DRACULA

Leben und Legende

Heiko Haumann

2011

Verlag C.H. Beck, München, 2011
ISBN: 978-3-406-61214-5

C.H. Beck: Gegen den Blutdurst und die spitzen Eckzähne des untoten Karpatenfürsten helfen nur Knoblauch, das helle Sonnenlicht oder besser noch ein Holzpflock, den man ihm ins kalte Herz rammt. - Kaum eine historsiche Gestalt ist so sehr von abstrusen Legenden umrankt wie Vlad Draculea Tepes: Fürst der Walachei im Spätmittelalter, Kämpfer gegen das Osmanische Reich und Kristallisationspunkt blutiger Mythen, die schließlich in Bram Stokers großem Roman „Dracula“ (1897) kulminierten und so den Protagonisten zu einem Ahnherren der Vampire werden ließen. (2011)

bibliothèque: Eine weitere kleine Veröffentlichung, die den historischen Woiwoden und die durch Stoker mit ihm verknüpfte / geschaffene Vampirlegende beleuchtet. Auch wenn der Sprachstil vergleichsweise locker gehalten ist und versucht wird, Anekdoten interessant zu erzählen, kann nichts darüber hinwegtäuschen, dass dies ein Sachbuch, ein wissenschaftlicher Text für die Allgemeinheit ist. Die Schwierigkeit ergibt sich hier, wie in vielen anderen vergleichsweise kurzen Texten zum Thema, aus den Vielzahl nötiger Informationen zum Verständnis von Zeit und Lebensart sowie der oft unmöglich klaren Trennung von Propaganda, Dichtung und Wahrheit um Vlad Tepes / Draculea.
Ebenso ist die Vielzahl der Möglichkeiten und Entwicklungen des heutigen Vampirmythos nicht historisch korrekt und vollständig darzustellen und bleibt damit zwangsläufig eine gekürzte und dennoch seitenlange Anhäufung von Begriffen und Zuordnungen, die sich in verschiedenen Regionen entwickelten, ohne das Platz bleibt, darauf mehr als oberflächlich einzugehen.
Auch wurde der Versuch unternommen, die Entwicklung der Vampirliteratur darzustellen. Obwohl weitgehend darauf verzichtet wurde, die Entwicklungen des 21. Jahrhunderts zu berücksichtigen, zeigt die Vielzahl an bekannten und weniger bekannten Werken, die Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten des Genres auf und stellt einige wenige Beispiele heraus.
Dieses Büchlein schient für alle geeignet, die in der Bearbeitung wissenschaftlicher Texte geübt sind und mal zu vergleichsweise „leichter Kost“ greifen möchten. Für einen tieferen Einblick in das Thema ist das Buch einfach zu kurz oder das Thema zu weit gefasst - wie immer die Lesenden dies sehen wollen.
(2014)

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aus dem Inhalt

Die Geschichte des Vlad Draculea // Vlad der Pfähler - Vlad der Held // Vampirglaube und Vampir-Mythos // Dracula als Vampir // Dracula und der Vampirismus heute

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Autor

Heiko Haumann - geboren 1945, deutscher Professor für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte, lehrte bis 2010 an der Universität Basel.

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