Gefährlich - Geheimnisvoll - Erotisch

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Sie ist ein Wesen der Dämmerung - halb Mensch, halb Vampir. So lebt sie in einer feindlichen Welt und kämpft gegen ihr eigenes Stiefvolk. Eine dunkle Bestimmung lastet auf ihr, eine Mission, die beide Welten verändern wird!

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Folge 51 - 110            Taschenhefte im Bastei-Verlag            Folge 51 - 110

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51 (Taschenheft 1) DER DURST NACH BLUT: Liliths Bestimmung hat sich erfüllt. Doch was ist wirklich geschehen in der Säule reiner Energie?
Sie ist ein Mischwesen, halb Mensch, halb Vampir. Zwei Welten sind in ihr vereint - und der ewige Kampf zwischen Gut und Böse! Dies ist ihr Schicksal: Von den Menschen gefürchtet, von den Blutsaugern verachtet und gejagt. Doch die Vampire sind ein sterbendes Volk; die Tage ihrer verborgenen Herrschaft sind gezählt. Als Geschöpf der Dämmerung ist sie beides: einzige Hoffnung und ewiges Verderben - für beide Völker...
Vampire - seit Urzeiten sind sie die dunklen Beglei8ter der Menschen. Die Nacht und der Magie verbunden, leben sie unerkannt unter uns und ernähren sich von unserem Blut. Wen sie beißen, der wird zu ihrem gehorsamen Diener, zu einem Zerrbild ihrer selbst. Und man kann sie nur mit besonderen Mitteln töten, denn Vampire sind unsterblich! So war es bisher! Doch nun wendet sich das Schicksal. Eine neue Zeit bricht an - für die Vampire und für das Menschengeschlecht. Eine junge Frau, in der sich das Blut beider Völker vereint, ist das Sinnbild dieses Wandels. Begleiten wir sie auf ihrem gefahrvollen Weg...

52 (Taschenheft 2) DIE NEUE RASSE: Leben aus der Retorte - was den Menschen noch nicht gelungen ist, wird für die Vampire Wirklichkeit! Grausame Wirklichkeit! Denn das Wesen, das in einem New Yorker Labor der Nährflüssigkeit entsteigt, gerät außer Kontrolle. Blind vor Zorn und nach Blut dürstend wütet es unter seinen Schöpfern - bevor es ins Freie gelangt und sich einen Weg zum Hafen bahnt! Lilith weiß um sein Ziel: eine neue Rasse zu gründen, eine neue Generation der Vampire! Kommt sie zu spät, um es zu verhindern?
New York, Brookluyn. »House of Awakening« - Man konnte Lebewesen Dinge antun, die tausendfach schlimmer waren als der Tod. Eines davon war, sie zum Leben zu verdammen. Landon Mulgrew musste sich nur umschauen, um einmal mehr auf beklemmende Weise daran erinnert zu werden. Sein Blick wanderte über die lange Reihe deckenhoher Panzerglasfronten. Hinter jeder, ausgestellt wie in den Schaufenstern eines widerwärtigen Monstrositätenkabinetts, war zu sehen, was Leben auch sein konnte, nach moralischen Maßstäben aber niemals sein durfte...

53 (Taschenheft 3) DIE AUSERWÄHLTE: Die Umstände bei der Geburt des Kindes sind mehr als seltsam. Die junge Frau ist unberührt. Die Schwangerschaft währt exakt 666 Stunden. Und zur Welt kommt der Knabe in einem Nonnenstift, denn seine Mutter ist eine Braut Christi. Der einzige Pater des Klosters stirbt einen schrecklichen Tod, noch bevor er seinen Bischof unterrichten kann. Und die Ordensschwestern verfallen dem engelsgleichen Kind mit Haut und Haar. Kurz darauf erhält es Besuch: eine halb verweste Gesatalt mit langen Eckzähnen und einem unbändigen Durst nach Blut... 
Holy Convent of Saint Catherine's, Maine, USA - Etwas zerstörte die Wunder des Indian Summer, verschlang die Farben ringsum. Die Natur ertrank in Grau, und alle Helligkeit wurde zu seltsam schwefligem Gelb. Wie auf einer alten, vergilbten Schwarzweiß-Fotographie. Fast erschrocken hielt Schwester Mariah in ihrer Gartenarbeit inne und hob den Blick, um nach den dunklen Wolken  zu sehen. Wie aus dem Nichts mussten sie aufgetaucht sein, so plötzlich hatte sich der Klostergarten in einen Hort der Düsternis verwandelt... ... doch der Himmel über Saint Catherine's war so wolkenlos wie zuvor!

54 (Taschenheft 4) DER PFAD DER WÖLFIN: Sie ist ein Geschöpf des Vollmonds. In seinem Silberlicht wird sie zur Jägerin, zum Leitwolf des Rudels. Der Mond beherrscht ihr Leben, ihre Triebe, ihre Lust zu töten. Bis sie ihn trifft. Auch er ist ein Wesen der Nacht. Auch sein Volk lebt seit Urzeiten neben dem Menschengeschlecht und macht es sich untertan. Auch er besitzt die Gabe der Metamorphose. Als die Werwölfin und der Vampir sich begegnen, ändert sich Nonas Leben. Nun beherrscht nicht länger der Mond allein ihr Leben. Denn Landru sieht mehr in ihr als nur seine Geliebte...
Rom, 3. Juni 1527 - Auch diese Nacht war erfüllt von den Schreien der Sterbenden und Gefolterten. Manchmal glaubte Ludwig, es nicht länger ertragen zu können. Seit die kaiserliche Armee in die Stadt eingefallen war, wurde diese vom Atem eines grässlichen Tieres durchströmt. Es trohnte unsichtbar auf den Hügeln, und sein Blick reichte bis in die verborgensten Räume eines Hauses hinein, so dass es immer neue Opfer fand. Menschliche Bosheit ballte sich zu etwas, gegen das weder Schwert noch Speer, nicht einmal die reinigende Kraft des Feuers zu helfen schien. Für dieses Untier, so wusste der Landsknecht, gab es nur einen Namen: DAS BÖSE...

55 (Taschenheft 5) PARA-TRÄUME: Die Träume kamen plötzlich, mit brutaler Gewalt. es war, als könnte Jennifer in eine andere Welt blicken. Eine Welt des Schreckens, des unsagbar Bösen. Eine Welt, die ihr fast real erschien. Sie wusste nicht, das sie nicht die einzige war, die diese Träume hatte. Und dass man bereits fieberhaft nach ihr suchte. Denn die nächtlichen Visionen waren viel mehr als bloße Träume. Sie waren der Schlüssel zu einer Wahrheit neben der unseren, der sichtbaren Welt. Und wer immer diesen Schlüssel erlangte, der hielt die Vorsehung in Händen...
Der Kampf musste mit animalischer Wildheit geführt worden sein. Und das Finale, der wahrhaft mörderische Höhepunkt, stand unmittelbar bevor. Die Schwarzhaarige war nur noch in Fetzen gekleidet. Ihre verzerrten Züge erinnerten an ein Raubtier. Und wie ein solches mochte sie sich zur Wehr gesetzt haben. Vergebens... Sie war die Unterlegene dieser Auseinandersetzung. Sie lag am Boden, auf dem Rücken, und das heisere Fauchen, das sie dem über ihr Knienden entgegenzischte, war nicht mehr als ein trotziger Versuch, über die eigene Todesangst hinwegzutäuschen. Beeindruckend waren allenfalls die beiden dolchartig gekrümmten Eckzähne, die dabei sichtbar wurden. Aber auch diese Drohgebärde konnte den Mann nicht davon abhalten, es zu Ende zu bringen...

56 (Taschenheft 6) DER ATEM MANITOUS: Die Prophezeiung sprach von Tod. Vom Sturz des Adlers. Als die Zeit gekommen war, traf Makootemane eine Entscheidung. er wählte die Einsamkeit, um sein Volk zu retten. Und als der Atem Manitous ihn traf und seinen greisen Leib vergiftete, war niemand bei ihm, den er ins Verderben hätte reißen können. Sein Volk bestand fort, so wie der Stamm, von dem es sich ernährte. Bis sie kam, die allen Vampiren den Tod geschworen hatte. Lilith Eden hatte nie an ihrer Bestimmung gezweifelt. bis heute...
Wie ein lichtfressender Moloch legte sich der Abend über die Dächer New Jerichos. Eine junge Frau mit kastanienbraunem Haar stand am Fenster des einzigen Motels am Ort und beobachtete die Dunkelheit, die einem unheimlichen Gewächs gleich, zwischen den Häuserfassaden zu wuchern begann. Sie versuchte ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie es hier vor 300 Jahren ausgesehen hatte. Zu der Zeit, als sie zuletzt ihren Fuß in diese waldreiche Landschaft gesetzt hatte. Damlas in Begleitung ihres einzig wahren Geliebten. Des Kelchhüters, dem sie ihr immer noch währendes Leben verdankte...
Dezember 1996, Polarmeer, Alaska - »Verdammt, Gideon, stell das Ruder fest und hilf mir endlich!« Unbeholfen stocherte Trimble Foxglove mit der hölzernen Stange zwischen den Eisschollen nach der reglosen Gestalt und versuchte sie an die Bordwand der Ardent heranzuholen. »Wozu die Eile?« rief Gideon Lavrakas zurück. »Der Kerl ist mausetot. Im eiskalten wasser überlebt keiner länger als ein paar Minuten.« Er kletterte die eisumkrusteten Stufen vom Ruderstand herab und trat an die Reling. »Oder siehst du irgendwo ein anderes Schiff, von dem er gerade gefallen sein könnte?« Das breite Grinsen schien sein Gesicht in zwei ungleiche Hälften zu spalten. Trotzdem packte er mit zu, und gemeinsam schafften sie es schließlich, den bleichen Körper an Bord zu hieven.

57 (Taschenheft 7) DER TOD IM EIS: Er war in einem mit Flüssigkeit gefüllten Tank erwacht, angeschlossen an Drähte und Sensoren und ohne Erinnerung an sein bisheriges Leben. Was daran lag, dass er kein bisheriges Leben hatte. Er war ein Homunkulus, ein genetisch erschaffener Vampir. Seine Aufgabe: sich vermehren, so schnell und effektiv wie möglich. Dieser Plan scheiterte. Sein Nachwuchs starb, als das Schiff, auf dem er vor seinen Schöpfern floh, ausbrannte. Ihm selbst gelang es, sich nahe Alaska ins Meer zu retten. Vom Feuer ins ewige Eis. Aber Kälte konnte ihm nichts anhaben. Er trug die Hölle in sich. Und er würde sie zu denen bringen, die ihn fanden...
Spitz stach die Nase aus dem gelblichen Gesicht. Die Haut war hart, trocken, ledern geworden. Die Augen waren tief in die Höhlen zurückgesunken. Mariah war kaum Zwanzig und sah doch wie eine Hundertjährige aus. Die letzten Wochen hatten ihre Kräfte aufgezehrt. In Tagen hatte sie Jahre verloren. Dennoch hatte sie jedes einzelne mit Freuden hingegeben. Zu seinem Wohle... Noch jetzt, da der Tod ihr nahe war, hing der Blick ihrer glanzlosen Augen an ihm. Und wenn noch irgend etwas darin war, so war es die Liebe zu ihrem Sohn. »Gabriel...« Der Junge brachte sein kleines Gesicht dicht an ihres heran. Seine Lippen berührten die ihren, die längst kalt und blutleer waren. Und sogen ihren letzten Atemzug auf. Gabriel schloss seiner Mutter die Lider, ehe er sich abwandte und das Totenzimmer verließ. Lächelnd.

58 (Taschenheft 8) IM BANN DES KINDES: Raphael Baldacci, ist ein »Gesandter«, ein Mann des Glaubens, von einer höheren Macht dazu auserkoren, das Gleichgewicht von Gut und Böse zu erhalten. Doch dieses Gleichgewicht wurde durch die Seuche der Vampire empfindlich gestört! Lilith Eden hat ihn bereits in ihren Träumen gesehen: den Widderköpfigen. Ein Wesen, das überirdische Macht ausstrahlt. Und durch den flüchtigen Kontakt mit der Halbvampirin gerät nun auch Baldacci in den Bannkreis des Unheimlichen. Er jedoch sieht ihn als das, was er wirklich ist. Ein Kind...
Spitz stach die Nase aus dem gelblichen Gesicht. Die Haut war hart, trocken, ledern geworden. Die Augen waren tief in die Höhlen zurückgesunken. Maria war kaum Zwanzig und sah doch wie eine Hundertjährige aus. Die letzten Wochen hatten ihre Kräfte aufgezehrt. In Tagen hatte sie Jahre verloren. Dennoch hatte sie jedes einzelne mit Freunden hingegeben. Zu seinem Wohle... Noch jetzt, da der Tod ihr nahe war, hing der Blick ihrer glanzlosen Augen an ihm. Und wenn noch irgend etwas darin war, so war es die Liebe zu ihrem Sohn. »Gabriel...« Der Junge brachte sein kleines Gesicht dicht an ihres heran. Seine Lippen berührten die ihren, die längst kalt und blutleer waren. Und sogen ihren letzten Atemzug auf. Gabriel schloss seiner Mutter die Lider, ehe er sich abwandte und das Totenzimmer verließ. Lächelnd.

59 (Taschenheft 9) DIE MACHT DES FEUERS: Das Leben erschien ihnen so bleich und farblos wie ihre Haut, die Zukunft sahen sie so schwarz wie die Kleidung, die sie trugen. Die beiden Grufties wollten Schluss machen. Natürlich stilecht, auf einem Friedhof. Und nicht bevor sie sich ein letztes Mal geliebt hatten. Ihr Wunsch sollte sich erfüllen. Aber ganz anders, als sie es geplant hatten. Plötzlich war er da - ein Verrückter, ein Killer, ein Feuerteufel. Ein Vampir! Wie von Sinnen fiel er über die beiden Jugendlichen her, während um ihn herum alles in Flammen aufging. Als man das Mädchen am nächsten Morgen fand, lebte es noch. Jedenfalls glaubte man das... 
Das Kloster Monte Cargano lag im Schoß der Wolken, zweieinhalb Kilometer über dem Rest der Welt inmitten der Abruzzen, einem steil aufragenden Gebirgszug nordöstlich von Rom. Kaum jemand wusste von der Existenz der alten Anlage, die vor ewigen Zeiten an einer unzugänglichen Steilwand des Berges errichtet worden war, fernab jeder Zivilisation und nur über einen Seilkorb erreichbar, der von oben herabgelassen wurde. Die Mönche der Bruderschaft, die dort oben ihr Dasein fristeten, hatten den Ort mit Bedacht gewählt. Der Schatz, der hinter den Mauern von Monte Cargano verborgen lag, war nicht für fremde Augen bestimmt. Denn die tristen grauen Mauern der abgeschiedenen Abtei bargen etwas so Unvorstellbares, dass es um jeden Preis vor den Menschen geschützt werden musste - und umgekehrt.

60 (Taschenheft 10) DER SÜNDIGE ENGEL: Sie war die Herrscherin über eine ganze Stadt, seit mehr als tausend Jahren. Ihr Wort war Gesetz, ihre Grausamkeit Legende. Ihre Verbündeten, Wesen aus einer fremden Dimension, schienen allgegenwärtig. Al' Thera war eine Hölle auf Erden. Dann kam die Seuche: Ihre Untertanen siechten dahin, und erst die Mächte, die sie beschwor, konnten das Sterben beenden. Doch um welchen Preis! Al' Thera wurde zu einem Hort zwischen Leben, Tod und Verdammnis. Noch immer war sie die Herrscherin der Stadt, unversehrt und schön wie ein Engel. Doch nun sehnte sie selbst das Ende herbei...
Al'Thera, Stadt der Vampire, im siebten Mond des zwölften Jahres des zehnten Jahrhunderts (911) - Der Vollmond stand hoch am Himmel und schuf Schatten in der Nacht, die von eigenem, wimmelndem Leben erfüllt schienen. Trotzdem drückte Nizam sich eng in den Schutz der hohen Mauer. Die Gesichtszüge der bildschönen Frau mit den pechschwarzen, lang wallenden Haaren waren verzerrt vor Panik. Ihre Finger krallten sich angstverkrümmt in die scharfkantigen Kanten des unverputzten Steins in ihrem Rücken. Ihre Augen waren vor Furcht geweitet. Im stillen verfluchte sie ihre Torheit, in dieser Nacht der Nächte nicht zu Hause geblieben zu sein. Unter dem aschfahlen Licht des vollen Mondes wirkten die engen, gewundenen Gassen der Stadt wie in ein Leichentuch gehüllt.

61 (Taschenheft 11) DIE VERLORENEN: Um das Jahr 1860 hielt der Tod in America reiche Beute. Nord- und Südstaatler vernichteten einander im Brudermord. So war der Tisch reich gedeckt für die Vampire; wie zu jedem Krieg, wenn niemand fragt, welche Sense Gevatter Tod führt. In den Sümpfen von Louisiana versanken Hunderte von Soldaten und Zivilisten in morastiger Tiefe. Nicht alle waren durch eine Kugel oder eine scharfe Klinge zu Tode gekommen. Schließlich kehrte Frieden ein. Über hundert Jahre zogen ins Land. Die Toten ruhten - bis man begann, Teile der Sümpfe trockenzulegen, um sie urbar zu machen. Aber dort unten lauerten Schrecken, die die Zeiten überdauert hatten...
Der Vollmond starrte auf das Sumpfland herab wie das aufgedunsene Gesicht eines fetten Weißen. Eines toten fetten Weißen... Der schwarze Junge lächelte leise dei dem Gedanken, der so oder ähnlich auch seinen Vorvätern schon in den Sinn gekommen sein mochte. Auch wenn er in deren Köpfen mit tieferen Empfindungen wie Hass, Zorn und Schmerz einhergegangen war. Die leidvolle Historie der Schwarzen war mit Blut und Tränen geschrieben worden. Dennoch konnte Levar nicht genug davon hören. Weil die Geschichten nicht allein von Knechtschaft kündeten, sondern auch von der Kraft und dem Stolz seines Volkes... Immer tiefer drang der Knabe ins Herz der Sümpfe vor. Dorthin, wo die Hütte des alten Zefrem stand. Sie war Levars Ziel. Denn Zefrem wusste die alten Geschichten zu erzählen, als wäre er selbst dabei gewesen.

62 (Taschenheft 12) TOTEM DES BÖSEN: Die Seuche  hatte furchtbar gewütet. Von den Sippenoberhäuptern ausgehend infizierte sie die Vampire überall auf der Welt mit ihrem Keim. Rasender Durst kam über die Blutsauger - ein Durst, den sie nicht zu  löschen vermochten. Die betrogene Zeit holte die Vampire ein, und sie verfielen bei lebendigem Leibe. Nur einer stellte sich gegen das Verderben: Makootemane, das Oberhaupt eines vampirischen Indianerstammes. Die Seuche gab sich selbst eine Gestalt. Als Purpurdrache focht sie einen Kampf gegen den alten Schamanen - und musste sich geschlagen zurückziehen. Doch dies war erst der Beginn der Schlacht. Es gab andere Wege zum Sieg. Und so beschwor der Drache das Böse herauf, dem die Angehörigen des Stammes vor langer Zeit abgeschworen hatten...
New Orleans, Mitternacht - Hier unten stank es durchdringend nach Schweiß, Tod und Verwesung. Schwarze Kerzen warfen mehr Schatten als Licht. Über den Boden verstreut lagen Tieropfer auf blutrot leuchtenden Fetischen. Zwei Gruppen von Musikern wechselten sich im Spiel ihrer Trommeln, Glocken und mit Glasperlen besetzten Stöcke ab. Ein Kinderchor sang. Frauen tanzten aufgeputscht. Ihre rituell bemalten Oberkörper waren entblößt, ihre schweren Brüste und drallen Bäuche wogten. Alles war in Bewegung, trieb dem Höhepunkt dieser teuflischen Zeremonie entgegen...

63 (Taschenheft 13) DER HÜTER UND DAS KIND: Für tausend Jahre war er der Hüter des Lilienkelchs. Mit dem Unheiligtum der Vampire besuchte er die Sippen in aller Welt, auf dass Menschenkinder die Ewigkeit daraus tranken und die Alte Rasse mehrten. Dann wurde Landru der Kelch geraubt. Fast dreihundert Jahre lang währte seine Jagd nach dem Artefakt - Jahre, in denen seinem Volk der Niedergang drohte. Doch auch in dieser dunklen Zeit gab es die Hoffnung auf einen Neubeginn: die Legende, dass den Vampiren, wie einst den Menschen, ein Kind geboren würde, das ihre Kräfte einte und sie zu neuer Blüte führte... Nun, da dem Kelch nur noch Tod entspringt, entsinnt sich Landru jener alten Prophezeiung. Und die Zeichen mehren sich, dass der Alten Rasse längst ein Kind geboren wurde...
Alaska, vor einigen Wochen - Nathan Tulliver hatte geglaubt, alle Gesichter des Todes zu kennen. Sein Irrtum wurde ihm an diesem Morgen vor Augen geführt - auf drastische Weise. Der Leichnam lag zu seinen Füßen, Blut hatte den Schnee ringsum dunkel gefärbt, beinahe schwarz. Blut aus grässlichen Schusswunden, die den Körper regelrecht zerrissen und verheert hatten. Doch das war nicht das eigentlich Schlimme an dem Anblick. Als viel furchtbarer empfand Tulliver die zuckenden Bewegungen, die den Toten durchliefen - und die Tatsache, dass er sich erhob.

64 (Taschenheft 14) HIDDEN MOON: Er war ein Vampir. Eigentlich hätte Lilith Eden sein Genick brechen und sein Blut trinken müssen, wollte sie ihrer Aufgabe gerecht werden. Doch der Arapaho-Indianer Hidden Moon ließ sie ihre Pflicht vergessen. Er war anders. Mit der Natur im Einklang. Ein Adler war sein Totemtier, das ihn befähigte, die Macht des Bösen zu überwinden. Auf diese Weise hatte er sogar der Seuche getrotzt, die über die Vampire gekommen war und sie bis auf wenige ausgerottet hatte. Diese wenigen zu vernichten war Liliths Bestimmung. Und Hidden Moon entschloss sich, sie dabei zu unterstützen. Wie hätte sie ahnen sollen, dass dies ihrer beider Untergang bedeuten könnte...?
Osceola steht auf dem Schild vor der kleinen Stadt. »Hier ist es«, sagt der Mann, der den Wagen fährt. »Wie geht es dir?« Der Mann ist groß. Er ist attraktiv - und ein Vampir... ...den ich töten müsste, denkt Lilith. Sie antwortet nicht. Sie kauert auf dem Beifahrersitz. Ihr schwammig pochendes Herz treibt steifes Blut und unsägliche Gedanken durch ihr Gehirn. Wirre Schatten von Gedanken, die noch einmal dorthin zurückdriften, wo es begonnen hat. Das Chaos der Gefühle...

65 (Taschenheft 15) DIE ZWEITE WIRKLICHKEIT: Es ist ein Morgen wie jeder andere. Als Lilith Eden im Haus an der Paddington Street erwacht, kitzelt Sonnenlicht ihr Gesicht, und Kaffeeduft zieht von der Küche herauf. Im Speiseraum warten bereits ihre Eltern mit dem Frühstück auf sie. Bald wird Marsha vorbeikommen, ihre beste Freundin... Paddington Street? Eltern? Marsha? All das erscheint Lilith seltsam unwirklich, ohne dass sie sagen könnte, was sie stört. Wurde das Haus nicht dem Erdboden gleichgemacht? Starb ihre Mutter nicht bei Liliths Geburt, und wurde ihr Vater nicht grausam von Vampiren getötet, Jahre bevor auch Marsha an Altersschwäche starb? Woher kommen diese bösen, falschen Träume...?
Sydney, Australien? Als Lilith erwachte, hatte sie das bedrückende Gefühl, ein ganzes Leben geträumt zu haben - ein anderes Leben; das Leben einer anderen... Vertraute Gerüche und Geräusche hießen sie jedoch in ihrem eigenen willkommen: Kaffeeduft zog von der Küche herauf, von irgendwoher drangen leise die Stimmen ihrer Eltern, und warmes Sonnenlicht fiel durch das Fenster und umschmeichelte ihr Gesicht. Ein Morgen wie jeder andere. Und doch empfand Lilith etwas als störend in der gewohnten Harmonie. Die eigenartige Gewissheit beispielsweise, dass ihre Eltern seit vielen Jahren - tot waren...!

66 (Taschenheft 16) DIE ZEIT DES BÖSEN: Sie erwacht ohne Erinnerung im Prag des Jahres 1618. Ganz Europa steht an der Schwelle zu einem verheerenden Krieg, und überall brennen die Scheiterhaufen, wütet die Pest. Männern, Frauen und Kindern, sogar Tieren wird der Prozess gemacht - im Namen der Heiligen Inquisition. Im Namen Gottes... der dazu schweigt. Die Frau ohne Erinnerung macht sich auf den Weg, um herauszufinden, wer sie ist und woher sie kommt. Doch statt der eigenen Identität findet sie die Spur dessen, der hinter der aufgehenden Saat aus Chaos, Terror und Leid steckt. Die Spur der Bestie in einer Zeit des Bösen.
Manchmal öffnen sich Türen. Besondere, unsichtbare Türen. Und ehe man sich versieht, sind sie wieder verschlossen. Glücklich, wer dann der Verlockung widerstanden hat. Und ein armer Tropf, wer plötzlich auf der anderen Seite steht, denn seine Tage werden von nun an finster wie die Nächte sein! Von Gott und der Welt verlassen, wird er unter Feinden wandeln... Durch welches Tor mag ich gekommen sein? Denn eines weiß ich sicher, und ich schwöre jeden Eid darauf: Hierher gehöre ich nicht! Aber wohin dann? Wer bin ich überhaupt? Und wann - hören endlich diese schrecklichen Schreie aus meinem Munde auf...?

67 (Taschenheft 17) DER HORT DER WÄCHTER: Es heißt, alle Wege führen nach Rom. Auch für Lilith und Landru trifft dies - beinahe - zu. An einem Ort nördlich der Ewigen Stadt treffen die beiden Erzfeinde abermals aufeinander: beim Kloster Monte Carnago, einem der vielleicht mysteriösesten, gewiss aber gefährlichsten Orte der Welt. Denn hier befindet sich das Tor. Und hier schlägt das wesen zu, das im Körper eines Kindes wohnt und nur im Traum sein wahres Aussehen offenbart. Es will die Schlösser des Tores sprengen, den Weg öffnen in eine Welt, die keines Menschen Auge je gesehen hat. Sollte es ihm gelingen, steht die Menschheit an ihrem Wendepunkt...
»Allmächtiger Vater... Die Zeiten stehen danach, als würde sich erfüllen, was ehedem Deinem Diener Johannes offenbart wurde und was er verkündete und niederschrieb. Du hast mich gesandt, auf dass ich mich dem entgegenstelle. Dafür erbitte ich Deinen Beistand und Deine Kraft, o Herr. Ich spüre, dass der Kreis sich schließen wird. Was vor einer Ewigkeit begann, als ich den Abtrünnigen in ewige Verdammnis stürzte, soll hier und jetzt sein Ende nehmen. Auf die eine oder auf die andere Weise...«

68 (Taschenheft 18) JENSEITS DES TORES: Das Tor existiert seit Äonen. Von der Bruderschaft der »Illuminati« unter dem Befehl des Vatikans bewacht, hat keines Menschen Fuß es je durchschritten. Und nie hätte es auch nur geöffnet werden dürfen. Doch es ist geschehen. Ein Kind - oder vielmehr die Gestalt eines Kindes - hat die Siegel gebrochen. Und Lilith Eden, Geschöpf zweier Welten, ist hindurchgegangen. Das Reich, in das sie tritt, ist Legende. Eine Legende des Bösen, ein Hort der Furcht, ein Kerker der Verzweiflung. Wo sie all das wiedertrifft, was sie zu verdrängen suchte. Es ist ein Schritt in eine Welt, die die Menschen »Hölle« nennen...
Das Skalpell eines dämonischen Chirurgen schien Landrus Gehirn zu verwüsten, bis die Schmerzen nicht mehr zu ertragen waren. Der einstige Hüter des Lilienkelchs und Verbreiter vampirischen Lebens hatte das Gefühl, in einer Seele, schwärzer noch als seine eigene, zu ertrinken - in ihrem Morast zu ersticken. Neeeeiiiinn! Zurück! Ich... muss... zurück...! Aber der Sog war stärker. Er trieb ihn immer weiter fort von jenem Tor, jenem Schlund, der sich in den Tiefen des Monte Cargano geöffnet hatte. Und schon bald verhallten Landrus Schreie in der Weite einer alptraumhaften Landschaft...

69 (Taschenheft 19) DIEBIN DER ZEIT: Sie kam nach Prag, im Jahre des Herrn 1618, als ganz Europa an der Schwelle zu einem verheerenden Krieg stand. Sie tauchte auf aus dem Nichts, bar jeder Erinnerung an ihr früheres Leben. Sie säte den Hass. Und sie brachte den Tod. Die Menschen, die ihr begegneten, alterten in Minuten um Jahre, verloren all ihre Lebenskraft, bis die Unbekannte gesättigt war. Sie begegnete dem Bösen, das reiche Ernte hielt in jener Epoche. Sie stand ihm selbst gegenüber - und überlebte. Denn das Wesen, das die Menschen »Satanas« nannten, verschont jene, die das Verderben in die Welt tragen. So ging sie ihren Weg, der Tod und Leid und Verdammnis hieß. Bis sie auf einen Mann traf, der eine entscheidende Rolle gespielt hatte in ihrem früheren, vergessenen Leben. Ein Geschöpf der Nacht. Ein mächtiger Vampir mit Namen Landru...
Prag, an den Hängen des Hradschin, 23. Mai Anno Domini 1618 - »Bitte«, fleht das Mädchen, »lass uns gehen! Von uns droht dir keine Gefahr. Justus und ich...«, sie fährt sich mit gespreizten Fingern durch den feuerroten Haarschopf, »... wir haben dich befreit, erinnerst du dich nicht? Befreit! Und wenn du uns gehen lässt, verschwinden wir noch heute, und du wirst uns niemals wiedersehen. Bitte...!« Der magere Junge neben ihr kneift die Lippen zusammen und bleibt stumm. So sitzen sie im Gras und fürchten sich. Weit sind sie nicht gekommen...

70 (Taschenheft 20) DIE LOGE DER NACHT: Äußerlich waren sie normale Menschen, doch ihr Geist wurde vom Bösen beherrscht. Ihr Ziel war es, einen Ort zu schaffen, wo Satan sich manifestieren und sein Reich auf Erden errichten konnte. Sie nannten sich die »Loge der Nacht«. Ihre Waffen waren Lüge, Hinterlist, Verrat - und Schwarze Magie. Mit ihr schufen sie eine Armee der Spinnen, die ihr schleichendes Gift in alle Gassen und Winkel der Stadt tragen sollte. Doch es regte sich Widerstand. Gottesfürchtige Männer, die die Ziele der Loge durchschaut hatten, fanden zusammen, um sich gegen den Dunklen Plan zu stellen. Man schrieb das Jahr des Herrn 1635. Die Stadt wurde Heidelberg genannt. Es war dei Zeit einer großen Schlacht des Guten gegen die Übermacht des Bösen...
Heidelberg, September 1622 - Vater und Mutter stierten den zitternd in seinem Versteck kauernden Knaben an. Aus weitaufgerissenen Augen, die in feuchte Netze eingesponnen lagen, als würden die Alten um ihren Sohn trauern. Dabei war es der Junge, der allen Grund zur Trauer hatte. Denn es waren keine Tränen, die über ihre starren Gesichter liefen, und die dunklen Rinnsale hatten ihren Ursprung auch nicht in den Augen seiner Eltern. Die blutigen Ströme sickerten, schon zäh werdend, aus den Klüften, die ihre Schädel über die Stirn bis hin zur Nasenwurzel spalteten.

71 (Taschenheft 21) DIE SPUR DES TIERES: 1635. Das Jahr des Tieres. Das Ende der Welt stand dicht bevor. Dreigestaltig schickte Satan sich an, seine Herrschaft über die Menschen, über eine von Kriegen zerstörte und von der Pest verseuchten Erde anzutreten. Die Zusammenkunft seiner drei Inkarnationen sollte die neue, finstere Zeit einläuten. Doch die Vereinigung... misslang! Dank einer Frau, halb Mensch, halb Vampir, die sich gemeinsam mit dem Geheimbund der Illuminati dem Verderben entgegenstellte: Lilith Eden. Satan floh, waidwund wie ein verletztes Tier und getrieben von unirdischer Wut. Aber längst noch nicht besiegt! Denn wie soll man das Böse an sich bezwingen? Seinen Jägern stand der schlimmste Gang noch bevor...
Heidelberg im Herbst des Jahres 1635 - Über den Häusern rund um die Heiliggeistkirche lastete die Nacht in ganz eigener Weise: Sie schluckte nicht nur alles Licht, sondern fraß schier jeden Laut und selbst jede Regung. Zu einem Ort vollkommener Stille war das Viertel verkommen. Männer, seit dreizehn Jahren zu einer unseligen Loge verschworen, hatten diese Stille gesät. Wie tot lag alles da. Denn die Schäfer in den Häusern hatten ihr Atmen in den Kokons der Spinnen eingestellt. Kein Bürgerherz schlug mehr dort, wo die Saat aufgegangen war. Alles wartete. Auf drei, die eins werden sollten in dieser barbarischen Nacht...

72 (Taschenheft 22) DIE VERDAMMNIS: Für einen Menschen mag Verdammnis sich auf vielerlei Art zeigen, und jedes einzelne ihrer Gesichter wäre grauenvoll. Was aber kann Verdammnis einer Kreatur bedeuten, die zu Lebzeiten selbst das Grauen über die Welt gebracht hat - weit über tausend Jahre lang? Landru, der einstige Hüter des Lilienkelchs, muss erfahren, in welche Verdammnis ein Wesen seiner Art gestürzt werden kann - und fortan übertrifft sein Dasein jeden seiner schlimmsten Alpträume. Denn Landru, der Mächtigste unter den Vampiren, wird Mensch! Und seine erbittertste Feindin Lilith Eden kann triumphieren, denn nun endlich vermag sie ihn mit seinen ureigenen Mitteln zu schlagen!
Für Wesen, deren Leben nach Jahrtausenden zählt, bleibt der Sensenmann ein Fremder. Zu gering ist seine Bedeutung für jene, deren Augen Ewigkeiten geschaut haben. Aber auch vieltausendjähriges Leben findet irgendwann sein Ende. Das Privileg, die Gnade solchen Daseins ist nicht gleichbedeutend mit Unsterblichkeit - und im Angesicht des Schnitters mag es schließlich zum Fluch geraten. Denn wer nie einen Gedanken an seine eigene Sterblichkeit verschwendet hat, den trifft der Tod härter als jeden anderen. Landru hatte diese für eine Kreatur seiner Art leidvollste Erfahrung gemacht. Und er wusste jetzt, was es hieß, sterblich zu sein.

73 (Taschenheft 23) LONDON 1666: Ich bin Ruby. Eine Überlebende. Meinen Vater hab' ich nie gekannt, und meine Mutter lebt in diesem Heim... du weißt schon. Im letzten Jahr wütete dei Seuche hier in London. Zehntausende hat sie gefressen. Mich wollte sie nicht haben. Seither wohn' ich mal hier, mal da. Das Mannsvolk, so scheint es, hat einen Narren an mir gefressen. Die Gier der Kerle ist größer als ihr Verstand... Oh, ich vergaß: Ich bin sehr schön. Die Beulen sind verschwunden, kaum eine Narbe blieb zurück. Ich bin eine Überlebende. Nenn mich Ruby und hör nicht auf die Leute, die mich anders nennen. Das Pestmädchen - nein, das bin ich nicht mehr! Das will ich nie mehr sein...
Sonntag, 26. August 1666: Die Pestkutsche holperte über regennasse Pflastersteine. Ab und zu war zwischen den Hufschlägen ein Peitschenknall zu hören oder ein derber Fluch. Ruby duckte sich und kroch noch ein Stückchen  tiefer in die Schatten des Kellerlochs. Sie zitterte vor Kälte, weniger vor Furcht, obwohl sie - natürlich - auch Angst hatte. Es war gottlos früh an diesem Morgen und erst vage hell. Wer jetzt unterwegs war, der hatte entweder kein Zuhause, oder seine Geschäfte duldeten trotz des Feiertags keinen Aufschub. Ruby wartete, bis die Geräusche der Kutsche verklungen waren, und stellte sich vor, wie die Leute jetzt vor Kummer und dumpfer Sorge, es könne wieder losgehen, steif und wach in ihren Betten lagen. 

74 (Taschenheft 24) PFORTEN DER HÖLLE: Der furchtbare Tod ihrer Eltern hat in den Schwestern April und May ein unseliges Erbe geweckt. Seltsame Talente, die sie zu Außenseitern machen - und das Interesse der Illuminati erregen. Der Geheimbund in Diensten des Vatikans holt die beiden Mädchen ins Kloster Monte Cargano. Dort sollen ihre Fähigkeiten weiterentwickelt werden. Hier lernen sie Gabriel kennen - und das Unheil nimmt seinen Lauf. Das geheimnisvolle Kind hat seinen Plan, das mysteriöse Tor in den Tiefen des Klosters zu öffnen, noch nicht aufgegeben. Die Grenze, die seit Anbeginn Gut und Böse voneinander trennt, soll endgültig fallen! April und May sind die Schlüssel dazu...
Thorne Woodrue war ein Außenseiter. Unter den Menschen ohnehin, seiner Natur wegen. Aber auch von seinesgleichen unterschied er sich. Schon dadurch, dass er die Nähe seiner Artgenossen mied. Er betrachtete sein Wesen nicht als Fluch, wie manche seiner »Brüder und Schwestern« es taten. Er genoss und zelebrierte es. Und er war nicht bereit, diese sinnberauschenden Erfahrungen zu teilen. Thorne Woodrue war Einzelgänger und Egozentriker, gehorchte nur sich und seinem Trieb und ließ sich allein vom Zufall leiten - nicht ahnend, dass es Mächte gab, die den Zufall zu ihrem Nutzen lenken und ihr Wirken damit tarnten...

75 (Taschenheft 25) INKARNATIONEN: Lilith Eden und Landru sind zurück - aus einer Dimension, die ihre Körper gemartert, ihre Seelen in die Vergangenheit geschleudert und ihren Geist mit Trugbildern genarrt hat. Fast wären die Halbvampirin und der Mächtigste der Alten Rasse daran zerbrochen, doch letztlich sind sie der Hölle unbeschadet entkommen. Wirklich unbeschadet? Nein. Denn ihre Flucht durch das Tor hat Folgen - weitreichender und fataler, als sie je gedacht hätten. Als sie im Kloster Monte Cargano wieder zu sich kommen, hat sich ihrer beider Leben grundlegend verändert. Und es ist blanke Ironie, dass dieses Schicksal ausgerechnet zwei Todfeinde trifft...
Die Kerzenflamme brannte wie erstarrt, ebenso widernatürlich wie das Licht selbst, das sich im Raum sammelte und das schrecklich kalt und kraftlos war, als müsste es erst von einem dunklen Spiegel reflektiert werden, um in diese Welt zu gelangen. Enya saß mit überkreuzten Beinen auf dem Teppich und blickte zum großen offenen Fenster des spartanischen Zimmers. Sie wartete. Es war Nacht. Ihr fürsorglicher Geliebter musste bald zurückkehren. Dann war es soweit: Böen zerzausten Enyas Haar, als der gewaltige Greifvogel, den lautloses Sehnen gerufen hatte, durch die Fensteröffnung brach. In der einen Sekunde war es noch ein stolzer Adler, in dessen Fängen ein frisches Herz hing. In der nächsten... in Mann.

76 (Taschenheft 26) DIE RÜCKKEHR DES NEXIUS: Einst war sie eine Königin. Ihr Name und ihre Schönheit waren weit über Ägypten hinaus bekannt. Doch als man sie vor dreieinhalb Jahrtausenden lebendig begrub, wurde sie zur Dienerin; zur Heimstatt eines Wesens, das zusammen mit ihr in eine magische Pyramide eingeschlossen wurde. Der Nexius, ein amorphes, vampirfressendes Monstrum, ging in seinem Gefängnis eine Symbiose mit Nofretete ein und ließ sie die Zeiten überdauern. Als Grabräuber die Gruft schließlich aufbrachen und die Siegel zerstörten, entkam Nofretete - und mit ihr die Kreatur, die sie in sich trug. Anderthalb Jahre sind seither vergangen. Lilith und Landru denken längst nicht mehr an die vergangenen Schrecken. Doch nun... kehrt der Nexius zurück!
Ein Jahr in der Vergangenheit - Deville, das Oberhaupt der Londoner Vampirsippe, residierte außerhalb der Stadt in einem prächtigem Landhaus, das noch aus viktorianischer Zeit stammte - genau wie er selbst. Vielleicht hielt er es gerade deshalb für eine angemessene Unterkunft für jemanden seines Standes. Seit nunmehr zwei Jahrzehnten lebte er in wechselnden Identitäten hier auf dem weitläufigen Gut. Momentan gab er sich als erfolgreicher Unternehmer namens Robert Franklin aus und verfügte über hervorragende Kontakte zum britischen Unterhaus. Sein wahres Wesen als Vampir kannte kein Mensch. Auf dem Gut lebten ausschließlich Angehörige seiner Vampirsippe, und sämtliche Arbeiten erledigten hörige Dienerkreaturen. Es kam nur selten vor, dass eines Menschen Fuß diesen Boden berührte.

77 (Taschenheft 27) STERBEN IN ROM: Er war der Mächtigste der Alten Rasse. Sein Name war Legende, und selbst die Seinen fürchteten den einstigen Hüter des Lilienkelches: Landru. Sie war seine größte Feindin und Geißel der vampirischen Rasse. Ihr Name war den Blutsaugern verhasst. Wo sie auch hinkam, reiste der Tod in ihrem Gefolge: Lilith Eden. Doch dies scheint unwiederbringlich vorüber zu sein. Denn weder Landru noch Lilith erinnern sich seit der Flucht aus der Hölle dieser Zeiten. Sie wissen nicht mehr, wer sie sind! Und so machen sich die einstigen Todfeinde auf und suchen gemeinsam ein Weg in die Zukunft. Er führt sie nach Rom, wo sich ihnen neben unbekannten Gefahren vor allem eine drängende Frage stellt: Wie ist ihr ganz besonderer Durst zu löschen, den nicht Wasser noch Wein zu stillen vermögen? Denn wenn es ihnen nicht gelingt, droht ihnen ein grausamer Tod...
Als das unheimliche Anhalterpaar endlich aus seinem alten Transporter stieg, fühlte Umberto Zanardi sich in einem Maße erleichtert, als wäre ihm eine wirkliche körperliche Last abgenommen worden. Augenblicklich aber trat etwas anderes an deren Stelle - ein seltsam irreales Gefühl von... Schuld. Als hätte er gerade eine hochgiftige Fracht an den Gestaden Roms abgeladen... Der absurde Gedanke plagte ihn nur für eine Sekunde, aber so heftig, als würde ihm eine glühende Nadel ins Gehirn gestoßen! Wie im Reflex dieses Schmerzes senkte Umberto Zanardi den Fuß aufs Gaspedal.

78 (Taschenheft 28) DAS VERLORENE ICH: Zwar konnten Lilith und Landru in Rom erste Hinweise auf ihr früheres Leben finden, doch immer noch fehlt ihnen jegliche Erinnerung an die Vergangenheit. So weiß Landru nicht, dass er nur auf seine Tarnidentität gestoßen ist, als er sich als »Hector Landers« nach Paris begibt - in eine Stadt, wo vergessene Feinde nur auf den vermeintlichen Geschäftsmann warten, um mit ihm abzurechnen. Auch Lilith Eden folgt den Spuren einer falschen Vergangenheit. Ihr Weg führt sie nach Sydney, zu ihrem Geburtshaus. Sie ahnt nicht, dass das Grundstück längst von Vampiren besetzt ist. Und ihre Feinde sind noch um einiges tödlicher als die von Hector Landers...
Wer bin ich? Und wer ist dieser Mann neben mir?! Wie konnte ich nur zulassen, dass er mich...? Weil du es wolltest, scheinheilige Närrin! Du warst ganz begierig darauf, ihn in dir zu spüren, um die Welt und das, was sie dir antut, wenigstens für ein paar armselige Minuten zu vergessen! Vergessen? Ich tue nichts anderes als vergessen! widersprach sie der Stimme, die aus ihr selbst kam. Die Stimme schwieg. Bevor ich hierher gekommen bin, dachte die makellos schöne Frau, wusste ich nicht viel mehr als meinen Namen - und sogar den habe ich missbraucht. Doch nun... Mit einer katzenhaften Bewegung erhob sich Lilith Eden von dem Teppich, auf dem sie und Hector Landers sich geliebt hatten, als gäbe es kein Morgen mehr.

79 (Taschenheft 29) DIE WÖLFIN: Sie ist eine Frau mit einem tödlichen Geheimnis. Sie trägt einen Fluch in sich: Zu jedem vollen Mond wandelt sich die Schöne in eine von Raubtierinstinkten beseelte Bestie! Und sie sucht eine andere Bestie. Ihren Geliebten. Landru. Nona ahnt, dass sie sterben wird, falls sie ihm jemals wieder gegenübersteht. Denn einst trank sie sein Blut aus dem Lilienkelch. Die Seuche, die Landru nun in sich trägt - befällt sie nicht nur Vampire? Vernichtet sie alle Kinder des Kelchs? Für Lilith ist Nona eine ebenso tödliche Gefahr. Denn Lilith und Landru haben ihre Persönlichkeit verloren, erinnern sich nicht an ihr früheres Leben. Was wird geschehen, wenn Nona ihrem Todfeind die Erinnerung zurückbringt?
Sie war die Geliebte des Kelchhüters - und seine treue Gefährtin durch viele Jahrhunderte, ohne je den blutigen Preis zahlen zu müssen, den andere für die Unsterblichkeit entrichteten. Denn sie hatte aus dem Unheiligtum der Vampire getrunken, ohne ihr altes Leben hergeben zu müssen und selbst ein Vampir zu werden. Doch eines Tages gelangte auch Nona an ihren Scheideweg. Die Suche nach Landru lockte sie an einen verbotenen Ort. Und ins Verderben...

80 (Taschenheft 30) EIN HÜTER ERWACHT: Als die Wasser der Sintflut vor Jahrtausenden versiegten, überlebten nicht nur die Menschen in Noahs Arche. Auch die Dunkle Arche überstand die Fluten - und mit ihr jene finsteren Wesen, die von den Menschen als Götter verehrt wurden. Doch wie für die Menschheit war die Sintflut auch den Blutsaugern ein Neubeginn. Nur jeweils einer von ihnen erwachte fortan aus totenähnlichem Schlaf, um für tausend Jahre mit dem Lilienkelch das Geschlecht der Vampire auf Erden zu verbreiten. So lange, bis sein Nachfolger das Amt übernahm. Landru war der letzte dieser Hüter. In seine Zeit fiel der Verlust des Kelches und der Niedergang der Vampire. Doch nun regt sich neues, untotes Leben in den Resten der Dunklen Arche...
Mensch und Tier waren ertrunken in einer Flut, wie sie nie zuvor und nie mehr hernach die Welt heimgesucht hatte. Der Allmächtige selbst hatte seine missratene Schöpfung voller Zorn vom Antlitz der Erde getilgt. Nur die Familien Noahs und seiner Söhne fanden Gnade vor dem Herrn. Er befahl ihnen, ein gewaltiges Schiff zu bauen, in dem sie Zuflucht finden würden, bis dass die gewaltigen Wasser versiegten. Danach sollte das Geschlecht Noahs sich mehren und die Erde füllen. Und so geschah es. Untertan machen konnten die Menschen sich die Erde indes nicht. Denn noch etwas hatte die Sintflut überlebt - die seit jeher wahren Herrscher dieser Welt!

81 (Taschenheft 31) TEMPEL DER UNSTERBLICHEN: Lange wusste sie nicht, wer sie war, wohin sie gehörte. Die Erkenntnis, anders zu sein, kam bald: Die Sonne bereitete ihr Kopfschmerz, ihr Puls ging viel zu träge, sie benötigte keinerlei Nahrung... außer Blut! Der Schock, eine Vampirin zu sein, stürzte sie in Panik und Verwirrung. Doch dann gibt ihr Begleiter, ein Vampir wie sie selbst, ihr die Vergangenheit zurück. Er findet heraus, wo ihre Wurzeln liegen. Bringt sie zu ihrer Familie ins Hochland von Mexiko, in den Tempel der Unsterblichen. Hier soll sie zu ihrem alten Leben zurückfinden. Sie heißt Lilith Eden. Ihr Begleiter ist ihr alter Todfeind Landru. Und die Heimat, die er ihr gibt, ist so falsch wie die Pläne, die er mit ihr hat...
Die sist die Geschichte eines Betrugs. Die Geschichte zweier Geschöpfe, die sich aufs Blut bekämpften, bis das Schicksal ihnen das Gedächtnis nahm - und ihre Persönlichkeit. Seither ist Lilith Eden nur noch ein Schatten ihrer selbst. Sie ahnt nicht, dass sie den Mann an ihrer Seite eigentlich mit allen Mitteln bekämpfen müsste. Landru aber, der tausend Jahre lang vampirisches Leben über die Erde säte, hat seine Erinnerung wiedererlangt. Und nun giert es ihn danach, seine Erzfeindin büßen zu lassen. Aber nicht allein Rache ist sein Ziel - er vertritt auch die Interessen eines Kindes, das der leibhaftige Satan ist...

82 (Taschenheft 32) DER FLUCH DES BLUTES: Landrus perfider Plan scheint aufzugehen - ein Plan, der aus seiner ärgsten Todfeindin eine Schwester und Verbündete macht! Ohne Erinnerung an ihre frühere Identität ist Lilith ihm vollständig ausgeliefert. Landru schafft sie zu einer Vampirsippe, die ihm treu ergeben ist. Dort soll Liliths Dasein einen neuen, bösen Sinn erhalten, soll sie entgegen ihrem wahren Wesen das Leben einer echten Vampirin führen: grausam, brutal und erbarmungslos. Der Fluch des Blutes entfaltet seine unheilige Wirkung und erschafft eine Lilith Eden, wie es sie nie gegeben hat. Doch nicht alle Mitglieder ihrer neuen »Familie« sind ihr wohlgesonnen...
Einer gewaltigen Nekropole gleich erhob sich die verborgene Maya-Stadt im nächtlichen Glanz der Sonne. Die Menschen, die ausgemergelt auf den Straßen, Feldern und Plätzen schufteten, schienen mehr tot als lebendig. Ihre bleichen Körper waren bemalt, als könnten die Farben das Leben ersetzen - oder es zumindest beschwören, wiederzukehren. Was für ein Alptraum, dachte die Frau, die aus einem Fenster des Tyrannenpalastes blickte. Ihre Augen brannten, hatten sich immer noch nicht an die allgegenwärtige und beklemmende Düsternis gewähnt. Ihr Blick glitt weiter zu dem Wall, hinter dem die Welt endete. Diese Welt...

83 (Taschenheft 339 PHANTOM DER TIEFE: Es ist der Ort an dem Ninmahs Kinder starben. Der Ort, wo die letzten Kelchhüter unter den Trümmern des einstürzenden Höhlendoms begraben wurden. Alle - bis auf einen. Um diesen einen zu finden reist Landru nach Anatolien, wo sich seit biblischer Zeit das Geschick von Menschen und Vampiren entscheidet. Auch gibt es Anzeichen dafür, dass die »Ewige Chronik«, die dunkle Geschichtsschreibung, aus dem Himalaja hierher verlegt wurde. Wird Landru nun endlich in ihr lesen können - und die Wahrheit über den Niedergang der Vampire erfahren? Landru ist voller Hoffnung, als er den Dunklen Dom betritt. Er ahnt nicht, dass hier mehr auf ihn wartet als Wissen und Erkenntnis...
Sein Leben lang hatte der alte Mann das Geheimnis bewahrt. Es hätte ihm ohnehin niemand geglaubt. Seine Sinne warenverwirrt, seit er im Sommer des Jahres 1927 unter dem Gipfel des Berges Ararat die Höhle entdeckt hatte. Und darin... Den einzigen Beweis für das Unglaubliche hielt er sorgsam versteckt: ein Stück versteinertes Holz. Er allein wusste, dass es von einem der größten Mysterien dieser Erde stammte - von der Arche Noah! Der verrückte Alte irrte sich. Nicht Noahs Arche hatte er gefunden, sondern das Schiff, mit dem einst das Verderben die Sintflut überdauert hatte. Die Dunkle Arche, von der nun wieder das Böse ausgehen sollte. Und der alte Mann würde eines der ersten Opfer sein.
Weihnachten 1997, östliches Anatolien - Die Zelte standen einsam in sternklarer, frostiger Nacht zu Füßen des biblischen Berges. Die nächste Siedlung lag Meilen entfernt. Jedes Jahr zur selben Zeit zog es Pilger dorthin, wo das Menschengeschlecht dereinst seine zweite Chance erhalten hatte. Irgendwo hier an den verschneiten Hängen des Ararat, daran gab es für die versammelten Gläubigen keinen Zweifel, war einst Noahs Arche vor Anker gegangen. Von dem zweiten Schiff aber, in dem das Verderben selbst überdauert hatte, wussten sie nichts. Bis auf einen vielleicht, aber dieser hatte keinem anderen je etwas davon verraten...

84 (Taschenheft 34) LILITHS KINDER: Von Landru alleingelassen, lebt Lilith in einer fremden Welt, von der sie glaubt, es wäre ihre Heimat. Sie weiß nicht, dass Todfeinde sie umgeben, jeden ihrer Schritte überwachen. Dass sie nicht die Herrscherin über dieses Land ist, sondern Gefangene in einer goldenen Todesfalle. Das vergessene Volk der Maya jedoch, von den Vampiren seit Jahrhunderten grausam unterdrückt, schöpft Vertrauen zu Lilith - und neuen Mut, sich gegen die Tyrannei aufzulehnen. Damit geraten Dinge in Bewegung, die eine ganze Welt verändern können. Oder ins Verderben stürzen...
Die Außenwelt hatte Mayab vergessen. So wie jene, die in der Hermetischen Stadt zu leben verdammt waren, im Laufe ungezählter Generationen die Welt jenseits ihrer Grenzen vergessen hatten. Nicht einmal Legenden wussten heute mehr von der fernen Zeit zu erzählen, da der dunkle Zauber noch keine Barriere um Mayab gezogen hatte. Niemand hatte die Stadt seither verlassen. Dem Volk mochte es ein Trost sein, dass die grausamen Tyrannen gleichfalls an diesen Ort gefesselt waren. Mayab war letztlich nichts anderes als ein Kerker - für Menschen und Vampire. Eine Hoffung indes verband beide Rassen - die Hoffung darauf, dass die Gefangenschaft irgendwann ein Ende finden möge. Dass jemand kam, um Mayab zu erlösen. Niemand aber dachte daran, dass Erlösung nicht gleichbedeutend sein  muss mit Freiheit.

85 (Taschenheft 35) ICH, DIE CHRONIK: Als die Erde von der großen Flut gereinigt war und die Geschichte der Menschen und Vampire neu begann, wurde auch ich erschaffen. Auf Pergament aus Menschenhaut, mit Blut verfasst, zeichnete ich all das auf, was sich gegen den Willen Gottes wandte. Ich sah die Blüte und den Niedergang der Vampire, und die Geburt des Zwitterwesens, das beide Welten verändern sollte: Lilith Eden. Meine Seiten füllten sich mit Wissen, das in ferner Zukunft den Grundstein legen sollte für die Niederwerfung des Menschengeschlechts und die Herrschaft der Hohen Herren. Doch es kam anders. Die Halbvampirin zerstörte den Dunklen Dom und riss die schlafenden Götter in den Untergang. Nur einer überlebte. Und nun griff er allein - und vor der Zeit - nach der Macht...
Ich kann sie reden hören. Über mich. Über das, was sie mir bereits angetan haben - und noch antun wollen. Was für ein erstickender Alptraum! Mein Name ist Lilith, und ich bin das Weib Landrus. Acht Kinder habe ich mit ihm gezeugt, acht missratende, hinterhältige Monstren, die mir nach dem Leben trachten! In Landrus Abwesenheit haben sie mich mit Gift geschwächt und beratschlagen jetzt - entsetzlich nah, getrennt nur vom lebendigen Panzer meines besonderen Kleides -, wie sie mir den endgültigen Todesstoß versetzen können. Mir, ihrer Mutter! Nicht nur Dunkelheit, auch Wut und Verzweiflung umschließen mich, als läge ich bereits in einem kühlen Grab...

86 (Taschenheft 36) DER PAKT: Mayab, die Hermetische Stadt unter der nächtlichen Sonne, ist dem Untergang geweiht. Die Tyrannen sind tot, das Volk in Panik, und der Weltenpfeiler droht zu zerbrechen. Es ist wie der Tag des Jüngsten Gerichts - und nur Landru und die Werwölfin Nona besitzen die Fähigkeit, Mayab zu verlassen. Allen anderen, auch Lilith Eden scheitern an der unsichtbaren Barriere! Inmitten des Chaos beginnt für Lilith ein Wettlauf gegen den Tod - und ihre größte Aufgabe: eine ganze Welt und ihr Volk vor dem Untergang zu bewahren. Dabei weiß sie wohl, dass es keine Rettung geben kann. Bis Hilfe von unerwarteter Seite kommt: vom Bösen selbst...
Vor Tagen war für Tikal jedes Licht verloschen. Finsternis war zur Welt des jungen Maya geworden. Seither lebte er im Reich der Tiefen, einem Labyrinth aus Stollen  und Höhlen unter seiner einstigen Heimat Mayab. Tage wie Ewigkeiten lagen hinter Tikal. Tage, in denen er versucht hatte, sich mit seinem Schicksal abzufinden. Gerade begann ihm seine Bürde zumindest erträglich zu erscheinen - als die Schwärze des tiefen Reichs um Tikal her zu widernatürlichem Leben erwachte! Und sie tat es mit dem wütenden Grollen eines Ungeheuers, das aus äonenlangem Schlaf gerissen worden war...

87 (Taschenheft 37) IM ZEICHEN DES ADLERS: Schon seine Taufe machte ihn zu einem Besonderen seiner Art: Der Mond verbarg sich im Schatten der Erde, als der Arapaho-Indianer vor Jahrhunderten durch den Trunk aus dem Lilienkelch zum Vampir wurde. Durch die Verbundenheit mit seinem Totemtier gelang es Hidden Moon jedoch, den dunklen Trieben zu entsagen. So lebte er in Einklang mit der Natur - bis das Böse nach ihm griff... Seither ist er der gefährlichste aller Vampire. Und er steht erst am Anfang seines Weges in eine Zukunft, wie sie dunkler nicht sein könnte. Denn sein Herr ist der Leibhaftige!
Vor zwölf Monden - South Dakota, am oberen Missourilauf - Makootemane hatte seinen Tod vorausgeahnt. Nun spürte er ihn ganz nahe - aber der alte INdianer unternahm nichts, um sich seiner zu erwehren. Nur die Hände hob er, matt und müde, doch die Bewegung war kaum mehr als ein Reflex. Beeindrucken ließ sich das schwarzhaarige Weib davon nicht - und auch nicht aufhalten. Mit regloser Miene ergab sich Makootemane in sein Schicksal. Geradezu gleichgültig musste er jedem anderen erscheinen. Tatsächlich aber nahm der Häuptling auf seine ganz eigene Weise Abschied von diesem Dasein... noch bevor Lilith Eden ihm jene Art des Todes bescherte, die selbst die Unsterblichkeit eines Vampirs beendet.

88 (Taschenheft 38) DAS GIFT DES BÖSEN: Vergiftet vom Bösen, ist Lilith Eden endlich das geworden, was sie nie sein wollte: eine grausame Vampirin ohne Skrupel und Menschlichkeit. Das Gute in ihr wurde hinweggefegt, so wie die Erinnerung an ihr früheres Leben. Auch Nona wurde mit dem Bösen konfrontiert - eine Begegnung, die sie fast vernichtet hätte. Doch zwischen Leben und Tod entdeckt sie, was sie so lange suchte: eine Spur zum Ursprung der Werwölfe! Ein absonderliches Schicksal führt diese beiden so ungleichen Frauen zusammen. Nur eines verbindet sie: der Plan eines Kindes, das der leibhaftige Satan ist...
Vergangenheit - Raoul Steen konnte nicht einschlafen. Es war drückend schwül, und von draußen wehten - obwohl schon spät in der Nacht - immer noch vereinzelte Stimmen zu ihm herein. Offenbar fanden andere ebenso wenig Ruhe wie der Uhrmacher. Die Wohnung mit der Werkstatt lag ebenerdig, und normalerweise hielt Raoul Steen nach Einbruch der Dunkelheit sämtliche Türen und Fenster gut verschlossen. Heute nicht. Heute standen die beiden Fensterflügel seiner Schlafstube sperrangelweit offen, weil es sonst in der Kammer nicht zu ertragen gewesen wäre.

89 (Taschenheft 39) DIE REISE NACH URUK: Uruk - hier stand einst die Wiege der Menschheit. Und hier entschied sich auch ihr Schicksal, als Lilith Eden durch den Zeitkorridor zurück zum Garten Eden reiste. Nun ist Uruk erneut das Ziel der Halbvampirin. Sie hofft herauszufinden, was damals wirklich geschah und welche Rolle sie dabei spielte. Doch nicht sie allein hat sich auf den Weg gemacht. Auch Anum, neuer Herrscher und Rachegott der Vampire, ist unterwegs zu diesem Kreuzweg der Zeiten. Und aus der Vergangenheit nähert sich eine weitere Reisende: Beth MacKinsey, die unsterbliche »Diebin der Zeit«. Was wird geschehen, wenn sich die Wege der drei Mächtigen treffen?
Italien, Kloster Monte Cargano, 2. September 1704 - »Wirst du nun wagen, was du all die Zeit hinausgeschoben hast?« fragte der alte Mann mit brüchiger Stimme. Er hatte ein Leben lang die Sonne geliebt, aber an diesem Tag, in seiner schwersten Stunde, hatte der Mittagshimmel kein Einsehen mit ihm. Und die Macht zu wünschen war ihm abhanden gekommen wie seine Lebenskraft. Die Frau am Sterbebett, die nicht mit Tobias Stifter alt geworden war, obwohl sie einander seit einem Menschenleben kannten, hielt seine schwieligen Hände umschlossen. So als könnte sie ihrem Mann den schweren Weg dadurch erleichtern. Und sie wirkte außerordentlich gefasst, als sie nickte. »Ja, das werde ich. Ich muss.«

90 (Taschenheft 40) BETH: Schon einmal folgte Lilith Eden dem Zeitkorridor in Uruk bis an den Anfang allen Lebens. Damals trat sie dem Schöpfer selbst gegenüber - und brachte den Vampiren tausendfachen Tod. Nun wagt sie den Schritt ein zweites Mal, in einem halb zerstörten, unsicheren Korridor. Und begegnet dem Geist einer Freundin, die sie einst tötete: Beth MacKinsey. Beth ist gefangen im Strom der Zeit, seit Jahrhunderten schon, und wird verfolgt von einem finsteren Jäger. Nur Lilith kann ihr die Erlösung bringen. Doch ihr Hilferuf stößt auf taube Ohren. Denn die Halbvampirin ist vergiftet vom Bösen...
Perpignan, 1666 - Raoul Steen schloss die Augen und lauschte. Das tat er gern, wenn er sich im Keller des Hauses aufhielt, zu dessen Hüter er bestellt worden war, und ein jedes Mal kam es ihm dabei vor, als würde er das aufeinander abgestimmte Ticken vieler Uhren hören. Die Illusion war so perfekt, dass Raoul sich in die Zeit zurückversetzt fühlte, als er noch mit Marie in der Wohnung über seiner Werkstatt gewohnt hatte. Bevor er sein böses Weib erwürgt - und bevor der Herr dieses Hauses sie ihm wieder zurückgegeben hatte...

91 (Taschenheft 41) ENDZEIT: Die Erde, beherrscht von dunklen Mächten und gepeinigt von Anarchie, Angst und Tod. Menschen, die unter der Diktatur eines Vampirfürsten ihr elendes Dasein fristen. Als die Werwölfin Nona eines Morgens erwacht, ist nichts mehr so wie gestern noch. Gestern? Wie lange hat sie geschlafen? Jahrzehnte? Was ist seither geschehen? Wie eine Fremde in fremder Welt erkundet Nona die Stadt, die einst New York City hieß. Jetzt ragt eine gigantische Festung mitten im Central Park auf. Hier residiert das Böse. Hier wird sie Antworten finden. Oder den Tod...
Am Anfang war nur die Dunkelheit. Eine alles verschlingende Finsternis, in der ihr Körper wie ein versinkendes Schiff immer tiefer hinabtauchte. Sie spürte die Kälte und war fast dankbar darüber. Denn Kälte bedeutete Gefühl. Gefühl bedeutete Leben. Leben bedeutete, dass sie nicht unter den Toten weilte. Welch merkwürdiger Traum! Sie wusste nicht, wer sie war. Ihre Persönlichkeit schien wie losgelöst von dem Körper, der sich widerstandslos dem Sog der Tiefe hingab. Träume sind die dunklen Erinnerungen unseres Lebens. Leben! Die Erkenntnis traf sie wie ein Blitz. Wenn sie leben wollte, musste sie hinauf - hinauf zur Oberfläche dieses Meeres der Finsternis.

92 (Taschenheft 42) DER HERR DER WELT: Wir schreiben das Jahr 8 neuer Zeitrechnung. Seit dem großen Vampirkrieg regiert Anum die Erde. Unter seiner Tyrannei gibt es keine Technik mehr, Anarchie und Aberglaube herrschen. Überall streunen blutgierige Dienerkreaturen umher. In New York City ragt anstelle des Central Parks Anums gewaltige schwarze Festung auf. Dort haben Lilith Eden und ihr Erzfeind Landru ihre neue Bestimmung gefunden: sei eine hörige Sklavin, er ein auf ewig Verdammter. Die Werwölfin Nona ist eine Fremde in dieser bizarren Welt, denn sie kommt aus der Vergangenheit. Warum ist sie hier? Soll und kann sie die Geschichte ändern?
Nona war ein Geist, ein Bewusstsein ohne Körper. Eine Seele ohne Hülle. Ein Wille ohne das dazugehörende Werkzeug. Sie selbst hatte Kierszan gedrängt, ihrer beider Körper in einem Versteck am Rande des Central Parks zurückzulassen, um als Geistwesen in Anums schwarze Festung einzudringen. Und es hatte funktioniert! Aber Kierszans Macht, die weit über die normalen Fähigkeiten eines Werwolfs hinausging, war nicht unbegrenzt. Sie versiegte zusehends, je länger ihre Bewusstseine von den Körpern getrennt waren. Und das Gefährliche daran: ohne die nötige Kraft würde er ihre Körper nicht hierher holen können!

93 (Taschenheft 43) TOD EINES MÄCHTIGEN: Weder kennt Lilith Eden seinen Namen, noch weiß sie etwas über seine Herkunft. Dennoch steht sie ganz im Bann jenes Fremden, den sie ohne Bewusstsein im magischen Korridor in Uruk fand. In seiner Gesellschaft reist sie nach Jerusalem. Dort, in der dreifach heiligen Stadt, glaubt sie sich unbehelligt von ihren ewigen Feinden. Seit annähernd 2000 Jahren ist Jerusalem frei von Vampiren. Schon bald aber muss Lilith feststellen, das jenseits der Stadtmauern tödliche Gefahren lauern. Ihr Erzfeind Landru ist nur eine davon. Weitaus gefährlicher noch ist der Mann in ihrer Begleitung, den sie zu  lieben glaubt...
Jahwe, höre mich! Noch nie habe ich in meinen Shabbat-Gebeten große Wünsche an Dich gerichtet. Ich bat nur darum, dass Du ein Auge auf die Meinen hast. Heute aber flehe ich Dich an, etwas zu tun! In Demut ersuche ich Dich darum, und welches Opfer Du auch verlangen magst, ich werde es Dir darbringen, nur: Vertreibe jene Gäste, die sich ungebeten unter meinem Dach eingenistet haben! Denn sie bringen nicht nur Ungemach über meine Familie - sie werden dem Tod Tür und Tor in mein Haus öffnen! UNd ich weiß gewiss, dass kein Mensch ihrer verderblichen Macht gewachsen sein kann. Darum, Jahwe, hilf Du!

94 (Taschenheft 44) SATANS RITTER: Gabriel ist sein Name und Unschuld seine Maske. Denn im Körper des Knaben steckt das Böse selbst: Gabriel ist die Inkarnation des Leibhaftigen. Aus dem Verborgenen zieht er seine Fäden, spinnt Intrigen und bereitet dei Menschheit für die Herrschaft der Hölle vor. Sein Vasall soll dabei ein Wesen sein, dessen Volk seit Jahrtausenden schon über die Menschen herrscht: Landru, einst der Mächtigste der Vampire. In einer Kultstätte, deren Mysterium gewaltiger ist, als die Menschen es sich träumen lassen, soll er zum Ritter des Bösen geschlagen werden - in Stonehenge!
Das neben dem Feuer kauerende Wesen spie unaufhörlich mit gurgelnder Stimme ein Wort aus, das klang wie: »Durst...!« Benji Hosteen schauderte. Flüchtig streifte sein Blick den leeren Kokon, dem die Brut entschlüpft war. Der geringste Luftzug verfing sich darin wie in vertrocknetem Spinngewebe und verursachte unheimlich knisternde Geräusche. erst ein paar Tage war das Grauen alt. Trotzdem erschien diese kurze Spanne dem Inuit-Jungen wie eine Ewigkeit. »Du musst aufbrechen«, mahnte ihn Manilaaq, der Schamane. »Es braucht Nahrung. Und wenn wir sie ihm nicht bald geben...«, er stockte kurz, »... dann wird es sich von uns holen, was es hier auf Erden braucht!«

95 (Taschenheft 45) DIE ZUSAMMENKUNFT: Schon seit vorchristlicher Zeit ist Stonehenge ein Ort der Mythen und Legenden und auch in der Gegenwart ein Wallfahrtsort für Menschen, deren Glaube im Übersinnlichen verwurzelt ist. Während Landru unterwegs ist, um die Archonten, eine verschollene Loge des Satans, zu finden und zu einem geheimen Ort zu führen, sammeln sich beim monumentalen Steinkreis von Stonehenge andere Scharen, die im Dienst des Teufels stehen: entflohene Schwerverbrecher aus einer nahegelegenen psychiatrischen Anstalt. Doch keiner von denen, die sich bei der uralten Kultstätte einfinden, vermag zu ahnen, welchen Plan er hier erfüllen soll. Der Preis, für den ihre Seelen gepfändet wurden, ist schrecklicher als der Tod...
Vergangenheit - Tobias Stifter wurde aus tiefem Schlaf gerissen. Jemand zerrte und rüttelte an ihm. Desorientiert richtete er sich auf. »Elisabeth...?« rann es aus seinem Mund. Langsam kehrte die Erinnerung zurück - an eine ganz besondere Liebesnacht mit einer einzigartigen Frau. Seiner Frau... In diesem Moment schrie der hässliche, totenbleiche Eindringling, der seinen Arm umklammert hielt: »Los, rede! Wo ist sie?« Beim Sprechen schien er die Luft einzusaugen, anstatt sie - wie es normal gewesen wäre - hervorzustoßen. Gleichzeitig zündeten seine stechend roten Augen kleine, unlöschbare Brände in Tobis' Seele. »Sag mir, wohin sie verschwunden ist!«

96 (Taschenheft 46) WOLFSLEGENDE: Satan ruft seine Heere zusammen. Auch die Werwölfe sollen in der finalen Schlacht gegen das Gute eine entscheidende Rolle spielen. Satans Ruf weckt ein schlafendes Erbe in ihnen. Selbst Chiyoda, der längst glaubte, den Wolfsfluch in sich besiegt zu haben, entkommt seiner Bestimmung nicht. Er verwandelt sich in eine reißende Bestie. Und auch in Nona bricht das Tier durch, das zu jeder Vollmondnacht Besitz von ihr ergreift. Mordend irrt sie durch Jerusalem - und begegnet dem, der alles von ihr weiß. Alles über sie und über ihre Art. Der Moment scheint gekommen, da Nona Sinn und Zweck ihrer Verdammnis erfahren soll, die Wahrheit über die Herkunft der Werwölfe...
In ihrem langen Leben hatte die Wolfsfrau Abertausende sterben sehen - Menschen und Vampire. Jener Tod aber, dessen Zeuge sie in den Katakomben von Jerusalem geworden war, schien ihr grausamer, schmerzlicher und in seiner Konsequenz unabsehbarer als alles Sterben davor. Es war, als hätte der spitze Pflock ihr eigenes Herz durchbohrt und mitten im Schlag angehalten. Chiyoda - hilf! dachte Nona  verzweifelt. So kann es nicht enden! Unternimm etwas, ich flehe dich an! Rüttele mich wach und sag mir, dass auch dies nur eine weitere Vision ist, deren Wahrwerden ich noch vereiteln kann...!

97 (Taschenheft 47) KIND DES GRALS: Mit dem Lilienkelch wurde einst das Geschlecht der Vampire gegründet und überall auf der Erde verbreitet. Und mit dem Lilienkelch sollten die Blutsauger dereinst, in der »Hohen Zeit«, wieder über die menschliche Rasse herrschen. Doch der Gral ist entweiht und nutzlos geworden. Eine Tatsache, mit sich Anum, Mächtigster der Vampire, nicht abfinden will. Er wagt ein Experiment, eine noch nie da gewesene Taufe. Ganz besonderes Blut soll einem Menschenkind die Unsterblichkeit und den ebenso ewigen Durst einflößen. Blut, wie es auf der ganzen Welt nur in einem einzigen Geschöpf pulsiert. Die Taufe gelingt. Aber folgenschwerer, als es irgend jemand hätte vorhersehen können...
Ich habe den Tod gesehen und ahne nun, was uns erwartet. Ich bin kein Held, das war ich nie. Mir ist schlecht vor Angst. Das Fürchten gehört zu den Dingen, die mir nicht verboten sind, seit ich ein Gefangener bin. Durch meine »Fenster« sehe ich, wie du mich anschaust, nur scheinbar frei, denn auch dich werden sie nicht schonen. Sie wissen nicht, was Gnade heißt. Ich hasse sie, die nicht menschlich sind. O ja, Hass. Auch er ist mir geblieben. Und er schwillt an mit jeder Stunde, die ich in meinem Kerker schmachte. Durch meine Augen blicke ich wie durch dicke Wände aus Glas auf dich, Rahel, geliebte Schwester. Dann hoffe und bete ich, dass dir erspart bleiben möge, was ich erleide, seit ich weggeschlossen wurde. In mir selbst...

98 (Taschenheft 48) DER EWIGE WIDERSACHER: Er hat viele Namen: Scheitan, Luzifer, Satan, Teufel... In dieser Zeit heißt er Gabriel - ein gutaussehender junger Mann mit einem gewinnenden Lächeln. Und gewinnen will er in der Tat: die Macht über die Menschen. Den Kampf gegen das Gute. Seit seiner Geburt verfolgt Gabriel den Großen Plan, scharrt Verbündete um sich, schließt verhängnisvolle Pakte, bereitet sich auf die letzte, alles entscheidende Schlacht vor. Seine wichtigste Verbündete ist Lilith Eden. In ihrer Hand liegt das Schicksal der Menschheit...
Eine Bombenexplosion hätte kaum verheerender sein können! Die Räume des schmalen Hauses, in dem bis vor kurzem der jüdische Gemüsehändler Gershom Chaim und seine Familie gelebt hatten, waren völlig verwüstet - zerstört im Wüten zweier Titanen, deren Hass aufeinander menschliches Begreifen überstieg. Beide waren sie einst Hüter des Lilienkelchs gewesen - und Brüder: Landru und Anum. Landru war seinem Bruder im Kampf zwar unterlegen, Anum aber war tot! Vernichtet vom Satan selbst. Und Landru... ? Stirb endlich, Bastard!« Eisige Kälte ließ Liliths Stimme klirren. »Stirb durch meine Hand - und bezahle mit deinem Tod für alles, was du mir und dieser Welt angetan hast!«

99 (Taschenheft 49) IN SATANS HAND: Nach Anums Tod lebt Lilith ein gespenstisches Leben im Bannkreis des Teufels. Gabriel hat die heilige Stadt Jerusalem als Heerlager auserkoren und plant einen Kreuzzug, von dem weder die letzten Vampire noch die Menschen etwas ahnen. Er will die Ernte einbringen, die seine Vorgänger über viele Jahrhunderte ausgesät haben. Aber ist sie aufgegangen? Ist die Welt reif für die Herrschaft des Bösen? Wird am Ende der gefallene Engel Luzifer selbst durch das Tor stoßen, das sein Reich vom Diesseits trennt? Lilith ist verzweifelt, als Gabriel sich mit seinen Absichten brüstet. Aber was kann sie tun? Sie hat einen Pakt mit ihm geschlossen und ist ganz in Satans Hand...
Durch enge Straßen und Gassen eilten die Archonten im Licht der blutrot untergehenden Sonne den Zielen entgegen, die Satan ihnen genannt hatte. Einst im zarten Kindesalter verstorben, hatte der Teufel sie wiederbelebt und ihre Seelen miteinander verbunden. Niemand hielt die fahlweißen Männer und Frauen mit den blutroten Augen auf, als sie ihren rund um die Stadt verteilten Positionen entgegenstrebten. Von dort sollten sie die einstige Hauptstadt des Königreichs Jerusalem in einen Ort der Finsternis und der ewig Verdammten verwandeln...

100 (Taschenheft 50) ARMAGEDDON - DIE LETZTE SCHLACHT: Die Lage könnte aussichtsloser nicht sein: Gabriels Armee des Chaos hat Jerusalem in eine Zone finsterer Magie verwandelt. Und dieses »Geschwür« soll sich nach seinem Willen über die ganze Erde ausbreiten! Wenn ihn niemand aufhält, sind die Tage der Menschheit gezählt. Verzweifelt flieht Lilith mit dem Lilienkelch nach Uruk, wo sie den Zeitkorridor weiß. Durch ihn will sie zum Anfang der Zeit, zum Schöpfer selbst gelangen und seinen Beistand für die Zukunft erflehen! Es ist ihre letzte Chance. Doch ist Armageddon noch aufzuhalten, die letzte, entscheidende Schlacht gegen das Gute und die Herrschaft des Antichristen über die Erde?
... Ich will dir das Geheimnis des Weibes sagen und auch des Tieres, das es trägt, das sieben Köpfe hat und zehn Hörner: Das Tier, das du sahst, es war und ist nicht. Es wird heraufsteigen aus dem Abgrund und ins Verderben fahren. Staunen werden die Bewohner der Erde, deren Namen nicht eingeschrieben sind im Buch des Lebens seit Grundlegung der Welt, wenn sie nach dem Tier blicken, das war und nicht ist und wieder da sein wird... (Offenbarung des Johannes)

101 (Taschenheft 51) DER DURST DER TOTEN: Die letzte Schlacht ist geschlagen - die Menschheit hat überlebt. Doch das Schicksal jener Wesen, die im Geheimen über uns herrschten, ist ungewisser denn je zuvor. Liliths Zukunft dagegen scheint auf den ersten Blick ihre Vergangenheit zu sein: Sie erwacht nach langem Schlaf in ihrem Haus in der Paddington Street. Doch die Welt draußen hat sich verändert! Ihr Kampf ist noch nicht vorüber. Denn das Böse findet immer einen Weg...
Darren Secada hat schon viele Arten des Todes gesehen. Die Leichen jedoch, um die sich der Pathologe diesmal kümmern soll, sind etwas Besonderes. Denn sie verschwanden bereits vor Jahren aus ihren Gräbern und tauchen nun wieder auf, als sie die Zeit spurlos an ihnen vorübergegangen. Und ihre Mägen sind mit frischem Blut gefüllt! Doch dies ist nicht das einzige Mysterium, das wie ein dunkler Schatten über Sydney liegt. Auch ein geheimnisvolles Haus in der Paddington Street 333 war seit Jahren verschwunden. Nun ist es plötzlich wieder da - und in seinem »Magen« lauert ein noch viel größerer Schrecken...
Die Umarmung der Finsternis war gewichen. Der Mann irrte schweratmend durch die sturmgepeitschte Nacht. In der Ferne erhellten Blitze den wolkenverhangenen Himmel; ein Abbild der Energien, die durch seine Nervenbahnen rasten und seine Muskulatur in krampfhafte Zuckungen versetzten. Er strauchelte, konnte sich kaum aufrecht halten. Den Mann störte es nicht. Das Leben war ihm zu fern, um noch daran Anteil zu nehmen. Er war auf dem richtigen Weg, den er traumwandlerisch sicher fand. Alles würde wieder wie früher sein, wenn er sein Ziel erreichte. Denn wo hätte er Geduld besser erlernen können als in dem tiefen Grab, in dem er einst gelegen hatte...?

102 (Taschenheft 52) DIE KALTE BRUT: Lilith Eden ist erwacht, wo schon einmal alles begann: im Haus an der Paddington Street in Sydney. Doch vieles erscheint ihr seltsam falsch. Das Haus dürfte gar nicht mehr existieren - genauso wenig, wie Vampire auf Erden wandeln sollten. Was ist geschehen in den zwei Jahren, in denen sie geschlafen hat? Verwirrt flieht sie aus dem Haus, nicht ahnend, dass sie das nackte Grauen darin zurücklässt. Tief unten, in den Katakomben, hat die Magie des Hauses Wesen erschaffen, die nun nach oben drängen. Einst waren sie Ratten. Nun sind sie eine tödliche Gefahr für alle, die es wagen, das Gebäude zu betreten...
333, Paddington Street mochte lange Zeit zwar öder, leerer Boden gewesen sein - eines aber war er nicht: verlassen! Es gab Leben hier, verborgen in dunkler Tiefe. Dieses Leben hauste in einem Labyrinth aus schmalen Gängen und Stollen, aus engen Höhlen und Klüften. Seit Anbeginn waren sie hier daheim, so wie sie überall auf der Welt in ewiger Nacht lebten, weil die Finsternis Schutz bot vor ihrem ärgsten Feind: dem Menschen. Doch 333, Paddington Street war anders als jeder andere Ort der Welt. Hier veränderte etwas jenen Funken, der animalisches Bewusstsein und Instinkt barg. Sein Licht gewann an Kraft. Und Macht...

103 (Taschenheft 53) CHIMÄREN: Als der Zoo von Sydney eines Morgens seine Pforten öffnet, wartet das Grauen auf die Besucher! Über Nacht wurde unter den Tieren ein Massaker angerichtet - doch die bedauernswerten Opfer sind nicht tot! Obwohl dies eigentlich unmöglich ist. Denn jemand - ein begnadeter, aber wahnsinniger Chirurg? - hat sich als neuer Frankenstein betätigt und Mischwesen geschaffen, schreckliche Zerrbilder der Natur. Auch Lilith Eden wird auf diese Chimären aufmerksam. Sie ahnt noch nicht, dass sie auf schreckliche Weise ein Teil der Untat ist - dank ihres vampirischen Erbes...
»...seht und erkennt die Zeichen! Das Ende der Alten Zeit ist nah. Zum Millennium hält das Böse Einzug in unsere Welt und unsere Köpfe. Nicht Sünder noch Heilige sind dagegen gefeit. Der Dämon des Niedergangs verführt Fromme und Frömmelnde, Philister und Kardinäle! Achtet die Zeichen! Sieben Mal wird die Welt erbeben unter dem Hammer, der die Glocke des Untergangs läutet. Sieben Schatten werden fallen über die Erde - und sich am Ende vereinen zu dem, der Ende und Anfang verkörpert! Danach wird es nie mehr sein, wie es war...« Fragment der dritten Weisagung

104 (Taschenheft 54) ÜBER DEN TOD HINAUS: Seven van Kees war kein Kind von Traurigkeit. Und sie machte keinen Unterschied, ob sie mit einem Mann oder einer Frau ins Bett stieg. Die »wahre Liebe« war jedoch nicht dabei. Bis sie Ryder Maguire traf. Seine Gegenwart verzauberte sie auf nie gekannte Weise. Dass tatsächlich Magie im Spiel war - Schwarze Magie! -, ahnte Seven nicht. Denn Maguire war tot, seit bereits anderthalb Jahren. Sein blendendes Aussehen war eine Maske, unter der das Grauen lauerte. Und sein Interesse an ihr diente nur einem Zweck. Als Seven die Wahrheit erkannte, war es zu spät. Etwas wuchs in ihr heran, und es würde sich nicht aufhalten lassen. Sie hatte längst die Kontrolle über ihren Körper verloren...
»Na, was ist Ihr Problem, Sir?« Keb Moran schlug einen jovialen Ton an, während er das Glas auf der Theke nachfüllte, zum sechsten Mal innerhalb der vergangenen Stunde. Der Gast - zweifelsohne noch keine dreißig, aber mit tiefen Linien und dunklen Schatten im Gesicht wie von einem langen, harten Leben - leerte es in einem Zug. Er verzog die Lippen, aber er schien das beißende, brennende Gefühl zu genießen, als lenke es ihn von Schlimmerem ab. »Mein Problem?« fragte er dann. Sein schwaches Grinsen wirkte bemitleidenswert, fast kläglich. Wie gehetzt sah er sich um, und seine Stimme klang, als laste aller Weltschmerz auf ihm: »Vampire...«

105 (Taschenheft 55) DIE DRITTE WEISSAGUNG: Von den Menschen weitgehend unbemerkt, geschehen mysteriöse, erschreckende Dinge. Unglücksfälle, deren wahre Bedeutung man verkennt. Naturphänomene, die nicht natürlichen Ursprungs sind. Erscheinungen, die keiner zu deuten vermag... Doch all dies hat einen Sinn, wurde vor vielen Jahren von Kindeshand in drei Prophezeiungen niedergeschrieben. Die beiden ersten haben sich bereits bewahrheitet. Die dritte steht nun, kurz vor dem Millennium, vor ihrer Erfüllung!
»Habe keine Angst, mein Kleines, denn ich bin die Muttergottes, die zu dir spricht, und ich bitte dich, diese Botschaft der ganzen Welt zu verkünden: Über die Menschheit wird eine große Züchtigung kommen, noch nicht heute und noch nicht morgen, aber zur Wende ins nächste Jahrtausend. Die Kirche wird sich verfinstern. Helle Flammen werden aus den Gemächern des Vatikans schlagen. Die Zeit der Zeiten wird kommen - und damit das Ende...« Fragment der dritten Weissagung

106 (Taschenheft 56) FANAL DES BLUTES: »... und der Himmel wird in flüssiges Feuer getaucht sein, und der Menschen Blut wird sich über die sündige Erde ergießen. wer aber solchen Regen berührt oder davon berührt wird, der ist verderbt und verdammt noch vor dem Ende, noch bevor die Alte Welt im Chaos versinkt. Blutrot ist das Zeichen, das des Menschen Dämon aus der Taufe hebt. Gewaltige Ströme werden vom Himmel regnen, und dies wird das fünfte Zeichen sein von sieben, ehe sich die Weissagung in all ihrem Schrecken erfüllt und der Mensch sein Haupt beugen muss vor den neuen Herrschern...« Fragment der dritten Weissagung

107 (Taschenheft 57) DUNKLE ROMANZE: Als Shondra Trevilane stirbt, ist ihr Dasein nicht vorüber! Eine geheimnisvolle Fremde holt sie aus dem Grab und schickt sie in die Welt der Lebenden zurück. Zu Lebzeiten war Shondra ein scheues, genügsames Mädchen. Das ändert sich grundlegend mit ihrem Tod. Er bringt die bislang verborgenen, dunklen Seiten ihres Wesens zum Vorschein - und weckt den Durst nach Blut! Shondra wird zum Fluch für die Menschen, die ihren Weg kreuzen. Denn sie hat eine Mission zu erfüllen, an deren Ende ihr zweiter, diesmal endgültiger Tod stehen wird...
FÜR MEINEN MÖRDER. MIT HASS. IN TRAUER. AUF EWIG. Mein Leben lang habe ich den Tod gefürchtet. Diese Angst ist mir geblieben, ich spüre sie heute noch - lange nach meinem Tod. Ich weiß, dass sie nicht wirklich Macht verloren hat im Laufe der Zeit; es scheint mir bisweilen nur so, weil etwas anderes, eine größere Furcht sie überschattet... ... die Furcht vor dem Leben. Vor einem Leben und Schicksal, so grausam, dass ich es keinem Menschen wünsche. Außer meinem Mörder!

108 (Taschenheft 58) DIE LETZTE ÜBERLEBENDE: Eine Welt des Zerfalls, der Hoffungslosigkeit, der namenlosen Schrecken. Wann wurde sie so vollständig zerstört? Ist dies überhaupt noch die Erde? Eine junge Frau kommt inmitten einer Einöde, die einst wohl blühendes Land war, zu sich. Sie weiß nicht, wer und wo sie ist - aber sie muss kämpfen, um zu überleben. Ratten sind ihre Nahrung; ihr Blut scheint sie zu sättigen. Ja, sie ist eine Vampirin, und ihr Namen ist... Lilith Eden! Aber damit ist nur ein winziger Teil des Geheimnisses gelüftet, das sie umgibt wie ein böser Traum. Ein Traum, auf den ein noch böseres Erwachen folgt...
Sei mutig. Schau in den Spiegel. Betrachte dein Bild darin und lass dich nicht täuschen. Was macht dich so sicher, dass du es bist, die dir entgegenblickt? Könnte es nicht sein, dass die wahre Welt auf der anderen Seite des Spiegels liegt? Was ist Wirklichkeit? Und gibt es nur eine Realität oder unzählige, die von deiner nur durch einen dünnen Vorhang abgetrennt sind? Was geschähe, wenn du den Weg hinter den Vorhang finden würdest? Und noch weiter: hinter den Vorhang jenseits des Vorhangs...? Wo würdest du wohl ankommen? Und - noch wichtiger - wie wolltest du je wieder zurückfinden in das, was du für deine Welt hältst...?

109 (Taschenheft 59) DIE ZEIT DES SAMMLERS: Einst war er ein Mächtiger, ein König unter dunklen Fürsten, gleichermaßen  geachtet wie gefürchtet. Doch seine Zeit verging; er verlor seine Macht, seine Hoffung, und schließlich sein Leben. Einsam und in absoluter Finsternis schloss er für immer die Augen... Für immer? Nein, denn  das Schicksal hielt neuen Schrecken bereit: für ihn und für alle, denen er begegnen sollte. Man störte seinen ewigen Frieden und zerrte ihn ans Licht einer neuen Existenz, die er verachtete wie sich selbst. Eine neue Zeit sollte anbrechen: die Zeit des Sammlers.
Jerusalem, nach der Schlacht Kein noch so leises Geräusch drang vor zu dem Mädchen, das durch die entweihte Stadt irrte. Nicht nur der Wind schieg, auch der Zeit selbst schien vor Grauen der Atem zu stocken. Das Mädchen nahm jedes Detail der Gräuel in sich auf. Die Straßen und Häuser waren voll von den Opfern Armageddons. Niemand, nicht ein einziger Bewohner, hatte dem Schlachten entrinnen können. Auf Satans Geheiß war eine ganze Stadt von Werwölfen ermordet, war uralte Helligkeit für immer ausradiert worden.

110 (Taschenheft 60) RAHEL: Sieben Prophezeiungen, die das Millennium bestimmen sollen, den Wechsel in ein neues Jahrtausend. Und den Wechsel zu einer neuen Macht auf Erden! Sechs Zeichen haben sich bereits erfüllt. Nun kündet ein weltumspannendes Unwetter das letzte an. Drei Personen stehen im Zentrum des Geschehens: Landru, einst der mächtigste Vampir, gestorben und von den Toten auferstanden. Rahel, die Begründerin eines neuen, grausamen Volkes. Und Lilith Eden, die Halbvampirin. Sie könnte das Unvorstellbare als einzige verhindern. Wäre Rahels Tod nicht auch ihr eigener...
Gott im Himmel, lass sie bitte nicht sterben! dachte der Mann - obgleich die Frau, neben der er am Boden kniete, zu diesem Zeitpunkt bereits tot war. Dann brüllte er: »Warum hast du das getan, du verdammtes Ungeheuer?!« Lilith Edens Mörder schwieg. Lackschwarz, als wäre er mit ihrer Haut verschmolzen, umgab er den Leichnam. Nur das Gesicht war von der Substanz des Symbionten ausgespart. So wirkten die Züge der Ermordeten vergleichsweise friedlich, während hinter Darren Secadas Stirn überaus wilde, blutrünstige Gedanken durcheinander stoben. Wie besessen suchte er nach einem Weg, den Symbionten hier und jetzt für seine Wahnsinnstat zur Rechenschaft zu ziehen...

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Gesamtverzeichnis aller Titel

→VAMPIRA (Teil 1 - 50, Bastei Heftroman)

→VAMPIRA (Teil 51 - 110, Bastei Taschenheft)

→DAS VOLK DER NACHT (Teil 111 ff., Zaubermond)

→VAMPIRA-LEXIKON

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