TRANSSYLVANIEN - Im Reich von Dracula

Ein Fotobuch

Gerald Axelrod

2009

Gerald Axelrod: Im Mai 1897 erschien in London ein Buch mit dem schlichten Titel "Dracula". Sein Autor, der irische Schriftsteller Bram Stoker, ahnte zu jener Zeit noch nicht, dass sein Werk der erfolgreichste Horrorroman aller Zeiten werden sollte. Tatsächlich begann der Verkauf nur sehr schleppend und manche Kritiker verrissen das Buch gnadenlos. Sie hielten es für eine "Ansammlung von grotesken und völlig unglaubwürdigen Ereignissen" (so eine zeitgenössische Rezension). Dabei hatte sich Stoker jede nur erdenkliche Mühe gegeben, die Handlung so glaubhaft wie möglich zu schildern und war im Laufe seiner siebenjährigen Arbeit auf einen rumänischen Fürsten gestoßen, der wirklich gelebt hatte: Vlad III. Draculea, auch Dracula genannt.
Wir wollen uns nun auf eine Spurensuche begeben und jene Quellen erforschen, die Bram Stoker zu seinem Roman inspiriert haben. Der erste Teil beschreibt deshalb das Leben von Vlad Draculea, der 1431 in der transsylvanischen Stadt Schäßburg zur Welt kam und später das benachbarte Fürstentum der Walachei regierte. Er galt als grausamster und blutrünstigster Machthaber seiner Zeit, um den sich bis zum heutigen Tage unzählige Mythen ranken. War Draculea wirklich ein Vampir? Immerhin ließ er in den sechs Jahren seiner Schreckensherrschaft rund 100.000 Menschen auf bestialische Weise zu Tode foltern, wobei er speziell das Pfählen bevorzugte, was ihm den Spitznamen "Vlad Tepes" (sprich: Zepesch), also "Vlad der Pfähler" einbrachte. An dieser Stelle sei nochmals betont, dass der historische Fürst Draculea nicht über Transsylvanien, sondern über die Walachei herrschte. Stoker entschied sich jedoch, Transsylvanien zum "Reich von Dracula" zu machen, weil er dort sogar am Ende des 19. Jahrhunderts immer noch das vorfand, was er für seinen Roman brauchte: den Glauben an Vampire.
Im zweiten Teil gehen wir daher dem Geheimnis der Vampire auf den Grund. Über 150 Jahre lang hielten die Türken fast den gesamten Balkan besetzt, so dass sich - vom christlichen Abendland unbemerkt - ein bizarrer Volksglaube ausbreiten konnte. Erst als ein Großteil des Balkans unter österreichische Herrschaft kam, drangen ab 1725 schockierende Neuigkeiten über rätselhafte Todesfälle an die Öffentlichkeit. Die österreichischen Militärärzte führten Untersuchungen durch und öffneten die Gräber. Zu ihrem maßlosen Erstaunen fanden sie praktisch unverweste Leichen vor, denen frisches Blut aus Mund und Nase quoll. Da wissenschaftliche Erklärungen versagten, notierten die Ärzte in ihren Berichten, dass es sich - nach Aussagen der Dorfbewohner - um "Vampyri" handle. Anzumerken bleibt, dass der Glaube an diese Untoten bis zum heutigen Tage lebt. Die letzte Hinrichtung eines rumänischen Vampirs fand im Februar 2004 statt!
Bram Stoker verknüpfte die historischen Tatsachen über Vlad Draculea und die Berichte über Vampire zu einer raffinierten Mischung aus Aberglauben, Angst, Geschichte und Wirklichkeit. Der dritte Teil rekonstruiert deshalb die Entstehung des Romans "Dracula" und zeigt, wie ein Alptraum, mehrere zufällige Entdeckungen und jahrelange Recherchen schließlich den faszinierendsten Vampir aller Zeiten hervorgebracht haben.
(2009)

Stürtz: Die Spurensuche nach dem faszinierendsten aller Vampire führt uns nach Transsylvanien und in die Walachei, vom Geburtshaus Vlads des Pfählers über die Orte seines Wirkens bis zu seinem Grab, zu einsamen Burgen, auf dunkle Friedhöfe und in alte Kirchen. (2009)

bibliothèque: Wer Sachbücher an sich nicht mag, hat mit diesem Fotobuch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ein Buch, das neben den (aber keinesfalls nebensächlichen) sehr schönen - bisweilen schaurig schönen - Fotografien, einen guten Überblick über das Leben des wahren Dracula, Vlad III., den Vampirglauben und die Entstehung des Romans "Dracula" gibt. (2009)

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Dracula (Kalender)

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Autor

mehr G. Axelrod

Blutgräfin Elisabeth Báthory

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Stürtz-Verlag

ISBN: 978-3-8003-1937-4

 

Kalender Stürtz-Verlag

2011: ISBN: 978-3-8003-2909-0

2012: ISBN: 978-3-8003-2992-2

 

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Galerie

mehr Fotos

Dracula
Foto-Kalender 2011 und 2012

Kalender mit Fotografien von Gerald Axelrod aus dem Buch "Transsylvanien - Im Reich von Dracula".

Größe: 33 x 31 cm

Stürtz: [Jeweils] 12 mystische Kalenderbilder vermitteln die Stimmung von Transsylvanien, der Heimat von Dracula. Das dreisprachige Kalendarium zeigt Mondphasen, Sternzeichen und die wichtigsten Feiertage an. Die Ausstattung ist hochwertig, der Kalender wird durch einen starken Papprücken verstärkt. (2010/11)

bibliothèque: Für alle - die schon immer mal einen Vampirkalender ohne Filmdarsteller haben wollten.
Für alle - die ihr Exemplar des Fotobuches nicht zerschneiden wollen.

Für alle - denen die Fotografien gefallen. (2010/11)

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Autor und Fotograph

Gerald Axelrod - geb. 1962 in Hard (Österreich). Begann im Alter von 13 Jahren, seine ersten Schwarz-Weiß-Fotos selbst zu vergrößern. Erlernte das Fotografieren ohne Schulen und Kurse. 1997 veröffentlichte er den Fotoband "... als lebten die Engel auf Erden", der sich rasch zu einem Kultbuch entwickelte und dem zahlreiche weitere Publikationen folgten. Mit über einem Dutzend Ausstellungen in Europa und den USA (u.a. in der Leica Gallery in New York) gehört Gerald Axelrod heute zu den international renommierten Fotografen.

Liane Angelico - geb. 1968 in St. Pölten (Österreich). Entdeckerin verborgener Welten, die sich zunächst der Dichtkunst widmete. Beschäftigt sich zudem mit Mythologie und Mystik, was sie dazu inspirierte, in phantastische Traumwelten einzutauchen. Gemeinsam mit Gerald Axelrod veröffentlichte sie mehrere Bücher und unterstützt den Fotografen auch bei weiteren Projekten.

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Zur Homepage des Autors und Fotographen:

Alle Informationen dieser Seite und die Fotos mit freundlicher Genehmigung von Gerald Axelrod. Alle Rechte bei diesem. Wir bedanken uns ganz herzlich.

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Fotos aus Buch und Kalender

die Fotos (größer) in der Gallery

                                             

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