DEINE BLASSEN, BLASSEN WANGEN

Adolf Friedrich von Schack

1883

 

zitiert nach: A. F. v. Schack: „Gesammelte Werke“, 2. Bd.
Verlag Cotta, Stuttgart, 1897.

bibliothèque: Die lyrischen Verlockungen des Todes. (2013)

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Volltext

Deine blassen, blassen Wangen,
O des Himmels Purpurlicht
In des Frührots erstem Prangen
Deucht so schön wie sie mir nicht.

Hie und da noch um die weißen
Spielt ein rötlich-matter Strahl,
Dann dem Grab sie zu entreißen
Ringt das Leben noch einmal.

Doch erloschen schnell, vergangen
Ist das flücht’ge Rosenrot;
Deine blassen, blassen Wangen
Locken mich zu süßem Tod.

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Autor

Adolf Friedrich von Schack - (1815 bis 1894) wurde als Sohn einer mecklenburgischen Adelsfamilie am 2. Aug. 1815 in Brüsewitz bei Schwerin geboren. Ab 1834 studierte er Jura in Berlin, Bonn und Heidelberg. Später trat er in preußischen Staatsdienst. Die Arbeit am Berliner Kammergericht füllte ihn jedoch nicht aus, galt sein Hauptinteresse doch der Literatur. Er gab diese Tätigkeit auf und bereiste stattdessen weite Teile Europas. Er verfasste Gedichte, sowie Werke zur Literaturgeschichte. A. F. v. Schack starb am 14. April 1894 in Rom. (Nicolaus Equiamicus, 2013)

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Veröffentlichung

erschienen u.a. in:
A. F. v. Schack: „Lotosblätter: Verwehte Blätter.“, Cotta, Stuttgart 1883. (Erstveröffentlichung)
A. F. v. Schack: „Gesammelte Werke“, 2. Bd., Cotta, Stuttgart, 1897

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weiterführende Links

Dolores - Adolf Friedrich von Schack. 1883. (Lyrik, Volltext)
Die Nacht ist schaurig und finster - Adolf Friedrich von Schack. 1883. (Lyrik, Volltext)

Dunkle Kulturgeschichte - Sammlung Nicolaus Equiamicus in der bibliothèque des vampires

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