antoine Légér - vergewaltigte in den französischen Wäldern, in denen er zurückgezogen lebte, junge Mädchen, schnitt ihnen die Brüste ab und entfernte das Herz. Ihr Blut trank er. Im Jahr 1824 mittels der Guillotine getötet.

Allan Menzies - Er behauptete mit der Romanfigur Akasha aus der Rice'schen Chronik der Vampire in Kontakt zu stehen. Ein Mord sollte ihn unsterblich machen. Dafür tötete der Brite im Dezember 2002 seinen alten Freund. Im November 2005 tötete er sich in seiner Gefängniszelle.

Miliza - (auch Milicia) - Sieben Wochen nach ihrem Tod im Alter von etwa 60 Jahren lässt der Amtsarzt Glaser ihr 1732 ihr Grab öffnen. Die seit ihrer Kindheit dürre Frau, sah nun füllig und rosig aus. Dies galt als Beweis ihres vampirischen Daseins. Die Bewohner des Dorfes Medwegya berichteten, dass sie zu Lebezeiten das Fleisch zweier Schafe gegessen haben soll, die von einem Vampir (vermutlich Arnod Paole) angefallen wurden. Zusätzlich wird angeführt, dass sie in der Türkei geboren war, was damals als eine Hochburg der Vampire gehandelt wurde. Sie wurde gemeinsam mit der Vampirin Stana verbrannt. Beiden zusammen sollen 13 Opfer gefordert haben.

Millove - Der Heiducke wurde bei der Öffnung seines Grabes sechs Wochen nach seinem Tod im serbischen Medvedia unverwest aufgefunden. Wie die anderen Vampyre dieses Friedhofs, zu denen auch sein Sohn gehörte, wurde seine Leiche 1732 geköpft und verbrannt.

Miloch - (auch Milosch) - Zu Lebzeiten der Zauberei verdächtigt, soll der im serbischen Radojevo lebende, unter anderem einen sprechenden Vogel und einen gezähmten Wolf besessen haben. Im Sommer 1731 ist er verstorben. Als Vampir soll er im Winter zu Beginn des Jahres 1732 umgegangen sein, was elf Opfer forderte. Erst im Juli diesen Jahres wurde sein Grab geöffnet und er unverwest aufgefunden worden sein. Seine Leiche wurde mit einer Lanze durchbohrt und sein Grab mit Kalk gesichert.
Es ist unter den Vampirforschern strittig, ob es sich dabei tatsächlich um einen realen Bericht oder doch um Fiktion handelt, wobei viele von letzterem ausgehen, da zu dieser Zeit das Treiben der Untoten unter großer öffentlicher und behördlicher Beobachtung stand und die Aktenlage zu diesem Fall (heute) eher dürftig ist.

Vicomte de Morieve - Zu Lebzeiten um 1790 enthauptete der Vicomte, der aus Persien abstammen soll, mehrere seiner Leute. Vielleicht deshalb wurde er von Unbekannten ermordet. Unmittelbar nach seinem Tod starben mehrere Kinder in der näheren Umgebung. An ihren Körpern wurden Vampirbisse gefunden. Erst als der Enkel des Vicomte 72 Jahre später das Grab öffnen ließ und der Vicomte mit einem Weißdornpfahl durchbohrt und anschließend verbrannt wurde, hörte das Sterben auf.

Vampir von Mykonos - Der streitsüchtige Landarbeiter wurde 1701 von Unbekannten getötet. Zwei Tage nach seiner Beerdigung wurde er nachts wieder in seinem Dorf gesehen. Er schien in Gesellschaft Wein zu trinken - es soll jedoch Blut gewesen sein. Am Tag öffneten die Dorfbewohner schließlich sein Grab, rissen das Herz aus dem Leichnam und verbrannten den Körper.

Myßlata - ein Hirte aus dem böhmischen Dorf Blow (Blov) bei Cadan (Kadan, Tschechien) des 14. Jahrhunderts. Selbst ein Pflock ins Herz bremste ihn nicht. Erst seine Verbrennung konnte dem Treiben ein Ende setzen.

Magdalena Sibylla von Neitschütz - 1675 - 1694. Offiziell die Tochter eines Oberst der kurfürstlich-sächsischen Leibgarde, der zur Zeugungszeit im Holländischen Krieg stand. Ihre Mutter zugleich die Mätresse des Kurfürsten, weshalb davon ausgegangen wird, dass dieser der Kindesvater war. Nach dem Tod des Kurfürsten bestieg dessen Sohn den Thron und nahm sich Magdalena Sibylla, vermutlich also seine Halbschwester, zur Mätresse. Mit dieser zeugte er offiziell eine Tochter und ließ sie Reichsgräfin von Rochlitz erheben. Im Alter von 19 Jahren verstarb Magdalena Sybilla offiziell an den Pocken. Da noch im gleichen Monat auch der Kurfürst starb (offiziell ebenfalls an Pocken), strengte der Bruder des Kurfürsten einen Hexenprozess an. Dieser vermutete, dass Magdalena Sibylla ihn durch eine persönliche Grabbeigabe in den Tod nachgezogen hatte. Für beide Todesfälle ist die Vermutung jedoch nicht auszuschließen, dass der Bruder des Kurfürsten mit Gift nachhalf.

Arnod Paole - (auch Arnold Paole, Arnont Parle oder Arnold Paul) - Er starb 1727 im serbischen Dorf Meduegna / Medwegya durch Genickbruch. Bereits zu seinen Lebzeiten berichtete er aus seiner Zeit beim österreichischen Militär, dass ihn in Griechenland während des Krieges in griechischem Gebiet ein Vampir gebissen hat. Einen Monat nach seinem Tod sahen ihn die ersten Dorfbewohner. Die Hälfte der Dorfbewohner fiel ihm zum Opfer. Er und alle seine Opfer, wurden gepfählt.
Die Berichte darüber drangen weit über die Grenzen des Ortes hinaus und zogen eine offizielle Untersuchung nach sich. Der Fall des Arnod Paole kann als einer der bestdokumentiertesten Fälle von Vampirismus bezeichnet werden.
Der zuständige Militärkommandant Schnezzer hat dazu den Medicus Glaser nach Medvegia geschickt, der die Untersuchung vornahm. Glaser fand einige Bewohner des Ortes vor, die unter Fieber, Brechreiz, Magen-Darm-Schmerzen, Seitenstechen, Brustbeschwerden und unstillbarem Durst litten. Eine ansteckende Krankheit konnte jedoch nicht diagnostiziert werden. Alle Bewohner hatten jedoch starke Angst, von Untoten verfolgt zu werden und nach ihrem Tod als Vampire keine Ruhe zu finden. Glaser ließ schließlich einige Gräber öffnen und fand tatsächlich einige unverweste Leichen mit rosigem Teint. Glaser schrieb seinen Bericht über den Militärkommandanten und bat darin um die Erlaubnis, die gefundenen „Vampire“ zu töten. Dazu wollte er ihnen einen Pfahl durch das Herz schlagen und sie anschließend verbrennen. Schnezzer sandte diesen Bericht nach Belgrad an seine Vorgesetzten und der Interimskommandant Marquis Botta d'Adorno verweigerte jedoch zunächst diese Erlaubnis. Zuvor sollte eine „Chyrurgische Visitation“ durchgeführt werden. Der Regimentsmediziner, der Feldscher Johann Flückinger, zwei Unterfeldscher und mehrere Offiziere hatten diese durchzuführen. Flückinger erstellte den Bericht über die Untersuchung, den die Unterfeldscher und die Offiziere gegenzeichneten. Vampire sah Flückinger allerdings nicht, sondern er ging von einer ansteckenden Krankheit aus und versuchte den Übertragungswegen der Seuche auf die Spur zu kommen.
Volltext zum Vorfall

Philipp Pauer - Im 18. Jahrhundert beging er Selbstmord im tschechischen Ort Krumlov (Krumau). Vermutlich wurde er auf Grund seines Selbstmordes mit den Ritualen zur Vampirabwehr begraben.

Christian Philip - gest. am 09. Dezember 1737 in Dittersdorf (bei Bärn, Mähren) im Alter von 67 Jahren. Er wurde im Januar 1738 verbrannt, nachdem er gemeinsam mit Friderikus Helfert nicht im Grabe blieb. Volltext zum Vorfall

Dorothea Pihsins - 1753 wurde dem Sterben in Kapnick (an der Grenze zu Siebenbürgen; heute Cavnic, Rumänien) durch die Verbrennung der 129 Tage im Grab gelegenen Dorothea am 20.02.1753 ein Ende gesetzt.

Franz und Anton von Poblocki - Im Februar 1870 verstarb im Alter von 63 Jahren Franz von Poblocki, der Gutsherr und Kirchenvorsteher aus Kantrzyno / Ketrzyni (Polen). Kurze Zeit später, am 18.02.1870 verstarb im Alter von 28 Jahren sein Sohn Anton ebenfalls. Als weitere Familienmitglieder erkrankten, wurden Franz und Anton ausgegraben, beiden der Kopf abgetrennt und zu ihren Füßen in den Sarg gelegt. Volltext zum Vorfall.

Peter Plogojowitz - (auch Plogosovitz oder Plogojewitz) - Der ungarische Bauer soll nach seinem Tod im Jahr 1725 das Dorf Kisolova heimgesucht haben. Mehrere Dorfbewohner wurden - so gaben sie zu Protokoll - noch über zwei Monate nach seinem Tod von Peter P. des Nachts heimgesucht. Kurze Zeit später verstarben die Zeugen. Eine wissenschaftliche Untersuchung mit Pfählung und anschließender Verbrennung machte seinem Treiben ein Ende. Heute wird vermutet, dass er und seine "Opfer" einer Milzbrandepidemie erlagen. Anderen Vermutungen nach soll es sich bei Plogojowitz um einen Fall von Scheintod gehandelt haben.

Rosa Polakin - (auch Rosina Polakin) - Anfang 1755 wurde im oberschlesischen Hermersdorf (Hermsdorf, Herrinsdorf) die bei einer Untersuchung des Grabes als Vampirin erkannte Rosa Polakin "unschädlich" gemacht. Wahrscheinlich zog sie einst aus Polen in das Dorf. Bei der gleichen Untersuchung fanden sich neunzehn weitere Vampire auf dem Friedhof, die ebenfalls mit den üblichen Mitteln bearbeitet wurden.

Polykrites - Im 3. Jahrhundert v. C. Kurz nach seiner Hochzeit verstarb der im griechischen Thermon lebende. Seine schwangere Witwe gebar einen Hemaphrodit (Zwitter). Mutter und Kind sollten von der ängstlichen Bevölkerung den Flammen eines Scheiterhaufens übergeben werden, als Polykrites mit blutverschmiertem Gewand er schein und der Menge Einhalt gebot. Als die Bevölkerung nicht auf ihn hören wollte, packte der Wiedergänger sein Kind und fraß es auf. Nur der Kopf soll übrig geblieben sein.

Gilles de Rais - (auch Gilles Rais, Gilles de Laval, Baron von Rais, Baron von Retz) - auch bekannt als „Ritter Blaubart“, „heiliges Ungeheuer“ und „französischer Dracula“, wurde 1404 geboren und war der Begleiter und Leibwächter von Jeanne d'Arc (Heilige Jungfrau von Orleans). Anschließend tötete er mindestens 140 Kinder, meist (vielleicht ausschließlich) Jungen, und suhlte sich in ihrem Blut. Ob er Blut trank oder seine Opfer für magische Rituale zur Wiederherstellung seines Vermögens brauchte, ist nicht eindeutig überliefert. Er wurde 1440 wegen der Kindestötungen gehängt und anschließend verbrannt.

Johannes Michaelis Resch - gest. 26. Februar 1667 in Sibenhöfen (bei Sternberg, Mähren). Volltext zum Vorfall

James Riva - Bereits als Teenager tötete der "Vampir von Marshfield" Tiere um deren Blut zu trinken. Seine Großmutter, die er für einen Vampir hielt, erschoss der damals 23-jährige 1980 mit golden angemalten Kugeln und trank deren Blut. Bei seiner Festnahme hielt er sich für einen 700-jährigen Vampir. Sein Blutdurst hörte im Gefängnis auf - "mangels Gelegenheit", wie er selbst zugab.

Franz von Roblocki - Der Gutsbesitzer aus Schleswig (Kreis Lauenburg) verstarb am 05.02.1870. Kurz darauf starb auch ein Sohn und weitere Familienangehörige erkrankten. Der zweite Sohn enthauptete die Leiche seines Vaters und gab das dabei aufgefangene Blut den Opfern des Vampirs zu trinken.

Joshua Rudiger - Im November 1998 wurde der 21-jährige "Vampire Slasher" in San Francisco, USA nach dem Mord an einer Obdachlosen und gefährlicher Körperverletzung an drei weiteren Obdachlosen verhaftet. Bereits vorher  zeigte er psychische Auffälligkeiten  und attackierte andere Menschen. Er hält sich mal für einen Ninjakrieger, mal will er ein zweitausend Jahre alter Vampir sein.

Ruscha - Nach 10tägiger Krankheit - wahrscheinlich in der Folge der Geburt eines Kindes - verstorben, fand sich bei ihr nach 6 Wochen im Grab noch kein Zeichen von Verwesung, sondern sogar frisches Blut im Magen. Sie wurde wie die anderen Vampyre des Friedhofs von Medvedia 1732 geköpft und verbrannt.

Sava Savoniċ - lebte, der örtlichen Legende nach, als Müller in Zarožje (Bajina Bašta) am Fluss Rogaccia in Ostserbien (Serbien, Zlatibor). Auffällig war seine Größe von über zwei Metern. Nach seinem Tod verwandelte er sich in einen Vampir und seit diesem Tag soll, wer eine Nacht in der Wassermühle verbrachte, niemals wieder lebend gesehen worden sein. Er gilt als Serbiens erster Vampir, wenngleich es keine Belege für eine reale Existenz (mehr) gibt. Vermutlich stammt er aus dem 17. oder 18. Jahrhundert, vielleicht wird aber auch auf eine ältere Legende Bezug genommen. Nach dem Einsturz der Mühle im Herbst 2012 veröffentlichte die Gemeindeverwaltung eine Warnung vor dem Vampir, was vielleicht Unfällen vorbeugen sollte oder eine PR-Aktion war.

Eleonore Amalie von Schwarzenberg - 1682 - 1741. Geborene Lobkowitz aus Baden bei Wien. 1701 heiratete sie den Fürsten Adam Franz von Schwarzenberg. Lange hielt sie sich Wölfinnen auf dem Schloss, da deren Milch ihr Helfen sollte einen männlichen Nachfahren zu gebären, was auch 1722 geschah. In späteren Jahren litt Eleonore von Schwarzenberg an ein einer damals mysteriösen Erkrankung. In der Gegend ihres Schlosses um Krumlov (Krumau) entstand dadurch vermutlich eine erhöhte Angst vor Vampiren. Sie selbst könnte auch für eine solche gehalten worden sein, da nach ihrem Tode ein Porträt von ihr "geköpft" wurde. Zudem liegt die Vermutung nahe, dass die Gerüchte um Eleonore von Schwarzenberg die Inspiration zu Gottfried August Bürgers "Leonore" waren.

Balthasar Seidler - gest. 20. Januar 1666 in Dittersdorf (bei Sternberg, Mähren) im Alter von 48 Jahren war evangelischen Glaubens und wurde Vampirismus nachgesagt. Volltext zum Vorfall

Diana Semenuha - Die "Vampirin von Odessa" (geboren ca. 1976) entführte und betäubte Straßenkinder, von deren Blut sie trank. Sie wollte damit eine Erkrankung behandeln und handelte auch mit dem Blut. Die Hexe war Mitglied in einem satanischen Orden und bot bis 2006 regelmäßig Blutrituale an.

Marianna Saligerin - 1752 wurde die Frau begraben. Wahrscheinlich ist aus aus Tirol ins das oberschlesische Dorf Hermersdorf (Hermsdorf, Herrinsdorf) gezogen. Noch zweieinhalb Jahre nach ihrem Tode soll sie als Vampirin gewirkt haben. Eine Untersuchung auf den Friedhof fand 19 ihrer Opfer, die mit den üblichen Mitteln gebannt wurden.

Stana - 1732 wurde durch den Amtsarzt Glaser in Medwegya ihren Untot festgestellt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Die in der Türkei geborene, hatte sich vor ihrem Tod mit dem Blut eines Vampirs bestrichen. Ihr Vampirismus scheint auf Arnod Paole zurückzugehen.

Stanaca - verstarb mit Anfang 20 innerhalb von drei Tagen. Bei der Öffnung ihres Grabes 1732 befand sie sich noch frisch und rosig. Dabei wurde auch ein Fleck gefunden, der auf einen Vampyr aus dem Dorf zurückgehen soll. Auch sie wurde in Medvegya geköpft und verbrannt.

Stanco - Mit etwa 60 Jahren verstarb der Heiducke im serbischen Dorf Medvegya. Sechs Woche nach seinem Tod fand man ihn 1732 völlig unverwest. Seine Leiche wurde geköpft und verbrannt.

Petre Toma - Er starb am 26.12.2003 im Alter von 76 Jahren im rumänischen Marotinu de Sus. Kurz darauf soll er im Dorf wieder gesehen worden sein. Sein Bruder und andere Dorfbewohner beschlossen daraufhin das Grab zu öffnen, das Herz aus dem Leichnam zu entfernen und dieses in speziell behandelter Form den Opfern des Widergängers als Medizin zu verabreichen.

Joseph Vacher - Der Franzose überlebte zwei Selbstmordversuche, wobei er beim letzten ein Auge verlor und im Gesicht einseitig gelähmt blieb. In seinem Geständnis erklärt er, dass er als Kind von einem tollwütigen Hund gebissen worden sei und seitdem sein Blut vergiftet sei. Deshalb habe er vom Blut der zehn von ihm ermoderten Menschen (beleget ist allerdings nur der Mord an einem Schafhirten, der zu seiner Ergreifung führte) getrunken. Auch habe er sich an allen Opfern sexuell vergangen. Eine verminderte Schuld wurde nicht festgestellt und der Mörder wurde 1898 hingerichtet.

Vincent Verzini - wurde 1849 im italienischen Bottanuco geboren. Er gilt heute als der erste sicher belegte Serienkiller Italiens. 1870 tötete er eine 14-jährige, kurz danach eine weitere Frau. Beide Opfer wiesen deutliche Bissspuren an den unterschiedlichsten Körperstellen auf und wurden durch Verzini verstümmelt. Weitere Mordversuche bleiben nicht aus. Um 1872 wird er zu Zwangsarbeit verurteilt, aber kurz darauf in eine Irrenanstalt verlegt, wo er sich auf Grund der stattfindenden Repressalien selbst erhängte.

Vlad III. - auch mit dem Beinamen "Tepes" (Pfähler) und "Draculea / Dracula" (kleiner Drache und kleiner Teufel). 1431 - 1476. Dreimaliger Woiwode (Herrschertitel) der Walachai. Klar ist, dass er vor Blutvergießen in keiner Form zurückschreckte, ja, dies bewusst zur Abschreckung und Kriegsführung einsetzte. Ob er allerdings wirklich Blut zu sich nahm, ist nicht bewiesen. Seine Herrschaftszeiten waren so berüchtigt, dass er zur Vorlage des Titelhelden des Stoker-Romans "Dracula" wurde und heute der berühmteste Vampir weltweit ist.

Barbara Wagner - gest. 15. Februar 1667 in Andersdorf (bei Sternberg, Mähren) im Alter von 50 Jahren. Die Lutheranerin wurde mit Vampirismus in Zusammenhang gebracht. Volltext zum Vorfall

John Boy Walton - (J. B.) - Im 19. Jahrhundert infolge einer Tuberkuloseerkrankung verstorben. Da er auf dem Familienfriedhof der Waltons beigesetzt wurde und seine Initialen J. B. lauteten, nannte ihn Experten "John Boy". Da er von der damaligen Bevölkerung für einen Vampir gehalten wurde, enthauptete man seine Leiche. Seine Beinknochen fand man überkreuzt auf dem Schädel. Zusätzlich wurde sein Brustkasten geöffnet, vermutlich um sein Herz zu entfernen und zu verbrennen. Durch diese Abwehrmaßnahmen wurde jedoch ironischerweise zur Ausbreitung der Krankheit beigetragen.

Marguna Warlin - Aus Uhilsko (Polen). Für die Beisetzung wurde sie nach Groß Gorczitz gebracht. Da aber Gerede war, dass die Frau eine Hexe und Vampirin war, wurde sie ohne Zeremonie und auf dem Bauch mit dem Gesicht nach unten beerdigt. Zusätzlich wurde ein "Lukasbrief" bunter ihre Zunge gelegt und Erde in die Nasenlöcher gestopft. Die Tochter der solcherart gebannten Person legte Beschwerde ein und bekam Recht. Am 15. Mai 1801 wurde Marguna Warlin mit einem christlichen Begräbnis erneut bestattet. Über ein anschließendes untotes Treiben ist nichts bekannt geworden.

alte Welmsche - 1849 in der Nähe von Gdansk (Danzig) verstorben, erschien und plagte sie nach ihrer Bestattung ihre Tochter, so dass sie schließlich ausgegraben, enthauptet und an einem Kreuzweg verbuddelt wurde.

Familie Wollschläger - Um 1750 verstarb im polnischen Zamarte (damals: Jacobsdorf) ein Familienmitglied. Diesem folgten in kurzer Zeit mehrere Verwandte nach. Der zuerst Verstorbene wurde daraufhin in seinem Sarg geköpft und der Kopf zwischen seinen Füßen platziert.

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Tiere
Tatsachen, Legenden und Auswirkungen des Vampirmythos auf die Zoologie (auch unvollständig)

Fadenwürmer    Fisch    Fledermaus    Fliege    Gürtelwürmer    Insekten    Nagetier    Säugetiere    Schmetterling    Spinne    Tintenfisch    Vogel

UGETIER

Säugetiere - Ordung: FLEDERTIERE - FLEDERMAUS

Gemeine Vampirfeldermaus / Desmodus rotundus
Die Gemeine Vampirfeldermaus ist ein Blutlecker der Säuger anfällt und dabei das 10fache ihres eigenen Körpergewichts zu sich nimmt. 1756 durch den Biologen Georges Louis Leclerc de Buffon entdeckt, der diese Art "le vampire" taufte. Sie verfügen über das höchstentwickelte Sozialwesen unter den Fledermäusen und füttern sich beispielsweise gegenseitig mit Blut. Ohne Blutaufnahme kann diese ca. 10 cm große Fledermausart nur etwa 3 Tage überleben.

Kammzahnvampir / Diphylla ecaudata
Diese Fledermaus nimmt nur das Blut von Vögeln zu sich.

Desmodus draculae
südamerikanische Riesenfledermaus. Bisher wurden nur fossile Überreste in Venezuela gefunden. Einige Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass diese Art bis heute in den Tiefen der Urwälder überlebt haben kann.

Weißflügelvampir / Diamus youngi
Der Weißflügelvampir nimmt nur das Blut von Vögeln zu sich.

Säugetier - Ordnung: NAGETIERE

Borneo-Hörnchen / Vampirhörnchen / Rheithrosciurus macrotis
Das seltene und scheinbar im Zentrum der Insel Borneo lebende Hörnchen hat einen der buschigsten Schwänze dieser Familie. Über das Borneo-Hörnchen halten sich zwei Legenden, die sich nicht notwendiger Weise gegenseitig ausschließen müssen aber ebenso völlige Legende sein können: Nach einer Legende greift das Borneo-Hörnchen mit dem Spitznamen "Vampir-Hörnchen" Hirsche und ähnlich große Tiere an, beißt ihnen in die Halsschlagader, trinkt deren Blut und frisst die Eingeweide. Nach der anderen Überlieferung lässt sich das Hörnchen auf seine Beute fallen und frisst dann ausschließlich Herz, Leber und Mageninhalt. Den Rest der Beute verschmäht es. Die Wissenschaft, die sich scheinbar bisher vergleichsweise wenig mit dem Tier beschäftigte, hält jedoch das in den Legenden beschriebene Verhalten für wenig wahrscheinlich, da andere Arten der Hörnchen (zum Beispiel unser Eichhörnchen) nicht mal Ansätze solcher Spezialisierungen erkennen lassen. Seit 2008 steht das Borneo-Hörnchen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

VOGEL

Rauchschwalbe / Hirundo rustica
In Böhmen wurde lange Zeit davon ausgegangen, dass Rauchschwalben mit ihren spitzen Schwänzen die Euter der Kühe anstachen, um dann das Blut zu trinken. Dies ist jedoch als abergläubische Legende zu werten.

Vampirfinken / Spitzschnabel-Grundfinken / Geospiza difficilis
Nur auf den Galapagos-Inseln Wolf und Darwin sind diese Vögel beobachtet worden, wie sie das Blut von Tölpeln saugen. Tölpelküken werden sogar so lange gehackt, bis das Blut heraus fließt. Sie sind vom Aussterben bedroht.

SPINNEN

Zecken
Spinnentiere. Sie fallen übrigens nicht von den Bäumen, sondern lassen sich von den Gräsern mitnehmen. Bis zu 2 Tage dauert ihr Weg über den Körper, bis sie eine geeignete Stelle zur Blutaufnahme gefunden hat. Ist sie voll gesogen, lässt sie sich vom Körper abfallen und kann längere Zeit ohne neue Nahrung überleben. Zur Entfernung wird empfohlen sie möglichst gerade herauszuziehen - wenn's geht mit Kopf. Das Herausdrehen wird abgelehnt, da die Zecke dabei verstärkt ein Sekret absondert, was zwar den Schmerz betäubt, aber voller Krankheitserreger ist.

INSEKTEN

Floh / Siphonaptera
Ordnung in der Klasse der Insekten. Dazu zählen etwa 2.400 Arten, davon ca. 70 in Europa. Flöhe springen bis zu einem Meter weit, werden bis zu 1,5 Jahre alt und können bis zu zwei Monaten ohne Nahrung überleben. Der Parasit ist auch als Krankheitsüberträger bekannt (z.B. Pest).
Der
Menschenfloh (Pulex irritans) wird bis zu 3 mm groß und kann bis 50 cm weit springen, ist in Europa jedoch eher selten geworden. Häufiger werden Menschen heute in Europa von Hunden- und Katzenflöhen (Ctenocephalides canis und - felis) angefallen.

Laus / Tier- und Menschenlaus / Phthiraptera, Pediculidae
Die Echten Tierläuse (Phthiraptera Anolpura) sind die blutsaugenden Insekten, die auf Säugetieren leben. Sie besitzen keine Flügel und können nicht springen. Nachdem sie nach etwa einer Woche aus ihrem Ei (umgangssprachlich: Nisse), das an den Haaren klebt, geschlüpft sind, trinken sie ca. alle 2-4 Stunden Blut. Dabei kommt es zum Juckreiz. Läuse sind als Krankheitsüberträger bekannt. Es gibt ca. 400 Arten Echter Tierläuse.
Die
Menschenläuse (Pediculidae) sind die bekanntesten Vertreter der Gruppe. Dort wird nochmals in Kopflaus (Pediculus humanus capitis), Kleider- oder Körperlaus (Pediculus humanus humanus oder P. h. corporis), Filzlaus (Phthirus pubis) unterschieden. Die Kopflaus lebt vorwiegend in der Kopfbehaarung, die Kleider- oder Körperlaus fühlt sich in der Bekleidung und am Körper recht wohl und die Filzlaus schließlich bevorzugt als Wohngegend die Schambehaarung. Von allen können aber auch Achsel- und Barthaare gewählt werden. Die Filzläuse werden umgangssprachlich auch Liebeskäfer, Beutelhirsche, Oberschenkelantilopen, Mastmatrosen, Rohrbienen oder sogar Sackratten genannt.

Mücke / Nematocera
Zu den bekanntesten Vertretern gehören die Stechmücken (Culicidae) und die Schnaken (Tipulidae). Insgesamt gibt es über 40 Familien. Nur die weiblichen Tiere sind in der Lage Blut zu saugen. Ihre Opfer finden sie mittels der Geruchsabsonderungen der z.B. Menschen. Werden je nach Region auch Moskito, Staunse, Gelse genannt.

Triatominade (Wanzen)
Diese Unterfamilie der Wanzen ist vorwiegend in Südamerika beheimatet. Der unbehandelte Biss kann bis zum Tode führen. Besonders bekannt wurde die Benchuca-Wanze, da sie als eine der möglichen Ursachen für Darwins Leiden und Tod verantwortlich gemacht wird.

Insekten - Ordnung: FLIEGEN

Bremse / Tabanidae
Das weibliche Tier dieser Fliegenart braucht das Blut zur Eiablage und greift vorzugsweise größere Säugetiere an. Dabei ist ihr Stich recht schmerzhaft. Im norddeutschen Raum werden sie auch Dase genannt.

Fledermausfliege / Nycteribiidae
Von Gestalt eher an eine Spinne erinnernd, leben diese Fliegen auf Feldermäusen, deren Blut sie als Nahrung saugen. Weltweit zählen deutlich über 200 Arten zu dieser Familie, sieben Arten soll es ausschließlich in Deutschland geben.

Lausfliege / Hippoboscidae
Kleine, den Fliegen zugeordnete, Insekten. Sie saugen das Blut von Vögeln und Säugetieren. Menschen gehören nicht zu ihren bevorzugten Wirten. Von den etwa einhundert Arten sind in Europa ca. 30 beheimatet.

Tsetsefliegen / Glossina
Im tropischen Afrika lebende Fliegen, die sich von menschlichem und tierischem Blut ernähren. Sie sind als Überträger der unbehandelt tödlich endenden Schlafkrankheit berüchtigt.

Insekten - Ordnung: SCHMETTERLING

Blutfalter / Papilio vampyrus
eine ausschließlich literarische Schmetterlingsart.

Nacht- / Vampirfalter / Calyptra
Bei dieser Gattung hat sich der Saug- zu einem Stechrüssel umgebildet. Die vier blutsaugenden Arten leben in Südostasien und ernähren sich in der Hauptsache von wildlebenden Tieren, an denen sie bis zu einer Stunde saugen. Der Saugrüssel wird dabei bis zu 7 mm in das Opfer getrieben, was auch die Nahrungsaufnahme bei Elefanten ermöglicht. Menschen werden eher selten angeflogen. Zuletzt wurde die Art der Calyptra eustrigata 1969 auf Malaga entdeckt.

RINGELWÜRMER

Blutegel / Hirudenea
Die verschiedenen Blutegelarten leben hauptsächlich im Wasser, meist Süßwasser. Die bekanntesten Blutegel sind der Medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) und der Ungarische Blutegel (Hirudo verbana). Sie saugen sich an ihren Opfern fest und können in 30 Minuten soviel Blut aufnehmen, dass sie bis zu einem Jahr ohne Nahrung auskommen. Haben sie bis zum fünffachen ihres eigenen Körpergewichts an Blut zu sich genommen, fallen sie vom Wirt ab. Das Blut benötigen sie zur Fortpflanzung. Obwohl Egel Zwitterwesen sind, benötigen sie zur Fortpflanzung aber auch einen Partner.

FADENWÜRMER

Hakenwürmer / Ancylostomatidae
Nur die beiden Arten Necator americanus und Ancylostoma duodenale leben parasitär im Menschen. In ihrem letzten Larvenstadium und als Wurm saugen sie an den Darmzotten Blut.

TINTENFISCH

Vampirtintenfisch /Vampyroteuthis infernalis
Die acht Arme dieses Tintenfischs sind durch Häute verbunden, die ihm Ähnlichkeit mit dem Cape eines Vampirs verleihen. Er lebt in der Tiefsee und wird 10 bis 13 cm groß. Er verfügt über Leuchtorgane. Über Blutsaugen als solches ist nichts bekannt.

FISCH

Candiru / Canero / Vandellia cirrhosa
Der Brasilianische Vampirfisch lebt im Amazonasgebiet, gehört zu den Welsartigen und wird bis zu 15 cm lang. Mit einem Stachel ernährt er sich vom Blut anderer Fische. Es wird berichtet, dass er Menschen in Körperöffnungen schwimmt (Darm, Vagina, Penis). Von dort kann er wohl nur operativ entfernt werden.

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