ALEXANDRE

Band 1: Der Beginn

Marcel Saint Julien

2010

zugrunde liegende Ausgabe: Noel-Verlag (2010)
nicht mehr verfügbar
 

Klappentext: Zufällig treffen der Vampir Alexandre und der Werwolf Kilian auf einer Kirmes aufeinander. Alexandre weiß zuerst nicht, auf was für ein Wesen er sich hier einlässt. Doch nachdem er Kilian das Leben gerettet hat, scheint ihr Schicksal untrennbar miteinander verschmolzen zu sein.
Obwohl sie verfeindet sein sollten, begeben sie sich auf eine Reise voller Hindernisse, um Alexandres Familie zu finden. Doch der größte Feind scheint nicht die Gesellschaft zu sein, die ihre Freundschaft verachtet, sondern die Differenzen in ihren Köpfen.
Wie kann der anmutige Alexandre mit dem ungehobelten und tollpatschigen Kilian klarkommen?
(2010)

bibliothèque: Zur Geschichte: Der Vampir Alexandre lebt im selbstgewählten Exil von seinem Clan mit einer Python, einer Ratte und einem Raben auf einem abseits gelegenen Friedhof. Beim Besuch eines Jahrmarktes trifft er auf Kilian in einer bestenfalls peinlichen Situation: Alexandre übergibt sich.
Was Alexandre zunächst nicht bemerkt und Kilian nicht weiß: sie sind Feinde, denn Kilian ist ein Werwolf und es herrscht ein brüchiger Friede zwischen den Vampiren und Werwölfen.
Als Kilian von seinem „Herren“, dem Besitzer einer Freak-Show, der Kilian angehört, in eine tödliche Falle gelockt wird, rettet Alexandre dem Werwolf erstmals das Leben und so verbringen sie die nächste Zeit miteinander im Hin und Her ihrer Gefühle zueinander. Es entwickelt sich dabei Zuneigung, Liebe. Doch die anderen Werwölfe und Vampire wollen, aus den unterschiedlichsten Gründen, die beiden nicht in Frieden lassen und so entwickelt sich der Beginn einer gemeinsamen Reise zu einer Flucht, die dort endet, wo sie begann - auf dem Friedhof. Das Happy End bleibt aus.

Zum Stil: Die Geschichte, bzw. der Beginn der Geschichte, wie der Untertitel verspricht, wird aus drei Perspektiven erlebt: aus der Sicht Alexandres, aus der Sicht Kilians und aus der Sicht eines Erzählers. Dabei wechseln die Erzählweisen häufig, manchmal vielleicht auch zu häufig, und wiederholen dabei auch bereits Bekanntes aus der jeweils anderen Sicht, was den Fortgang der Geschichte besonders zu Beginn des Buches etwas aufhält, im Laufe der Ereignisse jedoch flüssiger wird.
Der Hintergrund ist als Mehrteiler angelegt und so werden folgerichtig verschiedene Handlungsstränge eröffnet. Der Hauptstrang dieses Romans (Alexandre und Kilian) wird jedoch in diesem (ersten) Buch auch beendet, was mich mit der modernen Neigung zur Serienbildung im Vampirroman einigermaßen versöhnt.

Die Gewürzmischung: ein bisschen Romantik, ein bisschen Gothic, ein bisschen Krieg, ein bisschen Klischee, eine Prise Gesellschaftskritik und viele Gefühle.

Fazit: Ein Erstling mit ambitionierten Ansatz, dem ein professionelles Lektorat zu wünschen gewesen wäre.

Nachsatz: Querelen um die Veröffentlichung und bei der Suche nach einem neuen Verleger führten dazu, dass das Buch inzwischen vom Markt verschwunden ist und der Autor sich vom Markt verabschiedet hat. (2013)

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Autor

Marcel Saint Julien - "Oft verpeilt, manchmal chaotisch, aber immer ehrlich und ein Emo." (Selbstdarstellung, 2012). Lebt in Nordrhein-Westfalen.

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Vampire

Alexandre - Der Sohn eines Kunsthändlers wurde mit 16 zum Vampir und legte er sich bald einige Zeit zur Ruhe. 16 Jahre später (ca. 2006) erscheint er etwa 18jährig, lebt zurückgezogen von seinem Clan und lernt den Werwolf Kilian kennen, teilt mit ihm sein Blut. Kurze Zeit später verbrennen ihn spezielle Lampen sehr stark, so dass er nur mit einem Gemisch aus Werwolf-, Vampir- und Menschenblut und mit einem schlagenden Herzen gerettet werden kann. Dieses Prozedere überlebt sein Freund Kilian nicht, woraufhin Alexandre mit seinem Mentor Paul und seinem Prinzen endgültig bricht.

Paul - vom Clan der Nosferatu. Mentor Alexandres.

Mario – Armeeführer und Oberhaupt der Diener des Vampirprinzen. Etwa 2006 unterliegt der inzwischen 350jährige im Kampf dem Werwolf Kilian, der das Herz des Vampirs frisst.

 

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