Die KNICKERBOCKER-BANDE

Thomas Brezina

seit 1990

Hartmut: Axel (13 Jahre), Lieselotte "Lilo, das Superhirn" (13), Dominik (10) und Paula "Poppi" (9) gewannen aus Versehen einen Lederhosen-Wettbewerb und erhielten dabei den Namen "Kickerbocker-Bande". Diesen Titel fanden sie allerdings lustig und benannten so ihren Detektiv-Club. Die Mitglieder der Knickerbocker-Bande leben in Österreich, doch ihre Abenteuer treiben sie um die halbe Welt.
Diese Kinder-Krimi-Serie (empfohlen ab 9 Jahre) hat die Eigenschaft, dass im Rahmen der Ermittlungen nie jemand stirbt. Über den pädagogischen Sinn oder Unsinn kann streiten wer will (und es tun tatsächlich einige), allerdings muss man der Serie (inzwischen über 60 Folgen) zugute halten, dass Kinder die Bücher tatsächlich lesen und das zumindest kann ja nicht ganz schlecht sein ...
Apropos schlecht: Während beim älteren Publikum der Spruch "sex sales" immer wieder aufs Neue strapaziert wird, hält sich der Autor T. Brezina an "horror sales". Nur wenige Bände bleiben im Titel neutral - ansonsten liest sich die Titelliste der Knickerbocker wie das Who-is-who des Schreckens: Schneemonster, Ufo, Lindwurm, Phantom, Totenkopf, Schauermühle, Schwarzer Ritter, Hafenhai, Frankenstein, Geisterschiff, Mumie, Killerkarpfen, Werwolf, und und und ... und natürlich auch ... Vampire.

auf Grund des negativen Urteils über den vorliegenden Band wird aus humanitären Gründen auf die Aufzählung weiterer Knickerbocker-Abenteuer an dieser Stelle verzichtet.

 

mehr T. Brezina

Ein Fall für dich und das Tiger-Team

Der Vampirsarg

Die Nacht der Weißwurst-Vampire

1993

omnibus: Was macht ein Sarg im Kohlenkeller? Während Axel, Lilo, Poppi und Dominik noch über diese Frage grübeln, hebt sich plötzlich der Sargdeckel, und ein Vampir stürzt sich auf sie. Die vier Junior-Detektive haben nämlich durch Zufall einen Geheimbund entdeckt, der ein schreckliches Verbrechen plant. Kennwort: Die Nacht der Weißwurst-Vampire ...

Hartmut: Aus irgendeinem Grund verschlägt es die Knickerbocker-Bande nach München und natürlich werden sie sofort mit einem Fall betraut: Sie sollen herausfinden, warum die Natascha nicht mehr bei Axels Onkel, der meist "Schweinchen Schlau" genannt wird, arbeiten will. Naja, ich persönlich hätte da eine Idee ... Natascha aber hat sich mit anderen Kindern gutgläubig einem Ring angeschlossen, der den Reichen das Geld stehlen will, um es an die Bedürftigen zu verteilen. Das ist natürlich geheim und selbstverständlich erlogen, denn der Ober-Vampir will mittels eines Computernetzwerks, für das er die Kinder braucht, das Geld auf sein eigenes Konto transportieren, um dann weit weg gut leben zu können. Dass der verkleidete Ober-Vampir in Wirklichkeit ein Polizist ist, ahnt natürlich auch niemand. Selbst die Knickerbocker brauchen fast die ganze Zeit, um das herauszufinden - aber sie schaffen es und alles wird gut. Daneben passiert noch so allerlei, aber das hilft uns auch nicht zu klären, was "Weißwurst-Vampire" sein sollen oder warum die Aktion mit diesem Kennwort bedacht wurde und was das Ganze überhaupt soll.
Nur falls es noch nicht ganz deutlich geworden sein sollte: Ich finde die gesamte Story absurd und halte den Titel für eine Zumutung.

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