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DER VAMPYR (The Vampyre)

John William Polidori - 1816

aka: Der Vampir

Titania Medien: England 1823. Percy Aubrey, der Spross einer noblen englischen Familie, begibt sich auf eine ausgedehnte Reise zu den Stätten der Antike. Sein Begleiter ist ein geheimnisvoller junger Mann, den er auf einem Ball in London kennen gelernt hat und der ihn fasziniert: Lord Ruthven, ein notorischer Verführer, wie sich herausstellt - aber bei weitem nicht nur das ...

bibliothèque: Lord Ruthven nimmt dem jungen Aubrey ein Versprechen ab, das dieser noch vor Jahresfrist bitterlich bereut.
"Jeder von uns soll eine Geschichte schreiben" war der Vorschlag Lord Byrons im Sommer 1816 in der Schweiz, in dessen Folge nicht nur Mary Shelleys Roman "Frankenstein" entstand. Die Novelle "Der Vampir" greift auf ein byron'sches Fragment dieser Nacht zurück und wurde von Polidori zu einer der bekanntesten Vampirgeschichten umgeschrieben. Zuerst wurde diese Geschichte aufgrund der Angaben im Vorwort der Erstveröffentlichung Lord Byron zugerechnet, dessen Leibarzt und Reisegefährte Polidori eine Zeit lang war, und selbst heute erschient die Geschichte gelegentlich noch unter der Doppelbezeichnung Byron/Polidori.
(2010)

Neues Leben: Die ... von dem mit Byron befreundeten italienischen Arzt Polidori nach einer Skizze des berühmten englischen Dichters verfasste, im Original recht triviale Erzählung löste seinerzeit eine Flut von Vampir-Geschichten aus. (1981)


Titelverzeichnis

1 - Der Vampyr (The Vampyre) - John William Polidori - 1861 - Volltext (dt.)

2 - The Vampyre - John William Polidori - 1861 - Volltext (engl.)


1 - Der Vampyr (The Vamypre) - Untertitel - John William Polidori - 1861 - Volltext (dt.)
- Die Übersetzung folgt den Ausgaben Byron, Sämtl. Werke. Stuttg. 1839 und Leipzig 1874. Die Nutzung des Textes erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Vamyprbibliothek.

Es ereignete sich, dass, mitten unter den Zerstreuungen eines Winters in London, in den verschiedenen Gesellschaften der tonangebenden Vornehmen ein Edelmann erschien, der sich mehr durch seine Sonderbarkeiten, als durch seinen Rang auszeichnete. Er blickte auf die laute Fröhlichkeit um ihn her mit einer Miene, als könne er nicht an derselben teilnehmen. Nur das leichte Lachen der Schönen schien seine Aufmerksamkeit zu erregen, allein, es schien auch, als wenn ein Blick aus seinem Auge es plötzlich hemme und Furcht in die vorher heitere und unbefangene Brust der Fröhlichen streue. Diejenigen, welche diesen Schauder empfanden, konnten nicht angeben, woher er entstehe; einige schrieben ihn dem fast seelenlosen grauen Auge zu, das, wenn es sich auf das Auge des andern richtete, obschon an sich nichts Eindringendes zu haben, doch oft mit einem Blick das innerste Herz zu durchbohren schien, und richtete es sich auf die Wange, so schien der Strahl wie Blei auf der Haut zu lasten, ohne sie durchdringen zu können. Seiner Sonderbarkeit wegen wurde er in jedes Haus eingeladen; alle wünschten ihn zu sehen, und diejenigen, welche an lebhafte Aufregung gewohnt waren und nun die Last der Langeweile fühlten, freuten sich, ein Wesen um sich zu sehen, welches ihre Aufmerksamkeit zu fesseln vermochte. Trotz der totenbleichen Farbe seines Gesichts, das weder von dem Erröten der Scham, noch dem Aufwallen der Leidenschaft jemals ein wärmeres Kolorit bekam, obgleich die Form und Umrisse desselben sehr schön waren, versuchten es doch einige weibliche Glücksjäger, seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, um wenigstens einige Beweise von dem zu erhalten, was sie Zuneigung nennen mochten; Lady Mercer, welche seit ihrer Verheiratung der Gegenstand des Spottes jeder Hässlichen in der Gesellschaft gewesen war, stellte sich ihm in den Weg und suchte auf alle Weise, selbst durch den auffallendsten Anzug, seine Aufmerksamkeit zu reizen. Allein umsonst - wenn sie vor ihm stand, und seine Augen dem Anscheine nach auf die ihrigen gerichtet waren, schien es doch immer, als würde sie nicht bemerkt. Selbst ihre freche Unverschämtheit wurde endlich verwirrt, und sie verließ das Feld. Allein obgleich eine so bekannte freie Dame nicht einmal die Richtung seiner Augen bestimmen konnte, schien das weibliche Geschlecht selbst ihm doch keineswegs gleichgültig zu sein, indessen war die anscheinende Vorsicht mit der er ein tugendhaftes Weib, ein unschuldiges Mädchen anredete, so groß, dass sich nur wenige überhaupt dessen rühmen konnten. Er behauptete jedoch den Ruf eines einnehmenden Sprechers, und sei es nun, dass dies selbst die Furcht vor seine seltsamen Charakter überwand, oder dass man sich von seinem anscheinenden Hasse gegen das Laster rühren ließ, genug, er befand sich ebenso oft unter solchen Frauen, welche den Glanz ihres Geschlechts in häuslichen Tugenden suchen, als unter solchen, die ihn durch ihre Laster beflecken.

Um diese Zeit kam ein junger Edelmann, namens Aubrey, nach London. Er war verwaist. Seine Eltern, die er schon in früher Kindheit verlor, hatten ihm und seiner einzigen Schwester ein sehr großes Vermögen hinterlassen. Die Vormünder nahmen sich mehr der Verwaltung seines Vermögens, als der Sorge für seine Erziehung an, und so blieb diese in den Händen von Mietlingen, welche mehr seine Phantasie, als seinen Verstand zu bilden suchten. Er besaß daher jenes hohe romantische Gefühl für Ehre und Aufrichtigkeit, welches täglich so viel hundert junge Leute zu Grunde richtet. Er glaubte, alle Menschen müssten die Tugend lieben, und dachte, das Laster sei von der Vorsehung bloß des szenischen Effektes wegen in das Weltdrama eingewebt worden; er dachte, das Elend in den Hütten bestehe bloß in der Kleidung, die aber doch warm sei und dem Auge des Malers durch den unregelmäßigen Faltenwurf, die bunten Flecke darauf besser zusage. Mit einem Worte, er hielt die Träume der Dichter für die Wirklichkeiten des Lebens. Er war hübsch, frei und reich; drei Ursachen, warum ihn beim Eintritt in die heitern Zirkel der Welt viele Mütter umringten und alles versuchten, was ihre schmachtenden oder wilden Lieblinge mit den lebhaftesten Farben auszustatten vermochte, indes die Töchter durch ihr glänzendes Benehmen, wenn er sich ihnen näherte, und durch ihre blitzenden Augen, wenn er die Lippen öffnete, ihn zu falschen Vorstellungen verleiteten. Seiner romantischen Einsamkeit ganz hingegeben, staunte er nicht wenig, als er fand, dass, die Talg- oder Wachslichter ausgenommen, welche nicht vor der Gegenwart eines Geistes, sondern aus Mangel an Lichtputzen flatterten, in dem wirklichen Leben durchaus kein Grund zu Anhäufung jener lachenden Gemälde und Beschreibungen vorhanden sei, wie sie sich in den Büchern fanden, die er zum Gegenstand seines Studiums gemacht hatte. Da er indessen einige Vergütung in seiner geschmeichelten Eitelkeit fand, war er im Begriff, seine Träume aufzugeben, als das außerordentliche Wesen, welches wir oben beschrieben haben, ihm in den Weg trat.

Er beobachtete ihn, und die völlige Unmöglichkeit, sich einen Begriff von dem Charakter eines Mannes zu bilden, der, bloß in sich selbst versunken, wenig andere Zeichen seiner Beachtung äußerer Gegenstände von sich gab als die stillschweigende Anerkennung ihres Daseins, vollendete die Vermeidung gegenseitiger Berührung. Da Aubrey seiner Phantasie gestattete, jedes Ding, das seiner Neigung zu seltsamen und ausschweifenden Ideen schmeichelte, sorgfältig auszumalen, so hatte er auch schon dieses Wesen zum Helden eines Romans umgebildet und betrachtete nunmehr den Sprössling seiner Phantasie als die einzige lebende Person außer ihm. Er wurde bekannt mit ihm, bewies ihm Aufmerksamkeiten und gelangte doch so weit bei ihm, dass er seine Gegenwart anerkannte. Er erfuhr nach und nach, dass Lord Ruthvens Angelegenheiten zerrüttet seien, und dass er im Begriff stehe, eine Reise zu unternehmen. Voll Verlangen, über diesen seltsamen Charakter, der bis jetzt seine Neugier nichts weniger als befriedigt hatte, genauere Forschungen anzustellen, äußerte er seinen Vormündern, dass es nun Zeit für ihn sein möchte, die Tour zu machen, die man seit Jahrhunderten für nötig gehalten hat, um den Jüngling in den Stand zu setzen, einige rasche Fortschritte auf der Bahn des Lasters zu machen und so die älteren einzuholen, damit er nicht wie aus den Wolken gefallen scheine, wenn man empörende Intrigen als Gegenstände des Spottes oder Lobes behandelt, je nachdem dabei mehr oder weniger Geschicklichkeit aufgewendet worden ist. Sie stimmten in sein Begehren. Aubrey gab dem Lord Ruthven seine Absicht zu erkennen und erstaunte nicht wenig, von ihm den Antrag zu erhalten, die Reise gemeinschaftlich zu machen. Geschmeichelt durch solch ein Zeichen der Achtung von dem, der dem Anscheine nach mit andern Menschen nichts gemein hatte, nahm er ihn freudig an, und in wenigen Tagen hatten sie das trennende Meer überschritten.

Bisher hatte Aubrey keine Gelegenheit gehabt, Lord Ruthvens Charakter zu studieren, und nun fand er, dass, da er mehrere seiner Handlungen beobachten konnte, die Resultate verschiedene Schlüsse auf die scheinbaren Beweggründe seines Betragens darboten. Sein Gefährte war verschwenderisch freigiebig - der Faule, der Landstreicher, der Bettler erhielt aus seinen Händen mehr als genug, um den augenblicklichen Mangel zu stillen. Der tugendhafte, unverschuldete Arme hingegen ging oft unbefriedigt von seiner Türe, wurde wohl gar mit höhnischem Lachen abgewiesen. Der Lüstling, der sich immer tiefer in den Schlamm seiner Ausschweifungen versenken wollte, konnte auf seine Unterstützung rechnen. Ein Umstand war indes bei den Geschenken des Lords seinem Gefährten bemerklich geworden; es ruhte offenbar ein Fluch auf ihnen, denn die Empfänger waren entweder dadurch auf das Schafott gebracht worden oder in das tiefste, verachtenswerteste Elend versunken. In Brüssel und anderen großen Städten hatte der Lord zu Aubreys Verwunderung die Zirkel der großen Welt aufgesucht. Er spielte und wettete, ersteres stets mit Glück, außer wenn ein bekannter Gauner sein Gegner war, dann verlor er mehr als er gewonnen hatte; allein sein Gesicht behielt dieselbe Unveränderlichkeit, womit er gemeiniglich die Gesellschaft umher beobachtete. Wenn er aber einem raschen, unbesonnenen Jünglinge begegnete, oder dem unglücklichen Vater einer zahlreichen Familie, dann schien sein Wunsch Fortunas Gesetz zu werden, die anscheinende Abstraktheit seines Gemüts verschwand, und seine Augen glänzten wie die der Katze, wenn sie mit der halbtoten Maus spielt. Indessen nahm er keinen Groschen vom Spieltische mit, sondern verspielte zum Ruin manches andern die letzte Münze, die er eben aus der Hand der Verzweiflung gewonnen hatte; dieses mochte das Resultat eines gewissen Grades von Einsicht sein, die jedoch nicht imstande war, die schlauere Erfahrung zu täuschen. Aubrey wünschte oft seinem Freunde dies vorzustellen und ihn zu bitten, einer Freigebigkeit und einem Vergnügen zu entsagen, welches alle Menschen unglücklich mache und ihm keinen Vorteil gewähre, allein er verschob es immer, in der Hoffnung, eine recht passende Gelegenheit dazu zu erhalten, welche sich nie zeigte. Lord Ruthven war in seiner Laufbahn und mitten unter den mannigfachen, bald wilden, bald lachenden Naturszenen immer derselbe - sein Auge sprach noch weniger als seine Lippen, und obgleich Aubrey nun dem Gegenstande seiner Neugier so nahe war, als er sein konnte, hatte er doch dadurch nichts mehr, als eine stärkere Anreizung zur Enthüllung des Geheimnisses erhalten, das seiner exaltierten Einbildungskraft immer mehr wie etwas Übernatürliches vorkam.

Sie gelangten bald nach Rom, und Aubrey verlor seinen Gefährten einige Zeit aus den Augen. Dieser befand sich täglich in den Morgenzirkeln einer italienischen Gräfin, indes er die Denkmäler einer längst untergegangenen Vorwelt aufsuchte. Unter dieser Beschäftigung erhielt er Briefe aus England, die er mit der größten Sehnsucht öffnete. Der erste war von seiner Schwester und atmete die reinste Zärtlichkeit; die anderen waren von seinen Vormündern, und diese setzten ihn in Erstaunen. Hatte er schon vorher den Gedanken gehegt, dass in seinem Gefährten irgendein böser Geist wohnen möge, so erhielt derselbe nun dadurch volle Bestätigung. Die Vormünder drangen in ihn, er möchte sogleich sich von seinem Freunde trennen, denn da dieser eine unwiderstehliche Macht der Verführung zu besitzen scheine, so werde sein Umgang höchst gefährlich. Man habe nämlich entdeckt, dass seine Verachtung gegen Lady Mercer nicht auf ihren Charakter sich gegründet, sondern dass er, um seine Gunstbezeugung zu erhöhen, verlangt habe, dass sein Schlachtopfer, die Teilnehmerin seiner Schuld, von dem Gipfel unbefleckter Tugend in den tiefsten Abgrund des Lasters habe herabgeschleudert werden sollen. Auch sei man nun gewiss geworden, dass alle Frauen, die er dem Scheine nach ihrer Tugend wegen aufgesucht, seit seiner Abreise sich in ganz andrem Lichte, ja in der höchsten Unverschämtheit gezeigt hätten.

Aubrey beschloss, nunmehr einen Mann zu verlassen, dessen Charakter auch nicht einen Lichtstrahl zeigte, auf dem das Auge mit Lust weilen konnte. Er beschloss, auf einen Vorwand zu sinnen und sich von ihm zu trennen, doch in der Zwischenzeit ihn noch genauer als vorher zu beobachten und nicht den geringsten Umstand außer acht zu lassen. Er begab sich in denselben Zirkel und sah, dass der Lord versuchte, auf die unerfahrene Tochter des Hauses zu wirken. In Italien ist es selten, dass man unvermählte Damen in der Gesellschaft trifft, daher musste er seine Pläne im geheimen auszuführen suchen. Allein Aubreys Auge folgte ihm in allen seinen Wendungen, und bald bemerkte er, dass es bis zu einem Rendezvous gekommen sei, wo wahrscheinlich die Unschuld des verdachtlosen Mädchens geopfert werden sollte. Ohne Zeitverlust trat er zu Lord Ruthven ins Zimmer und fragte ihn unverhohlen nach seiner Absicht mit der Signora; der Lord versetzte, seine Absicht sei die bei solchen Gelegenheiten gewöhnliche, und auf die abermalige Frage, ob er denn das Mädchen zu heiraten gedenke, lachte er laut. Aubrey entfernte sich, schrieb ihm aber auf der Stelle einen Abschiedsbrief, ließ seine Sachen in eine andere Wohnung bringen und unterrichtete die Mutter von allem, was er wusste, auch von des Lords Charakter. Das Rendezvous wurde verhindert. Den andern Tag sandte der Lord eine Erklärung, dass er mit der Trennung wohl zufrieden sei, ließ aber nicht das Geringste merken, dass er wisse, sein Plan sei durch Aubrey vereitelt worden.

Nachdem Aubrey Rom verlassen, wandte er seine Schritte nach Griechenland und befand sich nach Durchstreifung der Halbinsel zu Athen. Er nahm hier seine Wohnung in dem Hause eines Griechen, und bald beschäftigte er sich damit, die erbleichenden Erinnerungen alter Herrlichkeit auf den Denkmälern aufzusuchen, die, sich schämend, die Taten freier Menschen vor Sklaven zu erzählen, sich entweder in die schützende Erde versteckt oder hinter rankende Gesträuche verborgen hatten. Mit ihm unter einem Dache aber lebte ein Wesen so zart und schön, dass es einem Maler hätte zum Modell dienen können, der die den Gläubigen in Mohammeds Paradiese versprochene Hoffnung hätte lebend abbilden wollen, nur dass ihr Auge zu viel Seele zeigte, als dass man es denen hätte zuteilen können, welche keine Seelen haben. Wenn sie auf der Ebene tanzte oder längs den Gebirgen hinsprang, glaubte man eine Gazelle zu sehen, aber ihr Auge, aus dem die ganze beseelte Natur zu sprechen schien, wo hätte dieses ein Gleichnis gefunden? - Janthes leichter Schritt begleitete Aubrey oft auf seinen forschenden Wanderungen, und nicht selten enthüllte das unbefangene Geschöpf bei Verfolgung eines Schmetterlings alle Reize seiner schönen Gestalt dem gierigen Blicke des Fremdlings, der nun gern die kaum entzifferten Buchstaben auf einer halbverlöschten Tafel über dem Anschauen dieser lebenden Schönheit vergaß. Die Flechten ihres schönen blonden Haares glichen, um ihr Haupt herabfallend, den Sonnenstrahlen und verdunkelten das Auge des Antiquars, statt es zu erleuchten. Doch wozu der Versuch, das Unbeschreibliche zu beschreiben?

Wenn er bemüht war, die Überreste der alten Welt in Zeichnungen für künftige Stunden aufzubewahren, so stand das Mädchen bei ihm, seine Arbeit bewundernd und ihm die ländlichen Tänze ihrer Heimat beschreibend oder einen Hochzeitszug, dessen sie sich noch aus ihrer Kindheit erinnerte. Oft erzählte sie ihm auch Märchen, worunter sich das von einem lebenden Vampyr befand, der jahrelang unter seinen Freunden und Verwandten umhergegangen sei, gezwungen, jedes Jahr durch Aufzehrung des Lebens eines schönen Weibes seine Existenz für die nächste Zeit zu verlängern. Aubrey gerann dabei das Blut in den Adern, indes er versuchte, die Erzählerin wegen ihrer furchtbaren Phantasien auszulachen. Janthe aber nannte ihm die Namen alter Leute, welche ein solches Wesen erst unter sich entdeckt hatten, als viele ihrer nächsten Verwandten und Kinder mit den Zeichen des gestillten Appetits ihres Feindes gefunden worden waren, und als sie ihn so ungläubig fand, bat sie ihn, ihr doch ja zu glauben, denn man habe bemerkt, dass die, welche es gewagt hätten, die Existenz der Vampyre zu bezweifeln, genötigt worden waren, mit gebrochenem Herzen endlich die Wahrheit einzugestehen. Sie beschrieb ihm das Äußere dieser Wesen der Sage gemäß, und wie groß war sein Entsetzen, als er darin eine treue Schilderung des Lord Ruthven erkannte; demungeachtet suchte er ihr die Furcht auszureden, ob er sich gleich wunderte über so manches, das hier zusammengetroffen war, um den Glauben an eine übernatürliche Gewalt des Lord Ruthven zu begründen.

Aubrey neigte sich mehr und mehr zu Janthen hin; ihre Unschuld, im Kontraste mit den affektierten Tugenden der Weiber, unter denen er Urbilder seiner romantischen Ideen gesucht hatte, gewann sein Herz, und indes er es lächerlich fand, dass ein junger Engländer ein unerzogenes griechisches Mädchen heiraten wolle, fand er sich immer stärker von der schönsten Gestalt angezogen, die er je gesehen hatte. Janthe ahnte diese aufkeimende Liebe nicht und blieb sich in ihrer ersten kindlichen Unbefangenheit immer gleich. Sie trennte sich zwar immer ungern von Aubrey, allein meistens deshalb, weil sie nun niemand hatte, unter dessen Schutz sie ihre Lieblingsorte besuchen konnte. In Hinsicht der Vampyre hatte sie sich auf ihre Eltern berufen, und beide bestätigten, bleich vor Schrecken schon bei Nennung des Wortes, die Wahrheit der Sache.

Kurz darauf wollte Aubrey wieder einen Ausflug machen, der ihn einige Stunden beschäftigen konnte; als die Leute den Namen des Ortes hörten, baten sie ihn dringend, nur nicht des Nachts zurückzukehren, weil er durch einen Wald reiten müsse, wo sich kein Grieche nach Sonnenuntergang zu verweilen pflege. Hier hielten nämlich die Vampyre ihre nächtlichen Orgien, und wehe dem, der ihnen dabei begegnete. Die Leute entsetzten sich, als er es wagte, über die Gewalt unterirdischer Mächte zu spotten, und so schwieg er.

Am nächsten Morgen begab sich Aubrey ohne alle Begleitung auf seine Wanderung; er wunderte sich über das schwermütige Aussehen seines Wirtes und war sehr bewegt, als er hörte, dass seine Worte, womit er den Glauben an jene furchtbaren Feinde hatte verspotten wollen, auf die Familie so schreckend gewirkt hatten. Als er sich zu Pferde setzte, bat ihn Janthe nochmals, vor nachts zurückzukehren, und er versprach es.

Seine Nachforschungen beschäftigten ihn indessen dergestalt, dass er das Abnehmen des Tages nicht bemerkte, und wie sich am Horizonte eine von den kleinen Wolken zeigte, die in wärmeren Klimaten so schnell zu furchtbaren Gewittern anwachsen und oft Verheerung über ganze Gegenden verbreiten. Er bestieg demungeachtet sein Pferd, um durch Eile die versäumte Zeit nachzuholen, allein zu spät; die Dämmerung ist in jenen Gegenden fast ganz unbekannt; sogleich nach Untergang der Sonne wird es Nacht, und er war noch nicht weit geritten, als das Ungewitter mit Sturm, Regen, Blitz und Donner losbrach. Sein Pferd wurde scheu und stürmte mit furchtbarer Schnelligkeit durch den finstren Wald hin. Endlich blieb es ermüdet stehen, und beim Scheine der Blitze erkannte er, dass er sich in der Nähe einer Hütte von Binsen oder Rohr befinde, die kaum aus der Masse welker Blätter und verworrenen Gebüsches hervorsah, womit sie umgeben war. Er stieg ab und näherte sich, in der Hoffnung, entweder einen Führer nach der Stadt oder wenigstens Schutz vor dem Ungewitter zu finden. Als er ganz nahe war und der Donner einen Augenblick schwieg, vernahm er das schreckliche Geschrei einer weiblichen Stimme, untermischt mit einem höhnischen Gelächter, das fast ununterbrochen fortdauerte. Er stutzte, aber aufgeschreckt von dem über ihn hinrollenden Donner erbrach er mit einer gewaltigen Anstrengung die Tür der Hütte. Er stand in dicker Finsternis, doch leitete ihn der Schall; er rief, aber der Ton dauerte fort. Man schien ihn nicht zu bemerken. Er stieß endlich mit jemand zusammen, den er sogleich fasste; da schrie eine Stimme: "Abermals getäuscht!" worauf ein lautes Gelächter folgte. Endlich fühlte er sich selbst von jemand ergriffen, der eine übermenschliche Stärke zu haben schien. Er beschloss, sein Leben so teuer als möglich zu verkaufen, und kämpfte, allein vergebens, seine Füße glitten aus, und er wurde mit ungeheurer Gewalt zu Boden geworfen. Sein Feind warf sich auf ihn und stemmte ihm die Hand auf die Brust, da fiel der Schein einiger Fackeln durch das Loch, durch die das Tageslicht eindrang; sogleich sprang jener auf, ließ seine Beute los, rannte zur Tür hinaus, und bald vernahm man das Geräusch der Zweige nicht mehr, durch die er sich Bahn gemacht hatte.

Der Sturm war nun vorüber, und Aubrey, der sich nicht rühren konnte, wurde von denen gehört, die draußen waren. Sie traten herein; das Licht der Fackeln fiel auf die schmutzigen Wände und die einzelnen Lagerstätten von Stroh und Binsen, worauf einige Kleidungsstücke lagen. Auf Aubreys Begehren suchte man nach derjenigen, deren Geschrei ihn angezogen hatte. Er blieb nun wieder im Dunkeln; allein wer malt sein Entsetzen, als er beim Lichte der rückkehrenden Fackeln die reizende Gestalt seinen Führerin erkannte, die jetzt ein lebloser Leichnam war! Er traute seinen Augen kaum, doch ein abermaliges Hinstarren überzeugte ihn, dass es wirklich das liebliche Geschöpf sei. Auf ihren Wangen, selbst auf ihren Lippen war keine Farbe mehr; doch war über das Gesicht eine Ruhe verbreitet, die fast so anziehend schien als das sonst hier wohnende Leben; auf ihrem Nacken und ihrer Brust war Blut sichtbar, und an der letzteren sogar das Zeichen von Zähnen, die eine Ader geöffnet hatten. Plötzlich riefen die Männer, mit Entsetzen darauf hindeutend: "Ein Vampyr! ein Vampyr!" Man machte eine Tragbahre und legte Aubrey an die Seite derjenigen, welche vor kurzem noch Gegenstand seiner Bewunderung und manches süßen Traumes gewesen war. Er wusste nicht, was er denken sollte, sein Geist versank in eine wohltätige Betäubung; auf einmal ergriff er fast bewusstlos einen nackten Dolch von ganz besonderer Bildung, der in der Hütte am Boden gelegen hatte; da erschienen auch Leute, die die Vermisste im Namen der Eltern suchten. Als sie sie fanden, schrien sie laut auf; und als endlich die Eltern das unglückliche Kind erkannten, starben beide in kurzem vor Schmerz und Gram.

Aubrey wurde von einem hitzigen Fieber befallen und hatte oft Geistesabwesenheiten; in diesen rief er den Lord Ruthven und Janthe - durch eine unerklärliche Verbindung der Ideen schien er seinen früheren Gefährten zu bitten, das Leben derjenigen zu schonen, die er liebte. Zu andern Zeiten schüttete er mehr Verwünschungen über sein Haupt aus, als über ihren Mörder und Verführer.

Lord Ruthven kam um diese Zeit selbst nach Athen, und sobald er von Aubreys Zustande hörte, nahm er seine Wohnung gleichfalls in demselben Hause und wurde sein immerwährender Gesellschafter. Als der Kranke aus seiner Geistesabwesenheit zu sich kam, erschrak und erstaunte er über den Anblick desjenigen, dessen Bild er stets mit dem eines Vampyrs verwechselt hatte; allein Lord Ruthven versöhnte den Kranken bald mit seiner Gegenwart durch seine freundlichen Reden und durch die Reue, die er über den Fehler bezeugte, der ihre Trennung veranlasst hatte, mehr noch aber durch die Aufmerksamkeit, Besorglichkeit und Teilnahme, die er ihm bewies.

Der Lord schien in der Tat gänzlich verändert. Er war gar nicht mehr das teilnahmslose Wesen, das so furchtbar auf Aubrey gewirkt hatte; allein sowie dessen Genesung fortschritt, fiel jener auch wieder in sein voriges Wesen zurück, und Aubrey bemerkte keine Veränderung an ihm, als das zuweilen Ruthvens Blick mit einem Ausdrucke von höhnischem Lächeln um die Lippen fest auf ihm zu ruhen schien. Dieses Lächeln erfüllte ihn mit geheimem Schauder, ohne dass er wusste warum.

Aubreys Gemüt war durch diese Erschütterung äußerst angegriffen worden, und jene geistige Elastizität, die ihn sonst ausgezeichnet hatte, schien auf immer verschwunden. Er war jetzt ein ebenso großer Liebhaber der Einsamkeit als Lord Ruthven, allein sein Gemüt konnte dieses Verlangen nicht in der Nachbarschaft von Athen erfüllt finden; wo immer er sich hier hinbegab, stand Janthes liebliche Gestalt vor ihm; in den Wäldern glaubte er ihren leichten Schritt zu bemerken, wie sie Veilchen und andere Frühlingsblumen suchte, bis sie ihm plötzlich ihr bleiches Gesicht und ihre verwundete Brust mit einem holdseligen Lächeln auf den rosigen Lippen zu zeigen schien. Er beschloss, eine Gegend zu fliehen, wo ihn solche Erinnerungen verfolgten, und machte daher dem Lord Ruthven, dem er sich für die zarte Teilnahme verbunden fühlte, die er ihm während seiner Krankheit bewiesen hatte, den Vorschlag, diejenigen Gegenden Griechenlands zu besuchen, die sie noch nicht gesehen hatten. Sie durchstreiften nun das Land in allen Richtungen, ohne jedoch das sehr zu beachten, was sich ihren Blicken darbot. Sie hörten viel von Räubern, fingen jedoch an, auf diese Nachrichten weniger acht zu geben, weil sie sie für die Erfindung eigennütziger Personen hielten, welche ihren Schutz teuer verkaufen wollten. Die Warnung der Einwohner übersehend, reisten sie auch einst nur mit weniger Bedeckung, die ihnen mehr zu Führern als zum Schutze diente. In einem engen Hohlweg, in dessen Tiefe ein Bach hinrauschte, und den auf beiden Seiten hohe Felsmassen umstarrten, hatten sie Ursache, ihre Nachlässigkeit zu bereuen; denn kaum war der ganze Zug in den Engpass hinein, als sie durch das Pfeifen von Kugeln dicht über ihren Häuptern, durch den Knall von Flintenschüssen, die das Echo wiederholte, erschreckt wurden. In einem Augenblicke hatten ihre Wachen sie verlassen, und, hinter die Felsen sich stellend, begannen diese in der Richtung zu feuern, woher die Schüsse tönten. Lord Ruthven und Aubrey, ihr Beispiel nachahmend, zogen sich für einen Augenblick hinter die schützenden Seitenwände des Hohlweges zurück, allein, sich schämend, dass sie sich vor einem Feinde verstecken sollten, der sie herauszufordern schien, und fürchtend, hier endlich im Rücken genommen zu werden, beschlossen sie, den Angreifern mutig entgegen zu gehen. Jedoch, kaum hatten sie ihren Schutzort verlassen, als Lord Ruthven einen Schuss in die Schulter erhielt, der ihn zu Boden streckte. Aubrey eilte ihm zu Hilfe und sah sich bald nun von den Räubern umringt, denn die Begleiter hatten schon ihre Waffen weggeworfen und sich ergeben.

Durch Versprechung großer Belohnung brachte Aubrey die Räuber dahin, seinen verwundeten Freund in eine nahe Hütte zu tragen, und nachdem er ein Lösegeld versprochen hatte, wurde er nicht mehr durch ihre Gegenwart belästigt, denn sie begnügten sich, bloß den Eingang zu bewachen, bis der Abgeschickte mit dem Lösegeld zurückgekehrt sein würde.

Lord Ruthvens Kräfte nahmen schnell ab, in zwei Tagen war er dem Tode nahe, und er fühlte diesen mit schnellen Schritten sich nahen. Sein Aussehen und Benehmen hatte sich nicht verändert, er schien weder der Schmerzen noch seiner Umgebung zu achten, gegen Ende des letzten Abends aber wurde er sichtbar unruhig, und sein Auge heftete sich oft auf Aubrey, der ihm seinen Beistand mit mehr als gewöhnlichem Ernst anzubieten sich gedrungen fühlte.

"Helfen Sie mir! Sie können mich retten! Sie können mehr tun als das! - Ich meine nicht mein Leben, ich achte den Verlust desselben nicht höher als den des scheidenden Tages, aber - meine Ehre können Sie retten, Ihres Freundes Ehre! - "

"Wie? Reden Sie! Ich werde alles tun, was ich vermag", versetzte Aubrey.

"Ich bedarf nur wenig ... mein Leben entflieht schnell ... ich kann nicht alles enthüllen ... wenn Sie aber, was Sie von mir wissen, verbergen wollen, so würde meine Ehre vom Gerede der Welt unbefleckt bleiben ... und wenn mein Tod einige Zeit in England unbekannt bliebe ... Ich ... aber das Leben ... "

"Er soll nicht bekannt werden!"

"Schwören Sie!" rief der Sterbende, indem er sich mit ungewöhnlicher Heftigkeit aufrichtete. - "Schwören Sie bei allem, was Ihnen heilig ist, bei allem, was Sie fürchten, dass Sie binnen Jahr und Tag keinem lebenden Wesen auf irgendeine Art das mitteilen wollen, was Ihnen von meinem Verbrechen und meinem Tode bekannt ist, es mag sich ereignen, was da will, Sie mögen sehen, was Sie wollen." Seine Augen schienen sich bei dieser Rede aus ihren Kreisen zu drehen.

"Ich schwöre!" rief Aubrey, und jener sank sterbend auf sein Kissen zurück und atmete nicht mehr. Aubrey begab sich zwar zur Ruhe, konnte aber nicht schlafen, die mancherlei Umstände, wovon seine Bekanntschaft mit diesem Manne begleitet gewesen war, wurden wieder klar in seiner Seele; und er wusste nicht, wie es geschah, wenn er sich seines Schwures erinnerte, überfiel ihn ein kalter Schauer, wie das Vorgefühl von etwas Schrecklichem, das ihn erwartete.

Mit dem frühesten Morgen stand er auf, und eben war er im Begriff, die Hütte zu betreten, wo er den Leichnam verlassen hatte, als ihm ein Räuber entgegentrat und ihm meldete, dass sich jener nicht mehr dort befinde, indem er von ihm und seinen Kameraden auf den Gipfel eines benachbarten Berges getragen worden sei, in Gemäßheit des Versprechens, das sie dem Lord gegeben, dass er dem ersten kalten Strahle des Mondes, der nach seinem Tode aufgehen würde, ausgesetzt werden sollte. Aubrey erstaunte, nahm einige der Männer mit sich, entschlossen, den Berg zu besteigen und den Leichnam an dem Orte zu beerdigen, wo er läge. Allein, als er den Gipfel erreicht hatte, fand er weder Spuren von dem Leichnam, noch von den Kleidern, obgleich die Räuber schworen, das sei derselbe Felsen, wohin sie den Toten gelegt. Er verlor sich einige Zeit in seltsamen Vermutungen, allein endlich kehrte er zurück, in der Überzeugung, dass sie den Körper, um die Kleider zu gewinnen, beerdigt hätten.

Überdrüssig einer Gegend, wo er so furchtbares Mißgeschick erfahren, und wo sich alles verschworen zu haben schien, jene zum Aberglauben sich neigende Schwermut zu nähren, die sich seines Gemüts bemächtigt hatte, beschloss er abzureisen, und in kurzem befand er sich in Smyrna. Indes er auf ein Schiff wartete, welches ihn nach Otranto oder Neapel überführen sollte, beschäftigte er sich mit Ordnung der Sachen, die er als dem Lord Ruthven zugehörig mit sich genommen hatte. Unter denselben befand sich auch eine Kiste, welche verschiedene Angriffswaffen enthielt, die mehr oder weniger geeignet waren, unfehlbar den Tod zu geben. Auch mehrere Dolche und Jatagans waren dabei. Indem er ihre seltsame Gestalt betrachtete, wie erschrak er, als er eine Scheide fand, in derselben Art verziert wie der Dolch, den er in jener Hütte gefunden hatte! ... Er schauderte ... Nach weiteren Beweisen suchend, fand er auch die Waffe, und man kann sich seinen Schreck denken, als er entdeckte, dass sie, wenn auch besonders geformt, in die Scheide genau passte, die er in der Hand hielt. Wie gern hätte er gezweifelt. Er starrte fest auf den Dolch hin, ja! er war es ... auch Blutstropfen waren auf ihm und der Scheide zu bemerken! - Er verließ Smyrna, und auf seinem Rückwege nach der Heimat war es in Rom sein erstes Geschäft, sich nach der jungen Dame zu erkundigen, die er aus des Lord Ruthvens Fallstricken zu befreien gesucht hatte. Ihre Eltern lebten im Elende, ihr Vermögen war zu Grunde gerichtet, und man hatte seit des Lords Abreise nichts wieder von ihr gehört. Aubreys Gemüt erlag fast unter den Stürmen so wiederholter Schrecknisse, er fürchtete, auch die junge Italienerin möchte Janthes Verführer zur Beute geworden sein. Er wurde düster und einsilbig; sein Geschäft bestand bloß darin, die Postillions zur Eile anzutreiben, gleich als sei er im Begriff, das Leben eines ihm teuren Wesens zu retten. So kam er in Calais an; ein Landwind, der seinen Wünschen günstig war, brachte ihn schnell an Englands Küste. Er eilte nach dem väterlichen Hause, und hier schien er, auf Augenblicke wenigstens, in den Umarmungen seiner Schwester die Erinnerungen des Vergangenen aus den Augen zu verlieren. Hatte sie schon früher durch ihre kindlichen Liebkosungen seine Zuneigung gewonnen, so erschien sie ihm jetzt als Jungfrau noch reizender und liebenswerter.

Miss Aubrey besaß nicht jenes einnehmende Wesen, welches die Aufmerksamkeit und den Beifall großer Gesellschaften zu erregen imstande ist, nichts von jenem glänzenden Schimmer, der nur in der erhitzten Atmosphäre eine vollgestopften Zimmers leuchtet. Ihre blauen Augen waren nicht die leicht beweglichen Spiegel eines leichtsinnigen Gemüts. Ein melancholischer Reiz wohnte in ihnen, der nicht von Unglück, sondern von einem tieferen Gefühl herzurühren schien, das auf eine Seele schließen ließ, die sich eines höheren Vaterlandes bewusst war. Ihr Schritt war nicht ein leichtes Hüpfen, durch einen Schmetterling oder eine glänzende Blume angezogen, sondern ernst und sinnend. Wenn sie allein war, wurde ihr Gesicht nie durch das Lächeln der Freude verklärt, aber wenn ihr Bruder ihr seine Liebe bewies, wenn er in ihrem Umgange jenen Gram zu vergessen suchte, der, wie sie wusste, seine Ruhe untergrub, wer hätte dann ihr Lächeln gegen das der Wollust vertauscht? - Dann schien es, als glänzten diese Augen, dieses Gesicht in dem Lichte ihres schöneren Geburtslandes. Sie stand erst im achtzehnten Jahre und war noch nicht in die Welt eingeführt worden, indem es ihre Vormünder für besser gehalten hatten, ihre Vorstellung daselbst so lange zu verschieben, bis ihr Bruder, vom Festlande zurückgekehrt, öffentlich als ihr Beschützer würde auftreten können.

Es war nun bestimmt, dass der nächste Hofzirkel, der nicht sehr entfernt war, die Epoche ihres Eintritts auf den geräuschvollen Schauplatz werden sollte. Aubrey hätte sich freilich lieber auf sein väterliches Haus beschränkt und der Melancholie Nahrung gegeben, die sich seiner ganz und gar bemächtigte. Er konnte keine Teilnahme empfinden an dem leichtfertigen Gespräch modischer Fremder, indes sein Gemüt durch die Begebenheiten zerrissen wurde, von denen er Augenzeuge gewesen war; allein er beschloss, seine eigene Bequemlichkeit der Beschützung seiner Schwester aufzuopfern. Bald trafen sie in der Stadt ein und rüsteten sich für den nächsten Tag, der zum Galatage angesetzt war. Die Menschenmenge war außerordentlich, seit langer Zeit war kein Zirkel gewesen, und alles, was sich in dem Lächeln der Hoheit zu sonnen trachtete, eilte sehnsuchtsvoll herbei. Aubrey mit seiner Schwester hatte sich gleichfalls eingefunden. Indes er einsam in einer Ecke stand, die Umgebungen wenig beachtend, versank er in die Erinnerung, dass er an derselben Stelle den Lord Ruthven zum ersten Mal gesehen habe ... Da fühlte er sich plötzlich am Arme ergriffen, und eine nur zu bekannte Stimme raunte ihm ins Ohr: "Gedenke deines Eides!" Er hatte kaum den Mut, sich umzusehen, fürchtend, er möchte ein Gespenst erblicken, als er in einiger Entfernung dieselbe Gestalt wahrnahm, welche seine Aufmerksamkeit beim ersten Eintritte in diesen Saal auf sich gezogen hatte. Er starrte darauf hin, bis ihn seine Füße nicht mehr tragen wollten, dann fasste er den Arm eines Freundes, bahnte sich einen Weg durch die Menge, warf sich in den Wagen und eilte nach Hause. Hier schritt er mit heftigen Schritten das Zimmer auf und ab, die Hand an die Stirn gelegt, gleich als fürchtete er, die Gedanken möchten diese zersprengen. Lord Ruthven stand vor ihm ... Umstände aus der Vergangenheit belebten sich ... der Dolch ... sein Eid! - Sollten die Toten auferstehen? - Er glaubte, seine Phantasie habe bloß das Bild belebt, welches in seiner Seele wohnte. Es konnte unmöglich Wirklichkeit sein, er beschloss daher, wieder in Gesellschaft zu gehen; denn obgleich er versucht hatte, sich nach Lord Ruthven zu erkundigen, so erstarb doch der Name auf seinen Lippen, und er vermochte nichts über ihn zu erfahren.

Einige Tage nachher besuchte er mit seiner Schwester eine Gesellschaft bei einem nahen Verwandten. Er ließ sie unter dem Schutze einer älteren Dame und begab sich an einen stillen Ort, wo er seinen Gedanken nachhing. Da er aber endlich bemerkte, dass einige Abschied nahmen, erhob er sich, ging in ein anderes Zimmer und fand hier seine Schwester von mehreren umgeben und, wie es schien, im ernsten Gespräche: er suchte sich Platz zu machen und zu ihr zu gelangen, da wandte sich jemand, den er bat, ihn durchzulassen, und - er erkannte dieselben Züge, die er so sehr verabscheute. Schnell ergriff er den Arm seiner Schwester und zog sie eilig mit sich fort auf die Straße. An der Tür wurde er durch die Menge der Diener verhindert, vorwärts zu kommen, und indem er sich durchdrängen wollte, hörte er, dass eine Stimme wieder ganz dicht bei ihm flüsterte: "Gedenke deines Eides!" Er wagte es nicht, sich umzuschauen, sondern eilte, seine Schwester mit sich fortziehend, schnell nach Hause.

Aubrey wurde fast wahnsinnig. War sein Geist schon vorher in einen einzigen Gedanken versunken gewesen, wie sehr wurde dieser Zustand verstärkt, da er nun die Gewissheit hatte, dass des Ungeheuers Leben von neuem sein Gemüt belastete. Er beachtete seiner Schwester Zärtlichkeit kaum, und vergebens drang sie in ihn, nach der Ursache seines rätselhaften Benehmens forschend. Er stieß bloß wenige Worte aus, und diese erschreckten sie. Je mehr er nachsann, umso verstörter wurde er. Sein Eid machte ihn schaudern ... sollte er denn gestatten, dass das Ungeheuer Verderben hauchend unter allen, die ihm teuer waren, umhergehe, und nicht versuchen, seine Fortschritte zu hemmen? Seine eigene Schwester konnte ja von ihm erreicht werden! - Aber gesetzt auch, er wollte seinen Eid brechen und seine Vermutungen laut werden lassen, wer würde ihm glauben? Er kam wohl auf den Gedanken, seine eigene Hand zu brauchen, um die Welt von solch einem Elenden zu befreien, allein der Tod, erinnerte er sich, hatte ja keine Gewalt über ihn. Mehrere Tage blieb er in diesem Zustande, schloss sich in seinem Zimmer ein und genoss bloß einige Nahrung, wenn seine Schwester zu ihm kam und ihn mit tränenden Augen bat, doch um ihretwillen seine Kräfte nicht sinken zu lassen. Endlich konnte er selbst die Stille und Einsamkeit nicht länger ertragen, er verließ seine Wohnung und eilte von Straße zu Straße, ängstlich fliehend vor dem Bilde, welches ihn immerwährend verfolgte. Er vernachlässigte seine Kleidung und wanderte ebenso am hellen Tage wie um Mitternacht umher. Man erkannte ihn kaum. Anfangs kehrte er mit dem Abend nach Hause zurück, allein endlich legte er sich da nieder, wo ihn die Ermüdung überfallen hatte. Seine Schwester, besorgt für seine Gesundheit, stellte Leute an, die ihm folgen mussten, aber sie verloren ihn bald aus dem Gesicht, denn er floh vor jedem Verfolgenden schneller, als mancher vor Gedanken.

Indessen änderte sich mit einem Male sein Benehmen. Ergriffen von der Idee, dass er in seiner Abwesenheit alle seine Freunde mit einem Feinde allein ließ, dessen Gegenwart sie nicht ahnten, beschloss er, wieder in Gesellschaft zu gehen und ihn genau zu bewachen, in der Absicht, trotz seines Eides alle zu warnen, denen sich Lord Ruthven auf eine vertrauliche Art nähern mochte. Doch wenn er in einen geselligen Kreis trat, waren seine lauernden, spähenden Blicke so ergreifend, sein innerlicher Schauder so sichtbar, dass sich seine Schwester endlich genötigt sah, ihn zu bitten, er möge ihretwegen doch nicht eine Gesellschaft besuchen, welche einen so unangenehmen Eindruck auf ihn zu machen scheine. Da jedoch alle Vorstellungen fruchtlos waren, glaubten die Vormünder, sich ins Mittel schlagen zu müssen, und fürchtend, dass sein Geist zerrüttet werden mochte, hielten sie es für hohe Zeit, ein Amt wieder zu übernehmen, das ihnen schon vorher von Aubreys Eltern übertragen worden war.

Voll Verlangen, ihn vor den Beleidigungen und Unannehmlichkeiten zu schützen, die er täglich auf seinen Wanderungen erfuhr, und den Augen der Menge nicht das bloßzustellen, was sie für Zeichen des Wahnsinns hielten, veranlassten sie einen Arzt, in seinem Hause Wohnung zu nehmen und ihn in steter Obhut zu halten. Er schien dies kaum zu bemerken, so sehr war sein Geist nur mit dem einzigen furchtbaren Gegenstande beschäftigt. Seine innere Verworrenheit wurde endlich so groß, dass er auf sein Zimmer beschränkt werden musste. Hier lag er denn oft auf einer Stelle tagelang, ohne dass er imstande war, aufzustehen. Er war äußerst mager geworden, seine Augen hatten ein gläsernes Aussehen bekommen, das einzige Zeichen von Gefühl und Erinnerung entfaltete er beim Eintritt seiner Schwester, dann sprang er zuweilen auf, und ihre Hand ergreifend, bat er sie mit Blicken, die sie in innerster Seele durchdrangen, sie möge ihn nicht berühren. "O!" sagte er, "berühre ihn ja nicht!" Wenn sie nun forschte, worauf sich diese Bitte bezöge, war seine einzige Antwort: "Gewiss! Gewiss!" und dann sank er wieder in einen Zustand zurück, aus dem auch sie ihn nicht erheben konnte. So blieb es mehrere Monate; sowie indes das Jahr allmählich vorüberging, wurden auch seine Gemütszerrüttungen minder häufig, und sein Geist befreite sich zum Teil von seiner Verdüsterung. Seine Wächter bemerkten auch, dass er des Tags zuweilen eine gewisse Zahl an den Fingern berechnete und dann lächelte. Fast war die Zeit verflossen, als am letzten Tage des Jahres einer seiner Vormünder in das Zimmer trat und mit dem Arzt über den traurigen Umstand sprach, dass sich Aubrey noch immer in einer so schrecklichen Lage befinde, indes seine Schwester nächstens verheiratet werden würde. Dies erregte sogleich Aubreys Aufmerksamkeit, und er fragte ängstlich, an wen? - Voll Freude über diesen Beweis des rückkehrenden Verstandes, dessen sie ihn schon für ganz beraubt gehalten hatten, nannten sie ihm den Namen des Earl of Marsden. Da er dachte, dass dies ein junger Edelmann sei, den er in Gesellschaft gesehen habe, schien Aubrey sehr zufrieden und setzte die Vormünder noch mehr dadurch in Verwunderung, dass er den Wunsch zu erkennen gab, bei der Hochzeit zugegen zu sein und seine Schwester zu sehen. Sie antworteten ihm nichts, aber in wenigen Minuten war seine Schwester bei ihm.

Er war dem Anscheine nach noch fähig, von der Wirkung ihres lieblichen Lächelns gerührt zu werden, denn er drückte sie an seine Brust und küsste ihre Wange, welche Tränen benetzten, die dem Gedanken flossen, dass ihres Bruders Gemüt den Empfindungen der Liebe wieder geöffnet sei. Er begann nun, mit all seiner gewöhnlichen Wärme zu sprechen und ihr Glück zu wünschen zu ihrer Vermählung mit einem durch Rang und andere Vollkommenheiten so ausgezeichneten Manne; da bemerkte er plötzlich ein Miniaturbild auf ihrer Brust; er betrachtete es genauer, und wie groß war sein Erstaunen, als er die Züge des Ungeheuers erkannte, welches einen so langen Einfluss auf sein Leben gehabt hatte. In einem Anfall von Wut ergriff er das Porträt und trat es mit Füßen. Als sie ihn fragte, warum er so die Abbildung ihres künftigen Gemahls zerstöre, sah er sie an, als wenn er sie nicht verstünde, dann ergriff er ihre Hände und schaute sie mit einem Ausdruck wilder Verwirrung an, indem er sie bat, zu schwören, dass sie nie dieses Ungeheuer heiraten wolle, denn er ... Er konnte nicht weiter sprechen, es schien, als ob die Stimme ihn wieder aufforderte, seines Eides zu gedenken, - schnell wandte er sich um und dachte Lord Ruthven zu erblicken, allein er sah niemand. Unterdessen waren die Vormünder und der Arzt eingetreten, welche das alles mit angehört hatten, und da sie es für die Rückkehr seines Wahnsinnes hielten, trennten sie ihn mit Gewalt von Miss Aubrey und baten sie, sich zu entfernen. Nun fiel er ihnen zu Füßen, bat, beschwor sie nur einen Tag um Aufschub. Sie wurden dadurch noch mehr in ihrer Meinung von dem rückkehrenden Wahnsinne Aubreys bestärkt, versuchten ihn zu beruhigen und entfernten sich.

Lord Ruthven hatte den Morgen nach dem Hofzirkel seinen Besuch machen wollen, war jedoch so wie niemand angenommen worden. Als er von Aubreys Übelbefinden hörte, fühlte er wohl, dass er es verursacht habe; als er aber vollends erfuhr, er sei wahnsinnig geworden, konnte er seine Freude kaum vor denen verbergen, von denen er diese Nachricht erfahren hatte. Er eilte nach der Wohnung seines früheren Gefährten, und durch beharrliche Aufmerksamkeit, sowie durch Äußerung einer großen Zärtlichkeit gegen den Bruder und Teilnehmer an seinem Unglücke, gelang es ihm, allmählich bei Miss Aubrey Gehör zu finden. Wer vermochte auch seinen Künsten zu widerstreben? Er hatte Gefahren und Beschwerden zu erzählen - sprach von sich selbst, als von einem Wesen, welches durchaus mit keinem anderen auf der Welt, außer mit der, an die er seine Worte richtete, übereinstimmend empfinde, erzählte ihr, wie nur, seitdem er sie kenne, sein Dasein ihm der Erhaltung wert geschienen habe, gleich als ob er nur ihren schmeichelnden Worten und Tönen habe lauschen wollen - mit einem Worte, er wusste die Schlangenkünste so trefflich zu gebrauchen, oder es war vielmehr der Wille des Schicksals, dass er ihre volle Zuneigung gewann. Da der Titel des älteren Zweiges der Familie mit der Zeit auf ihn fiel, so erhielt er einen ansehnlichen Gesandtschaftsposten, der ihm zur Entschuldigung diente, dass er die Vermählung (trotz des Bruders zerrütteter Gesundheit) beschleunigte, denn sie sollte den Tag vor seiner Abreise nach dem Festland stattfinden.

Aubrey versuchte, als ihn die Vormünder und der Arzt verlassen hatten, die Diener zu bestechen, doch vergebens! Er verlangte Feder und Tinte. Sie wurden ihm gereicht; er schrieb einen Brief an seine Schwester, in dem er sie beschwor, so wert ihr ihre eigene Glückseligkeit, ihre eigene Ehre und die Ehre derer sei, die nun im Grabe schlummerten, aber sie einst als die Hoffnung ihres Hauses in ihren Armen hielten, nur um wenige Stunden eine Vermählung zu verschieben, auf die er die schrecklichsten Verwünschungen ausschüttete. Die Diener versprachen ihm, den Brief zu bestellen, übergaben ihn aber dem Arzte, der es für besser hielt, das Gemüt der Miss Aubrey nicht noch mehr durch das zu ängstigen, was er für Anfälle eines Wahnsinnigen hielt.

Die Nacht verstrich den geschäftigen Bewohnern des Hauses ohne Ruhe, und Aubrey hörte mit einem Entsetzen, das man sich eher vorstellen als beschreiben kann, die Zeichen geschäftiger Vorbereitungen. Der Morgen kam, und das Geräusch der anfahrenden Wagen berührte sein Ohr. Aubrey geriet ganz außer sich. Die Neugier der Diener besiegte endlich ihre Wachsamkeit; sie stahlen sich allmählich weg und ließen Aubrey unter der Aufsicht eines alten schwachen Weibes. Er benutzte diese Gelegenheit. Mit einem Sprunge war er aus dem Zimmer, und in einem Augenblicke stand er in dem, wo sich alles zur Feierlichkeit versammelt hatte. Lord Ruthven war der erste, der ihn bemerkte; er trat sogleich zu jenem hin, ergriff ihn heftig beim Arme und riss ihn, sprachlos vor Wut, mit sich aus dem Zimmer. Auf der Treppe raunte ihm Lord Ruthven ins Ohr: "Erinnern Sie sich Ihres Eides, und bedenken Sie, dass, wenn Ihre Schwester nicht heute meine Gemahlin wird, sie entehrt ist! Die Weiber sind schwach!" - Mit diesen Worten drängte er ihn gegen seine Diener hin, welche, durch das alte Weib aufgeregt, ihn zu suchen gekommen waren. Aubrey konnte sich nicht länger aufrecht erhalten. Seine Wut, die keinen Ausbruch fand, hatte ein Blutgefäß zerrissen, und er wurde zugleich zu Bette gebracht. Dies wurde indessen seiner Schwester verschwiegen, welche bei seinem Eintritt nicht zugegen gewesen war, denn der Arzt wollte sie nicht beunruhigen. Die Vermählung wurde vollzogen, und Braut und Bräutigam verließen London.

Aubreys Schwäche nahm immer mehr zu; der Blutverlust erzeugte Symptome des herannahenden Todes. Er wünschte, seiner Schwester Vormünder möchten zu ihm gerufen werden, und als die Glocke Mitternacht geschlagen hatte, erzählte er alles, was die Leser auf den vorstehenden Blättern gefunden haben, und starb augenblicklich.

Die Vormünder eilten fort, Miss Aubrey zu retten, allein, es war zu spät. Lord Ruthven war verschwunden und Aubreys Schwester hatte den Durst eines Vampyrs gestillt.


2 - The Vampyre - John William Polidori - 1861 - Volltext (engl.)

It happened that in the midst of the dissipations attendant upon London winter, there appeared at the various parties of the leaders of the ton a nobleman more remarkable for his singularities, than his rank. He gazed upon the mirth around him, as if he could not participate therein. Apparently, the light laughter of the fair only attracted his attention, that he might by a look quell it and throw fear into those breasts where thoughtlessness reigned. Those who felt this sensation of awe, could not explain whence it arose: some attributed it to the dead grey eye, which, fixing upon the object's face, did not seem to penetrate, and at one glance to pierce through to the inward workings of the heart; but fell upon the cheek with a leaden ray that weighed upon the skin it could not pass. His peculiarities caused him to be invited to every house; all wished to see him, and those who had been accustomed to violent excitement, and now felt the weight of ennui, were pleased at having something in their presence capable of engaging their attention. In spite of the deadly hue of his face, which never gained a wanner tint, either from the blush of modesty, or from the strong emotion of passion, though its form and outline were beautiful, many of the female hunters after notoriety attempted to win his attentions, and gain, at least, some marks of what they might term affection: Lady Mercer, who had been the mockery of every monster shewn in drawing-rooms since her marriage, threw herself in his way, and did all but put on the dress of a mountebank, to attract his notice - though in vain; - when she stood before him, though his eyes were apparently fixed upon hers, still it seemed as if they were unperceived; - even her unappalled impudence was baffled, and she left the field. But though the common adultress could not influence even the guidance of his eyes, it was not that the female sex was indifferent to him: yet such was the apparent caution with which he spoke to the virtuous wife and innocent daughter, that few knew he ever addressed himself to females. He had, however, the reputation of a winning tongue; and whether it was that it even overcame the dread of his singular character, or that they were moved by his apparent hatred of vice, he was as often among those females who form the boast of their sex from their domestic virtues, as among those who sully it by their vices.

About the same time, there came to London a young gentleman of the name of Aubrey: he was an orphan left with an only sister in the possession of great wealth, by parents who died while he was yet in childhood. Left also to himself by guardians, who thought it their duty merely to take care of his fortune, while they relinquished the more important charge of his mind to the care of mercenary subalterns, he cultivated more his imagination than his judgment. He had, hence, that high romantic feeling of honour and candour, which daily ruins so many milliners' apprentices. He believed all to sympathise with virtue, and thought that vice was thrown in by Providence merely for the picturesque effect of the scene, as we see in romances: he thought that the misery of a cottage merely consisted in the vesting of clothes, which were as warm, but which were better adapted to the painter's eye by their irregular folds and various coloured patches. He thought, in fine, that the dreams of poets were the realities of life. He was handsome, frank, and rich: for these reasons, upon his entering into the gay circles, many mothers surrounded him, striving which should describe with least truth their languishing or romping favourites: the daughters at the same time, by their brightening countenances when he approached, and by their sparkling eyes, when he opened his lips, soon led him into false notions of his talents and his merit. Attached as he was to the romance of his solitary hours, he was startled at finding, that, except in the tallow and wax candles that flickered, not from the presence of a ghost, but from want of snuffing, there was no foundation in real life for any of that congeries of pleasing pictures and descriptions contained in those volumes, from which he had formed his study. Finding, however, some compensation in his gratified vanity, he was about to relinquish his dreams, when the extraordinary being we have above described, crossed him in his career.

He watched him; and the very impossibility of forming an idea of the character of a man entirely absorbed in himself, who gave few other signs of his observation of external objects, than the tacit assent to their existence, implied by the avoidance of their contact: allowing his imagination to picture every thing that flattered its propensity to extravagant ideas, he soon formed this object into the hero of a romance, and determined to observe the offspring of his fancy, rather than the person before him. He became acquainted with him, paid him attentions, and so far advanced upon his notice, that his presence was always recognised. He gradually learnt that Lord Ruthven's affairs were embarrassed, and soon found, from the notes of preparation in - Street, that he was about to travel. Desirous of gaining some information respecting this singular character, who, till now, had only whetted his curiosity, he hinted to his guardians, that it was time for him to perform the tour, which for many generations has been thought necessary to enable the young to take some rapid steps in the career of vice towards putting themselves upon an equality with the aged, and not allowing them to appear as if fallen from the skies, whenever scandalous intrigues are mentioned as the subjects of pleasantry or of praise, according to the degree of skill shewn in carrying them on. They consented: and Aubrey immediately mentioning his intentions to Lord Ruthven, was surprised to receive from him a proposal to join him. Flattered such a mark of esteem from him, who, apparently, had nothing in common with other men, he gladly accepted it, and in a few days they had passed the circling waters.

Hitherto, Aubrey had had no opportunity of studying Lord Ruthven's character, and now he found, that, though many more of his actions were exposed to his view, the results offered different conclusions from the apparent motives to his conduct. His companion was profuse in his liberality; - the idle, the vagabond, and the beggar, received from his hand more than enough to relieve their immediate wants. But Aubrey could not avoid remarking, that it was not upon the virtuous, reduced to indigence by the misfortunes attendant even upon virtue, that he bestowed his alms; - these were sent from the door with hardly suppressed sneers; but when the profligate came to ask something, not to relieve his wants, but to allow him to wallow in his lust, to sink him still deeper in his iniquity, he was sent away with rich charity. This was, however, attributed by him to the greater importunity of the vicious, which generally prevails over the retiring bashfulness of the virtuous indigent. There was one circumstance about the charity of his Lordship, which was still more impressed upon his mind: all those upon whom it was bestowed, inevitably found that there was a curse upon it, for they were all either led to the scaffold, or sunk to the lowest and the most abject misery. At Brussels and other towns through which they passed, Aubrey was surprised at the apparent eagerness with which his companion sought for the centres of all fashionable vice; there he entered into all the spirit of the faro table: he betted and always gambled with success, except where the known sharper was his antagonist, and then he lost even more than he gained; but it was always with the same unchanging face, with which he generally watched the society around: it was not, however, so when he encountered the rash youthful novice, or the luckless father of a numerous family; then his very wish seemed fortune's law - this apparent abstractedness of mind was laid aside, and his eyes sparkled with more fire than that of the cat whilst dallying with the half-dead mouse. In every town, he left the formerly affluent youth, torn from the circle he adorned, cursing, in the solitude of a dungeon, the fate that had drawn him within the reach of this fiend; whilst many a father sat frantic, amidst the speaking looks of mute hungry children, without a single farthing of his late immense wealth, wherewith to buy even sufficient to satisfy their present craving. Yet he took no money from the gambling table; but immediately lost, to the ruiner of many, the last gilder he had just snatched from the convulsive grasp of the innocent: this might but be the result of a certain degree of knowledge, which was not, however, capable of combating the cunning of the more experienced. Aubrey often wished to represent this to his friend, and beg him to resign that charity and pleasure which proved the ruin of all, and did not tend to his own profit; but he delayed it - for each day he hoped his friend would give him some opportunity of speaking frankly and openly to him; however, this never occurred. Lord Ruthven in his carriage, and amidst the various wild and rich scenes of nature, was always the same: his eye spoke less than his lip; and though Aubrey was near the object of his curiosity, he obtained no greater gratification from it than the constant excitement of vainly wishing to break that mystery, which to his exalted imagination began to assume the appearance of something supernatural.

They soon arrived at Rome, and Aubrey for a time lost sight of his companion; he left him in daily attendance upon the morning circle of an Italian countess, whilst he went in search of the memorials of another almost deserted city. Whilst he was thus engaged, letters arrived from England, which he opened with eager impatience; the first was from his sister, breathing nothing but affection; the others were from his guardians, the latter astonished him; if it had before entered into his imagination that there was an evil power resident in his companion these seemed to give him almost sufficient reason for the belief. His guardians insisted upon his immediately leaving his friend, and urged that his character was dreadfully vicious, for that the possession of irresistible powers of seduction, rendered his licentious habits more dangerous to society. It had been discovered, that his contempt for the adultress had not originated in hatred of her character; but that he had required, to enhance his gratification, that his victim, the partner of his guilt, should be hurled from the pinnacle of unsullied virtue, down to the lowest abyss of infamy and degradation: in fine, that all those females whom he had sought, apparently on account of their virtue, had, since his departure, thrown even the mask aside, and had not scrupled to expose the whole deformity of their vices to the public gaze.

Aubrey determined upon leaving one, whose character had not shown a single bright point on which to rest the eye. He resolved to invent some plausible pretext for abandoning him altogether, purposing, in the mean while, to watch him more closely, and to let no slight circumstances pass by unnoticed. He entered into the same circle, and soon perceived, that his Lordship was endeavouring to work upon the inexperience of the daughter of the lady whose house he chiefly frequented. In Italy, it is seldom that an unmarried female is met with in society; he was therefore obliged to carry on his plans in secret; but Aubrey's eye followed him in all his windings, and soon discovered that an assignation had been appointed, which would most likely end in the ruin of an innocent, though thoughtless girl. Losing no time, he entered the apartment of Lord Ruthven, and abruptly asked him his intentions with respect to the lady, informing him at the same time that he was aware of his being about to meet her that very night. Lord Ruthven answered, that his intentions were such as he supposed all would have upon such an occasion; and upon being pressed whether he intended to marry her, merely laughed. Aubrey retired; and, immediately writing a note, to say, that from that moment he must decline accompanying his Lordship in the remainder of their proposed tour, he ordered his servant to seek other apartments, and calling upon the mother of the lady informed her of all he knew, not only with regard to her daughter, but also concerning the character of his Lordship. The assignation was prevented. Lord Ruthven next day merely sent his servant to notify his complete assent to a separation; but did not hint any suspicion of his plans having been foiled by Aubrey's interposition.

Having left Rome, Aubrey directed his steps towards Greece, and crossing the Peninsula, soon found himself at Athens. He then fixed residence in the house of a Greek; and soon occupied himself in tracing the faded records of ancient glory upon monuments that apparently, ashamed of chronicling the deeds of freemen only before slaves, had hidden themselves beneath the sheltering soil or many coloured lichen. Under the same roof as himself, existed a being, so beautiful and delicate, that she might have formed the model for a painter, wishing to portray on canvass the promised hope of the faithful in Mahomet's paradise, save that her eyes spoke too much mind for any one to think she could belong to those who had no souls. As she danced upon the plain, or tripped along the mountain's side, one would have thought the gazelle a poor type of her beauties; for who would have exchanged her eye, apparently the eye of animated nature, for that sleepy luxurious look of the animal suited but to the taste of an epicure. The light step of Ianthe often accompanied Aubrey in his search after antiquities, and often would the unconscious girl, engaged in the pursuit of a Kashmere butterfly, show the whole beauty of her form, boating as it were upon the wind, to the eager gaze of him, who forgot the letters he had just decyphered upon an almost effaced tablet, in the contemplation of her sylph-like figure. Often would her tresses falling, as she flitted around, exhibit in the sun's ray such delicately brilliant and swiftly fading hues, as might well excuse the forgetfulness of the antiquary, who let escape from his mind the very object he had before thought of vital importance to the proper interpretation of a passage in Pausanias. But why attempt to describe charms which all feel, but none can appreciate? - It was innocence, youth, and beauty, unaffected by crowded drawing-rooms and stifling balls. Whilst he drew those remains of which he wished to preserve a memorial for his future hours, she would stand by, and watch the magic effects of his pencil, in tracing the scenes of her native place; she would then describe to him the circling dance upon the open plain, would paint to him in all the glowing colours of youthful memory, the marriage pomp she remembered viewing in her infancy; and then, turning to subjects that had evidently made a greater impression upon her mind, would tell him all the supernatural tales of her nurse. Her earnestness and apparent belief of what she narrated, excited the interest even of Aubrey; and often as she told him the tale of the living vampyre, who had passed years amidst his friends, and dearest ties, forced every year, by feeding upon the life of a lovely female to prolong his existence for the ensuing months, his blood would run cold, whilst he attempted to laugh her out of such idle and horrible fantasies; but Ianthe cited to him the names of old men, who had at last detected one living among themselves, after several of their near relatives and children had been found marked with the stamp of the fiend's appetite; and when she found him so incredulous, she begged of him to believe her, for it had been remarked, that those who had dared to question their existence, always had some proof given, which obliged them, with grief and heartbreaking, to confess it was true. She detailed to him the traditional appearance of these monsters, and his horror was increased by hearing a pretty accurate description of Lord Ruthven; he, however, still persisted in persuading her, that there could be no truth in her fears, though at the same time he wondered at the many coincidences which had all tended to excite a belief in the supernatural power of Lord Ruthven.

Aubrey began to attach himself more and more to Ianthe; her innocence, so contrasted with all the affected virtues of the women among whom he had sought for his vision of romance, won his heart and while he ridiculed the idea of a young man of English habits, marrying an uneducated Greek girl, still he found himself more and more attached to the almost fairy form before him. He would tear himself at times from her, and, forming a plan for some antiquarian research, would depart, determined not to return until his object was attained; but he always found it impossible to fix his attention upon the ruins around him, whilst in his mind he retained an image that seemed alone the rightful possessor of his thoughts. Ianthe was unconscious of his love, and was ever the same frank infantile being he had first known. She always seemed to part from him with reluctance; but it was because she had no longer any one with whom she could visit her favourite haunts, whilst her guardian was occupied in sketching or uncovering some fragment which had yet escaped the destructive hand of time. She had appealed to her parents on the subject of Vampyres, and they both, with several present, affirmed their existence, pale with horror at the very name. Soon after, Aubrey determined to proceed upon one of his excursions, which was to detain him for a few hours; when they heard the name of the place, they all at once begged of him not to return at night, as he must necessarily pass through a wood, where no Greek would ever remain, after the day had closed, upon any consideration. They described it as the resort of the vampyres in their nocturnal orgies and denounced the most heavy evils as impending upon him who dared to cross their path. Aubrey made light of their representations, and tried to laugh them out of the idea; but when he saw them shudder at his daring thus to mock a superior, infernal power, the very name of which apparently made their blood freeze, he was silent.

Next morning Aubrey set off upon his excursion unattended; he was surprised to observe the melancholy face of his host, and was concerned to find that his words, mocking the belief of those horrible fiends, had inspired them with such terror. When he was about to depart, Ianthe came to the side of his horse, and earnestly begged of him to return, ere night allowed the power of these beings to be put in action; - he promised. He was, however, so occupied in his research, that he did not perceive that day-light would soon end, and that in the horizon there was one of those specks which, in the warmer climates, so rapidly gather into a tremendous mass, and pour all their rage upon the devoted country. - He at last, however, mounted his horse, determined to make up by speed for his delay: but it was too late. Twilight, in these southern climates, is almost unknown; immediately the sun sets, night begins: and ere he had advanced far, the power of the storm was above - its echoing thunders had scarcely an interval of rest; - its thick heavy rain forced its way through the canopying foliage, whilst the blue forked lightning seemed to fall and radiate at his very feet. Suddenly his horse took fright, and he was carried with dreadful rapidity through the entangled forest. The animal at last, through fatigue, stopped, and he found, by the glare of lightning, that he was in the neighbourhood of a hovel that hardly lifted itself up from the masses of dead leaves and brushwood which surrounded it. Dismounting, he approached, hoping to find some one to guide him to the town, or at least trusting to obtain shelter from the pelting of the storm. As he approached, the thunders, for a moment silent, allowed him to hear the dreadful shrieks of a woman mingling with the stifled, exultant mockery of a laugh, continued in one almost unbroken sound; - he was startled: but, roused by the thunder which again rolled over his head, he, with a sudden effort, forced open the door of the hut. He found himself in utter darkness: the sound, however, guided him. He was apparently unperceived; for, though he called, still the sounds continued, and no notice was taken of him. He found himself in contact with some one, whom he immediately seized; when a voice cried, "Again baffled!" to which a loud laugh succeeded; and he felt himself grappled by one whose strength seemed superhuman: determined to sell his life as dearly as he could, he struggled; but it was in vain: he was lifted from his feet and hurled with enormous force against the ground: - his enemy threw himself upon him, and kneeling upon his breast, had placed his hands upon his throat when the glare of many torches penetrating through the hole that gave light in the day, disturbed him; - he instantly rose, and, leaving his prey, rushed through the door, and in a moment the crashing of branches, as he broke through the wood, was no longer heard. The storm was now still; and Aubrey, incapable of moving, was soon heard by those without. They entered; the light of their torches fell upon mud walls, and the thatch loaded on every individual straw with heavy flakes of soot. At the desire of Aubrey they searched for her who had attracted him by her cries; he was again left in darkness; but what was his horror, when the light of the torches once more burst upon him, to perceive the airy form of his fair conductress brought in a lifeless corpse. He shut his eyes, hoping that it was but a vision arising from his disturbed imagination; but he again saw the same form, when he unclosed them, stretched by his side. There was no colour upon her cheek, not even upon her lip; yet there was a stillness about her face that seemed almost as attaching as the life that once dwelt there: - upon her neck and breast was blood, and upon her throat were the marks of teeth having opened the vein: - to this the men pointed, crying, simultaneously struck with horror, "A Vampyre! a Vampyre!" A litter was quickly formed, and Aubrey was laid by the side of her who had lately been to him the object of so many bright and fairy visions, now fallen; with the flower of life that had died within her. He knew not what his thoughts were - his mind was benumbed and seemed to shun reflection and take refuge in vacancy; - he held almost unconsciously in his hand a naked dagger of a particular construction, which had been found in the hut. They were soon met by different parties who had been engaged in the search of her whom a mother had missed. Their lamentable cries as they approached the city, forewarned the parents of some dreadful catastrophe. - To describe their grief would be impossible; but when they ascertained the cause of their child's death, they looked at Aubrey and pointed to the corpse. They were inconsolable; both died brokenhearted.

Aubrey being put to bed was seized with a most violent fever, and was often delirious; in these intervals he would call upon Lord Ruthven and upon Ianthe - by some unaccountable combination he seemed to beg of his former companion to spare the being he loved. At other times he would imprecate maledictions upon his head, and curse him as her destroyer. Lord Ruthven chanced at this time to arrive at Athens, and from whatever motive, upon hearing of the state of Aubrey, immediately placed himself in the same house, and became his constant attendant. When the latter recovered from his delirium, he was horrified and startled at the sight of him whose image he had now combined with that of a Vampyre; but Lord Ruthven, by his kind words, implying almost repentance for the fault that had caused their separation, and still more by the attention, anxiety, and care which he showed, soon reconciled him to his presence. His lordship seemed quite changed; he no longer appeared that apathetic being who had so astonished Aubrey; but as soon as his convalescence began to be rapid, he again gradually retired into the same state of mind, and Aubrey perceived no difference from the former man, except that at times he was surprised to meet his gaze fixed intently upon him, with a smile of malicious exultation playing upon his lips: he knew not why, but this smile haunted him. During the last stage of the invalid's recovery, Lord Ruthven was apparently engaged in watching the tideless waves raised by the cooling breeze, or in marking the progress of those orbs, circling, like our world, the moveless sun; - indeed, he appeared to wish to avoid the eyes of all.

Aubrey's mind, by this shock, was much weakened, and that elasticity of spirit which had once so distinguished him now seemed to have fled for ever. He was now as much a lover of solitude and silence as Lord Ruthven; but much as he wished for solitude, his mind could not find it in the neighbourhood of Athens; if he sought it amidst the ruins he had formerly frequented, Ianthe's form stood by his side; - if he sought it in the woods, her light step would appear wandering amidst the underwood, in quest of the modest violet; then suddenly turning round, would show, to his wild imagination, her pale face and wounded throat, with a meek smile upon her lips. He determined to fly scenes, every feature of which created such bitter associations in his mind. He proposed to Lord Ruthven, to whom he held himself bound by the tender care he had taken of him during his illness, that they should visit those parts of Greece neither had yet seen. They travelled in every direction, and sought every spot to which a recollection could be attached: but though they thus hastened from place to place, yet they seemed not to heed what they gazed upon. They heard much of robbers, but they gradually began to slight these reports, which they imagined were only the invention of individuals, whose interest it was to excite the generosity of those whom they defended from pretended dangers. In consequence of thus neglecting the advice of the inhabitants, on one occasion they travelled with only a few guards, more to serve as guides than as a defence. Upon entering, however, a narrow defile, at the bottom of which was the bed of a torrent, with large masses of rock brought down from the neighbouring precipices, they had reason to repent their negligence; for scarcely were the whole of the party engaged in the narrow pass, when they were startled by the whistling of bullets close to their heads, and by the echoed report of several guns. In an instant their guards had left them, and, placing themselves behind rocks, had begun to fire in the direction whence the report came. Lord Ruthven and Aubrey, imitating their example, retired for a moment behind the sheltering turn of the defile: but ashamed of being thus detained by a foe, who with insulting shouts bade them advance, and being exposed to unresisting slaughter, if any of the robbers should climb above and take them in the rear, they determined at once to rush forward in search of the enemy. Hardly had they lost the shelter of rock, when Lord Ruthven received a shot in the shoulder, which brought him to the ground. Aubrey hastened to his assistance; and, no longer heeding the contest or his own peril, was soon surprised by seeing the robbers' faces around him - his guards having, upon Lord Ruthven's being wounded, immediately thrown up their arms and surrendered.

By promises of great reward, Aubrey soon induced them to convey his wounded friend to a neighbouring cabin; and having agreed upon a ransom, he was no more disturbed by their presence - they being content merely to guard the entrance till their comrade should return with the promised sum, for which he had an order. Lord Ruthven's strength rapidly decreased; in two days mortification ensued, and death seemed advancing with hasty steps. His conduct and appearance had not changed; he seemed as unconscious of pain as he had been of the objects about him: but towards the close of the last evening, his mind became apparently uneasy, and his eye often fixed upon Aubrey, who was induced to offer his assistance with more than usual earnestness - "Assist me! you may save me - you may do more than that - I mean not life, I heed the death of my existence as little as that of the passing day; but you may save my honour, your friend's honour." - "How? tell me how? I would do any thing," replied Aubrey. - "I need but little, my life ebbs apace - I cannot explain the whole - but if you would conceal all you know of me, my honour were free from stain in the world's mouth - and if my death were unknown for some time in England - I - I - but life." - "It shall not be known." - "Swear!" cried the dying man raising himself with exultant violence. "Swear by all your soul reveres, by all your nature fears, swear that for a year and a day you will not impart your knowledge of my crimes or death to any living being in any way, whatever may happen, or whatever you may see." - His eyes seemed bursting from their sockets; "I swear!" said Aubrey; he sunk laughing upon his pillow, and breathed no more.

Aubrey retired to rest, but did not sleep; the many circumstances attending his acquaintance with this man rose upon his mind, and he knew not why; when he remembered his oath a cold shivering came over him, as if from the presentiment of something horrible awaiting him. Rising early in the morning, he was about to enter the hovel in which he had left the corpse, when a robber met him, and informed him that it was no longer there, having been conveyed by himself and comrades, upon his retiring, to the pinnacle of a neighbouring mount, according to a promise they had given his lordship, that it should be exposed to the first cold ray of the moon that rose after his death. Aubrey astonished, and taking several of the men, determined to go and bury it upon the spot where it lay. But, when he had mounted to the summit he found no trace of either the corpse or the clothes, though the robbers swore they pointed out the identical rock on which they had laid the body. For a time his mind was bewildered in conjectures, but he at last returned, convinced that they had buried the corpse for the sake of the clothes.

Weary of a country in which he had met with such terrible misfortunes, and in which all apparently conspired to heighten that superstitious melancholy that had seized upon his mind, he resolved to leave it, and soon arrived at Smyrna. While waiting for a vessel to convey him to Otranto, or to Naples, he occupied himself in arranging those effects he had with him belonging to Lord Ruthven. Amongst other things there was a case containing several weapons of offence, more or less adapted to ensure the death of the victim. There were several daggers and ataghans. Whilst turning them over, and examining their curious forms, what was his surprise at finding a sheath apparently ornamented in the same style as the dagger discovered in the fatal hut; - he shuddered; hastening to gain further proof, he found the weapon, and his horror may be imagined when he discovered that it fitted, though peculiarly shaped, the sheath he held in his hand. His eyes seemed to need no further certainty - they seemed gazing to be bound to the dagger, yet still he wished to disbelieve; but the particular form, the same varying tints upon the haft and sheath were alike in splendour on both, and left no room for doubt; there were also drops of blood on each.

He left Smyrna, and on his way home, at Rome, his first inquiries were concerning the lady he had attempted to snatch from Lord Ruthven's seductive arts. Her parents were in distress, their fortune ruined, and she had not been heard of since the departure of his lordship. Aubrey's mind became almost broken under so many repeated horrors; he was afraid that this lady had fallen a victim to the destroyer of Ianthe. He became morose and silent; and his only occupation consisted in urging the speed of the postilions, as if he were going to save the life of some one he held dear. He arrived at Calais; a breeze, which seemed obedient to his will, soon wafted him to the English shores; and he hastened to the mansion of his fathers, and there, for a moment, appeared to lose, in the embraces and caresses of his sister, all memory of the past. If she before, by her infantine caresses, had gained his affection, now that the woman began to appear, she was still more attaching as a companion.

Miss Aubrey had not that winning grace which gains the gaze and applause of the drawing-room assemblies. There was none of that light brilliancy which only exists in the heated atmosphere of a crowded apartment. Her blue eye was never lit up by the levity of the mind beneath. There was a melancholy charm about it which did not seem to arise from misfortune, but from some feeling within, that appeared to indicate a soul conscious of a brighter realm. Her step was not that light footing, which strays where'er a butterfly or a colour may attract - it was sedate and pensive. When alone, her face was never brightened by the smile of joy; but when her brother breathed to her his affection, and would in her presence forget those griefs she knew destroyed his rest, who would have exchanged her smile for that of the voluptuary? It seemed as if those eyes, that face were then playing in the light of their own native sphere. She was yet only eighteen, and had not been presented to the world, it having been thought by her guardians more fit that her presentation should be delayed until her brother's return from the continent, when he might be her protector. It was now, therefore, resolved that the next drawing-room, which was fast approaching, should be the epoch of her entry into the "busy scene." Aubrey would rather have remained in the mansion of his fathers, and feed upon the melancholy which overpowered him. He could not feel interest about the frivolities of fashionable strangers, when his mind had been so torn by the events he had witnessed; but he determined to sacrifice his own comfort to the protection of his sister. They soon arrived in town, and prepared for the next day, which had been announced as a drawing- room.

The crowd was excessive - a drawing-room had not been held for long time, and all who were anxious to bask in the smile of royalty, hastened thither. Aubrey was there with his sister. While he was standing in a corner by himself, heedless of all around him, engaged in the remembrance that the first time he had seen Lord Ruthven was in that very place - he felt himself suddenly seized by the arm, and a voice he recognized too well, sounded in his ear - "Remember your oath." He had hardly courage to turn, fearful of seeing a spectre that would blast him, when he perceived, at a little distance, the same figure which had attracted his notice on this spot upon his first entry into society. He gazed till his limbs almost refusing to bear their weight, he was obliged to take the arm of a friend, and forcing a passage through the crowd, he threw himself into his carriage, and was driven home. He paced the room with hurried steps, and fixed his hands upon his head, as if he were afraid his thoughts were bursting from his brain. Lord Ruthven again before him - circumstances started up in dreadful array - the dagger - his oath. - He roused himself, he could not believe it possible - the dead rise again! - He thought his imagination had conjured up the image his mind was resting upon. It was impossible that it could be real - he determined, therefore, to go again into society; for though he attempted to ask concerning Lord Ruthven, the name hung upon his lips and he could not succeed in gaining information. He went a few nights after with his sister to the assembly of a near relation. Leaving her under the protection of a matron, he retired into a recess, and there gave himself up to his own devouring thoughts. Perceiving, at last, that many were leaving, he roused himself, and entering another room, found his sister surrounded by several, apparently in earnest conversation; he attempted to pass and get near her, when one, whom he requested to move, turned round, and revealed to him those features he most abhorred. He sprang forward, seized his sister's arm, and, with hurried step, forced her towards the street: at the door he found himself impeded by the crowd of servants who were waiting for their lords; and while he was engaged in passing them, he again heard that voice whisper close to him - "Remember your oath!" - He did not dare to turn, but, hurrying his sister, soon reached home.

Aubrey became almost distracted. If before his mind had been absorbed by one subject, how much more completely was it engrossed now that the certainty of the monster's living again pressed upon his thoughts. His sister's attentions were now unheeded, and it was in vain that she intreated him to explain to her what had caused his abrupt conduct. He only uttered a few words, and those terrified her. The more he thought, the more he was bewildered. His oath startled him; - was he then to allow this monster to roam, bearing ruin upon his breath, amidst all he held dear, and not avert its progress? His very sister might have been touched by him. But even if he were to break his oath, and disclose his suspicions, who would believe him? He thought of employing his own hand to free the world from such a wretch; but death, he remembered, had been already mocked. For days he remained in state; shut up in his room, he saw no one, and ate only when his sister came, who, with eyes streaming with tears, besought him, for her sake, to support nature. At last, no longer capable of bearing stillness and solitude, he left his house, roamed from street to street, anxious to fly that image which haunted him. His dress became neglected, and he wandered, as often exposed to the noon-day sun as to the mid-night damps. He was no longer to be recognized; at first he returned with evening to the house; but at last he laid him down to rest wherever fatigue overtook him. His sister, anxious for his safety, employed people to follow him; but they were soon distanced by him who fled from a pursuer swifter than any - from thought. His conduct, however, suddenly changed. Struck with the idea that he left by his absence the whole of his friends, with a fiend amongst them, of whose presence they were unconscious, he determined to enter again into society, and watch him closely, anxious to forewarn, in spite of his oath, all whom Lord Ruthven approached with intimacy. But when he entered into a room, his haggard and suspicious looks were so striking, his inward shuddering so visible, that his sister was at last obliged to beg of him to abstain from seeking, for her sake, a society which affected him so strongly. When, however, remonstrance proved unavailing, the guardians thought proper to interpose, and, fearing that his mind was becoming alienated, they thought it high time to resume again that trust which had been before imposed upon them by Aubrey's parents.

Desirous of saving him from the injuries and sufferings he had daily encountered in his wanderings, and of preventing him from exposing to the general eye those marks of what they considered folly, they engaged a physician to reside in the house, and take constant care of him. He hardly appeared to notice it, so completely was his mind absorbed by one terrible subject. His incoherence became at last so great that he was confined to his chamber. There he would often lie for days, incapable of being roused. He had become emaciated, his eyes had attained a glassy lustre; - the only sign of affection and recollection remaining displayed itself upon the entry of his sister; then he would sometimes start, and, seizing her hands, with looks that severely afflicted her, he would desire her not to touch him. "Oh, do not touch him - if your love for me is aught, do not go near him!" When, however, she inquired to whom he referred, his only answer was, "True! true!" and again he sank into a state, whence not even she could rouse him. This lasted many months: gradually, however, as the year was passing, his incoherences became less frequent, and his mind threw off a portion of its gloom, whilst his guardians observed, that several times in the day he would count upon his fingers a definite number, and then smile.

The time had nearly elapsed, when, upon the last day of the year, one of his guardians entering his room, began to converse with his physician upon the melancholy circumstance of Aubrey's being in so awful a situation, when his sister was going next day to be married. Instantly Aubrey's attention was attracted; he asked anxiously to whom. Glad of this mark of returning intellect, of which they feared he had been deprived, they mentioned the name of the Earl of Marsden. Thinking this was a young Earl whom he had met with in society, Aubrey seemed pleased, and astonished them still more by his expressing his intention to be present at the nuptials, and desiring to see his sister. They answered not, but in a few minutes his sister was with him. He was apparently again capable of being affected by the influence of her lovely smile; for he pressed her to his breast, and kissed her cheek, wet with tears, flowing at the thought of her brother's being once more alive to the feelings of affection. He began to speak with all his wonted warmth, and to congratulate her upon her marriage with a person so distinguished for rank and every accomplishment; when he suddenly perceived a locket upon her breast; opening it, what was his surprise at beholding the features of the monster who had so long influenced his life. He seized the portrait in a paroxysm of rage, and trampled it under foot. Upon her asking him why he thus destroyed the resemblance of her future husband, he looked as if he did not understand her; - then seizing her hands, and gazing on her with a frantic expression of countenance, he bade her swear that she would never wed this monster, for he - But he could not advance - it seemed as if that voice again bade him remember his oath - he turned suddenly round, thinking Lord Ruthven was near him but saw no one. In the meantime the guardians and physician, who had heard the whole, and thought this was but a return of his disorder, entered, and forcing him from Miss Aubrey, desired her to leave him. He fell upon his knees to them, he implored, he begged of them to delay but for one day. They, attributing this to the insanity they imagined had taken possession of his mind endeavoured to pacify him, and retired.

Lord Ruthven had called the morning after the drawing-room, and had been refused with every one else. When he heard of Aubrey's ill health, he readily understood himself to be the cause of it; but when he learned that he was deemed insane, his exultation and pleasure could hardly be concealed from those among whom he had gained this information. He hastened to the house of his former companion, and, by constant attendance, and the pretence of great affection for the brother and interest in his fate, he gradually won the ear of Miss Aubrey. Who could resist his power? His tongue had dangers and toils to recount - could speak of himself as of an individual having no sympathy with any being on the crowded earth, save with her to whom he addressed himself; - could tell how, since he knew her, his existence had begun to seem worthy of preservation, if it were merely that he might listen her soothing accents; - in fine, he knew so well how to use the serpent's art, or such was the will of fate, that he gained her affections. The title of the elder branch falling at length to him, he obtained an important embassy, which served as an excuse for hastening the marriage (in spite of her brother's deranged state), which was to take place the very day before his departure for the continent.

Aubrey, when he was left by the physician and his guardians, attempted to bribe the servants, but in vain. He asked for pen and paper; it was given him; he wrote a letter to his sister, conjuring her, as she valued her own happiness, her own honour, and the honour of those now in the grave, who once held her in their arms as their hope and the hope of their house, to delay but for a few hours that marriage, on which he denounced the most heavy curses. The servants promised they would deliver it; but giving it to the physician, he thought it better not to harass any more the mind of Miss Aubrey by, what he considered, the ravings of a maniac. Night passed on without rest to the busy inmates of the house; and Aubrey heard, with a horror that may more easily be conceived than described, the notes of busy preparation. Morning came, and the sound of carriages broke upon his ear. Aubrey grew almost frantic. The curiosity of the servants at last overcame their vigilance; they gradually stole away, leaving him in the custody of an helpless old woman. He seized the opportunity, with one bound was out of the room, and in a moment found himself in the apartment where all were nearly assembled. Lord Ruthven was the first to perceive him: he immediately approached, and, taking his arm by force, hurried him from the room, speechless with rage. When on the staircase, Lord Ruthven whispered in his ear - "Remember your oath, and know, if not my bride to day, your sister is dishonoured. Women are frail!" So saying, he pushed him towards his attendants, who, roused by the old woman, had come in search of him. Aubrey could no longer support himself; his rage not finding vent, had broken a blood-vessel, and he was conveyed to bed. This was not mentioned to his sister, who was not present when he entered, as the physician was afraid of agitating her. The marriage was solemnized, and the bride and bridegroom left London.

Aubrey's weakness increased; the effusion of blood produced symptoms of the near approach of death. He desired his sister's guardians might be called, and when the midnight hour had struck, he related composedly what the reader has perused - he died immediately after.

The guardians hastened to protect Miss Aubrey; but when they arrived, it was too late. Lord Ruthven had disappeared, and Aubrey's sister had glutted the thirst of a VAMPYRE!


Autor

John William Polidori - * 1795, † 1821; Leibarzt und dadurch Reisegefährte von Lord Byron. Im Alter von 26 Jahren beging Polidori 1821 Selbstmord. Zuerst wurde seine Vampirgeschichte Lord Byron zugerechnet und noch heute erschient die Geschichte oft unter der Doppelbezeichnung Byron/Polidori. - UK

Übersetzung u.a.: Jürgen Abel, Adolf Böttger, Joachim A. Frank, Hans-Joachim Kruse, H. Splinter


Titelgalerie


weiterführende Links

erschienen u.a. in : Stunde der Vampire (The Midníght People) - Hrsg: Peter Haining - 1968
Von denen Vampiren oder Menschensaugern - Hrsg: Dieter Sturm, Klaus Völker - 1968
14 Vampirstories - Hrsg: Manfred Kluge - 1978
Der Vampir - Hrsg: Herbert Greiner-Mai - 1981
Dracula. Mythen und Wahrheiten - Hrsg: Christiane Klell, Reinhard Deutsch - 2010.

weitere Werke gleichen Titels : Vampir
Vampyr

externer Link zur Vamyrbibliothek.


Handlungsorte

Athen (Griechenland), Brüssel (Belgien), London (UK), Paris (Frankreich), Rom (Italien)


Vampire

Ruthven, Lord - als Mensch Lord Byron. Er zeigt sich übelsten Subjekten gegenüber sehr freigiebig, was diesen jedoch nur sehr kurzfristig bekommt. In der Londoner Gesellschaft gilt er als geheimnisvoll, emotionslos und oft abweisend. Nimmt Ruthven an einem Glücksspiel teil, genießt er es, den Ruin seiner Mitspieler zu erleben. Tritt auch unter dem Pseudonym Earl of Marsden auf.


Die Nutzung des vorliegenden Textes erfolgt mit freundlicher Gehemigung der Vampyrbibliothek (www.vampyrbibliothek.de). Dafür noch einmal allen Dank.