UNHEIL

Wolfgang Hohlbein

2007

Piper: Mitten unter uns lauert eine tödliche Bedrohung - der Vampir. Der erbarmungslose Killer foltert seine Opfer und saugt ihnen das Blut aus. Als ihm die Ermittlerin Conny auf die Spur kommt, gerät sie in einen Alptraum: Übernatürliche Geschöpfe eröffnen die Jagd auf sie. Conny wird in eine tödliche Intrige verstrickt. Und ihre Verbündeten entpuppen sich als unsichtige Gegner ...
Er ist der Vampir. Ein bestialischer Killer, der in unseren Großstädten sein Unwesen treibt. Er entführt seine Opfer, foltert sie und saugt ihnen bei lebendigem Leib das Blut aus. Die Polizistin Conny, im Dauerstreit mit ihrem Vorgesetzten, ermittelt auf eigene Faust. In einer finsteren Disco entgeht sie nur knapp selbst dem Monster. Und kann sich von diesem Moment an nirgendwo mehr sicher fühlen. Immer wieder erscheint ihr ein geheimnisvolles Phantom, das offenbar übernatürliche Kräfte hat. Sind die Schergen der Finsternis nun auch hinter ihr her? Und welche Absichten verfolgen ihre vermeintlichen Vertrauten? Conny wird Opfer eines erbarmungslosen Feldzugs, und die Hölle bläst zum entscheidenden Angriff.

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Hartmut: Mit Spannung habe ich den neuen Hohlbein erwartet und mich dann endlich mit ihm in eine ungestörte Ecke verkrümelt. Nach der ersten Seite habe ich das Buch dann sofort wieder zugeschlagen und nochmals tief durchgeamtet. Eine wie auch immer geartete Form der Vorrede, ein langsames Hinabtauchen entfällt - Buch auf ... und du wirst sofort aus deinem Lesesessel herausgesogen ... bist sofort mittendrin.
Also habe ich nun die Spielregeln verstanden, rüste mich noch mit ein paar Speisen und Getränken aus und schlage das Buch abermals auf; beginne von vorn.
Nach zehn weiteren Seiten lasse ich das Buch wieder sinken - dann hat also auch W. Hohlbein jetzt seine "Anita Blake", seine "Buffy" geschaffen ... Hm, eines Tages hatte das ja kommen müssen - aber ausgerechnet von Hohlbein? Eine Polizistin in den 40ern im Kampf gegen Vampire und Gothic-Szene ... Ich finde mich damit ab und erwarte nichts wirklich Neues mehr. Doch Wolfgang Hohlbein hat seinen Ruf als Groß-Meister von Fantasy und Horror nicht umsonst erworben. Ich entschuldige mich in aller Form für all meine Zweifel daran!
Während des Lesens versuchte ich immer wieder einmal den Roman in eine Schublade zu stecken. Hier nun die Ausbeute der Überlegungen:
Vampirjägerin (wie bereits erwähnt), Krimi, "plötzlich Vampir" sowie Psycho-Horror. Erst ganz zum Schluss entpuppte sich der Roman endgültig als das, als was er angekündigt wurde: ein Vampirroman. Und gerade dieser ungeradlinige Weg durch die Möglichkeiten hielt mich fest in seinem Griff, wenn der Ablauf der Geschichte eine Atempause einlegte.
Gesamteindruck: Es ist nicht Horror - es ist ein Hohlbein!

Martin Aisler - 21jähriger Student aus "gutem Hause". Er sammelte eine Gruppe Minderjähriger, die ihn als "Meister" anbeteten. Von Vlad erschaffen, wird er auch von diesem getötet.

Cornelia Feisst - "Conny". Die 42jährige Polizistin will den "Vampir", einen Serienmörder, auf eigene Faust stellen. Doch durch die Hilfe Vlads wird sie an die Grenzen ihrer Glaubwürdigkeit geführt und kann sich selbst erst spät erkennen, um dann die Nachfolge Vlads anzutreten.

Vlad - eigentlich "Valdimir", sagt er. Als für alle anderen Unsichtbarer bringt er Conny zum Zweifeln an ihrem Geisteszustand. Dass er nebenbei als Kriminalkommissar Kurt Trausch an Connys Seite ist, kann sie lange nicht durchblicken.

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