VAMPIRARTEN & -BEZEICHNUNGEN
Auch wenn sich hier weit über 200 Vampirarten und deren nahe Verwandtschaft versammeln, sind wir selbstredend dennoch meilenweit von einer annähernden Vollständigkeit entfernt. Dabei wird den Kundigen auffallen, dass einige Bezeichnungen doppelt und dreifach in den unterschiedlichsten Schreibweisen aufgeführt sind, wobei diese möglichst in einen Eintrag zusammengefasst wurden. Das begründet sich sowohl durch unterschiedliche Übersetzungen als auch durch regional unterschiedlichen Aussprachen. Zudem sind teils auch ausschließlich literarische Bezeichnungen, die nichts mit Realitäten zu tun haben, aufgeführt (mit [lit.] gekennzeichnet). Ebenso ist zu beachten, dass diverse Autoren sich überlieferte Bezeichnungen ausborgten, um diese mit völlig anderen Eigenschaften auszustatten (auf diese "Mutationen" wird hier allerdings kaum Rücksicht genommen). (2011)

Die Aufstellung gibt es seit Beginn der 'bibliothèque des vampires' - erst 2012 wurde jedoch damit begonnen, die Quellen der Informationen zu benennen.
Damit ist hier nicht jede Quelle benannt, da gleichzeitig darauf verzichtet wurde, bereits aufgenommene Werke erneut zu "entstauben". (2012)

        A

Adze - Ghana, Togo. Vampirische Zwerge, die sich in Leuchtkäfer verwandeln können. Ist kein Blut zu kriegen, trinken sie auch Kokosmilch und Palmöl. Die beiden letzteren Getränke lenken dieses Geistwesen auch von der Blutjagd ab.

Aeternus / Aeterna [lit.] - die Ewigen, rothaariger "Adel" der Vampire. Sie halten sich für die Abkömmlinge des Judas Ischariot. Diese Vampirart wurde von Horge Kasparzek begründet, als der ungarische Alchemist einen Pakt mit einem Dämon abschloss. Sie zeichnen ihre Opfer mit drei X auf der Stirn - der römischen Zahl 30 entsprechend, was an den Judaslohn erinnern soll.

Akakharu - Assyrien (Mesopotamien).

Akara - [lit.] soll beim "Fahrenden Volk" / Zigeuner eine Bezeichnung für Vampire sein.

Alb / Alp / Mahr / Nachtalb - Bezeichnung für Wesen, die Schlafende heimsuchen und sich ihnen auf den Brustkorb setzen. Dabei verursachen sie Atemnot und laben sich auch an der Lebensenergie, teils durch Bluttrinken, des Opfers. Nach ihrem Erwachen fühlen sich die Opfer matt,  unausgeschlafen und ausgelaugt. Der Besuch eines Alb wird auch in einen sexuellen Kontext gesetzt.

Algul - Iran, Irak. Die Vampirin lebt meist auf Friedhöfen und verschlingt Kinder.

Alp / Alb / Mahr / Nachtalb - Bezeichnung für Wesen, die Schlafende heimsuchen und sich ihnen auf den Brustkorb setzen. Dabei verursachen sie Atemnot und laben sich auch an der Lebensenergie, teils durch Bluttrinken, des Opfers. Nach ihrem Erwachen fühlen sich die Opfer matt,  unausgeschlafen und ausgelaugt. Der Besuch eines Alb wird auch in einen sexuellen Kontext gesetzt.

Alukah - Israel.

Aniuka - Sibirien. Trinken bevorzugt das Blut von Säuglingen.

Arov - [lit.] Skarabäen / Blutsauger. In Ägypten kommen sie aus der Wüste in die Städte und Dörfer.

Asambosam / Asanbosam / Asanbosan - Ghana, Togo. Saugt das Blut aus dem Daumen der Schlafenden. Seine Hände sind zu Haken deformiert, die Zähne aus Eisen. Mit bis zu sechs Armen lauern sie ihren Opfern auf Bäumen hockend auf.

Asema - Suriname. Diese Rentner müssen für ihre Verwandlung ihre Haut ablegen und kommen dann als blaues Licht immer wieder zu ihrem Opfer, bis zu dessen Tode. Können durch die Zerstörung ihrer abgelegten Haut vernichtet werden.

Aswang - Philippinen. Fliegende Vampire. Meist weiblich und am Tage eine schöne Frau. Zum Saugen nutzt sie ihre röhrenartige Zunge. Bevorzugt Kinderblut. Ist sie gesättigt scheint sie schwanger. Einigen Berichten nach vermehren sie sich durch die Weitergabe eines Ei's.

Aufhocker - Ein männlicher Dämon, der an einsamen Kreuzungen auf seine Opfer lauert und sich von ihnen ein Stück mitnehmen lässt. Im engeren Sinn ist der auch Huckup und Hockauf genannte kein Vampir, da seine Opfer durch das Tragen des Nachtmahrs, der stetig schwerer wird, erkranken und meist daran versterben. Was der Aufhocker von seinem Treiben hat, ist nicht überliefert - wir gehen hier davon aus, dass er die Kräfte seiner Opfer während seines Rittes "aufsaugt". In einigen Legenden greift der Dämon vorwiegend Diebe an, von denen er nach der Rückgabe ihrer Beute ablässt.

Azeman - Südamerika / Surinam, Guyana. Tagsüber eine normale Frau, verwandelt sie sich nachts in eine Vampirfledermaus. Sie leidet unter extremen Zählzwang.

        B

Baital - Indien. Sind zu gleichen Teilen Feldermaus und Mensch.

Bajang - Malaysia. Ein männlicher Vampir in der Gestalt eines Iltis. Als gezähmtes Haustier, Hausgeist, fügt er Feinden der Familie Schmerzen zu.

Baoban-Sith / Baobhan-Sith - Schottland. Ein schönes Mädchen, das in Grün gekleidet geht und meist blonde Haare hat. Sie jagt nur einmal im Jahr, dabei sind ihre Opfer ausschließlich Männer, wobei sie mit ihren Fingernägeln die Hand durchsticht und dann das aus der Wunde tretende Blut zu sich nimmt. Erste Überlieferungen stammen von den Pikten, einem schottischen Volk, die bereits gegen die Römer kämpften.

Barabarlakos - Griechenland.

Baykok - Nordamerika / Große Seen / Ojibwa. Ausgemergelter, fliegender Vampir, der während seiner Jagd mit unsichtbaren Pfeilen kreischende Rufe ausstößt. Oft verspeist er auch seine Opfer.

Bhuta - Indien. Wer ermordet oder nicht den Vorschriften entsprechend begraben wurde, lebt auf dem Friedhof weiter. Bhuta nähren sich neben dem Blut Lebender von dessen Ausscheidungen und Eingeweiden.

Blutsauger - die soziologische Gruppe - Diese Bezeichnung wurde von Voltaire zuerst auf die Gruppe der Adligen und Geistlichen angewandt, um sie dem Volk zu beschreiben. Später hat Karl Marx die Gesellschaftsform Kapitalismus als Vampir identifiziert und eine endgültige Vernichtung angeraten. Spätestens seit dieser Zeit wird der Vampir immer wieder herangezogen, um Unterdrückung zu verbildlichen und darzustellen.

Borborlakos / Bourbourlakos / Bourkolak / Bourkolakas - Griechenland. Entspricht vermutlich dem Barabarlakos oder dem Brukolak.

Brahmaparush - Indien. Nepal. Trinkt das Blut aus dem Schädel und wickelt sich aus dem Gedärm einen Turban.

Bruculaco  - Griechenland. Entspricht dem Brukolak.

Bruja - Spanien. Entspricht der portugiesischen Bruxa.

Brukolak / Brukolakas - Griechenland. Oft auch ein Werwolf. Er entsteht durch Exkommunikation. In Thessalonien entsteht er vorwiegend durch eine Person, die unter epileptischen Anfällen leidet.

Bruxa - Portugal (in Spanien: Bruja). Diese Vampirin konnte bisher noch nicht unschädlich gemacht werden, sie scheint wirklich unsterblich. Die sehr gute Gestaltwandlerin (meist Vögel) trinkt mit Vorliebe Kinderblut.

Brykilakas - Griechenland.

Buau / Buo - Borneo. Der im Kampf Gefallene, setzt seinen Feinden nun durch Blutsaugen zu.

        C

cadaver sanguisugus - "Blutsaugende Leichen". Bezeichnung von untoten Menschen, die umherwandeln und Blut trinken in "Historia Rerum Anglicarum" (Geschichte Englands) von William of Newburgh 1196.

Ch'Iang Shih / Ch'Iang-Sish / Ching-Shi - China. Feurige Augen, scharfe lange Zähne, weiße oder grüne Körperbehaarung. Er ist auch an seiner hüfenden Fortbewegung zu erkennen. Fällt Sonnenlicht auf die Leiche eines Verstorbenen wird er zum Ch 'Iang Shih, der sich von der Lebenskraft seiner Opfer nährt.

Chancus / Pumamicuc - Peru. indianischer blutsaugender Dämon.

Chupa-cabra / Chupacabra / Chupacabras - Mittelamerika. Über das Erscheinungsbild dieser Vampirartigen unterscheiden sich die Berichte massiv und lassen nur wenig Übereinstimmungen erkennen: sie werden maximal 1,50 Meter hoch  und ernähren sich vorzugsweise von Schafen. Diese Art wurde erstmals um 1995 erwähnt. Beweise ihrer realen Existenz fehlen, trotz intensiver Suche, bis heute und damit gelten die Chupa-cabras als moderne Mythe (urban legends).

Churel - Indien. Mal eine Greisin, mal eine junge und schöne Frau. An ihren nach hinten gerichteten Füßen und ihrer langen schwarzen Zunge ist sie in jeder Gestalt zu erkennen. Sie bevorzugt das Blut junger Männer und entsteht wenn eine Frau während ihrer Menstruation oder im Kindbett verstirbt. Ihr Zählzwang beschränkt sich zuverlässig auf Senfkörner.

Civatetea / Civateteo - Mexiko. Vieles spricht dafür, dass diese blutsaugende Dämonin bereits der Mythenwelt der Azteken entstammt. Sie sind im Kindbett verstorbene Frauen, die, von den Toten wieder auferstanden, mit jungen Männern Vampirkinder zur Welt bringen.

        D

Danag - Philippinen. Durch das Saugen von Blut an einer Wunde bis zur Blutleere des Verwundeten setzt die Verwandlung ein. Er bleibt dabei weitestgehend Mensch, muss also nicht gestorben sein.

Daschnarar / Daschnavar - Armenien. Berggeist, der das Blut des Wanderers aus der Fußsohle trinkt.

Dayak - Borneo.

Daywalker - [lit.] eine Neuerfindung im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit war es plötzlich etwas besonderes, als Vampire mehr oder weniger ungeschützt im Tageslichts auftauchten. Diese neue Fähigkeit wurde in der Literatur dann mehr und mehr ausgebaut, bis unser Vampir schließlich auch im strahlendem Sonnenschein, Besuche abhielt. Zumindest in Ansätzen war diese Idee allerdings doch nicht so neu, denn bereits im 19. Jahrhundert konnten sich Vampire bei sehr stark bewölktem Himmel oder in verdunkelten Räumen ganz verständlich ausdrücken und mieden nur das direkte Sonnenlicht, was in der Literatur aber zunehmend vernachlässigt worden war. Neuerdings werden Daywalker und Dhampire in einen engen Zusammenhang gebracht (z.B. bei "Blade").

Dearg-Due / Dearg-Duls - Irland. „Rote Blutsaugerin“ - eine schöne Frau, die Männer in das Verderben lockt. Bereits bei den Kelten bekannt.

Dedejko - Blugarien. Hält sich vorzugsweise an seine Verwandtschaft.

Denac - Dalmatien. Im Leben geizige, gottlose und lasterhafte Menschen.

Dewi - indische Göttin und Herrscherin der Götter. Sie ist aus Shivas Leib entstanden. Zu erkennen ist die Schwarzgesichtige an ihren vier Mündern.

Dhampir / Dhumpir - Serbien, Albanien. Bei den Sinti ist der Dhampir der Sohn eines Vampirs, ein Halbvampir, der nur selten den Beschränkungen seines Vaters unterliegt. Meist erkennt er Vampire bereits von weitem und verdient sich als Vampirjäger seinen Lebensunterhalt. Dhampire werden oft nicht sehr alt, da sie keine Knochen haben sollen.

Dodelecker - Deutschland. entspricht dem Doppelsauger.

Doppelsauger - Deutschland. Zehrt nach seinem Erwachen zuerst von sich selbst, bevor er sich nach anderen Opfern außerhalb seines Grabes umtut. Meist handelt es sich dabei um Menschen, die als Kleinkind bereits entwöhnt, wieder an der mütterlichen Brust Milch tranken. Zu seinen Opfern gehören zuerst die noch lebende Verwandtschaft, bevor er sich auch von anderen Menschen nährt. Gebannt werden kann er durch Grabbeigaben, die in seinem Mund oder unter sein Kinn gelegt werden müssen, wie ein Brett, eine Münze oder Grasnarbe. Eine enge Verwandtschaft zum Nachzehrer ist unübersehbar.

Dracula - [lit.] auch wenn in modernen Geschichten manchmal der Eindruck erweckt wird, es handele sich dabei um eine spezielle Vampirart, sind dabei Vampire im allgemeinen oder speziell Vampire, die dem düsteren Grafen ähnlich in Gestalt und/oder Auftreten sind, umschrieben.

Drakos - Bulgarien.

Draug / Draugr - Norwegen. Wandelnde, teils blutsaugende Untote von menschlicher Gestalt, die sich auch ins riesenhafte verändern können. In der Nähe ihrer Hügelgräber sind sie besonders aktiv. Tiere meiden diese Grabstätten. Ertrunkene Seeleute kehren unter Umständen aus Meeres-Draugr zurück.

Drude - Mexiko. Ein Vampir, der das Blut anderer Vampire trinkt.

Dunkle Schwestern - [lit.] weiblicher Coven, dessen Oberin lange Zeit als einzige um das Geheimnis der Verwandlung weitere Vampire wusste.

Durga Kali - Südindien. entspricht Kali.

dux-ljubovnik - Ruthenien (Südslaven) - untote Vampir, oft in Gestalt einer geflügelten Schlange

Dvoedušnik / Dvoeduschnik / Dwojeduschnik / Dvoeduschniki - bei den Slaven Menschen mit zwei Herzen und zwei Seelen, die nach ihrem Tode Vampire werden.

        E

Edimmu - Babylon / Mesopotamien. entspricht dem Ekimmu

Egun - bluttrinkender Geistergott der iberischen Halbinsel.

Ekimmu / Ekimu / Edimmu - Assyrien (Mesopotamien). Die ruhelose Seele eines Verstorbenen zieht umher, reißt ihre Opfer in Stücke und stärkt sich an deren Blut.

Embusee / Empusa / Empuse - griechische Dienerin, Töchter der Hekate (Göttin der Geister und Gespenster). Töten mir Vorliebe Kinder, deren Blut sie auch trinken und fressen ihre männlichen Liebhaber, deren Blut sie ebenfalls nicht verschähen. Sie werden auch als Ungeheuer mit Frauenkopf, auf einem (1) Pferde- oder Eselshuf hüfend beschrieben. In anderen Überlieferungen hat sie ein zusätzlich ein zweites Bein aus Metall.

Energiesauger - sie zapfen Lebensenergien von Menschen. Dies ist für sie wichtig, ansonsten sind sie von Normal-Sterblichen nicht zu unterscheiden. Die Aufnahme von Fremdblut spielt für sie keine Rolle.

Eretica - Russland. Zu dieser Vampirin wird eine Frau, die ihre Seele dem Teufel verkauft hat. Ein Blick von ihr, kann das Opfer mit Krankheit, Siechtum und langsamen Tode schlagen. Sie ist besonders im Frühling und Herbst aktiv.

        F

Femme fatale - französisch für "verhängnisvolle Frau". Darunter werden verführerische Frauen verstanden - die mit magisch-dämonischen Zügen ausgestattet - Männer erotisch nicht nur an sich binden, sondern sie auch von ihren höheren Interessen und Aufgaben ablenken, ihre Moral untergraben und sie meist auch ins Unglück stürzen. Gleichzeitig beschert sie dem verführten Mann ein Höchstmaß an Liebeserfüllung. Kein Wunder also, dass Vampirinnen zu dieser Gruppe gezählt werden. Die englische Bezeichnung Vamp wird meist in der gleichen Bedeutung verwendet.

Fifollet - Louisiana. Das ungetauft verstorbene Kind wird selten zum Vampir, meist wandelt es als Geist.

        G

Gandharva / Gandharven / Gandharba / Gandarva / Gandarwa - Indien. Faunartige Ghulgeister besuchen Frauen im Schlaf, missbrauchen sie und trinken deren Blut. Ursprünglich indische Halbgötter aus dem Gefolge Indras. Ihnen wird ein besonders schöner Gesang nachgesagt. Die Verbindung zu den Vampirartigen schuf u.a. Montague Summers, wird aber von der Wissenschaft heute eher abgelehnt.

Gayal - Indien. Er entsteigt seinem Grab, wenn die Beerdigungsriten nicht eingehalten wurden. Wasser des heiligen Flusses Ganges sind ihm ein Graus.

Gedankenfresser / Ideenvampire [lit.] - diese eher unbekannte vampireske Gattung bringt nicht selten Erfolgsautoren hervor. (Fundstelle: "Die Gedankenfresser" - H. Katzmarz)

Gello - antikes Gespenst, das Neugeborene aussaugt.

Geräuschtrinker [lit.] - ernährt sich von den Geräuschen und Tönen anderer. Um ihn zu töten, muss er daher absoluter Stille ausgesetzt werden.

Gestaltwandler - Der Vampir, zumeist in menschlicher Gestalt, kann teilweise scheinbar oder wirklich seine Gestalt verändern. Dann tritt er auf als Fledermaus, Wolf und Nebel. Aber auch diese Gestalten werden beschrieben: Pferd, Esel, Schwein, Schlange und sogar Heuschober. Weitere Formen:  ... siehe hier.

Ghandharva - Indien. entspricht dem Gandharva.

Ghul / Ghula / Ghule - Persien, Arabien. Eigentlich leichenfressende, bösartige Dämonen, oft mit Eselsbeinen oder hundeähnlichen Gesichtern dargestellt und werden aufgrund letzerem in der Einordung auch als "Werwolfartige" klassifiziert (z.B. von Borrmann, Norbert: "Vampirismus oder die Sehnuscht nach Unsterblichkeit"). In einigen wenigen Überlieferungen und Erzählungen ernähren sie sich von Blut und werden damit den Vampiren zugeordnet, wobei zu vermuten ist, dass dies eher dichterischer Freiheit, als der Legende entspringt.

Giang-shi - China. Blutsaugende Dämonin, wandelnder Leichnam.

Gierhals / Gierrach - Schlesien, Preußen. Ein nächtlicher Schrecken, der Kräfte, Leben und manchmal Blut saugt. Nachzehrer.

gola - Westafrika, Marokko, Algerien. Eine Frau mit einem schönen Gesicht und dem Huf eines Ziegenbocks. Sie wohnt an einsamen Orten und lockt dort Reisende, deren Blut sie trinkt und deren Fleisch sie isst.

Gorgo / Gorgol - Gestalten der Mythologie, deren bekannteste Medusa, die Schlangengekrönte, deren Blick zu Stein erstarren lässt, ist. Die anderen sind aber nicht weniger gefährlich und zumindest einige haben eine deutliche Vorliebe für das Blut Lebender entwickelt.

Grobnik - bulgarische Blutsauger.

        H

Halbvampi(y)r - [lit.] Beide können noch weiter bei Tageslicht existieren, müssen aber auch Blut trinken.

Haematophage - (griech.) Blutfresser.

Hannya - Japan. Die Vampirin frisst die Kinder auf.

Hekate - bluttrinkende griechische Göttin der Geister und Gespenster.

Hirnsauger - [lit.] Diese vampirartigen Meeresbewohner leben in einer anderen Dimension und ernähren sich von Gehirnen.

Horla - [lit.] brasilianischer Inkubus. Verschmäht auch Wasser und Milch nicht. Teilweise wird der Horla auch als Außerirdischer bezeichnet.

hortlak - Türkei.

Hüter / Hüterin - [lit.] eine eigene Art, die an der Spitze der Nahrungskette auf der Erde steht. Sie hielten die Menschen in "Herden" und verfeinerten über Zuchtprogramme den Geschmack des Blutes der Menschen.

Hybriden - [lit.] Neuzeitvampire, die nicht den Beschränkungen des klassischen Vampirs unterliegen (Sonnenlicht, heilige Symbole, ...). Sie können aber - sozusagen als Ausgleich - auch keine neuen Vampire erschaffen.

        I

Ideenvampire / Gedankenfresser [lit.] - diese eher unbekannte vampireske Gattung bringt nicht selten Erfolgsautoren hervor. (Fundstelle: "Die Gedankenfresser" - H. Katzmarz)

Idun - nordische Göttin der Unsterblichkeit und ewigen Jugend.

Impundulu / Impundulus - südostafrikanischer Vampirgeist. Der schöne Jüngling erscheint oft in Begleitung einer Hexe, deren Liebhaber er ist. Von ihr zurückgewiesen, trinkt er auch deren Blut.

Incubus - der "Daraufliegende". Ein männlicher Dämon der zwecks sexueller Vereinigung die Schlafzimmer von Frauen aufsucht. In der Mehrzahl der Überlieferungen sind Incubi und sein weibliches Gegenstück Succubus nächtliche Albträume, die sich als Druck auf die Brust des Opfers setzen. Der für Vampire typische Saugvorgang einer wie auch immer gearteten Lebensenergie ist dabei jedoch nur seltener überliefert. Trotzdem ist wird seit langer Zeit zwischen Incubus und Vampiren eine, wohl eher weitläufige, Verwandtschaft unterstellt.

        J

Jaracacas - Brasilien. Erscheint meist als Schlange und saugt Blut an den Brüsten der Mütter.

Jeretik - Russland. Hat vor seinem Tode die Seele an den Teufel verkauft.

Jiang-shi - China. Blutsaugende Dämonin, wandelnder Leichnam.

        K

Kali / Kalidurga / Durga - Indien. Göttin der Krankheit, des Krieges, der Rache und des Todes, aber auch der Fruchtbarkeit und Zeit. Wird im allgemeinen mir sechs Armen und bis auf den Schmuck aus Schädeln nackt dargestellt. Ihr werden Blutopfer dargebracht. Im Kampf tötete sie den Dämon Raktavija und trank sein Blut.

Kappa - China. vampirische Kreaturen mit Schuppenkörper. In ihren schüsselförmigen Köpfen befindet sich magisches Wasser. Ist dieses verschüttet, verlieren sie ihre magischen Kräfte. Aber auch ohne dieses Wasser dürsten sie nach Blut.

Karakondzo - Bulgarien.

Kasha - Asien

Katakhanoso - Indien.

Katakhanas / Katakhanades - Kreta. "Zerstörer"

Katechana - Kreta.

Kathakanes - Ceylon / Sri Lanka.

Kathakano - Kreta.

Krebsvampire - [lit.] Die Namensgebung geht vermutlich auf die Parallele zurück, dass Vampire für (wie wir heute wissen) Seuchen verantwortlich gemacht wurden. Auch die Krebserkrankung ist derzeit nicht wirklich enträtselt. Die Krebsvampire legen Eier im menschlichen Körper ab. Dort entwickeln sich die Maden, die bei ärztlichen Untersuchungen als Metastasen erkannt werden. Diese Maden fressen die Krebsvampire.

Kresnik - Serbien. Tritt stets in weißer Gestalt auf und bekämpft Kudlak, den schwarzen, bösen Vampir.

Krvoijac / Krvopijac - Bulgarien. Steigt nach 40 Tagen aus dem Grab. Wird durch wilde Rosen auf ewig gebannt. Verfügt nur über ein Nasenloch.

kuang-shi - China; teilweise als fellbedeckte nichtmenschliche Vampire, andererseits als wandlungsfähige Vampire, die von den Körpern der Menschen Besitz ergreifen können beschrieben. Bisher ist es noch nie gelungen einen kuang-shi zu töten. Bewahrer achten darauf, dass der Vampir nicht erwacht und unter den Menschen wütet.

Kudlak - Serbien. Sein größter Feind ist der gute, weiße Vampir Kresnik.

Kukudhi - Albanien. Dieser Vampir lag die erste lange Zeit seines untoten Daseins im Grab. Dies machte ihn so stark, dass er fortan nicht mehr in sein Grab zurück muss.

Kukuth / Lugat - Albanien. Sein größter Feind ist der Wolf. Wird dem Lugat durch einen Wolf das Bein abgebissen, verkriecht sich der Vampir in sein Grab und steht nie wieder auf.

Kuzlak - Kroatien, Dalmatien.

Kyuketsuki - Japan

        L

Lamashtu - Sumer, Akkad (Mesopotamien). Die "Auslöscherin". Der menschliche Körper der Göttin ist dicht behaart, an ihrem Löwenkopf zeigen sich Eselsohren, die Hände und Vögelfüße tragen lange Krallen und Klauen. Sie tötete Neugeborene mit giftiger Milch, verursachte Missgeburten und Erkrankungen. Mir Vorliebe nahm sie das Blut junger Männer zu sich. Es scheint eine enge Verbindung zu Lilitu zu geben, die später bei den Hebräern zu Lilith wurde.

Lamia / Lamie - "Verschlingerin". Griechische Vampirin. Lamia, die geflügelte und eifersüchtige Tochter des Poseidon und Geliebte des Zeus wurde von Hera verflucht und trinkt nun das Blut von Kindern und Jünglingen. Sie ist die Stammmutter aller Lamien.

Lamien / Lamina - Griechenland. Sie sind die Nachkommen der Lamia. Ihre bevorzugte Beute sind junge Männer, denen sie sich in Gestalt junger, schöner und williger Frauen nähern. Manchmal werden Lamien in Verbindung mit Schlangenwesen genannt. Im späten Mittelalter werden Lamien chimärenhaft dargestellt: weiblicher Kopf mit Katzenaugen, weibliche Brüste an einem Tierkörper und ein männliches Geschlecht, die Vorderfüße Krallen, hinten Hufe und ein Schweif.

Lampir - Bosnien. entspricht vermutlich dem Dhampir.

Langsuir - Malaysia. Sehr schöne Vampirin, die auch fliegen kann. Das Blut von Kindern trinkt sie durch eine zusätzliche Öffnung im Nacken an ihrem Hals. Wenn es gelingt, das lange Haar sowie die langen Finger- und Fußnägel zu scheiden und dieses in den versteckten Mund zu stopfen, kann das Treiben der Vampirin gestoppt werden.

Larva / Larvae / Larven - römische Geister, teilweise Bluttrinker. Die Seelen Verstorbener, die sich zu Lebzeiten nicht ganz an die moralischen Vorstellungen hielten. Wahrscheinlich ist Larvae die ältere Bezeichnung und Lemures setzte sich später durch. (Aber wie das mit Wahrscheinlichkeiten ist: oder so.)

Latawiec - Polen - er verführt Frauen mit seinem Blick, die durch die Begegnungen abzehren und sterben

Lemur / Lemures / Lemuren / Lemuria - Römische Geister, teilweise Bluttrinker. Die Seelen Verstorbener, die sich nicht an die moralischen Vorstellungen hielten. Vielleicht eine moderne Form der Larva. Sie treten als schöne Frauen, in Tiergestalt oder mit leicht erkennbaren äußerlichen Merkmalen (z.B. feuerrotes Antlitz) auf. Ihnen wird u.a. der Raub von Kleinkindern und das Trinken deren Blutes nachgesagt.

Lepir - Bulgarien.

Letun - Ruthenien (Südslaven)

Lidac nadaly - Ungarn (?)

Lilim - Lilith's Töchter.

Lilitu - sumerische Dämonin, babylonische Schlangengöttin. Sie galt wohl als "Vorlage" der hebräischen Lilith.

Lilith - Babylonien. Jüdische (hebräische) Dämonin. "Die Nächtliche". Adams erste Frau, wie dieser aus Erde geformt, die sich weigerte ihm "untertan" zu sein. Dafür wurde sie Gott zu einem dämonischen und nächtlichem Leben verdammt. Auch wenn sie nicht die älteste Überlieferung einer weiblichen Vampirin darstellt (direkte Vorgängerinnen dürften Lilitu und Lamshtu gewesen sein), gilt sie als Urmutter der Vampire. Nicht zuletzt durch das Rollenspiel "Vampire - the masquerade" festigte sich das Bild der Ur-Vampirin.

Lipir - Bulgarien.

Lobishomen - Brasilien. In Gestalt einer Schlange nährt er sich an der Mutterbrust. Die angegriffene Mutter zeigt anschließend nymphomanische Begierden.

Loogaroo - Karibik, Westindien. Vampirhexe. Die alte Frau hängt ihre Haut an einen Baum, um sich dann auf die Jagd nach Menschenblut zu machen. Ihr Name ist eine Ableitung des französischen loup-garou (Werwolf).

Ludak - Lappland

Lugat / Kukuth - Albanien. Sein größter Feind ist der Wolf. Wird dem Lugat durch einen Wolf das Bein abgebissen, verkriecht sich der Vampir in sein Grab und steht nie wieder auf.

        M

Mahr / Alb / Alp / Nachtalb - Bezeichnung für Wesen, die Schlafende heimsuchen und sich ihnen auf den Brustkorb setzen. Dabei verursachen sie Atemnot und laben sich auch an der Lebensenergie, teils durch Bluttrinken, des Opfers. Nach ihrem Erwachen fühlen sich die Opfer matt,  unausgeschlafen und ausgelaugt. Der Besuch eines Alb wird auch in einen sexuellen Kontext gesetzt.

Manangglan - Philipinen. Tagsüber eine normale Frau, löst sie nachts ihren Rumpf ab, fliegt umher und saugt mit einer röhrenartigen Zunge das Blut ungeborener Kinder im Mutterleib. Sie ist eng mit den Penangglan verwandt.

Mandurugo - Philippinen. Wurde bisher nur in der Gegend um Capiz (Insel Panay) gesichtet, zuletzt 1992 anlässlich der Präsidentschaftswahlen. Die Vampirin ist am Tage eine normale Frau und sucht sich nachts ihre Beute: frisch verheiratete junge Männer.

Marsianer - [lit.] Ur-Einwohner des Planeten Novo Mars. Vampire werden nur Frauen, die sich das Blut zum Leben in Symbiose von den Männern nehmen. Die Männer ernähren sich von normaler Nahrung.

Masan - Indien. Greift meist Kinder an, die er erst foltert und schließlich tötet. Bereits der Anblick seines Schattens kann krank machen.

Masani - Indien. Diese Vampirin greift alle an, die an ihrem Grab vorbei gehen.

Mjertovjec - Ukraine - wandelnder Toter mit gespaltener Unterlippe, neben dem Vampir werden damit auch Werwölfe und andere Wiedergänger bezeichnet

Mmbyu / Pacu Pacti - Indien. Sucht nachts in Begleitung seiner Diener auf Friedhöfen nach neuen Opfern. Das Oberhaupt aller böser Kreaturen.

Mora - Ungarn / Polen. Sie setzt sich auf die Brust und saugt dort Blut und Milch. (vgl. auch Zmora.)

Moroacia / Moroi - Rumänien. Sie sind meist weiblich und saugen Blut oder Lebenskraft und können sich in Tiere verwandeln. Einer Legende nach sind sie noch nicht gestorbene Blutsauger und werden nach ihrem Tod zu Strigoi. Eine andere Legende hält sie für klassisch Untote.

Molong - Malaysia

Mrart - Australien. Die einzige Möglichkeit zu verhindern, dass ein Verstorbener als Mrart aufersteht ist das Brechen seiner Beine.

Mugatroyd - [lit.] Eine Bezeichnung für Vampire, die sich gern mit Flitterkram und Schmuck in Form von Fledermäusen, Totenköpfen, Spinnen etc. umgeben. Die Bezeichnung entstammt der (Vampir-)Familiennamen einer Oper.

Mulo - eine vampireske Gestalt der Roma.

Muphur - Bulgarien.

Mura - Tschechien.

Murony - Rumänien. Nach einigen Darstellungen nähren sie sich von der Lebensenergie.

        N

Nachtalb / -alp / -mahr - Bezeichnung für Wesen, die Schlafende heimsuchen und sich ihnen auf den Brustkorb setzen. Dabei verursachen sie Atemnot und laben sich auch an der Lebensenergie, teils durch Bluttrinken, des Opfers. Nach ihrem Erwachen fühlen sich die Opfer matt,  unausgeschlafen und ausgelaugt. Der Besuch eines Alb wird auch in einen sexuellen Kontext gesetzt.

Nachzehrer - Deutschland, Polen. Anfangs recht harmlos, verzehrte er seine Grabtücher und Teile seines Körpers. Gefährlich wurde er erst danach, wenn er auch Blut saugt. Seine Opfer findet er ausschließlich unter seiner Verwandtschaft. Ob er sich dazu aus seinem Grab erhebt ist, regional umstritten. Er ist mit dem Doppelsauger eng verwandt. Es wird ihm nachgesagt, dass er nicht Tod sein will und daher alles in seinen Mächten stehende tut, um zumindest das untote Leben nicht zu verlieren.

Navi - Südosteuropa, Albanien. Geister ungetauft verstorbener Kinder, die Mütter und Säuglinge anfallen und ihr Blut saugen.

Necros - [lit.] Ein(e) Necros erfüllt jeden Wunsch im Austausch für die Jugend des Wünschenden.

Nelapsi - Slowakei. Er gilt als stark und schnell.

Neuntöter - Island, Sachsen. Rächt sich für seinen Tod im Kindbett, auf See oder durch ein Unglück. Meist trifft es 9 Personen, die ihm nahe standen.

Nex - sie streuen auch Krankheiten.

Nora - Ungarn. Setzt sich auf die Brust der Schlafenden und zapft ihm das Blut ab.

Nosferat / Nosferati - Der mittelalterlichen Legende nach von Fürst Smal und der Hure Ischeth Zenunim gezeugt.

Nosferatu - Rumänien. Ein Kind unverheirateter Eltern wird zum Nosferatu. Er foltert seine Opfer und zeugt auch selbst Kinder, die ebenfalls Vampir werden. Die Verbindung zum Grafen Dracula wurde hauptsächlich durch den Rechtsstreit um einen der ersten Vampirfilme "Nosferatu - eine Symphonie des Grauens" (1922) hergestellt.

        O

Obayifo - Goldküste, Westafrika. Verlässt nachts seinen Körper, um seine Opfer - meist Kinder - zu besuchen. Sie werden auch für den Verlust ganzer Ernten verantwortlich gemacht.

Obur / Ubour - Bulgarien. Hat nur ein Nasenloch und eine Zunge mit Widerhaken. Wer ermordet wurde, über wessen Leiche eine Katze sprang oder wessen Geist den Körper nicht verlassen will, der steht nach 40 Tagen Grabesruhe als Vampir / Obur wieder auf. Diesem Wesen wird auch nachgesagt, dass es gerne kleine Kinder und Jungfrauen frisst und nicht nur deren Blut saugt.

Oni - Japan. Zumeist weibliche Dämonin, die sich von menschlichem Blut und Fleisch ernährt.

Opyr / Opyri - Russland, Polen, Kaparten, Mazedonien, gelegentlich auch Ägypten. Ihr Blut ist milchig. Direktes Sonnenlicht lässt ihr Blut kochen, indirektes Tageslicht bleibt jedoch ohne Folgen.

Orchidee - [lit.] die wohl ungewöhnlichste Art des Vampirismus soll eine schöne Orchidee aus Neuguinea sein. Diese wurde aus einer fleischfressenden, bluttrinkenden Pflanze gezüchtet und ernährt sich nun am liebsten von Menschenblut.

Orko - Dalmatien - verstorbene Sünder

Oupir - Rumänien.

Ovengua / Owenga - Neuguinea. Ein bluttrinkender Dämon.

        P

Pacu Pacti / Mmbyu - Indien. Sucht nachts in Begleitung seiner Diener auf Friedhöfen nach neuen Opfern. Das Oberhaupt aller böser Kreaturen.

Penanggalan - Malaysia. Mischung aus Kopf und Eingeweiden. Die Vampirin trinkt am liebsten Kinderblut, notfalls tut es jedoch auch das Blut der Erwachsenen. Sie ist eng mit der Manangglan verwandt.

Pijavica / Pijawica - Serbien, Kroatien, Slowenien. Ein Verbrecher wird nach seinem Tod zum Pijavica. Nach anderen Berichten wird das durch Inzest zwischen Sohn und Mutter gezeugte Kind zum Pijavica-Vampir. Zur Vorbeugung wird zur Grablegung das Abschneiden des Kopfes empfohlen. Dieser soll dann zwischen die Beine oder unter einen der Arme abgelegt werden.

Pisacha / Pisâchas / Psiacha - Indien. Verbrecher und Lügner werden nach ihrem Tod zu einem Pisacha. Für zwei Handvoll Reis heilt er manchmal von Krankheiten. Von schlafenden Frauen holt er sich bevorzugt sein Blut und frisst seine Opfer anschließend.

Platenik - Bulgarien.

Polog - Malaysia. Dieser fingerlange Vampir wird aus dem Blut eines Ermordeten mittels einer Zauberformel gezüchtet. Das eigene Blut als erste Nahrung schafft eine Bindung an den Züchter. In eine Flasche gesperrt ist der Polog unschädlich. Der Tod des Züchters ist auch das Ende des Polog.

Pontianak - Indonesien, Malaysia, Java. Das totgeborene Kind eines weiblichen Vampirs. Saugt das Blut durch eine Öffnung im Hals.

Pricolici - Rumänien. Muss in der Zeit nach seinem Tod bis seinem endgültigen Eingang in die folgende Welt als Vampir die Menschen jagen.

Prikosac - Serbien.

Pseudovampir - [lit.] Begriff für unsterbliche Bluttrinker, die von den Opyri geschaffen wurden. Sie selbst können keine weiteren Vampire mehr erschaffen.

Psiacha - Indien. entspricht dem Pisacha.

Pumamicuc / Chancus - Peru. indianischer blutsaugender Dämon.

        R

Rakshasa - Indien. Dieser männliche Vampir lebt auf Bäumen und hat in Tiergestalt fünf Beine. Eine weitere Erscheinungsform ist von blauer, gelber oder grüner Hautfarbe, dickem Bauch, mit Fangzähnen und spitzen, in Gift getränkten Fingernägeln. Die weibliche Form ist die Rakshasi.

Rakshasi - Indien. Diese weibliche Vampirin ist eine außergewöhnlich schöne Frau und ansonsten das Pendant zum männlichen Raskasa.

Ralarari - Indien.

Ramanga - Madagaskar. Übliche Opfergaben sind die abgeschnitten Nägel und Blut.

Ravana - Indien. Dämonenfürst und König der Rakshasa. Er wird oft mit mehr als zehn Köpfen dargestellt und verfügt aber stets über die doppelte Anzahl von Armen.

Redcap - Der Dämon bewohnt die schottisch-englische Grenzregion und ist recht einfach an seinem Eisenspieß und den Eisenschuhen zu erkennen. Die rote Kappe - von der er seinen Namen hat - färbt er durch das Blut seiner Opfer, deren er reglmäßig bedarf; denn, sollte die Kappe einmal austrocknen, verliert Redcap sein Leben. Ein Zitat aus der Bibel verhilft dem vom Redcap Verfolgten zur Flucht und der Dämon verliert einen Zahn. Ohne ihm den Hut auszutrocknen, soll sich auch das Einwickeln in Blei und anschließend in einem Kessel bis zum Tode kochen, als Vernichtungsmöglichkeit bewährt haben. (Fundstelle: Vampire. Eine Reise in die Schattenwelt - Sir Simon Marsden)

        S

Sampiro / Sampiri - Albanien.

Sanguisuga - England. Neben dem Bluttrinken macht sich diese Art durch die Verbreitung von Krankheiten und verpesteter Luft bei den Menschen unbeliebt.

Schatten - [lit.] Oft abfällige Bezeichnung für ehemalige Menschen, die durch einen Vampirbiss gewandelt wurden.

Seelenjäger / Seelentrinker / Seelenparasit - Diese Vampire trinken nicht Blut, sondern ernähren sich von der Seele, der Lebensenergie, eines Menschen. Da diese bei einem natürlichen Tod genauso zur Verfügung steht, wie beim vorzeitigen, besteht also nicht unbedingt die Notwendigkeit der Gewaltanwendung.  Ihre Opfer können seelenlos nicht wirklich sterben und fristen ihr Dasein als Gespenster. Der Horla, Incubus und Succubus sind die bekanntesten Unterarten dieser Gattung. [lit.:] Sie leben teilweise in Sippen, ähnlich wie wir es von den Roma denken. Einzelgänger werden dann als „Läufer“ bezeichnet. Sie sind im Spiegel immer sichtbar, ansonsten können sie sich den Blicken entziehen. Die Übertragung geschieht bei einigen dieser Art durch Sex – auch völlig ohne Blutaustausch. Viele Seelentrinker sind nicht ausschließlich nachtaktiv, auch wenn sie die Schatten und Dunkelheit bevorzugen.

Sekmet - ägyptische Göttin der Macht des Krieges, trank gern und viel das Blut ihrer Opfer bis sie von einem anderen Gott überlistet und gezähmt wurde.

Serenin - [lit.] Essenzsaugerin. Sie nährt sich von der Lebensessenz eines Menschen und kann nur mit nicht-metallischen Waffen vernichtet werden.

Servienten - [lit.] Oft abfällige Bezeichnung für ehemalige Menschen, die durch einen Vampirbiss gewandelt wurden.

Shambleau - nicht-menschliche Rasse deren runde Krallen an den je drei Fingern und dem Daumen, sowie den vier Zehen an jedem Fuß ähnlich wie bei einer irdischen Katze ein- und ausgefahren werden können. Es verfügt über keinerlei Wimpern und Augenbrauen. Aus dem Kopf wachsen lebendige Zöpfe (vergleichbar mit einer Medusa), die die Lebenskraft ihrer Opfer saugen. Das dabei auftretende Lustgefühl beim Opfer kann zur Sucht werden.

Shiang-Shi - China.

Shtria - blutsaugende Dämonin der jüdischen Tradition Mitteleuropas. Sie fällt vor allem Kleinkinder an.

Soucouyant - Trinidad. Die Vampirin bittet am Tage als normale Frau die Menschen um Gefallen. Jene, die so großzügig waren, besucht sie des Nachts, um ihr Blut zu saugen. Dazu muss sie sich ihre Haut abstreifen. Sie reist in der Nacht auch auf einem Feuerball. Etwas Schutz verschafft eine Handvoll Reis, da die Soucouyant unter einem Zählzwang leidet. Um sie zu vernichten, muss ihre Haut gefunden werden und mit Salz eingerieben werden. Damit kann sie diese nicht mehr anziehen und verbrennt bei Tagesanbruch.

Stegoni Benefici - italienischer Gutvampir, Todfeind aller Vampire.

Striga / Strigen / Striges / Stryx - Italien, Serbien, Kroatien, Dalmatien, Istrien. Eine noch nicht verstorbene Hexe, die sich nachts in eine Krähe verwandelt und Blut von Kindern trinkt. Im Notfall saugen sie auch das Blut von Männern und rauben damit ihre Energie. Wird sie über eine Strecke verfolgt, erbricht sie das gerade getrunkene Blut. Daraus lassen sich Amulette gegen Hexen herstellen. Sie gelten auch als Geister mit rotem Haar, blauen Augen, zwei Herzen, zwei Seelen und einer Vorliebe für Blut. Gelegentlich werden sie verantwortlich gemacht für Ernteausfälle und Tierkrankheiten.
Zur Beschreibung durch Ovid (ca. 8 n.Chr.) siehe hier.

Strigoi / Strigoaica / Striguiol - Rumänien. Sie sind eine Mischung aus Vampir, Hexe, Wiedergänger und Zombie oder steht für jeweils eine Form davon.
Strigoi Vii - Hexen, die nach ihrem Tod zu Vampiren werden.
Strigoi Mort - Verstorbene, die aus ihren Gräbern zurückkehren, um der Verwandtschaft das Blut auszusaugen.

Strigon - Kroatien.

Striguiol - Rumänien. entsprechen wahrscheinlich den Strigoi.

Stryx / Striges - Italien. entsprechen der Striga.

Succubus - Vampirin Mitteleuropas, auch als weiblicher Albtraum geschildert. Die "Darunterliegende" sucht zwecks sexueller Vereinigung die Schlafzimmer der Herren auf. In der Mehrzahl der Überlieferungen sind Succubi und ihr männliches Gegenstück Incubus nächtliche Alpträume, die sich als Druck auf die Brust des Opfers setzen. Der für Vampire typische Saugvorgang einer wie auch immer gearteten Lebensenergie ist dabei jedoch nur seltener überliefert. Trotzdem ist wird seit langer Zeit zwischen Incubus und Vampiren eine, wohl eher weitläufige, Verwandtschaft unterstellt.
Da sie dabei - ähnlich wie ihr männliches Pendant - auch die Lebenskraft der Heimgesuchten aufsaugt, ist eine Verwandtschaft mit den Vampirartigen nicht zu leugnen. Während der Zeit der Inquisition war die Succubus bei Männern ein beliebter Grund für erotische Träume und noch beliebtere Begründung bei bekanntgewordener unehelicher Vereinigung.

Sukujang - Trinidad. entsprecht der Souncounyant.

Sundal Bolong - Java. Vampirin, deren Opfer nur junge Männer sind. Sie ist stets weiß gekleidet.

Swamx - Burma.

Sympath - [lit.] eine von den bluttrinkenden Vampiren geächtete Unterart, die sich von den Emotionen anderer nähren.

        T

Talamaur - Australien, Banks-Inseln. Er kann mit Geistern der Verstorbenen Kontakt aufnehmen.

Talasam - Bulgarien.

Tenjac - Aufhocker, sie bringen auch (stark sexuell geprägte) Träume

Ti / Tii - Polynesien.

Tlaciques - Mexiko. Am Tage eine Hexe, nachts eine Vampirin, die sich in einen Truthahn verwandeln kann.

        U

Uber - Türkei

u.b.o. - unliving bloodsucking organic object - [lit.] sehr moderne, aber wissenschaftlich sehr korrekte, Bezeichnung für Blutsauger.

Ubur / Ubour / Obur - Bulgarien. Hat nur ein Nasenloch und eine Zunge mit Widerhaken. Wer ermordet wurde, über wessen Leiche eine Katze sprang oder wessen Geist den Körper nicht verlassen will, der steht nach 40 Tagen Grabesruhe als Vampir / Ubour wieder auf.

Umbra / Umbrae [lit.] - feuerspeiende Schattenwesen. Unter normalen Umständen überleben sie etwa drei Monate.

Unreine - [lit.] Oft abfällige Bezeichnung für ehemalige Menschen, die durch einen Vampirbiss gewandelt wurden. Sie müssen oft als Diener und Sklaven der reinen, als Vampir Geborenen ihr Dasein verbringen.

Unsterbliche - [lit.] Vampyrartige, deren Leben sich durch die Transformation, das Trinken des Blutes eines anderen Unsterblichen, verlängert. Das Ganze erinnert extrem an die Highlander-Saga mit dem Zusatz des Blut-Trinkens.

Ustrel / Ustriel - Bulgarien. Ein Samstagskind, das ungetauft stirbt, wird zu einem unsichtbaren Wesen und saugt vorzugsweise Tiere aus. Nur in Einzelfällen werden Menschen angegriffen. Es ist in der Lage, die Gestalt seiner Opfer anzunehmen.

Untoter - Viele Vampirarten gehören dazu. Jedoch werden unter dieser Bezeichnung alle Widergänger - aus dem Grabe auferstandene - bezeichnet.

Upeer - Ukranie.

Upir / Upirina / Upiri - serbische, tschechische und teilweise russische Bezeichnung für Vampir / Vampirin / Vampirin.

Upier / Upierzyca - Polen. Ist nur zwischen Mitternacht und Mittag aktiv. An seiner Zunge sind Widerhaken. Ist er tödlich getroffen, explodiert er. Die weibliche Upierzyca wird mit häufig mit einem Federkleid dargestellt.

Upior - Polen. Geflügeltes Gespenst.

Upirog - Polen.

Upiry / Upyr - Russland, Polen, Slowakei, Serbien. Hat eisenharte Zähne. Das Sonnenlicht ist für ihn nicht schädlich. Zu seiner Vernichtung muss der Pflock mit einem einzigen Schlag in sein Herz getrieben werden, da er sonst wieder aufersteht.

Upierzyca - Litauen.

Upor - Kaschubei.

        V

Valkodlak / Valkolak - Bulgarien. Kann ein Werwolf und ein Vampir sein.

Vamfir - Serbien.

Vamp - englisch/amerikanische Bezeichnung für verführerische Frauen - die mit magisch-dämonischen Zügen ausgestattet - Männer erotisch nicht nur an sich binden, sondern sie auch von ihren höheren Interessen und Aufgaben ablenken, ihre Moral untergraben und sie meist auch ins Unglück stürzen. Gleichzeitig beschert sie dem verführten Mann ein Höchstmaß an Liebeserfüllung. Kein Wunder also, dass Vampirinnen meist zu dieser Gruppe gezählt werden. Die französische Bezeichnung Femme fatale wird in der gleichen Bedeutung verwendet.

Vampier / Vampyr - Niederlande

Vampir / Vampyr - der Streit, wie es nun richtig geschrieben wird, scheidet die Menschen, Völker, Sippen. Manchmal wird in die dem Menschen wohlgesonnenen Vampire und die Monster Vampyre unterschieden. Manchmal in die "echten" Vampyre und die Massen-, Main-Stream-Vampire. In der bibliothèque des vampires haben wir uns für die Schreibweise "Vampir" entschieden. Zum einen um deutlich zu machen, wenn Autoren ihre Protagonisten "Vampyr" nennen; zum anderen aus reiner Bequemlichkeit: unser Rechtschreibprogramm meint, dass "Vampyr" markiert gehört, also falsch sein. (persönliche Anmerkung von Kerel: "Einfach »zum Wörterbuch hinzufügen« und schon ist es richtig?!!!")

Vampyr / Vampyri - Bezeichnung für die hier Vampir genannten.

Vanpir - Serbien.

Vapir - Bulgarien.

Varcolac / Varcolaci - Rumänien. Ungetaufte Kinder oder von Gott verfluchte Menschen werden nach ihrem Tod zu dieser Vampirart. Im Schlaf kann er zu Sonne und Mond klettern und diese verspeisen, was sich auf der Erde als Sonnen- bzw. Mondfinsternis darstellt. Je nach Quelle werden damit Vampire oder Werwölfe beschrieben.

Vardoulacha - Albanien / Griechenland.

Varkolac / Varkolc - Russland. - nach sieben Jahren im Grab erwacht er als blutsaugendes Kind zu untotem Leben. Nach neun "Besuchen" verstirbt das Opfer.

Vepir - Weißrussland bis Bulgarien.

Verdalik - Südosteuropa.

Vetala-pencha-Vinshanti - kurz: Vinshanti oder auch Vetala. Indien. Wobei diese beiden Kurzformen unterschiedliche Arten ausdrücken.
Vetala: Zur Jagd verlassen sie als Geister ihre verstorbenen Überreste. Gelegentlich wir ein Ventala auch als körperloses Geistwesen beschrieben, das in die Körper Verstorbener fährt und damit ein vampirisches Leben führt.
Vishanti: [lit.] Hier sollen zwei Arten unterschieden werden: Die echten Vishanti: Sie entsprechen vom Auftreten in etwa dem klassischen Vampirtypus (meist Lords oder Dichter) und sind die Kinder der Kali, einer sechsarmigen und bis auf den Schmuck aus Köpfen und abgeschlagenen Armen nackten Göttin der Himalaya-Region. Für ihre ewige Jugend müssen sie das Blut ihrer leiblichen Kinder trinken, die sie zu diesem Zweck züchten. Sie können sehr unauffällig unter den Menschen leben, da sie wie diese Nahrung zu sich nehmen und in der Sonne spazieren können. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Nötigkeit Blut zu trinken. Von diesen Vishanti angefallene Lebewesen verwandeln sich ebenfalls in vampirartige Wesen. Ihr Aussehen unterscheidet sich jedoch unvorteilhaft von den „echten“ Vishanti.

Viesczy / Viesky - Russland, Polen, Rumänien, Serbien, Moldawien. Rotes Gesicht und ein ständig geöffnetes linkes Auge. Nach seinem ersten Erwachen im Grab zehrt er zuerst an sich selbst, bevor er aufsteht und andere Opfer sucht. Ein Baby, dass bereits mit Zähnen zur Welt kommt, wird nach seinem Tode zum Viesczy. Sie stammen von der Vereinigung einer Hexe mit einem Dämon und arbeiten auch mit Flüchen und Wetterbeeinflussung.

Világának - Ungarn.

Vinshanti - Indien. Kurzform von Vetala-pencha-Vinshanti.

Vlkoslak / Vlokoslak - Serbien. Trägt auffällig oft weiße Kleidung.

Vokudlak - Serbien. eine Mischung aus Vampir und Werwolf.

Volkodlak - Slowenien.

Vseslaw - Makedonien. Jagt um Mitternacht in blauen Nebel gehüllt seine Beute.

Vrkulak - im slawischen Südosteuropa. vgl. Vrolok.

Vrolok - Slowakei / Serbien. (Ungarn: Werwolf)

Vrukalakos - Griechenland. Eine der Lamia verwandte Figur, die Tote erweckte, welche über Kinder herfielen, um deren Blut zu saufen.

Vrykolaka / Vrykolakas / Vrykolakes / Vrykoulakas / Vryolakas - Griechenland und Albanien bis Ungarn und Böhmen. Wiedergänger.

Vukodlak - Bulgarien. In Serbien eine Mischung aus Vampir und Werwolf.

Vurkollak - Albanien.

Vurvulak / Vurdalak - Albanien, Russland. Ein Vampir-Werwolf.

        W

Wamphyri - [lit.] die Ur-Vampire, welche durch Tore freiwillig und unfreiwillig aus einer Parallelwelt auf die Erde gelangen. Deutlichstes Merkmal sind zu allen Zeiten die roten Augen und spitzen Ohren. Im Kampf nimmt ihr Gesicht eine wolfsähnliche Form an. Sie sind sehr Heimatbezogen und verteidigen ihr Land mit aller Gewalt. Sie leben sehr oft in Horsten oder sehr schwer zugänglichen Burgen.

Wampir / Wampior - Polen.

Wampira - Türkei.

Wetala-pantscha-Winschati - Indien / Himalaya.

Widergänger - Deutschland. Aus dem Grabe auferstanden.

Wieszy - Russland / Ukraine.

Wolve - englischer, vampirartiger „Schürzenjäger“, auch landschaftlich für Werwolf.

Wrikolax - Griechenland.

Wrykoulaka / Wrykulaka / Wrykoulakas - Griechenland.

Wukodlak - Bulgarien, Montenegro, Albanien. Wiedergänger.

Wurdalak / Wurdalaki - Russland, Serbien.

Wurwolak - Albanien.

        Y

Yakshini - mit den dunklen Schlangen verwandte Vampire Indiens.

Yara-ma-yha-who - Australien. Wartet in den Bäumen auf seine Opfer.

        Z

Zaloznie Pokojinki - Russland / Taiga.

Zburator - Bulgarien - ein hagerer junger Mann mit vampirischen Eigenschaften, der vorzugsweise junge Frauen in deren Schlafkammer aufsucht.

Zmora - Polen - Seele eines verstorbenen oder noch lebenden Menschen, die den Körper verlässt und sich auf die Brust eines Schlafenden setzt. (vgl. Alb, Succubus). Dabei handelt es sich häufig um die siebente Tochter einer siebenten Tochter oder eine ohne Beichte verstorbene Person. Aber auch die ungenaue Aussprache bei mit dieser Person in Zusammenhang stehenden religiösen Handlungen kann Ursache für die spätere Erscheinung als Zmora sein. Die Zmora trinkt das aus der Nase auslaufende Blut oder beißt ihre Opfer in Hals oder Schläfe. Sie greift aber auch auf das Blut von Tieren zurück. Mehrheitlich erscheint die Zmora als langbeinige, große Frau mit durchscheinendem Körper, zusammengewachsenen Augenbrauen und verschiedenfarbigen Augen. Die Zmora kann u.a. in einer Flasche gefangen werden, die anschließend in Feuer oder Wasser zu werfen ist. Wird in der Schlafkammer ein Besen mit den Borsten nach oben aufgestellt, verhindert dies den Besuch des Nachtmahr. Liegen die Füße auf dem Kopfkissen und der Kopf am Fußende des Bettes zeigt sich die Zmora irritiert und lässt von ihrem bevorstehendem Angriff ab. Ebenso kann mit Brot und Salz oder Butter eine Heimsuchung vermieden werden.

Zotzilaha - Kasachstan, China.

Zü-ip - [lit.] Kaukasus, fledermausartige Vampire.

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